Meinung und Entwicklung

Erst die Tage war jemand der Meinung, er würde gar keine Entwicklung feststellen. Andere wiederum behaupten, dass es immer noch „zu wenige“ gäbe. (Den Satz habe ich auch schon in 2012 gehört.)

Die alternativen Medienszene überfliege ich mittlerweile und lasse mich gefühlt nur noch von Impulsbegriffe inspirieren, um daraus einen Beitrag zu entwickeln, der sich für gewöhnlich auf gesellschaftliche und/oder ökonomische Aspekte bezieht.

Die drei relevanten Systemstrukturen sind Gesellschaft, Ökonomie und Natur, darin der Mensch eingebettet und entweder in gewohnt in seine konditionierten Unvernunft agierend (und daran festhaltend) oder sich in den natürlichen Lernprozess und seiner geistigen Entwicklung begebend.

„Der Mensch (Gesellschaft) gewährleistet durch arbeitsteilige Wertschöpfung (Ökonomie) seine Lebensgrundlagen, bei sinn- und vernunftvollem Einsatz (Ökologie) der natürlichen Ressourcen (Natur).“

Ein anzustrebendes Ideal, welches sich seitens des Menschen durch Entwicklung von Vernunft und Gewissen erst daraus entfaltet, einschließlich ein sich entfaltendes, bedingungsloses Geben und Empfangen – als selbstregulierender Prozess, statt gewohnter Fremdregulierung (Fremdbestimmung) und eine wunderbare Herausforderung.

„Wer gibt, dem wird gegeben. Wer nimmt, dem wird genommen.“

Damit verbunden, auch die Gestaltung wirksamer, ökonomischer Strukturen, mit hilfe von Selbstregelmechanismen auf den drei Ebenen: „Prozesse“, „Information- und Kommunikation“ sowie „Funktion“ – sehr verkürzt ausgedrückt.

Dabei lohnt es sich, das Gestern dahingehend ins Auge zu fassen, um es in Frage zu stellen, statt es als „das neue Morgen“ verkaufen zu wollen.
Auf diese Weise gelangt man langsam zurück an jenen Punkt, wo die alte Ordnung ihre „anfängliche Verursachung“ hat, wovon sich der Rest des Bisherigen ableitet, unter anderem verkörpert durch künstliche Regelwerke – zur vordringlichen Fremdbestimmung und damit Aufrechterhaltung der „alten Ordnung“ und damit ursächlich auch der Beibehaltung der Konditionierungen des Einzelnen – während er im Außen Veränderungen fordert!

Der Mensch und sein „Ich“, was an seinen Programmierungen festzuhalten gedenkt und ihm glauben macht, er sei das „Ich“ und ihn so zum Werkzeug macht – der ersten Hierarchie zwischen „Ich“ und Mensch nach dem der Mensch „funktioniert“, solange er „nicht Herr über sich selbst wird“.

Ab da lässt sich auch „recht schnell“ erkennen, was sich der Mensch im Angesicht seiner klassischen Konditionierungen („Ich“) geschaffen hat, während er sich dabei zunehmend vom natürlichen Lebensprozess abzunabeln versuchte, ohne dass ihm dies so richtig gewahr wurde. (Da könnte ja mal wieder das „Gleichnis von Esau und Jakob“ für einen erneuten (inneren) Abgleich herhalten.

Dies, weil der Mensch eines unterließ, sich mit seinen eigenen Denk- und Verhaltensmustern zu auseinanderzusetzen, die ihn „funktionieren“ und durch vordringlichen Außenorientierung manipulierbar sein lassen.

„Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“

Sich dem Lebensprozess wieder zuwenden, schließt ein Umdenken, besser: ein Weiterdenken ein, wo der Mensch von reiner Inhaltsbetrachtung und mengenmäßiger Aufzählung von Wissen, auf eine Prinzip- und Prozessebene hinübergelangt – die sich sozusagen, „hinter“ der gewohnten Ordnung, hinter den Inhalten bewegt.

