Lieber mal nix sagen

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,712801,00.html (Spiegel)

Während sich hinter den Begriffen „Arbeitgeber“ und „Arbeitnehmer“ mehrheitlich immer noch klassische Vorstellungen getrennter Lager, „Messerwetzerei“, „Kraftpröbchen“ und „Heischerei nach Aufmerksamkeit“ manifestieren – Scheinwelten und Wunschdenken die Akteure beherrschen – ist dieser Zug längst abgefahren.
Weit weg von partnerschaftlichem Verhalten und gemeinsamer Vertrauensbasis, dümpelt man doch gemeinsam vor sich hin. Wer könnte letztendlich etwas davon haben wollen? Pflegte man früher zu sagen: „Devide et impera“, also „teile und herrsche“.

Das Grundverhaltensmuster, welches auf allen Seiten höchst aktiv ist und sich in jedem Gebahren und zu jedem Moment äußert, dass mehrheitliches Denken und Handeln immer in Bezug auf Egoismen, Vorteilssuche und Machtspielchen stattfindet. Im Kern der Mensch und sein „ich“, um das sich alles dreht. Durfte ich dies zu einem anderen Theme in einer Diskussion erfahren. Als Gedanke für die Teilnehmer: Monokausale Lösungsmuster sind keine Lösungen. Sie sind Wunschdenken und erzeugen weitere Scheinwelten. Lassen Sie uns zum Thema zurückkehren.

Während man sich anschickt, über die verbliebene Milch zu streiten, macht sich die Mehrheit kaum Gedanken über die Kuh, die mittlerweile als Pflegefall auf dem ausgedorrten Feld steht und ständiger Aufmersamkeit bedarf, ist das eine oder andere Bein dem „Nichtpflegenwollen“ oder der „Falschpflege“ bereits zum Opfer gefallen ist.

Man sieht, dass auf breiter Ebene das Verständnis für dynamische Beziehungsmuster und wechselseitige Abhängigkeiten fehlt, weil dies nicht gelernt und nicht gelehrt wurde. Man kann und darf also niemandem einen Vorwurf machen oder Schuld zuweisen.

Es zeigt sich, dass die beiden Grundprinzipien: „Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie sensuell in Erscheinung treten“ und „Tue was ich sage, aber nicht was ich tue“ die maximalste Ausprägung unserer Zivilisation sind und tägliches Denken und Handeln durchdringen. Die Akteure außerstande, sich diesen Prinzipien durch noch so viel „Engagement“ zu entziehen, gleicht dies dem Turmbau zu Babel.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich der „Aufschwung“ zeigen würde und die Akteure wieder ihren liebgewonnenen Denk- und Verhaltensmustern nachgehen werden, was aber unter dem Aspekt ganzheitlicher Betrachtung zu nichts führen wird.

Denn, wie sehr sich auch der Mensch bemüht, wird er früher oder später einsehen müssen, dass dieses Verhalten sich in keiner Weise in die sich globale verändernden Marktumfelder einpassen wird; ebenso klassische Schuldzuweisung (Selbst, wenn der eine oder andere Leser in diesen Zeilen etwas für sich zu erkennen glaubt. Es sind nur Verhaltensmuster, die durch vergangenem Gelernen konditioniert wurden darauf zu reagieren. Was bis heute nicht hinterfragt wurde, ob es den Zeichen der Zeit ein angemessenes Werkzeug sein kann.).

Die Ursachen findet man im Vorhandensein gesellschaftlicher und ökonomischer Umfelder, vordringlich der ökonomischen. Nur die schrittweise Neugestaltung der Werte schaffenden ökonomischen Basis, nach systemisch/ganzheiltichen Aspekten, hinterlässt aus Sicht des Schubäus Modells einen fruchtbaren Boden. Einen Boden, auf dem alle, auch Sie liebe(r) Leser(in) sich bewegen.

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