Als ob Antisemitismus das eigentliche Phänomen wäre

So manche Vorstellung, dass man es schlimmstenfalls mit Antisemitismus zu tun habe, um gewohnt polarisieren zu können, ist schlichtweg nicht weit genug gedacht.

Sowohl jene, die ihn praktizieren und jene, die gerne mit dem Finger auf andere zeigen (und dies auch gerne missbrauchen), um sich weiter an ein Feindbild zu klammern, ist dies bereits Beweis für jene Konditionierung, unter denen jene in ihrem konzeptionellen Wahnsinn unterwegs sind und „funktionieren“.

An der Stelle die Frage: Lohnt es sich Gedanken um die Gesellschaft zu machen?
Sicher nicht in dem Sinne, damit die Gesellschaft weiterhin auf ihren Gewohnheiten herumreiten kann – von denen sowohl die Gesellschaft, wie auch ihre Betreuer „leben“ – zumindest in einer Illusion von Leben – damit man mit „Gestern“ auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann.

„Ewig gestrig“ ist eine Eigenschaft, die nicht einfach nur den „Reichsbürgern“ zuzuordnen ist.
Es handelt sich hierbei um eine Auswirkung gewohnter Konditionierungen, die auch die künstlichen Landesgrenzen ganz locker überwinden.

Es macht mehr Sinn, sich Gedanken um das Leben und seinen Prinzipen an sich zu machen, von dem sich die globale Gesellschaft nahezu unbemerkt abgewandt hat: verkörpert durch Denk- und Verhaltensmuster, weitergegeben von Generation zu Generation – denn: Es war ja schon immer so.

Die finale Frage lautet somit: Soll das ganze Tamtam noch so weitergehen?

Während ein lautes „NEIN“ die Münder verlässt, zeigt jedoch mehrheitliches Handeln das genaue Gegenteil – solange bleibt „Gestern“ einfach gestern.

Der Wandel ist durch nichts aufzuhalten, denn findet auch das gewohnte Handeln eine raum-zeitliche Begrenzung. Durch die mehrheitlich vorhandene Vorstellung von „Problemlösung“ (was in Wirklichkeit nur eine Symptombekämpfung darstellt), gestaltet sich der Mensch die Strukturen, von denen er lebt, zunehmend komplizierter, bis sie ihr natürliches Ende in der Insuffizienz (Energie wird vordringlich zur Strukturerhaltung verwendet, statt zur Erfüllung der Aufgabe, wofür die Struktur einst geschaffen wurde) finden.

Auf der anderen Seite üben sich Mensch und „Ich“ gern in schlauer Verdrängung – ein weiteres Phänomen, mit dem man es tagtäglich zu tun hat: Seinem „Ich“, was sich an seinen Programmierungen festzuhalten glauben meint – während der Mensch glaubt, er sei das „Ich“. Eine tödliche Verbindung, beruhend auf einer Selbstlüge.

„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ Mahatma Ghandhi (ma’ hat ma’ Gaudi)

Um das eigentliche nich tnur „deutsche Problem“ näher darzulegen:

„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen.
Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden.
Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“ Napoleon Bonaparte

Der eigentliche „Hemmschuh“ ist das „Ich“ im Menschen selbst, was sich gegen den natürlichen Wandel des Lebens stellt, indem es an seinen Programmierungen festzuhalten versucht. Das wiederum erlebt der Mensch als „Leid und Schmerz“. So versucht er durch gewohnte Feindbildprojektion und Schuldzuweisung andere für sein „Schicksal“ verantwortlich machen zu wollen.

Ich mag an einem Beispiel aus der Praxis aufzeigen, dass man stets für seine Situation selbst verantwortlich ist. Siehe:

Mitte der 70er Jahre wurde der Beratergeneralist Karl Heinz Schubäus nach Norddeutschland gerufen. Es ging um die Neurorientierung einer Schiffswerft.
Vor ihm waren bereits fünf Berater erfolglos gescheitert und auch ihm gab man zur Kenntnis, dass auch er nicht lange da sein würde.
Doch es entwickelte sich ganz anders, wurde während dieses Projektes der Sektionsbau im Schiffbau von ihm weltweit eingeführt.
Das Ergebnis war – bei gleicher Mitarbeiterzahl – die Herstellung von Schiffen mit 18.000 BRT (doppelte Tonnage), unter anderem das Forschungsschiff „Meteor“. Das sorgte für soviel Aufsehen, dass die Koreaner und Japaner diese Art des Schiffsbaus sofort kopierten. Erst Jahre später kamen die Deutschen auf die Idee, die Schiffe genauso zu bauen, wie die Koreaner und Japaner.

