Wann kommt sie endlich, die schon lang versprochene Bargeldabschaffung?

(v1.1) Allein zu erwähnen, dass das Bargeld abgeschafft wird, sorgt in opportun-willkürlichen Abständen für so manch feuchten Schritt und eine weinerliche Berichterstattung, auf der Suche nach Gleichgesinnten.

Die endgültige Abschaffung (Endlösung) des Bargeldes, hat natürlich ihre Auswirkungen. Denn die mit „Buchgeld“ bezeichneten „Sichteinlagen“ sind dann das einzige, jedoch nicht mehr dem Gesetz unterliegenden Zahlungsmittel.

„Sichteinlagen stehen jederzeit für Zahlungen und Barabhebungen zur Verfügung.“ Sowie: „Buchgeld ist Geld, aber kein gesetzliches Zahlungsmittel“ Aus dem PDF „Geld und Geldpolitik“, Deutsche Bundesbank

Besonders hart wird es die Kirchen treffen, wenn während der Messe der Klingelbeutel herumgeht und jedes Mal die Frage kommt: „Nehmen Sie auch Paypal?“

Die Bargeldabschaffung bringt also erhebliche Nachteile mit sich. Vor allem kann man kein Trinkgeld mehr geben – obwohl man nur etwas gegessen(!) hat.

Doch wo die Hoffnung erlischt und das Ende naht, findet sich auch schon die Lösung.

Wie gut, dass uns die Kohle noch bis 2038 bleibt, könnte man doch – wie beim Goldrausch in Alaska in sogenannten Claims Braun- und Steinkohle wieder abbauen lassen.
Dadurch könnten sich auch Einwanderer ihre Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsgenehmigung erarbeiten – gesetzlich geregelt – auch noch nachträglich.

Somit wäre auch dieses in der Gesellschaft nicht selten kritisierte Problem vom Tisch. Und unter der Bevölkerung würde der „schwarze Staub“ auch nicht unangenehm auffallen.

Was die Form des Geldersatzes betrifft, greift man einfach auf die bekannten Formen der Eierkohlen (als Ersatz für Münzen) und Briketts (Ersatz für Banknoten) zurück.
Diese werden von einer zentralen Stelle „Staatliche Kohlebank“ (Überwachungs- und Regulierungsinstitution) an untergeordnete Landesbanken und die wiederum an regionale Banken ausgegeben und so wieder in den Umlauf gebracht.

Die Banken wären mit einem Schlag von der gewohnten Geldschöpfung aus dem Nichts und ihren lästigen Bilanzverlängerungen abgekoppelt.

Sparen würde – wegen des Platzmangels – zu einer Angelegenheit des Einzelnen. Transporte mit größeren Geldmengen wären so schwer, dass sich ein Diebstahl, aufgrund des Gewichtes, nicht mehr lohnen würde.
Den Transport könnten dann alle Speditionen übernehmen, was die Nachfrage und damit verbundene Verbesserung der Arbeits- und Zahlungsbedingungen zur Folge hätte.
Fahrer und Spedition kämen so in den Genuss einer staatlichen Lizenz, die dann jedes Jahr zu verlängern wäre – gegen Kohle natürlich.

Die Prägewerke wären auch bereits vorhanden. Hier müssten nur entsprechende, staatliche Lizenzen an die Unternehmen ausgestellt werden – mit jährlicher Prüfung wieder erneuerbar.

Dann hätten wir endlich mal wieder Kohle, und die Banker schulen auf Kohlenhändler um.

Um die Arbeitsergebnisse sicherzustellen und dass alles rechtens ist, kann man wieder ein paar Journalisten einschleusen, nach dem Motto: „Ganz unten 2.0“

Weitergedacht
Einer Einführung von Regionalwährungen stünde dann auch nichts mehr im Wege und kann zum einen in Form von gepresstem Papier (dauerhaft ist nur die Verwendung von Papier der jeweiligen Regionalzeitung erlaubt) geschehen.

Dies hätte zur Folge, dass auch die Leserzahlen dieser sich mittlerweile am Boden bewegenden Medienlandschaft wieder dauerhaft erholen würden und so auch mehr Arbeitsplätze entstünden. Irgendwann könnte man auch auf das Bedrucken des Papiers verzichten, was den Brennwert in der Regel sowieso nur unnötig reduziert, je größer die Buchstaben sind.

Zu Beginn der Einführung gäbe es eine einmalige Zugabe der verbliebenen Bargelddepots der regionalen Banken.

Das Altpapier würde dann für die weitere Herstellung und späteren Ausgabe der Papierbriketts von den IHKs (als wertvoller Fürsprecher der Unternehmen) und den Verbraucherberatungen (stellvertretend für den mündigen und verantwortungsvollen Bürger) übernommen.
Auch hier würden sinnvolle Arbeitsplätze entstehen. Neben der gewohnten „Blauen Tonne“ gäbe es auch eine spezielle, abschließbare für Zeitungspapier.

Die Herstellung und Ausgabe von Briketts aus Holz könnte über über staatlich-geprüfte und lizenzierte Holzrücker organisiert werden.
Den Förstern käme so eine weitere, besondere Rolle zu, ebenso wie den Jägern, die evtl. Wertminderungen durch Getier oder mögliches Wildern „regulieren“ könnten. Das Sammeln von Kleinholz im Wald durch den Bürger wird gesetzlich verboten.

Im gewohnten Zahlungsverkehr bestünde zwischen den beiden Geldregelkreisen nicht nur eine optische Abgrenzung, sondern allein durch den natürlichen Brennwert und damit verbundene Wertigkeit in sich.

Bis auf Anthrazit, Braun- und Steinkohle, werden alle anderen Energien gesetzlich verboten.

Anthrazit erhielte eine besondere Stellung: Es diente dann rein als Zahlungsmittel im internationalen Zahlungsverkehr – was über die Reedereien mit ihren Tankern zu organisieren wäre. Diebstahl wäre auch hier sinnlos, da Anthrazit im normalen Alltag nicht als Zahlungsmittel verwendet werden kann.

Der Tausch von internationalem in nationale Zahlungsmittel geschieht über die Häfen mit den Hafenmeistern als Dreh- und Angelpunkt.

Was die Regulierung der Geldmenge betrifft, wäre dies ganz einfach lösbar: Wer es im Winter warm haben will, muss halt seine „Kohlen“ verbrennen. Es gibt nur noch Kohle, um Wärme und Strom zu erzeugen. „Asche machen“ und der „Kohlepfennig“ gelangen so zu einer neuen Bedeutung.

Ein aufgebrachtes Verfallsdatum sorgt dafür, dass die Kohle in Bewegung bleibt und ein Horten unattraktiv wird.

Das ist durchdachte Politik, wie sie der Bürger braucht.