Der Blick unter die Motorhaube – über die Bedeutung von Begriffen, ihrer Entmystifizierung und damit verbundene Auswirkungen

KugelMan kann ein System nur durch Änderung des eigenen Standpunktes überwinden, indem man durch Hinterfragung des Bestehenden, dessen eigentlichen Sinn nachgeht.

Hinweise zu Anwendungen und Nebenwirkungen: Mögliche, sinnvoll erscheinende Verlockungen aus Sicht konventioneller Opferverhalten sind unwirksam und führen bei fortgesetzter Anwendung zu Polarisierung und der berühmten Waschmaschine und Schuldigensuche. Gerade diese gilt es durch Synthese und Klärungsprozess zu überwinden.

Das „Lucy-Prinzip“
Die wahrgenommene Welt ist lediglich eine Ansammlung mannigfaltiger Muster. Wir denken in Mustern und schaffen Muster und der Vergleich von inneren (gelernten) Mustern mit denen im Außen, nennt man Wahrnehmung.
Eine Welt, abgebildet durch Symbole, Konventionen (gesellschaftliche Verhaltens- und Ordnungsmuster(Regeln)), Dingen, Formen, Buchstaben, Worten, Formeln, Zahlen, um das Unbeschreibliche beschreibbar machen, bzw. abbilden zu wollen. Und so geriet man selbst in ein kollektives Vergessen.

„Der Mensch denkt, Gott lenkt. Der Mensch dachte, Gott lachte.“

So tauchen ab und zu Begriffe wie Ego, Ich, Wollen, Vernunft, weibliches und männliches Prinzip auf und irgendwie bleibt meist ein fader Geschmack zurück. Welche Bedeutung mag das alles wohl haben, und wie hängt es womöglich miteinander zusammen?

Worthülsen, unbewusste Geheimniskrämereien und Spitzfindigkeiten
Da gab es „Nazis“, „Anitsemiten“ (Von links nach rechts Schreibende), „Putin-Versteher“, „Reichsdeutsche“, „Rechte“, „Linke“ usw. Da gehorchte der Hörer und verkrümelte sich sofort geprügelter Worte.

Die Anwendung derartiger Begrifflichkeiten dien(t)e gewöhnlich dazu, die entsprechend konditionierten Verhaltensmuster anzutriggern, um so eine Unsicherheit hervorzurufen, die dann wiederum Unsicherheit und Angst hervorrief.
Angst und Unsicherheit (Danke, Gerhard.) ist jedoch nur ein Signal, das uns zu einer gegebenen Situation nur Informationen und etwas weitergedacht, nur entsprechende Zusammenhänge fehlen. (Also, auf geht’s. Das Signal für Informationsdefizit schlechthin.)

Wenn man sich durch Nachfragen an die Bedeutung heranwagte, erlebte man sofort Widerstand, durch überlagerndes, lauthalses Gebaren, Schweigen oder einfach nur die Leere in den Köpfen von Sender und Empfänger. Reaktionen als Spiegel eigener Verhalten.

Da war es wieder: Die Angst vor dem Hinterfragen, Dazulernen und Weiterentwickeln, aus Angst vor Bestrafung durch Ausgrenzung usw.

Das ist die eigentliche gesellschaftliche Selbsthaltung: Gib den Menschen leere Begriffe, und verbiete ihnen, sich mit der inhaltlichen Bedeutungen auf Sinn- und Prinzipebene zu beschäftigen. (Und so mancher Täuschung auf den Dreh zu kommen.)

Und genauso scheint es mit Ego, Ich, Wollen, Vernunft sowie männlichem und weiblichem Prinzip.

Und Spiritualität? (Sicher auch ein Beitrag zu gegebener Zeit. Vorab zur Spiritualität: Nicht selten ein emotionales Rückzugsgebiet zum Schutz aus Angst vor vorgefundener Realität und Anpassung an Veränderung. Realität und Spiritualität gehören jedoch zusammen. Das Geistig ins Tägliche bringend durch… na, was wohl?)

Ein Ziel mit abstraktem Sinn (z.B. Frieden und Heilung), damit verbundenes materielles Abbild und dann damit verbunden, das notwendige Tun?

