Lust auf was Neues?

Klassische Staatsgebilde zeichnen sich dadurch aus, dass sie an wirtschaftlichen Prozessen „wohlwollend“ profitieren, jedoch keinem eigenen Wertschöpfungsakt nachgehen. Und wer sich genauer umgeschaut hat, der hat in den gängigen Unternehmensportalen eine „Verunternehmung staatlicher Strukturen“ entdeckt.

„Der Mensch (Gesellschaft) gewährleistet durch arbeitsteilige Wertschöpfung (Ökonomie) seine Lebensgrundlagen, bei sinn- und vernunftvollem Einsatz (Ökologie) der natürlichen Ressourcen (Natur).“

So kann ein Lösungsmodell niemals darin liegen, wieder(!) irgendein „Staatsgebilde“ mit mehr oder weniger phantasievollem Namen ins Leben rufen zu wollen, wo Wahlen, Pöstchen und jegliche Formen von Vorgesetzten, Dünkel, Umverteilungsambitionen, Lobbyismus und wohlwollendes Verhalten – also das Übliche – wieder Einzug halten würde. Klassische Politik und klassische Staatsformen sind Erscheinungsformen der alten Weltordnung.

„Der sich entfaltende Mensch unterliegt keiner künstlichen Betreuung.“

Schaue ich mir die letzten Jahre erlebter alternativer Projekte an, so fällt mir heute das fehlende Denken in Prinzipien auf – einschließlich damit verbundenen, weiträumigen Infragestellungsprozesses.
Vielmehr kann man vom bisherigen Handeln nur gewohnte Verhaltensmuster ableiten, die durch das Tun stets zu den gleichen Ergebnissen führ(t)en – ob es sich um „Republik Freies Deutschland“, „Freies Deutschland“, „Kommissarische Reichsregierung“, „Königreich Deutschland“, „Bundesstaat Deutschland“ oder der gewohnten Rückbezüglichkeit auf das „Deutsche Reich“ drehte oder dreht.

Unnötig war dies alles nicht, da ja auch ein Erkenntnisprozess damit verbunden war, bzw. ist – mit dem Ergebnis, wie es nicht funktioniert. So boten diese Projekte umfangreiche Möglichkeiten der Analyse (neubedeutend: der Betrachtung) und offenbarten letztlich nur Methoden und Werkzeuge der alten Ordnung.

Das „Ewig Gestrige“ hat nichts mit „Reich“ zu tun, sondern leitet sich vom gewohnten Verhalten ab, das Gestern an sich als gültiges Morgen verkaufen zu wollen – ein Verhalten aus der alten Weltordnung an sich – länger als nur die letzten 150 Jahre zurückreichend.

„Das haben wir schon immer so gemacht.“

Im System oder nicht
Erst neulich hörte ich, dass man auch dann Teil des Systems ist, wenn man es mit Geld zu tun hat. Das ist nicht ganz richtig, denn „System“ ist eine Ansammlung geistiger Regelwerke (abgespeichert im „Ich“ des ahnungslosen oder verdrängenden Individuums), denen unter anderem das bedingte Empfangen und bedingte Geben zu Grunde liegt und ein „Geschenk“ (bedingungsloses Geben) sich somit außerhalb des alten Systems jedoch innerhalb des Lebensprozess bewegt.

„Erlebend, erliebend.“

„Das System ist auch nicht nur die Materie oder Gebäude oder schuldige Menschen oder „woanders“.“

„Wenn Du hier nicht mehr mitmachen willst, dann geh‘ doch in den Wald.“

„Das Leben ist bedingungslos. Nur der Mensch – nach seinem unhinterfragten „Ich“ funktionierend – unterteilt es, weil er sich selbst vom Lebensprozess abgewandt hat und in der irrigen Vorstellung unterwegs ist, er könne ein System erschaffen, ohne die Prinzipien des Lebens selbst beachten zu müssen – im Kern hat sich diese Vorstellung aus dem „Ich“ entwickelt. Gut dass der Mensch ein „Ich“ hat und nicht das „Ich“ ist!

