Manege frei!

Konsequent werden die Wege weiter beschritten, wie man es einmal vor vielen Jahren gelernt hat. Geldmittel! Vorwärts, Marsch! Die Belohnungs- und Betrafungspolitik schickt sich an, das letzte Harmageddon auszufechten…

Mal ehrlich. Das klingt doch alles etwas überzogen und reißerisch, wie ein Film nach bester Hollywood-Manier.

Lassen Sie uns sachlich und stringent bleiben. Nur so kommen wir gemeinsam weiter. Wo war ich? Ach so.

Wer jetzt sich jetzt noch in der Lage sieht, es ginge ihn nichts an…wussten Sie, dass es bei einer anstehenden Entscheidung mehr als nur zwei Auswahlen gibt? Es gibt

  • Man ist dafür; meist ohne zu wissen, was das für einen selbst bedeutet. Vielleicht sieht man noch einen Vorteil für sich, gleich wie ernst die Lage ist oder weil die Mehrheit davon überzeugt ist.
  • Man ist dagegen, kämpft verbissen gegen das Establishment (das wiederum auch nicht weiß, was auf es zukommt und nur versucht, das Erreichte erhalten zu wollen, im Gedanken, es wird das Richtige für alle sein).
  • Man interessiert sich nicht dafür, hat eigene Probleme; ohne zu wissen, dass man als Teilsystem innerhalb größerer Ganzer selbst ein Teil des Problems ist (Der Fisch weiß meist nicht, dass er im Wasser schwimmt und draußen ein Angler steht, der seit drei Stunden nichts gefangen hat und und und…)
  • Man tut wissentlich oder unwissentlich das Falsche, weil man am Erreichten hängt, obwohl man sieht, wie es vor den eigenen Augen verfällt. Das macht den Aktionismus aus, den dann alle wie einen Virus befällt.
  • Man überträgt das „Denken“, was eigentlich „Verantwortung“ heißt, auf andere.
  • Man entscheidet nichts, obwohl man alle Parameter kennt. Das ist wie aus dem Fenster schauen wollen, ohne gesehen zu werden.
  • Man vertraut, bildet sich weiter, passt seine Verhaltensmuster dem Wandel an und gestaltet bewusst das Neue, im Sinne global gesellschaftlicher Zukunft und Wirksamkeit.
  • Sicher finden sich noch weitere Gründe.

Zurück zum Thema. Führen wir uns vor Augen, dass USA, Griechenland, Portugal, Frankreich, Irland, Spanien aus vermeintlich sichtbarem Grund leichtsinnigen Umgangs mit Geldmitteln in Bedrängnis sind. Stellt sich noch immer keiner die Frage, warum dies so ist, ungeachtet der Problematik von Zins und Zinseszins im Geldsystem. Aber das lassen wir mal außen vor.

Ursachen finden sich in einem falsch gelernten Verständnis für die Welt in der wir leben, falsch in dem Sinne, weil die den Regelprinzipien des Lebens an sich widersprechen, man im Glauben ist, man habe es mit einzelnen, unabhängig voneinander existierenden Problemen zu tun. Man kann in diesem Falls nicht von „falsch gelernt“ sprechen. Der Bergriff ist zu ungenau. „Gelernte Unwirksamkeit“ ist der bessere Ausdruck. Doch niemandem kann und darf man einen Vorwurf machen, wurde es nie „anders“ gelernt.

Das gelernte Verhaltensmuster, permanent gelebten Mangels, führt zu den mehrheitlichen Problemen, mit denen wir heute zu tun haben… Das glauben Sie doch selber nicht, was ich da jetzt geschrieben habe. Wohin sollte das auch führen, als in eine konventionelle Debatte über Menschlichkeit und der Mensch müsste dies, müsste jenes.  Es ist und bleibt eine sinnfreie Zeitgestaltung wo es sich im Kern nur um Theorien, Diskutieren um des diskutierens Willen dreht.

Ja, ja. Das Universum antwortet… Das ist aber nur das Vorwort eines dicken Buches über den gerade stattfindenden Bewusstseinswandel. Doch dies ist nicht das Thema, um das es geht. Denn ungeachtet aller Dinge: Welche Handlungsmuster lassen sich zur Lösung gesellschaftlicher Problematiken daraus ableiten? Keine.

Vielmehr bleibt die Frage offen, warum sich kaum jemand mit den Zusammenhängen und Ursachen beschäftigt. Eine Gesellschaft auf dem Weg zu sich, außerstande zu erkennen – aber vielleicht kommt das ja noch, ich bin da guter Hoffnung – dass sie sich in einem globalen Wandel befindet, der seine Ursachen in den ökonomischen Strukturen im Umfeld sich rasch verändernder Märkte wiederfindet.

Es zeigt sich, dass der Mensch in diese Welt hineingeboren wird, ohne sich über die Verantwortung, die er trägt… Ach so. Es wird ja immer noch gelernt, sie abzugeben. Die Geschichte von Stimmen und Urnen. Aber das interessiert nicht, ist nicht von Bewandtnis. Ein Nebenschauplatz.

Damit eine Gemeinschaft entstehen, sich entwickeln und (über)leben kann, bedarf es immer noch einer wirksamen Basis. Der Natur. An dieser Stellen wird auch klar, warum wir eine Wirtschaft haben, die im Kern die Aufgabe hat: Gewährleistung der Lebensgrundlagen auf Basis (normalerweise) sinnvollem Umgangs mit den natürlichen Ressourcen. Und dies ist aus den Fugen geraten.

Da wir tagtäglich mit den Themen des globalen Wandels konfrontiert werden, ist es immer noch erstaunlich, dass die Mehrheit versucht ihren gewohnten Gang einzuhalten, andere wiederum sich in Bewusstseineuphorie versetzt sehen und sich kollektiv in „Blumenkinder“ verwandeln. Die Ernüchterung wird spätestens nach dem exessiven Drogenrausch körpereigener Drogen kommen, wenn es heißt: „Was tun und vor allem wo und wie?“

Nur gut, dass wir dies alles bereits hinter uns gelassen haben und die Notwendigkeit zum Handeln, wie auch die geeigneten Handlungsmuster in Händen halten: Das Schubäus Modell.

Beim allem Aktionismus, der sich im Lager traditionell-konventionellen Denk- und Verhaltensmuster wie auch in der wachsenden Zahl der „Bewusstseinswerder“ abspielt, gilt es in dieser Welt zu gestalten und dies im Sinne sich global verändernder Markt- und Wettbewerbsmuster. Keine Ökonomie, keine Gesellschaft.

Dazu braucht es nur Menschen, die sich mit uns dieser Aufgabe stellen. Denn manche Lösung ist einfacher, als man glaubt.

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