Mit dem Schubäus Modell bin ich bereits zehn Jahre zugange und weiter geht es. Es bedarf des Selbstvertrauens im eigenen Sein und Tun, auch wenn der „gesellschaftlich materiell erwartete“ Erfolg noch nicht gegeben ist. Das ist auch zweirangig und macht den Unterschied aus, ob man ausschließlich einseitig im alten System materieller Belohnung verweilt (siehe Angebote) oder sich im Neuen bewegt und gelassenen Blickes ist, bis der richtige Moment ganz von selbst kommt. Wer weiß. Wer erwartet, wartet.

Bastelbogen – Wir bauen uns ein Ego
Das Ego ist lediglich ein System, was für die Energieversorgung zuständig ist. Ist der Pegel zu niedrig, so beginnt es Strukturen zu bilden und Energie(träger) an sich zu binden.

Im Geschäftsmodell spricht man dann von Marktlücken besetzen, Kunden betreuen und Salamiverkaufstaktik. Siehe aktuelle Weltanschauung und ihre Auswirkungen. Außendarstellung.

Bringt man den Begriff „Ego“ mit dem einseitig konditionierten weiblichen Prinzip in Zusammenhang, so kann man recht fein erkennen, warum die Welt stets komplexer wurde: Durch Schaffung von Strukturen und Abhängigkeiten, um an Energie zu kommen – die Mehrheit im Haben und Besitzstand. Das alte System. Männer schaffen, um Frauen zu beeindrucken, während jene bewerten, ob es ihnen gefällt oder nicht. Da klopft das Herz… 😀

Jetzt bohren wir das Ego mal auf und bringen das männliche Prinzip mit ins Spiel. Das kommt ja scheinbar recht kurz.

Am schönsten sieht man das, wenn man mit Menschen über energetischen Ausgleich für geleistete Tätigkeiten spricht, während sie es sofort befürworten jedoch, mit einem stets lieber die „Zusammenarbeit“ suchen, wenn es um „kollektive Problemlösungen“ geht. Ich muss da mittlerweile schmunzeln, denn ich spreche das jetzt immer an. Was bist Du bereit dafür zu tun oder dafür auszugleichen, für mein Tun?

„Wenn Du gut in etwas bist, mache es nie umsonst.” Der Joker, aus „The Dark Knight“

Was macht das weibliche Prinzip so stark? Es ist die weitergegebene und kopierte Bedingung auf der Seite des Gebens (während das Nehmen sich wohl in der Täuschung suhlt).

Das schafft die Abhängigkeit, ab dem Moment, wenn der junge Mensch das erste Mal etwas bewusst benötigt, weil er einem natürlichen Bedarf nachgeht… nach Nahrung. Es ihm auch nur ein kleines Bisschen vorzuenthalten, ist Macht und Kontrolle. Subtil. In dubio pro reo.

„Wollen“ wiederum ist nur ein Ausdruck des weiblichen Prinzips für entstandenen „Bedarf“ (nach Energie) und als prima Hinweis für jenen, der plötzlich hört: „Da ist aber ein Wollen drin.“
Da ist es bekanntermaßen sogar scheißegal, ob eine Frau etwas will oder ein Mann etwas will. Und „etwas machen“ ist ein damit verbundenes Handeln und „erfordert“ (wegen auferlegter Bedingung) ein Geben (müssen).

Bei gegenseitig abhängigen Prozessen im Computer nennt man dies Deadlock –  führt zu Widerstand, Stillstand, Selbsthaltung und Absturz.

Da wir es in der Natur jedoch nicht mit geschlossenen Systemen zu tun haben, da alles über Wechselwirkungen (bei uns heißt dies Kommunikation. Und die ist in der Regel alles.) miteinander verbunden ist, und gelegentlich „angeschubst“ wird, hilft jenes als Lösung, was dann gleichzeitig abgelehnt wird: Der Prozess von Klärung und Synthese. Das ist das berühmte Weiterdenken. Integrierendes Denken. Beginnend mit der Frage: Warum ist das so?

(Eigentlich war der Text unten fertig. Da fällt mir nun beim Durchlesen das Signal des Anschubsens auf, was ja ein Geben ist. Muss ich mal darüber nachdenken.)

„Findste was Geteiltes, denk’ darüber nach, wie es sich zum Sinn hinführend miteinander vereinen lässt. Das geht mit allem, was sich „gegenübersteht“ und läuft unter dem Begriff „Herausforderung“.

Beim Wollen blicke ich mal weit zurück und erlebe Menschen, denen eigenes Handeln auf „unbekanntem Terrain“ stets ein Graus war. Und dann schickt man sie vor – die edeln Ritter: zu richten, zu kriegen, zu forschen und gelegentlich um hinzukaufen.