„Im Schweiße deines Angesichts…“

Ich mag an dieser Stelle wieder betonen, dass „etwas Neues“ zum einen nicht von heute auf morgen und vor allem „für alle gleichzeitig“ passieren wird – sich jedoch jeder selbst auf den Weg machen kann, seine gewohnten Denk- und Verhaltensmuster zu betrachten, die jenes System erzeugen, dem er in ablehnender Haltung gegenüber steht.

Das ist der Punkt, wo sich die „Spreu vom Weizen“ trennt und es dann recht still wird.

Klarheit und Aufgabe
Wer gelegentlich den Blog besucht, wird bei mir zwei wesentliche Grundhaltung zum Miteinander feststellen, was sich auf der einen Seite durch den Umdenkprozess in der Art individuell-gesellschaftlicher Denk- und Verhaltensmuster zum Ausdruck bringt und auf der anderen Seite durch „Schubäus’ Modell“, als wirksames Werkzeug zur Neugestaltung ökonomischer Strukturen nach den Prinzipien der Neuen Zeit.

Mit „Schubäus’ Modell“ beschäftige ich mich seit ca. zwölf Jahren im offenen Raum. Der individuell-gesellschaftliche Umdenkprozess aus der Infragestellung individuell-gesellschaftlicher Konditionierungen heraus, ist dabei eine logische Schlussfolgerung aus der Frage, welche Rolle und Eigenschaften der Mensch in einem ganzheitlich neu orientierten Unternehmen innehat, was zu einer neuen Anschauung von Mensch und Welt führt.

Im Auge des Betrachters
Auf der anderen Seite zeigt sich auch, dass sich die Gesellschaft ihre sogenannten „Eliten“ selbst schafft, indem sie anderes Denken (für gewöhnlich) ausgrenzt. Eliten, die sie dann wiederum verteufelt – für gewöhnlich ist es nur die übliche Feindbildprojektion.

Die Feindbildprojektion ist ein Mittel der Abgrenzung (gegen Veränderung) und durch das Feindbild und damit verbundene, rückwirkende Aufmerksamkeit, ein Bestätigung des „Ichs“ für seine „statische“ Existenz. Verlustangst ist dabei ein Warnsignal vor Veränderung – sowohl geistiger wie auch materieller Hinsicht.

„Wer in allem Feinde sieht, steht in seiner Entwicklung am Anfang.“

Natürlich Ablösung gehört zum Ausstieg aus dem gesellschaftlich erzeugten System, um überhaupt den Freiraum tiefsystemischer Betrachtung zu erhalten. Somit hat das Ausgegrenzt werden einen Sinn.
Sich mit dem System auseinanderzusetzen, kann man sich weder einem einfachen Denken aufhalten lassen noch diesen unterordnen, selbst wenn eine Mehrheit davon überzeugt ist, wie es „richtig sein soll“.
Genauso wenig muss man das einfache Denken unterwerfen, noch kontrollieren oder gar regeln. Es regelt sich von selbst. An dieser Stelle wird klar, dass der Mensch nur durch sich selbst – besser seine Denk- und Verhaltensmuster aufzuhalten ist. Wie gesagt: Neue Zeit beginnt mit Neuem Denken.

Wenn von Chaos und Durcheinander gesprochen wird, dann beruht dieses Sicht- und Handlungsweise auf der selbst auferlegten Abkehr vom natürlichen Entwicklungsprozess. Entwicklung – in der Regel ein sorgfältig, misstrauisch und argwöhnend beobachteter Prozess, der mehrheitlich zum gewohnten Verhalten der Ausgrenzung und Verfolgung führt, wie die Konventionen überschritten werden. Das muss auch so sein.

Wer der Meinung ist, warum sich denn dann „nichts tut“, mag wissen, dass das System ca. über 100.000 Jahre alt ist. Und wer sich dann noch nicht einmal ein Jahrzehnt Zeit nimmt, um das Wesentliche zu erkennen, der mag sich mal mit der Gelassenheit anvertrauen.

