Über den Berg

Eigentlich wollte ich eine Webseite zu meinem Leistungsspektrum erstellen. Doch genügt es mir, die Dinge einmal in diesem Beitrag zu bündeln. Zumal wir als Gesellschaft aus dem: „Du musst mir erst beweisen, dass Du gut bist“, wohl endlich herauswachsen.

Kommunikation und Organisation sind zwei Prinzipien, die einander bedingen. Wirksame Kommunikation findet in einer wirksamen Organisation statt.

So nutzt es wenig sich in der Außenwirkung nach dem Prinzip „vom mehr des Selben“ darzustellen, sondern auf das Wesentliche zu konzentrieren, was da näher heißt, sich nicht in den Details möglicher Möglichkeiten von Leistungen und Produkten zu verlieren.

Denn das verwirrt mehr, als es dienlich ist. Die Welt ist schon kompliziert genug und täglich steht jemand auf, um eine neue Technologie auf den Markt schütten zu wollen, die dem Menschen „ein einfaches Leben“ bescheren soll.

Bis jetzt stellt sich jedoch nur heraus, dass der Mensch sich eine Welt schuf, die der einstigen Vorstellung, es solle leichter sein, alles andere als entspricht – und genauso kommuniziert und organisiert er sich in der Regel.

Und je komplexer die eigene Struktur ist, um so lauter wird es in der Regel. Und irgendwo wird dann gespart. Beschäftigung an allen Fronten ist angesagt und wer fleißig mitmacht, gehört zum Team (Toll, ein anderer macht’s).

Klassisch tendieren Systemstrukturen, ob kommunikativer oder organisatorischer Art stets in Richtung Unordnung. Das liegt jedoch an den Konditionierungen, denen der Mensch in der Kindheit in der Regel ausgesetzt war.

„Wenn aus der Mücke erst ein Elefant geworden ist, dann nutzt es wenig, den besten Jäger zu rufen, sondern jenen mit den besten Erdnüssen.“

Das Aufrechterhalten unnötig komplexer Strukturen ist dann in der Regel auch nur mit zunehmendem Aufwand, Zeit und Kosten verbunden – zumal die beharkten Themengebiete wiederum „fachorientierte Experten“ erfordern, welche dann fein säuberlich ihren Lokalpatriotismus bei Schaffung eigener Komplexitäten ausleben.

Konventionell handelt es sich bei derartigen „Lösungen“ lediglich um hinzufügen einer weiteren Einzellösung, die das Gesamtsystem nur unnötig mit weiterer Komplexität belasten.

Das liegt daran, dass Probleme meist nur oberflächlich kaschiert werden, was dann irgendwann dazu führt, dass jene Systeme an seiner eigene Komplexität zu ersticken droht. Ich spreche hier im Kern die Unternehmen an.

Das Prinzip des weltweiten Geschäftsmodells beruht in der Kaschierung von wahrgenommenen Problemen (Symptomen von Engpässen).

„Investieren statt organisieren.“

Kommunikation wie auch Organisation erfordern, um sich wirksam zu erweisen, eine interdisziplinäre Herangehensweise bei der Entwicklung von Lösungsmustern, die die Struktur von unnötigem Ballast befreit, statt nur wieder eine weitere von 1.000 „tollen Erleichterungen des täglichen Lebens“ zu sein.

Unternehmenskommunikation und -organisation erfordern eine Gesamtsicht auf das Unternehmen. In Verbindung mit interdisziplinärer Betrachtung lassen sich sowohl Zusammenhänge und Wechselwirkungen erkennen wie auch behindernde Engpässe und unnötig geschaffene und energiezehrende Komplexität.

Erst auf diese Weise hat erhält man eine Ausgangsbasis, um dann schrittweise Anpassungen in der Kommunikation sowie bei der Organisation durchzuführen. Wahrgenommene, sicht- und spürbare „Probleme“ lösen sich sukzessive von selbst auf.

Was schrittweise bleibt, ist das Wesentliche und individuell stets für jedes Unternehmenssystem von anderer Gestalt.