Es macht also den Eindruck, als ob der Deutsche einen besonders tiefen Schlaf zu schlafen scheint und wie ist das heute nochmal mit dem Schiffbau in Deutschland?

Ursachen und Auswirkungen
Die Auswirkungen von: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt“, repräsentieren sich in ihrer Fastvollendung in einer Weltanschauung als eine Ansammlung von künstlich organisierten Menschen (unter Betreuung) mit der Hierarchie als ihre Organisationsform.

Wer sich nun in der Welt umschaut wird erkennen, dass die Organisationsform „Hierarchie“ überall zu finden ist, basiert sie auf vorgeführter Fremdbestimmung, die ursächlich ihren Anfang in der Familie nimmt und dort im jungen Menschen implementiert wird – in der Regel, aus den üblichen „Gesetzmäßigkeiten“ (Das war schon immer so.) ohne Kenntnis der sich aus daraus ergebenden „katastrophalen“ Auswirkungen für Gesellschaft, Ökonomie und Natur.
Wissen und Verhalten dazu, werden von Generation zu Generation weitergegeben und können nur durch Erkennen und Aufklärung darüber überwunden werden.

„Wir wollen, dass ihr es mal besser habt,… wenn ihr so seid, wie uns das gefällt.“

„Ja, aber in der Tierwelt…“, ist nicht selten das Rechtfertigungsargument, um an den eigenen Anschauungen (Denk- und Verhaltensmustern) weiter festhalten zu wollen – der Mensch als das wiederkäuende Opfer seines eigenen „Ichs“, was ihn „funktionieren“ lässt und so die erste Hierarchie entsteht.

„Wenn sich Esau und Jakob auf Augenhöhe begegnen, dann ist das genau jener Moment, wenn der Mensch beginnt, sich mit seinem „Ich“ zu beschäftigen und Vernunft und Gewissen langsam in ihm Einzug halten.“

„Der Mensch – besser: sein „Ich“ – der sich aufgrund seiner Konditionierung gegen das Leben stellt, erschafft nur Systeme, die ihn letztlich selbst entfremden lassen. In der Regel sind es Hüllen mit hübschen Etiketten, die einmal betreten, voller Bedingungen und künstlicher Regelwerke sind, denen er sich selbst zu unterwerfen hat, bzw. er sich gegenseitig unterwirft. Das Leben selbst arbeitet nach vollkommen anderen Prinzipien.“

Erst neulich traf ich einen Juden und fragte ihn, warum die Juden denn seit jeher verfolgt werden. Er wusste nicht warum. Wer in die Bibel schaut, kann hingegen die Antwort erfahren.

Denn sicher ist, dass man sich kollektiv vom Lebensprozess abgewandt hat und so etwas wie eine Simulation von Leben praktiziert wird, die sich unter Anwendung künstlicher Gewerke (bisherige Konventionen, Religionen, Recht- und Geldsystem, Belohnung und Bestrafung, Opfer/Täter, Ich/Mensch-Hierarchie) und fortschreitender Entfremdung des Menschen durch sich selbst zum Ausdruck bringt.

So wird das Festhalten am Alten gelebt, um einem individuell-kollektiven Emanzipierungsprozess solange wie nur möglich, aus dem Wege gehen zu wollen.
Ich lasse in dieser Betrachtung weder Volks- noch Glaubensgemeinschaften aus. Es gibt auch kein „besonderes Volk“, was sich dem natürlichen Lebens- und Entwicklungsprozess entziehen könnte, so wie man allzu gerne von einer „objektiven Weltanschauung“ sprechen mag, um sich zumindest im Geiste „herausrechnen“ zu wollen.

Offen gefragt: Ist es nicht an der Zeit, das Alte mal ruhen zu lassen?

