Spieglein, Spieglein…

Menschen beschäftigen sich nur allzu gerne mit Problemen und Katastrophen. Das konnte ich über die vielen Jahre zur Genüge miterleben. Problemorientierung durchdringt bis heute mehrheitliches Denken und Handeln auf der Suche nach Lösungen.

„Sich ständig nur mit Problemen zu beschäftigten, reicht gerade mal aus, um das vorhandene Wissen auf sein Vorhandensein zu prüfen.“

Und wenn von „Lösungen“ gesprochen wird, sind diese nicht weit genug gedacht und bewegen sich jene gewohnt nur innerhalb konventionell-traditioneller Denkmuster: „Die anderen müssen…“ oder „Denen muss man…“ &c.

Jedoch handelt es sich hierbei nicht um eine tatsächliche „Lösung“, sondern vielmehr um eine als „normal“ gelernte, angenommene und angewendete Methode der Verdrängung – fein gegliedert vom „zarten Ignorieren“ bis zum tatkräftigen Bekämpfen – dort wo „Probleme“ sicht- und spürbar in Erscheinung treten.

Das Ganze abgerundet durch Erzähler und ihre Schauergeschichten, wo zudem noch das Gefühl der vereinbarten Machtlosigkeit nochmals bestätigt wird, wo man sowieso nichts tun kann, während man gemeinsam fleißig den Teufel an die Wand malt oder sich malen lässt – und die Welt bietet ja auch genug Wände und Mauern – Klagemauern.

Dies fleißig innerhalb eines Szenarios, wo das Vorhandensein von Aufpassern, Beschützern, Entscheidern, Bestimmern, Vertretern, Verteidigern und Wächtern zum alltäglichen Bild gehört – das gesellschaftliche Komfortsofa.

„Der Staat lässt seine Bürger im Stich.“ „Wer ist denn ‚der Staat’?“

Man sieht auch, wie sehr die gelernte Projektion (Verdrängung) (gegen eine dringend notwendige, natürliche Anpassung an Veränderung) und die damit verbundene Abgabe der Verantwortung am Ende als Bumerang zu den Verdrängern wieder zurückkehren. Die Gesellschaft, eingehüllt in das, was sie selbst schuf. Die Hölle ist nicht „woanders“, sondern ein „sichtbares Ergebnis“ mehrheitlichen Denkens und Schaffens.

Das was wir wahrnehmen, ist lediglich ein Spiegel gelernter Denk- und Verhaltensmuster; ein Weiterdenken erst gelingt, wenn das gelernte Prinzip von „Gut und Böse als Trennung“ überwunden wird.

Denn in der Trennung (durch Verdrängung) bewegt man sich im Kreisverkehr. Und innerhalb dieses unbetrachteten Zustandes über „Lösungen“ nachdenken zu wollen, kann man sich getrost sparen, denn führt dies nur wieder zum Alten.

Das Motto lautet jedoch: „Hinüber in die Neue Zeit“.

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