Das wiederum bedeutet eine Umprogrammierung seines „Ichs“.

Man kann dann sowohl das „Alte“ wie auch das „Neue“ wahrnehmen, um aus beiden wiederum etwas „Funktionierendes“ entwickeln zu können.

So etwas kann man niemandem einfach mal ebenso erzählen, der sich bisher noch nie damit beschäftigt hat oder es ihm gar wirksam „einflößen“, selbst wenn der andere noch so sehr seinen Willen bekundet – nicht selten in der Hoffnung, es einfach nur kopieren zu wollen.

Das Geschichte
Gilt es noch etwas zu erkennen, wenn Sinn und Prinzipien der Geschichte erkannt sind, warum sie sich gern „wiederholt(e)“?
Vielleicht hört dann auch die Anbetung der dort genannten „Größen“ auch endlich auf, was wiederum nur ein gewohntes, rückbezügliches Verhalten und damit verbundene Lebensausrichtung verkörpert.

„Früher war alles besser und in der Zukunft wird alles prima.“ „Und wie ist es mit jetzt und damit auch den Menschen, die jetzt was tun?“

„Ob etwas eine Katastrophe wird oder sich entsprechend anders entwickelt, bestimmt der Mensch durch seine Sicht- und Handlungsweise selbst, die wiederum maßgeblich von seinen Konditionierungen beeinflusst wird – jetzt.“

„Es gilt die Illusion „über Bord zu werfen“, es gäbe so etwas wie eine objektive Sicht- und Handlungsweise, die den Menschen aus der Verantwortung und damit dem natürlichen Lebensprozess herausrechnet, so dass er als „unschuldig“ gelten mag und andere wiederum für sein Leid verantwortlich sind, die es dann zu verurteilen und zu bestrafen gilt. Letzteres Denken gehört zur alten Ordnung.“

Erst neulich schrieb jemand, wie toll es doch in der Vergangenheit im Deutschen Reich gewesen sein soll. Auf die Frage, wie alt er denn sei, um eine solche Aussage machen zu können, kam natürlich keine Antwort.

Die Spreu vom Weizen
Wenn man sich auf den Entwicklungsprozess einlässt, verblasst so manches Thema zunehmend, was einem bisher noch als wichtig erschien. Ab diesem Moment präsentiert sich alles nur noch als reine Lernsache.

Selbst markige Situationen gestalten sich mit der offen Frage: „Was habe ich hier zu lernen“, vollkommen anders, als im Fokus gewohnten Kämpfens und dagegen sein.

„Ein offener Geist ist ein zunehmend freier Geist.“

Man sieht, wenn man – wie einleitend beschrieben – gar keine Entwicklung wahrnimmt, so liegt es nicht selten auch daran, dass man seiner eigenen nicht nachgeht.

„Zur Freiheit bedarf es nur des Mutes. Doch wisse: Es gibt nur ein Mitkommen und kein Mitnehmen.“

P.S. Und wer überall nur Feinde und Gegner sieht, die ihm ach so Böses wollen, ist nach wie vor das Opfer seines eigenen „Ichs“, was versucht den Menschen zu seinem Werkzeug zu machen, während er überall herumläuft und Schuldige und Verantwortliche sieht, die es zu bestrafen gilt. Und eines ist gewiss: Aus den vergangenen Jahren hat sich stets ergeben, dass das Gesäte am Ende immer geerntet wurde.

Es gibt keine Unschuldigen und… es gibt auch keine Schuldigen. Beides ist eine Erfindung des „Ichs“ um sich in der Nacht wie ein Dieb davonstehlen zu wollen, wenn „Tag der Abrechnung“ ist.

Und wer nun der Meinung sei, es handele sich ja nur um „Philosophie“ hat noch nicht erkannt, dass er durch diese Aussage noch unter der „Philosophie“ seines „Ichs“ funktioniert.

Musikalische Untermalung:

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