Per E-Mail: Erwerbslose Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte im Vorstellungsgespräch

Notar: „Guten Morgen, Frau Müller.“
Bewerberin: „Guten Morgen, Herr Dr. Schmidt“

Notar: „Bitte nehmen Sie Platz.“
Bewerberin: „Gerne, nach Ihnen Herr Dr. Schmidt.“

Notar: „Sie möchten also für uns arbeiten?“
Bewerberin: „Ja, sehr gern.“

Notar: Ich habe mir Ihre Bewerbungsunterlagen bereits angeschaut Frau Müller und kann Ihnen sagen, daß geht in Ordnung. Haben Sie Ihren Sozialversicherungsausweis mitgebracht?“
Bewerberin: Ja, den können Sie haben und haben Sie auch Ihre alliierte Kontrollratsnummer griffbereit, Herr Dr. Schmidt?“

Notar: „Wie bitte?“
Bewerberin: „Ach, Sie haben gar keine, Herr Dr. Schmidt?“

Notar: „Was soll das sein, Frau Müller?“
Bewerberin: „Ohne die alliierte Kontrollratsnummer können Sie überhaupt gar keine rechtsverbindlichen Geschäfte als Notar auf dem besetzten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland tätigen, Herr Dr. Schmidt.“

Notar: „Ach die Nummer, meinen Sie, Frau Müller.“
Bewerberin: Ja, die Nummer meine ich“, und strahlt mit einem Lächeln, „Könnte ich die wohl einmal sehen?“

Notar: „Wenn Sie nicht aufhören von der Nummer zu sprechen, dann muß ich bei Ihrem Jobcenter Meldung über Ihre Arbeitsunwilligkeit machen, Frau Müller.“
Bewerberin: „Verstehen Sie doch. Ich kann nicht für einen Notar arbeiten, der keinerlei rechtlichen Befugnisse hat und ich darüber hinaus noch privatrechtlich mit meinem eigenen Vermögen haftbar bin.“

Notar völlig sprachlos, Bewerberin steht auf und meint im Gehen: „Holen Sie sich eine alliierte Kontrollratsnummer Herr Dr. Schmidt, dann komme ich wieder. Aber solange Sie das nicht getan haben, sind Sie noch nicht einmal ein Organ der Rechtspflege in dieser alliierten Staatssimulation. Haben wir uns verstanden, Herr Dr. Schmidt?“

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