Sie wollen ein Omelett?

Dann finden Sie sich damit ab, dass dafür Eier zerschlagen werden müssen.
So in etwa kann man den Prozess der Infragestellung der alten Ordnung vereinfacht beschreiben, wobei es sich mehr um „geistige Eier“ handelt.
Der Gefangene der Materie sieht dabei meist „seine Felle davonschwimmen“.

Manchmal stellt sich dabei heraus, dass der eine oder andere – nachdem er sein Omelett genossen hat, sich bei den Köchen darüber beschwert, dass sie die Eier zerschlagen haben.
Er hat noch nicht so recht verstanden, worum es wirklich geht.

Da bisher zu wenig – in der Regel gar nicht – über die Konventionen der alten Ordnung und deren Infragestellung nachgedacht wurde, führt dieser Umstand die Betroffenen in einer gewissen Regelmäßigkeit in den Kreisverkehr des Alten zurück.
Dies, während jene weiter die Symptome des Alten betrachten, beklagen und nicht selten zu bekämpfen versuchen – Beklagen und seine Varianten sind lediglich Ventilfunktionen für das selbstgeschaffene Leid was entsteht zwischen der Äußerung, dass sich „etwas“ ändern muss, während insgeheim gehofft wird, von der Veränderung selbst nicht betroffen zu sein – also ein so tun, als ob.

„So tun, als ob“, ist ein Verhalten, was den Menschen der alten Ordnung ausmacht. Das nennt sich auch „fehlende Authentizität“. Und wer nur so tut, als ob, wer weiß, was er wirklich im Schilde führt. Besser ist es, ihn weiter zu betreuen. Und da es fast alle so machen, muss es auch noch richtig sein.

„Jeder habe ja seine eigene Meinung“, entpuppt sich so nur als Argument für das Verbleiben. Gleiches gilt für die Toleranz gegenüber anderen Meinungen, die in der Regel mit wohlwollendem Verdrängen verwechselt wird.

Andere haben sich bereits mit ihrem Schicksal abgefunden und üben sich nur noch im Beklagen und Sammeln von Unsäglichkeiten, der Suche nach Schuldigen und Verantwortlichen, um damit auch noch „Geld verdienen“ zu wollen, weil das Publikum all das gerne hört, was es bereits kennt (Nicht selten hofft, dass das nächste bezahlte Seminar die gewünschte Erlösung bringt. Das meint das Gleichnis der Kaufleute im Tempel.).

„Schwarzer sticht hier, Schwarzer sticht dort, Schwarzer hat „Gelben Schein“… Oh…“

Es wurde auch vorher bereits gestochen, gemordet und vergewaltigt. Das ist wie mit den schwangeren Frauen. Hat man erst einmal darüber geredet, fallen sie einem plötzlich im Alltag auf.

Mit den „Reichsbürgern“ war das auch so. Ach? Was machen die eigentlich? Ob sie sich noch fleißig in der Schaffung von Fiktionen üben?

Man könnte hier auch von „gelenktem Fokus“ sprechen, da die Mehrheit in vordringlicher Außenorientierung und Fremdbestimmung unterwegs ist und nur auf die von ihr erkorenen (und somit anerkannten) „Autoritäten“  hört.

An dieser Stelle mag auch der Hinweis an alle gerichtet sein: Mörder, Kinderschänder, Vergewaltiger kommen nicht auf die Welt, sie werden dazu gemacht… in der Regel von ihren eigenen Eltern. Also denkt mal nach vorne, bevor das nächste gesellschaftliche Symptom nur verurteilt und hinter Gitter gebracht wird, damit die alte Nummer weiterlaufen kann, siehe dazu: Georgia Guidestones.

„Fritzchen, ich gebe dir jetzt mal zwei Mark und dafür drückst du die Oma mal ganz lieb. Sag’ aber nichts deinem Bruder.“ „Oma, das kostet aber extra.“ Jürgen von der Lippe

Wer hier eine BRD nahe Einstellung zu erkennen meint, dem sei gesagt: Wenn man erst einmal das System(!) verstanden hat, unterscheidet sich der eine Bumsladen nicht vom anderen.

