Nach vorne schauen…

…bedeutet auch, sich zu fragen und zu beantworten, warum sich nur allzu gerne mit Jammern, Klagen und sich beschweren (das Gegenteil von „erleichtern“) oder nicht Vorhandenem auseinandergesetzt werden mag.

So ab und zu trauert der eine oder andere Beitrag über verlustig gegangene Patente nach oder welche Ingenieurskunst es im letzten Jahrhundert gegeben hat.

Vor ein paar Jahren kam jemand auf mich zu und erzählte mir über eine Stunde etwas von „freier Energie“ und „Magnetmotoren“. Danach fragte ich ihn, ob er selbst schon mal so etwas gebaut hat, und er sagt, er habe davon keine Ahnung.

Energie ist im Grunde genommen immer frei. Es ist lediglich das System, was sich der Mensch aus seiner geistigen Unausgegorenheit heraus schuf, was versucht alles Natürliche durch ihn „kontrollierbar“ überlagern zu wollen.

Das System wird verkörpert durch die Denk- und Verhaltensweisen des Menschen, die er auch ändern kann, wenn er erkennt, dass er ein „Ich“ hat und nicht nur sein „Ich“ ist – was die größte Täuschung ist, mit der er herumläuft – eine Verdrehung ist.

Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung. Doch scheint es nicht auszureichen, nur eine Meinung zu haben, die sich in der Regel mit dem Beklagen von Unsäglichkeiten, Fehlendem und inhaltlich „richtigen“ Darlegungen bereits erschöpft.

Es wird zwar gewollt und gefordert, dass sich etwas ändert. Jedoch hoffen die Forderer insgeheim, selbst nicht davon betroffen zu sein – es sei denn, es ergibt sich ein erkennbarer Vorteil. So halten sie sich selbst in Schach, während sie darauf warten, dass andere ihnen „die Kohlen aus dem Feuer holen“.

Dabei basiert das gewohnte Denken auf einer kollektiv vereinbarten Illusion, dass Geld etwas wert sei und es so etwas wie Eigentum und Besitz gibt. „Privat“ ist damit der passende Ausdruck, es vom Ganzen zumindest geistig abgrenzen zu wollen.

Der Wert im Außen ist den meisten Menschen von größerer Bedeutung, als ihren Inneren Wert zu entwickeln – der einem auch nicht mehr genommen werden kann. Schließlich arbeitet man ja für das Leben und nicht nur für das Überleben.

Natürlich ist all das, was sich die natürlichen Regelwerke der Natur zu eigen macht.

Der Mensch erfand sich künstliche Regelwerke, behauptete nebenbei: „Die Mathematik sei die Sprache der Natur“. Jedoch übersah und übersieht er, dass auch Zahlen nur Symbole sind, um das Unbegreifliche auf eine menschliche Vorstellung reduzieren zu wollen.

Ganze Zahlen als „natürliche Zahlen“ zu bezeichnen ist die Ausgeburt von Unfug schlechthin.

Darin enthalten, die Aufgabe, sich dem Unbegreiflichen in einem unendlichen Entwicklungsprozess anzunähern, statt sich (gewohnt) davon mehr und mehr zu entfernen. An diesem Punkt verschmelzen Theologie, Philosophie, Wissenschaft, Recht, Psychologie und Politik zu einer einzigen Disziplin.

Der Verstand kommt mir dabei wie eine Werkzeugkiste vor, wo man ab und zu mal die Werkzeuge auch hinterfragen und mit geeigneteren ersetzen oder diese verbessern sollte, denn nicht jedes Problem ist ein Nagel, wo man den bekannten Hammer nur einzusetzen braucht.

Themen, mit denen man sich beschäftigt, sind nicht nur dazu da, einfach nur gesammelt und gestapelt werden, wenn die Frage gestellt wird: Welche Handlungsmuster kann ich daraus ableiten?

Beschäftigung entsteht durch Themen und Tätigkeiten, die dafür sorgen, dass man sich selbst nicht entwickeln braucht.

Es reicht nicht, wie eine Bibliothek herumzulaufen und Ansammlungen von Inhalten herunterzubeten, wenn daraus keine Schlüsse für die persönliche Entwicklung gezogen werden.
Nicht selten wird sich darüber Gedanken gemacht, warum sich der Mensch auf arbeiten und Geld verdienen zu reduzieren versucht.

Das liegt daran, dass das, was ihn frei werden lässt, nur über seine menschlich-persönliche funktioniert (hin zum sich entwickelnden Menschen, Sein) und nicht nur seine belohnte fachlich-ökonomische (hin zu Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut).

Die menschlich-persönliche Basis ist das eigentliche, das wesentliche Fundament, auf dem ein Individuum in einer Gesellschaft wirkt.

