Der rote Faden – Teil 4: Psychologische Aspekte

Wenn man erst einmal erkannt hat, dass Verdrängung die wesentliche mentale Handlung des Menschen (besser eines Ichs) innerhalb der alten Weltordnung darstellt und diese sich im Außen widerspiegelt, dann kann man selbst erst einmal damit beginnen, die geschaffen und selbst in einem wirkenden Mechanismen zu begreifen und offenzulegen.

So stellt sich irgendwann auch die Frage, welche Rolle der Systembaukasten „Psychologie“ spielt, wenn auch hier so mancher Aspekt nur symptomhaft behandelt wird und sich so ein ertragreiches Geschäftsmodell für einige über die Zeit hinweg entwickelt hat.

„Geschäft, geschäftig, beschäftigt.“

Symptombekämpfung ist ein Handlungsmuster des Ichs, um sich selbst nicht „ad absurdum“ führen zu wollen. Dies führt so zu einer immer komplizierteren Welt der Beschäftigung mit Symptomen bei fortgeführter Sach- und Fachorientierung bei der Bewältigung von wahrgenommenen Problemen (Symptomen).
Ein darauf aufbauendes Geschäftsmodell bedarf zu ihrer Erhaltung entsprechender Abhängigkeiten (Süchtiger und Lösungssuchender) mit entsprechender „Austauschenergie“, die man dann dafür „kriegt“.

Treten bisher unbekannte Symptome im System auf, so werden finden sich alsbald auch entsprechende „Experten“. Fachorientierte Abgrenzung bedeutet auch, sich nicht gegenseitig die Fürstentümer in Frage zu stellen.
Jedes gewohnt konditionierte Ich ist durch seine eigenen Verhalten darauf bedacht, seine Existenz (die Form seiner Programmierung) bewahren zu wollen – notfalls mit allen erdenklichen Mitteln: reichend von der Täuschung bis zur Gewalt – ein Verhalten ursächlich darauf basierend auf der auferlegten (als Mem-Virus übertragen) Bedingung: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“

„Probleme“ sind systemisch erzeugt Phänomene, die symptomhaft behandelt werden, damit das Ich den Zustand äußerer Abhängigkeit zur Erlangung von Aufmerksamkeit (Liebe, Geld, Anerkennung &c.) weiter beibehalten kann. Es nährt sich davon. Denn was ihm im Kern fehlt, ist die Entscheidung sich hin zur Selbstliebe zu orientieren. Doch dadurch würde es sich verändern.

Wer an dieser Stelle an Selbstbefriedung denkt, wird erkennen, dass diese von der Kirche stigmatisiert wird, denn ist sie eine Form der Selbstliebe. Man sieht, wie sehr das Ich sein Spiel zu spielen weiß und sicher fallen dem einen oder anderen Leser noch viele weitere Aspekte ein.

Das Ich ist „listig“, wenn es darum geht, sich gegen Veränderungen seiner Programmierungen zur wehr zu setzen. So kann man bei genauerem Hinsehen, das Stigmatisieren als ein übliches Mittel der Feindbildprojektion betrachten.
Die Feindbilderzeugung geschieht im Ich selbst. Es wird so selbst zum Feindbild und schafft auf diese Weise eine reale Bedrohung.

Da es stets um Informationshoheit (das was gilt) und damit verbundenem Strukturerhaltung geht, definiert sich „der Feind“ in seiner einfachsten Variante als jemand, der eine andere Meinung an den Tag legt und noch die Unverfrorenheit besitzt, diese auch noch „öffentlich“ kund zu tun.

Damit dieser Fall nach Möglichkeit erst gar nicht eintritt, werden „allgemeingültige“ Regeln innerhalb des jeweiligen Fürstentums (hierarchische Ordnung) des Ichs (oder Meta-Ichs) aufgestellt, um es durch den einzelnen als „ewige“ Autorität erhalten zu wollen: die bedingte Zugehörigkeit.

„Staatsangehörigkeit: Deutsch“ bekommt dadurch eine vollkommen andere Bedeutung, da der Name auf dem Etikett der Organisation vollkommen Wurst ist.“

Was zählt, ist die Zugehörigkeit und die freiwillige Unterwerfung unter den dort vom Ich künstlich geschaffenen Regelwerken und gesellschaftlich einzuhaltenden Konventionen.