„Vanillepudding… Schokopudding… Karamellpudding… Oh, schau mal… Vanillepudding… ganz günstig.“

Die Schaffung künstlicher Kategorien für den Menschen, ist der Barrierewald, den es ebenfalls zu überwinden gilt, bevor hier überhaupt etwas Weiterführendes geschehen kann. Dabei wird es nicht ausbleiben, dass so mancher erkennt, dass sein Bisheriges nicht weit genug geführt hat. Nicht selten verschwinden jene wenig später von „der Bühne“.

„Die Katze, die immer nur um den heißen Brei schleicht, wird sich irgendwann ans drum herumlaufen gewöhnt haben.“

Übt man sich also in der Entwicklung des Verbleibens oder im Verbleiben in der Entwicklung?

Sicher mag „jeder“ seinen eigenen Entwicklungsprozess haben, jedoch wird dieser nahezu unterbunden, wenn sich lediglich am Wiederauferstehen gestriger Themen und dem Bejammern erlebter Ungerechtigkeit weiter verlustiert wird.

Auch wenn so manche Situation (Mord, Vergewaltigung und Totschlag) dramatisch ist, so ist eine Mehrheit weiter gewohnt mit Unsäglichkeiten beschäftigt.
Ob es in der Bibel für die Verkünder der Unsäglichkeiten als sogenannte Heilsbringer wohl einen Begriff gibt? Ach so, darin wird ja auch nur gelogen, habe ich des Öfteren schon gehört. Da muss was dran sein, weil das ja alle sagen.

„Scheiße kann demnach nicht schlecht sein. Tausende Fliegen können sich nicht irren.“

Ich kann die Muslime gut verstehen, wenn sie von Ungläubigen sprechen, wobei Glaube auch nicht einfach in die Religion verdrängt werden kann.

„There’s a man goin‘ ‚round, takin‘ names.“ The Man Comes Around, Johnny Cash

Doch statt mit der Hinterfragung des Systems vorlieb zu nehmen, ergötzt man sich lieber an seinen düsteren Begleiterscheinungen, klagt, jammert und demonstriert gelegentlich ein wenig.

„Wenn’s schee macht!“

Hinzukommt die hartnäckige Vorstellung, „Probleme“ müssten überall dort gelöst werden, wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten. Es fragt sich zunächst von wem sollten diese gelöst werden und vor allem wie? (Das ist eine Fangfrage.)

„Merkel muss weg“, offenbart im Kern nur geäußertes, gesellschaftlich toleriertes Verdrängungsverhalten, während sich die Erwähnte sicher ins Fäustchen lachen – das hoffe ich zumindest.

Probleme dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten, ist nicht nur der geistige Nährboden klassischer Politik, mittlerweile unter Ausnutzung des Gewohnheitsrechtes (da das Bundeswahlrecht seit dem 25.07.2012 als „verfassungswidrig“ erklärt wurde), die vom Volk „bestimmte“ Karriereleiter erklimmen zu dürfen – um dann ebenfalls der bezahlten Donquichotterie nachgehen zu können.

„Alle Gewalt geht vom Volke aus!“ „Und was hat es dann mit dem ‚Gewaltmonopol’ auf sich?“

„Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht.“

„Während die immer weniger werdenden nicht klagen brauchen, meinen die anderen ja sowieso nichts tun zu können.“

„Objektivität ist jener Irrglaube, an einer Welt teilzunehmen, ohne dabei mitgemacht zu haben, wenn etwas in die Hose gegangen ist.“

Jedoch muss das alles auch so sein und deshalb bin zumindest ich niemandem böse, ihm eine erfundene Schuld hinterher werfen zu meinen, da ja „jeder“ seine eigene Bewusstwerdung hat und aufgefordert ist, sich mit dem System ins Benehmen zu setzen und nicht nur mit seinen Symptomen „bespendet“ zu beschäftigen und diese aufzulisten.