Die Hartnäckigkeit vor Veränderung hat also auch die Frauen gut im Griff. Es hat wohl auch etwas mit dem Tun zu Tun. Mein Kollege sprach die Tage von den vielen Kochbüchern im Schrank und trotzdem gab es immer das Gleiche zu essen.
Und dieses oft von Männern verwendete Argument: „Das haben wir schon immer so gemacht.“

Das erinnert mich spontan an die zeitliche Optimierung eines Fertigungsprozesses: von zwei Tagen auf zweieinhalb Stunden. Ach so, das bin ich gewesen, habe ich gemacht.

Mann macht, Frau macht. Jeder in sich im Einklang aus geben und nehmen, ohne sich darauf zu fokussieren. (Befindet sich aktuell im Denkprozess).

Wissen ist hierbei keine Macht, sondern zu wissen, wie man es macht. Das gilt auch für Frauen. Da mache ich mir noch eine Notiz zum Thema „Praxis und Theorie der Spiritualität und Wissenschaft im Alltag“.

Auf Wissen greift man zu. Man selbst hat kein Wissen.

Das „Ich“ ist eine Entität, damit man jemanden oder etwas ansprechen kann. Erst mal sich selbst. Durch den Prozess des Denkens (dynamisches Anpassen und Vernetzen von Neuronen zu komplexen Antennenmustern) ist man in der Lage, auf das universelle Wissen zuzugreifen. (Klingt wie Fourrier-Transformationen beim SETI-Projekt. Ich hatte da mal einen nächtlichen FB-Dialog mit einem Syrer.).

Wissen ist in Form die Information, ein abstraktes System. Es hat eine bestimmte Struktur und an der richtigen Stelle entfaltet es seine Wirksamkeit – im Zusammenhang mit anderen Wissenssystemen. Das nennt man dann Energie freisetzen. Liebe ist auch Energie – mit einer wundervollen Signatur.

„Das Ganze ist mehr, als die Summe auf der Rechnung.“

Man sagt zuviel und redet zu wenig
Der Lehrer redet, der Chef redet, der Pfarrer redet, der Arzt redet, die Kirche redet, der Heiler redet, der Staat redet… Mutter hat immer recht…

„Er hat viel geredet, aber wenig gesagt.“

„Du sollst keinen anderen Gott neben mir haben“, sagte Gott auf dem Kongress für angewandte Neugestaltung, als er das Modell vom universellen Wissen und seiner Anwendung in der Praxis einer ungläubigen Menschenmenge darlegte.

Da unterscheidet sich Wirksamkeit (Praxis) und Wunschdenken (Theorie, wie man es tun könnte, wenn man es täte. Und da man es ja selbst nie tut, also im Alltag, sucht man sich welche, die es dann für einen tun. Eunuchen wissen, wie es geht.)

Entitäten
Das Ich benötigt auch einen Namen: „Geh’ nach Amerika, und frag’ bei Joe nach.“ Eins kommt so zum Anderen.

„Ich bin“ ist in der Bewusstwerdung ein Ausdruck für Selbstreflektion des Seins. Sein sollte auch eine Bedeutung also „Content“ haben.
„Ich bin“ habe ich aber auch schon als „Graffiti auf einer sprechenden Betonwand“ erlebt – missbrauchend also als Schutzargument vor Veränderung.

Sein beinhaltet das Wesen und seine Fähigkeit, sich zu entwickeln und etwas zum Ausdruck zu bringen. Sowohl auf rein geistiger wie auch geistig-materieller Ebene, wo das Göttliche durch das Wesen selbst wirkt, wenn…

Wer macht hier eigentlich immer?
Früher war es der Mann, der machte, veränderte, schuf und tat. Heute hat sich das – ein Glück – relativiert. Echt? Das Problem mit dem weiblichen Prinzip besteht jedoch weiterhin. Lockenwickler statt Zweitagebart. „Nix is’ annerst.“ Denn jedes Wesen war mal beides. Bei „Macht“ steckt aber noch etwas drin.

Man sieht hier deutlich, dass Weltanschauung auf Prinzipien basiert und nicht auf Trennung und bloßem Austauschen von Rock und Hose.