Der dritte Weg
Vor einigen Jahren erlebte ich, wie die „Alten“ nichts mit dem Neuen zu tun haben wollten und die „Neuen“ in meinen Darlegungen nur das Alte erkannten.
Das war dann der Moment, wo ich begann, „meinen Weg“ zu gehen.
Der sogenannte „dritte Weg“ ist keine klassisch-politisch motivierte Gangart, wie es die gleichnamige Gruppierung vollzieht.

Das wäre aus Sicht der Systemverfechter nur die übliche, einseitige Wahrnehmung unter der eine „Welt des Großen Bruders“ stattzufinden hat. Der Begleiter beim „dritten Weg“ ist die Infragestellung – die Inquisition des Systems.

Symbiotisches
Stigmatisieren, Verfolgen und Ausgrenzen der Andersdenkenden. Dieses Verhalten liegt an der Bereitschaft jener, sich mehr oder weniger „gut“ von gewohnten „Mustern“ (Denken und Verhalten) lösen zu wollen.
Da unterscheiden sich die beiden ideologischen Glaubensgebilde Kapitalismus und Kommunismus“ nicht voneinander, während sich der Kapitalismus die konditionierten Denk- und Verhaltensmuster der Massen besser für seine Märkte zu nutzen wusste/weiß.

Heute verschwimmen die beiden Ideologien miteinander, weil sie im Kern durch einen Menschen verkörpert werden, der sich fremdbestimmen (betreuen) lässt, weil er so den eigenen Entwicklungsprozess umgehen kann, während sein Vorgesetzter ihm das Vorgestern als das notwendige Morgen verkauft. Beide haben einen Vertrag miteinander, der sich maßgeblich durch:

„Der Mensch macht sich durch Verschiebung der Verantwortung selbst  zum Sklaven und schafft sich so seine Herren, die ihm sagen, was er zu tun hat.“

Was anderes machen?
Veränderung beginnt stets bei einem selbst, jedoch durch die vordringliche Außenorientierung und künstlich fortgeführte Fremdbestimmung, läuft man in der Regel erst mal herum und meint, dass andere „schuld“ seien oder sich bei anderen oder „woanders“ etwas zu ändern hätte. Ein weiterer Punkt, wo gesellschaftliches Umdenken einen durchaus konkreten Ansatz findet. Und hier liegt ein weiterer Schritt in die Neue Zeit, den jeder für sich selbst und freiwillig entscheidet. Evtl. wahrgenommener Druck beruht auf dem Festhalten an den eigenen Denk- und Verhaltensmustern und ist keine Schuld von anderen.

Aufgabe kann es also immer nur seine Anreize dafür zu schaffen, dass es auch in der „Szene“ weitergeht, als sich nur in gewohnten „Staatstraktaten“ und mehrseitige „Klagemauern“ ausmären zu wollen – damit verbunden auch der Hinweis, die eigene Aufgabe im Wandel für sich bewusst zu erkennen und anzunehmen.

Wer jedoch wartet oder auf schnelle Lösungen hofft (ohne sich ein Gesamtbild geschaffen zu haben, was sich am Entwicklungsprozess an sich orientiert), wird weiterhin dem System (Matrix, alte Ordnung, „Ich“ in seiner ersten Programmierung) dienlich sein, siehe: Zitat von Buckminster Fuller:

„Man bewirkt niemals eine Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, schafft man neue Dinge oder geht andere Wege, die das Alte überflüssig machen.“

Die Entscheidung liegt – wie bereits die ganze Zeit – beim Einzelnen selbst. Die gewohnte Vorstellung „von Alter und Umdenken“ oder man müsste „das Alte erst beseitigen“ ist nur eine Ausrede des „Ichs“. Letzteres wäre es lediglich nur der gewohnte Kampf, also durch Feindbildprojektion geschaffene Rechtfertigungs- und Beschäftigungsablenkung.

„Ja, aber ich muss doch erst…“

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