An die Aufklärerszene sei der Gedanke gerichtet, dass es wenig nutzt weiter nur genug Unsäglichkeiten aufzutischen (um z.B. ein „Archiv“ der Unsäglichkeiten zu erstellen), um so nur Gleichgesinnte anzuziehen, die sich dann ungewollt in einer Hölle gemeinsamen Bedauerns und Beklagens (gilt auch für Mauern in anderen Ländern) wiederfinden, während sich „die Tür“ leise hinter ihnen bereits geschlossen hat, auf der von außen „Bitte spenden“ steht.

„Das Gestern dient zu seiner Infragestellung, nicht zu seiner Beibehaltung.“

„Das Leben kann nur in der Rückschau verstanden werden, muss aber in der Vorschau gelebt werden.“ Experimenter

Alle von und für Menschen geschaffenen Kategorien sind künstliche Trennungen. Trennung – ein Verhalten, um ein größeres Ganzes und damit verbundene Veränderung unterwandern zu wollen – das klassische „Ich“ (die Matrix, der alte Bund, die alte Weltordnung).

Das klassische „ich“ übt sich allzu gern in der Verdrängung. Es ist sein wesentliches Verhaltensmuster, verbunden mit der Feindbildprojektion.

Was die Gewohnten dabei gemeinsam haben: Sie versuchen durch Festhalten am Gestern „damit auch morgen noch kraftvoll zubeißen zu wollen.“

„Miami Vice.“ „Das waren doch Sunny Crockett und Corega Tabs. Nur weiß ich jetzt nicht mehr, ob es Nord oder Süd Corega war.“

Der dabei entbrannte Streit um das richtige Gestern, hält so alle fleißig im Kreisverkehr – nur mit dem Unterschied, dass das Alte sich mit seinen Gewohnten gemeinsam verabschiedet.

„Gute Nacht Freunde, es wir Zeit für mich zu gehen. Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette…und ein letztes Glas im Stehen.“ Reinhard Mey

Kaum jemand hinterfragt die Wurzeln des „Fokus auf das Gestern“, wird sich lieber weiter über Unsäglichkeiten beklagt und andere fleißig beschuldigt, bleiben jene Denk- und Verhaltensmuster, die für das System (die alte Weltordnung) verantwortlich sind, unter anderem für den „Fokus auf das Gestern“, weiter unbetrachtet.

„Wir haben auch Lösungen.“ Bekannter Moderator der alternativen Medienszene

An dieser Stelle macht es keinen Sinn, mir so etwas wie Neid nachsagen zu wollen. Das wäre nur eine Projektion um ein Feindbild schaffen zu wollen.

Vielleicht wähnt sich auch so mancher in der Vorstellung, das Alte müsse erst weg, indem man es nur kräftig bekämpft, was lediglich ein kleine Unendlichkeit in Anspruch nehmen würde, siehe Avengers: Infinity War.

Und solange würde auch jenes System weiter bestehen, mit dessen sicht- und spürbaren Symptomen sich aktuell und nicht selten auch leidenschaftlich auseinandergesetzt wird – als ob ein „Gelber Schein“ oder ein „Reichsausweis“ daran etwas ändern würden.

„Neulich fragte mich der Schornsteinfeger, ob ich den „Gelben Schein“ hätte. Ich fragte, warum er das wissen wolle. „Weil heute Ihr Rußtag ist“, meinte er nur und lachte.“

So stellt sich bis jetzt heraus, dass sich kaum jemand wirklich für das Neue entschieden hat, weil gern im Außen geschaut und noch gewartet wird und wenn der Moment kommt, doch nur das Alte propagiert wird. Das reicht jedoch nicht aus.

Auch ist es ein irriger Prozess, andere davon überzeugen zu wollen. Die Entscheidung liegt bei jenen, es erfahren zu wollen.

„Wenn das Leben aus dem Meer kam, ist es unmöglich einem Fisch zählen zu wollen, dass er im Wasser schwimmt.“

Im „Außen“ allein läuft die Nummer jedoch nicht ab – sondern in einem selbst – vorausgesetzt, man entscheidet sich dazu.
Deshalb heißt es auch so schön: „Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“

An diesem Punkt kann auch keiner einem im Wege stehen, außer man selbst. Es erfordert den Willen zur Selbstdisziplin sich entwickeln zu wollen und dabei das Gewohnte notfalls hinter sich zu lassen.