Da nützt auch die beste Mode nichts, wenn bei allem die Liebe vorenthalten wird – meist sich selbst. Das ist auch der einzige Ausweg, um beide Prinzipien wieder in Einklang zu bringen. Die Selbstliebe. Dazu benötigt es nur eines Hinweises – eine Initialzündung sozusagen. Hiermit geschehen. Upps. Wieder ein Geben.

Annahme durch konkludentes Handeln. Rechnung kommt.

Vernunft ist die Bewertung des Ausschlags bei der Waage bestehend aus Nehmen und Geben, unter Zuziehung von Intuition und Empathie, als innere, fühlende Begleiter des Beobachters für Denken und Handeln. Alles zum System Ego gehörend. Wie wäre es damit?

Denn das Ego ist ein kleines Kind, mag geliebt werden, mag lernen und mag sich entwickeln, was man bisher ihm bei Strafe verboten hat. Doch ließ es sich nicht verbieten, seinen Unmut darüber zum Ausdruck zu bringen.

Das einseitig konditionierte Ego schafft im Außen durch Wachstum die Komplexität, im Inneren ist es jedoch unbegrenzt und bedeutet Bewusstwerdung: Der Silver Surfer im Kontiuum universellen Wissens.

Der Prozess aus Ahnen, Intuition, Empathie, Fühlen, Erkennen, Abbilden, Wissen und inneres Wachstum bedeuten für sich selbst zunehmende Sicherheit im Fluß des Wandels: die Selbstsicherheit. Und mit der Sicherheit kommen auch Ruhe und Gelassenheit.

Wer also bei gegebener Aufgabe stets woanders hinrennt, darf sich nicht wundern, wenn er im Kopf auf der Stelle tritt, bei zunehmender Erwartung und beibehaltener Unsicherheit.

Jeder bekommt seine Aufgaben: Mal eine zum machen, mal eine zum Lernen. Her damit! Deshalb macht Lernen Freude.

Man erkennt, warum die Welt im Unfrieden ist: durch Unzufriedenheit, was nichts anderes bedeutet, als ein Ausdruck kollektiver innerer Unerfülltheit und Erwartung. Materie trifft inneres schwarzes Loch. Haben im Außen als Ausdruck inneren Wollens bei fortlaufend ungedecktem Wissensbedarf – Solldaten führen zu Soldaten.

Besitz kommt von besetzen. Zeit die die eigene Besetzung mal auf Vordermann zu bringen – bevor man andere nach Hause zu schicken gedenkt.

Unwirksamkeit im Sein UND im Tun – im Innen, wie im Außen. Der Spiegel der Materie kann nichts anders zeigen.

Von Generation zu Generation kopiertes Anwenden bedingter Liebe, als Mittel zur Kontrolle über alles und jeden, um Erfülltheit durch andere erreichen zu wollen, auf Basis verfälschter Glaubenssätze. Bei selbst auferlegter Entwicklungsverhinderung im bisherigen Kreisverkehr des weltweiten Geschäftsmodells (Guckst du, wer hinter Jakob stand.).

Und Kontrolle wird dann einfacher, wenn die zu Kontrollierenden möglichst gleich ausgebildet und konditioniert sind. Und das wiederum führt zu Konkurrenz, Missbrauch, Neid, Missgunst und Gerangel um Aufmerksamkeit und Belohnung.

Vom ersten Schritt als Ausweg sprach ich ja bereits.

Warum ich mich damit befasse? Weil ich das Gefühl habe, dass Erkennen und Aufschreiben dazu gehört und sich so ein Auflösen und Umdeuten einstellt.

Ist etwas erkannt, löst es sich auf. Und Neues kann man dann erst machen, wenn man das Alte und was es antreibt, erkannt hat.

Symbolik
Der Apfel an Eva ist ein Symbol für inneres Wachstum und Entwicklung. Wahrscheinlich hat die Schlange ihr jedoch etwas von einem wirksamen Verhütungsmittel erzählt. Pharmazie lässt grüßen.

Womöglich ist das, was ich geschrieben habe alles auch Unsinn. Und doch… es „musste“ irgendwie sein.

Denn im Ganzen kollabiert die geschaffene Quantität zu Qualität. Von Unordnung zu Ordnung. Entropie und Negentropie. Ausdehnen und Schrumpfen. Ein- und Ausatmen. Ewiglich ist das Atemen des Universums.

Bewusstwerdung als irreversibler Prozess – vielleicht aber auch nur aufgabenorientiert. Wer weiß, vielleicht haben wir nur gelernt, um wieder zu vergessen.