Denn was passiert, wenn sich der Mensch an seinen Job klammert, um dort Anerkennung in unterschiedlichen Formen zu erlangen, während er keine Zeit hat, sich selbst zu entwickeln und er der junge Mensch bleibt, der sich irgendwann in der Kindheit selbst auf den Weg machte, um zu erkennen, wer er selbst ist, doch dafür bestraft wurde?

Selbstbewusstsein, -achtung, -wertgefühl erscheinen dort wie Viren, wo üblicherweise Fremdbestimmung als „normal“ erachtet wird.

Die Angst vor Veränderung steckt der Gesellschaft in den Knochen, während sie sich mit Arbeiten, Geld verdienen, „Brot und Spiele“ zu beschäftigen versucht, wo Nebenschauplätze hochgehalten und Wichtiges geflissentlich übersehen wird.

Dabei ist Angst nur ein Signal, dass zu einer gegebenen Situation (ja, auch bei einem Tiger) nur Informationen fehlen. Doch durch die Bestrafung in der Kindheit wurde aus dem Signal, sich zu entwickeln ein Warnsignal – eine Verdrehung.

„Räuber und Gen-Darm“ haben dabei nie aufgehört. Aus Spiel wurde gespielter Ernst, mit künstlichen Regeln, mit künstlichen Vorgesetzten und Fremdbestimmung, weil man für dieses „Spiel“ belohnt wurde und noch wird.

„Spielen ist nur ein „so tun, als ob“.“

Die Mehrheit „tut nur so, als ob“ sie Leben würde, denn ist ihr Fühlen, Denken und Handeln von anerzogenen, dem Lebensprozess abgekehrten ankonditionierten Regelwerken bestimmt.
Da nutzt es wenig, sich an ein Reich oder ein bisschen BRD festklammern zu wollen, während man sich konditioniert in einer Simulation von Leben bewegt.

Simulation deshalb, weil das Leben selbst bedingungslos ist, was sich dadurch zum Ausdruck bringt, dass es sich selbst durch neues Leben beschenkt.

Lediglich der Mensch denkt, dass ihm das, was sich da hervorbringt ihm gehört und den „Gepflogenheiten“ zu entsprechen hat.

Das was sich da festklammert ist jedoch nur das „Ich“ (die gewohnten Denk- und Verhaltensweisen), was dem Menschen vormacht, er sei es.
Ist der Mensch erst einmal wieder „Herr über sich selbst“, so wird ihm der Wandel zunehmend wie ein Spaziergang vorkommen.

Wie schräg kann es also sein, nur von „souveränen Staaten“ sprechen zu wollen, wenn diese mit über die Person (Rolle, Hülle) fremdbestimmten Menschen und ihren Betreuern angefüllt sind?

Der selbstbestimmte Mensch gehörte nie und gehört keinem Staat an, der Betreute (mangels entwickelter Vernunft und Gewissen) schon.

Jener Mensch, der sich in Vernunft und Gewissen nicht zu entwickeln vermag, weil er viel zu sehr mit Arbeiten, Geld Verdienen, Eigentum, Besitz, Hab und Gut ansammeln, mehren, bewahren, sichern und verteidigen beschäftigt ist, während ihm der Rest der Welt gleich ist. Er muss ja täglich „kämpfen“.

Um es so auszudrücken: Das System ist nicht etwas, was im Außen bekämpft wird, sondern nur die eigenen Denk- und Verhaltensweisen, die das System verkörpern. Gewohnte Verdrängung überlagert hierbei die Entwicklung.

Das System der alten Ordnung kann man bereits an gestellten Fragen erkennen, wie zum Beispiel: „Was willst DU denn DAGEGEN tun?“ Oder: „Wer ist (an allem) SCHULD?“

Auf diese Weise drehen sich Beschuldiger und Beschuldigte – sich (beide) für unschuldig haltend – gemeinsam im Kreis.
Derartige „Teufelskreise“ nähren sich vom Grundkonzept von einer Verdrehung im Ursprung der Betrachtung, die sich durch Projektion (auf den anderen) äußert, statt die eigene Entwicklung anzustreben, um so erst das kleingeistige Geplänkel verlassen zu können.

„Riegelpietz mit anfassen.“

Doch lieber bewegt man sich sich auf Augenhöhe auf unterster Ebene, und versucht dem eigenen Handeln durch eine gleichgeschaltete Anhängerschaft der eigenen Sache mehr Gewicht zu geben. Das Alte braucht den Feind, um seine das Feindbild erzeugenden Denk- und Verhaltensweisen rechtfertigen zu wollen.

„Im Alten ist Mehrheit kein Garant für Richtigkeit, sondern nur für Mehrheit.“

„… und wer nicht artig ist, ist eben ein Nazi.“ „Nee, Reichsbürger!“

Macht es nicht eher Sinn, die gewohnten Rechts-, Reichs-, Beschuldigungs- und Star-Allüren mal beiseite zu legen?