Von Abenteuern erzählen

Ein ie die Zeit vergeht. Man erkennt und erkennt und… es mag kein Ende nehmen. Das ist auch gut so. So begibt man sich in den Fluß des Lebens, dem Wandel partnerschaftlich begegnend.
Denn alles hat seinen Sinn – man mag ihn nur erkennen wollen. Und er ist dann erkannt, wenn sich das Polarisierende in diesem Moment vor den Augen aufzulösen scheint.

Bis so man dies jedoch erkennt, geht man durch so manches dunkel erscheinende Tal – die Täuschung mit ihren „Angeboten und Gewohntheiten“ auf einen einstürmend. Man kämpft zunächst mit sich selbst, ohne es zu erkennen. Gerade weil man sich in den Systemkonditionierungen bewegt.

So mancher findet sich selbst – im Wechselspiel mit „anderen“. Irgendwann erkennt man, dass das was man wahrnimmt eine eigene Welt für sich ist und jene nur ins Leben treten, um uns auf etwas aufmerksam zu machen – das es Zeit ist, sich im Spiegel in die Augen zu schauen. Erkennend, dass man sich in einer kollektiven, konditionierten Vereinbarung künstlicher Prinzipien bewegt(e) – im Glauben, über etwas die Kontrolle erlangen zu wollen.

So findet die Aussage „Das gehört mir“ im Kern seine Bedeutung im Sinne von: „Es gehorcht mir“. Materie widerspricht im seltenen Fall. Damit dies auch beim Menschen funktioniert, macht man ihn sich durch Manipulation zum Untertan, ohne dass er dies merkt. Und selbst wenn er es erkennt, wirken in ihm noch jene Verhalten, die ihn im Kern nach Liebe, Anerkennung, Aufmerksamkeit und Zugehörigkeit dürsten lassen.

Alles im Kern Gewohnheiten, auf denen sogar das römisches Recht seine Existenz begründet: „Wer sich wie ein Sklave verhält, wird wie einer behandelt.“

Hierzu findet sich ein Kernverhalten, alles, was man nicht erkennt, was Abstrakt erscheint, „spontan“ ablehnen zu wollen. Denn zeigt nicht selten die eigene Erfahrung, dass man dann als „Spinner“ oder oberflächlich als „Esoteriker“ abgetan wird.

Genau an dieser Stelle findet sich eine Mehrheit von Menschen wieder, die sich einem selbstgeschaffenen, geistigen Gefängnis wiederfinden und gewohnt lieber jene „Spinner“ ignorieren oder schlichtweg „aussortieren“.

Es hat aber auch seinen Vorteil für alle Gestaltenden. Denn findet man sich forthin auf einem einsamen Weg wieder, der letztlich jedoch gar nicht einsam ist. Im Weiteren hat man genug Freiraum, jene Dinge zu tun, die in einer gewohnten „Teamumgebung“ nahezu unmöglich erscheinen.

An dieser Stelle ist es von Vorteil, wenn sich die Mehrheit in einer Beschäftigung aus Gegenwehr und Besitzstandssicherung befindet. Man fließt förmlich an ihnen vorbei. Da mag man sich gern das eine oder andere „nachsagen“ lassen, erkennen jene darin nur ihre eigenen Baustellen, die sie durch Gegenwehr zu behüten versuchen.

Gerade in so einer Zeit trifft man auch die Liebe und jenen, mit denen man eine Zeit lang den Weg des Erkennens auf liebevolle und wundersame Weise teilt. Nicht selten lösen sich die Begegnung wieder auf. In jenem Falle, dass einer wieder in sein gewohntes Umfeld zurückkehrt – und liebevollen Blickes seiner Wege geht.

So wird man weitergetragen – hinfort in die Welt. Was bleibt ist die Erinnerung an jene liebevolle Begegnung – wissend, dass es überall existiert.

Das Wesentliche dabei ist, dass man bei sich bleibt, in innerer Stille, vertraut und liebt.

Aus dieser Betrachtung heraus, wirkt dann das Erlebte wie ein Film aus „James Bond“, „Indiana Jones“ und „Krieg der Sterne“.

Und man erkennt, dass alles lediglich eine Art Vorbereitung auf eine Aufgabe ist, die man in sich trägt.

Die wahre Aufgabe.

P.S. die Frage, die bleibt ist jene, ob man weiterhin Sklave (oder Betreuter) bleiben mag oder sich auf den Weg macht – zu sich selbst und in sich ersteht. Denn der Weg im Außen führt stets auf „Kosten und Unterjochung“ anderer. Und solange dies der Fall ist, ist es ein Irrweg.

Wikipedia: „Das römische Recht war zunächst ein aus langjähriger Übung entstandenes Recht (sogenanntes Gewohnheitsrecht) ohne geschriebene Gesetze. Die frühen Rechtsgeschäfte entsprangen wohl dem sakralen Bereich und lehnten sich stark an die religiöse Praxis der Auguren, den Priestern der altrömischen Religion, an. Sie trugen daher kultische Züge, waren ritualisiert und basierten auf Spruchformeln.“

Gewohnheitsrecht – Mal darüber nachdenken, was das eigentlich bedeutet, und wo wir Gewohnheiten finden, die zu jenem System führen.

P.P.S. Wer nun immer noch der Ansicht ist, andere seien „schuld“, soll sich einen Hund kaufen. Denn wer kämpft, hat nur Angst und verliert, was ihm nie gehörte. Und im Verlorenen findet er zu sich.