Beruhigendes

Beobachtet man die zunehmende Unruhe, so basiert diese auf gegenseitigem Triggern bestehender und vereinbarter Unsicherheiten. Gepostete Nachrichteninhalte leisten dabei den notwendigen und wertvollen Beitrag, die Masse aufzumischen. Und solange man sich an den alten Rockzipfeln festhält, steigt der Druck im alten Dampfkessel einfach weiter an.

„Ja, aber was willst Du denn machen? Der dritte Weltkrieg, die Chemtrails, der Genozid, die Ausländer, die Willkür, die Banken, die Griechen, der, die, das… usw.“

Wie sehr doch Unwissenheit ein gesellschaftlich selbst auferlegtes Phänomen ist, gewohnt für das „Beibehalten des Bestehenden“ belohnt zu werden. Dies verbunden mit dem Verhalten sich gerade an jenen Themen reiben zu wollen, an denen man die eigene Macht- und Handlungslosigkeit an sich selbst exerziert – ein Opferverhalten. Angst, Verzweifelung und Resignation in jenen Augen. Beobachtend. Signale.

„Nimm‘ Dir. Es ist noch Suppe da. Man bekommt immer das, was man sich nimmt.“

Das mag natürlich niemand hören wollen, sich nicht selten dabei laut oder wehklagend gebährend. Und so findet man sich in wallender Masse auf der Straße zusammen. Ein inszeniertes Relikt alter Weltordnung, überholter Denk- und Verhaltensmuster und nicht ein Schritt weiter, als die dort Beschuldigten.

„Morgen geht die Welt unter.“ „Verdammt, ich muss noch einkaufen.“

Tja, mehr und mehr erkennt man den Versuch, sich einem notwendigen und gleichzeitig unerbittlichen Wandel gemeinschaftlich entziehen zu wollen, mit sichtbar ausbleibendem Erfolg.

„Ja aber ich hab‘ doch, Familie, Schulden und ein Haus. Das ist doch mein Job. Ich muss doch auch leben.“ „Vom Umdenken ist noch nie jemand gestorben.“

Die Erkierer zeigen mit dem Finger auf die Erkorenen und die Erkorenen fürchten um den Zorn ihrer Auftraggeber. Selbst erschaffenes, geschlossenes System mit sichtbarem Verfallsdatum.
Die Erkorenen mit dem einzigen Beruhigungsmittel, dem lieben Geld (als Erziehungsmittel)  in der Hand, um sich die Ruhe vor dem Sturm weiter erkaufen zu wollen.

Angst vor der Veränderung und Angst vor der Masse, hält beide solange untrennbar zusammen, bis man sich entschließt, das Alte gänzlich zu hinterfragen und somit sich selbst.

Zorn und Groll. Und zwischendurch einige wenige Akteure, die mit erkannten Systemunzulänglichkeiten auf die Notwendigkeit einer individuell-gesellschaftlichen Anpassung hinweisen. Das geht aber schon gar nicht. Niemand sagt uns, was wir zu tun haben.

„Stimmt. Man schaut zu, wie es sich von ganz alleine regelt.“

Und so manches Mal bleibt die Erkenntnis, dass der größte Teil der Betroffenen sich erst dann dem Neuen zuwenden wird, wenn die Angst vor dem Alten größer ist, als die Angst vor dem Neuen.

Auf diese Weise arbeiten Altes und Neues auf ihre eigentümlich Art zusammen. Dazwischen jene, die sich in reiner Verteidigung meinen behaupten zu müssen.

„Das haben wir schon immer so gemacht“, ist endgültig vorbei. Sich darauf zu berufen, um „Gerechtigkeit“ zu erfahren oder durchzusetzen auch. Denn dies galt nur in und für die alte Weltordnung. Und damit sitzen auch die „Rechtserpichten“ beider Seiten in einem untergehenden Boot – Chaos und Anarchie erwartend oder verbreitend – oder sich abschottend.

Abschottend in dem Sinne, dass man nur zugehörig ist, wenn man nachweisen kann, dass man „Deutscher“ nach RuStag 1913 ist. Wem muss man denn da was beweisen? Niemandem. Letztlich sind es wieder nur falsche Propheten, denen die Rechtsgläubigen blauäugig hinterhertorkeln.

„Betreuungsanträge gibt es im 5. Stock, wo neulich das Besatzungsstatut ausgelaufen ist.“

Das was einst das System stabil hielt – die Konventionen – wird schrittweise abgebaut und unwirksam. „Mutti zieht ihre Kinder vom gesellschaftlichen Komfortsofa.“

So funktioniert der konditionierte Systemgläubige nach einem einfachen Prinzip, dessen Ursache er sich selten selbst bewusst ist, was ihn zudem selbst zum Opfer werden lässt –  Steilvorlage für alle Betreuungshengste.

„Das System ist nicht die BRD oder etwas ähnliches. Das System basiert auf Konditionierungen, die zu einem System der Selbstversklavung führen und zeitlich weitreichender ist, als das gewohnte „Ewiggestrige“ – nicht selten nur bis 1871 reichend.

Gut zu erkennen, dass „römisches Recht“ ein Recht der Gewohnheit ist und Gewohnheiten wiederum auf Konditionierungen basieren. So bleibt doch das Gefühl, dass so mancher aus der Lethargie seiner Konditionierungen erwacht.

Denn Konditionierungen sind so alt, wie die Menschheit selbst.

Das ist eine Herausforderung und es ist nett, wenn dann alle warten, was da wohl kommen mag – was bereits für jeden greifbar vorliegt, wenn er es denn nehmen mag.

Wie gesagt: „Man bekommt immer das, was man sich nimmt.“ Und nachher soll niemand gesagen können, er hätte nichts davon gewusst.“

Doch die gibt es wohl immer, man hätte ja sonst nichts, worüber man sich beschweren könnte – ein klassisches Opferverhalten.

„Wer sich wie ein Opfger benimmt, darf sich nicht wundern, wenn er sich wie eines gehandelt fühlt.“

Und auch in diesen Zeilen liegt die Lösung zum Umdenken. Denn das was wir „Welt“ nennen, basiert auf jenen Konditionierungen, an denen wir seit Menschen gedenken festhalten – im Irrglauben, es ginge einfach so weiter.