Es wurde genug gelogen, betrogen, gehetzt, „gevolkt“, verfolgt und verhindert, um über Lügen und noch mehr von Lügen, am Alten festhalten zu wollen.
Denn letztlich wurde nur versucht, die natürliche Entwicklung des Menschen unterbinden zu wollen, indem man sich vom Lebensprozess abzukoppeln versuchte. An diesem Punkt sehe ich nur Menschen – Menschen mit einer Aufgabe, vor der sie sich bis jetzt „schützten“ und haben „schützen lassen“.

Der Betreuer selbst, wird seinem Betreuten nie einen Hinweis auf Entwicklung geben, wäre damit seine Funktion als Betreuer gefährdet, mit der er seine Lebensgrundlagen zu gewährleisten versucht. Das ist der eigentliche gesellschaftlich sichtbare Auflösungsprozess.
Der andere Prozess ist ein innerer und hat eine neue Beziehung zwischen Mensch und seinem „Ich“ zu folgte. Das „Ich“ was durch seine Programmierung solange über den Menschen herrscht und ihn gewohnt so „funktionieren“ lässt, bis er sich „auf den Weg macht“, diese „Beziehung“ neu zu gestalten.

Offen gesagt scheint man sich noch lieber mit Symptomen des Systems und deren Bekämpfung sowie sorgenvollem Vorbereiten von möglichen Auswirkungen beschäftigen zu wollen, wo die Denksportaufgabe bereits damit als gelöst gilt, wenn die „bösen Verursacher“ auserkoren sind. Was letztlich nur eine Feindbildprojektion ist, der man mittlerweile mit Verständnis begegnen kann, statt mit gewohnter Verurteilung.

„Die Welt hat bereits begonnen, ihre Arsenale wieder aufzufüllen.“ „Das ist die menschliche Natur, Charles.“
„Ich habe trotzdem Hoffnung.“ „Oh, ja…Hoffnung.“ „Ich habe bei Raven recht behalten. Ich hab‘ sogar bei Dir recht behalten.“
„Und was ist mit der restlichen Welt? Weckt es dich nicht manchmal mitten in der Nacht auf? Das Gefühl, dass sie eines Tages kommen werden, um dich abzuholen? Dich und deine Kinder?“ „Doch. In der Tat.“
„Was tust du, wenn du davon geweckt wirst?“ „Ich empfinde großes Mitgefühl für die arme Seele, die zu meiner Schule kommt und uns Ärger machen will.“ Dialog zwischen Dr. Xavier und Erik Lensherr, X-Men – Apocalypse

Dass hier eine ganz andere Nummer am Laufen ist, die sich über den gewohnten Beschäftigungsahmen von „Verschwörungstheorien und deren Beweisführung“ abspielt, scheint kaum jemand offen zugeben zu wollen.
Lieber bewegt man sich mit der Mehrheit weiter in gewohnten Sicht- und Handlungsweisen, um die kollektive Vor- und Einstellungen von Gestern weiter behaupten zu wollen.

Das Phänomen der Feindbildprojektion vernebelt dabei die Köpfe, wie auf der anderen Seite das konditionierte Opferverhalten oder die strategisch geübte Gegenfeindbildprojektion.

Feindbildprojektion ist im Kern ein Zeichen mangelnder Selbstreflektion. Selbstreflektion, eine dem Menschen gegebene Fähigkeit zur Entwicklung von Bewusstsein, Vernunft und Gewissen…

Sicher ist es ganz nett, das gewöhnliche Treiben zu beobachten, um hinter üblich-politisch-gesellschaftlichem Rechts-Mitte-Links-Gefasel die gewohnten Denk- und Verhaltensmuster wieder zu entdecken, während man sich um die „taube Masse“ und der Fortführung ihrer Meinungseinfalt Gedanken macht.

Verständlich, dass der Druck auf dem Kessel der Titanic noch weiter ansteigen muss: das Schiff aus Betreuern und Betreuten – mit seinen Rettungsringen aus purem Gold.

„Auf semitischen Webseiten fließt der Text von rechts nach links, bei antisemitischen ist das umgekehrt. Soviel zum Thema.“

„Wenn aus der Mücke ein Elefant geworden ist, braucht es nicht des richtigen Jägers, sondern jemanden mit den besten Erdnüssen.“

Musikalische Untermalung:

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