Ich schreibe immer künstlich, was bedeutet, dass sich das Ich durch seine selbsthaltende Art eigene Regeln schuf, um Macht und Aufmerksamkeit im Außen erlangen zu können, um sich so selbst nicht entwickeln (hin zur Selbstliebe) zu müssen, um letztlich zu erkennen, dass es universelle Regeln gibt (nennen wir sie natürliche Regelprinzipien), die seine selbstgeschaffenen und gegen das Leben selbst gerichtete Machtstellung und damit verbundene Regelwerke nur noch als eine Erinnerung, wie es mal nicht funktioniert hat, zurücklassen.

Wenn also die (falsch gelernte) Angst in so manchem Akteur wirkt, wenn er von „Neuer Weltordnung“ hört, dann ist es eher sein Ich, was sich Gedanken um seine Existenz macht.
Nicht selten wird vorsorglich Wder Teufel an die Wand gemaltW (das Ich ist in seinen beharrenden Zustand der Teufel, der Engpass selbst) und Endzeitszenarien herausposaunt, um möglichst viele „Gleichgeschaltete“ in diesen Sog ziehen zu wollen. Ohne Umdenken, bekommt wahrscheinlich auch jeder das, was er sich ersinnt (nimmt). Die Schlinge um den Hals des Ichs zieht es sich kollektiv selbst zu.

Das Ende der Ungläubigen?
Interessant dass die Beglaubigung eines Dokumentes mit fehlender Unterschrift eines Richters symbolisch ein Zeichen der Treue des Mitarbeiters zum System und seinem Vorgesetzten darstellt.

„Ich glaube daran.“

Man sieht deutlich, dass es sich bei allem nur um Glaubensprinzipien und den Versuch des Ichs handelt, seine geschaffenen Machtpositionen und Besitztümer im Außen zusammenhalten zu wollen, um so auch seine inneren Programmierungen, durch materielle Umhüllung schützen zu wollen.

„Hülle, Hölle.“ J.-P. Weber

Wovor das Ich am meisten Angst hat (was im eigentlichen Sinne nur ein Signal seiner Verhaltensmuster ist, dass ihm zu einer gegebenen Situation nur die entsprechenden Informationen fehlen. Man achte darauf, dass auch die Angst falsch gelernt wurde), ist die Offenbarung seiner Machenschaften – besser: seiner wahren Natur, seines Wesens: Die Programmierungsgrundlagen des Menschen selbst.

Es macht also wenig Sinn, sich nur Schuldige gewohnt herauszupicken, um auf ihnen herumzuhacken. Es geht darum das System an sich in Frage zu stellen, indem man die eigentlich dahinter wirkenden Mechanismen (Prinzipien) offenbart.

Im Sinne des Ichs bedeutet das wiederum, dass jeder solange ein Teil jenes Systems ist, solange er sich nicht selbst (näher das Ich mit der ehrlichen Entscheidung und Handlung zu sich selbst) in seine Karten schaut und sich aus sich selbst heraus gebirt.

Wer Bedenken dabei hat, dass er womöglich erkennt, dass er immer nur ein „Arschloch“ war, hat die Möglichkeit, sich selbst das zu geben, was er sich stets selbst verwährt hat: Vergebung, Selbstliebe und somit auch den Weg der Selbstheilung und Selbsterlösung.

„Wir fangen mit etwas Reinem an. Etwas Packendem. Dann machen wir Fehler und gehen Kompromisse ein. Wir erschaffen unsere eigenen Dämonen.“ Tony Stark, Iron Man 3

Was den Menschen also ausmacht, sind seine Programmierungen, sein(!) konditioniertes Ich.

Ein Ich, was sich an seinen „Verhaltensmustern“ festhält, agiert unter dem Aspekt seiner vorgegebenen (und überall gleichzuschaltenden) Welt-Anschauung, die andere wahrzunehmen haben, und wie sich andere assimilieren lassen, freiwillig oder notfalls durch gewaltsame Unterwerfung. Wenn dies nicht hilft, dann noch durch Ausgrenzung.

„Willst du nicht mein Bruder sein…“

„Wir kontrollieren die Materie, weil wir den Geist kontrollieren. Die Wirklichkeit spielt sich im Kopf ab. … Die Naturgesetze machen wir. Wir entscheiden, ob sich die Erde um die Sonne oder die Sonne um die Erde dreht.“

„Die Macht um die wir kämpfen müssen, ist nicht die Macht über Dinge, sondern die Macht über Menschen.“

„Wie versichert sich ein Mensch die Macht über einen anderen? Antwort Sie!“ „Indem er ihn leiden lässt.“ „Richtig Winston, indem er ihn leiden lässt. Gehorsam ist nicht genug. Macht bedeutet, einen menschlichen Geist in Stücke zu reißen und nach eigenem Gutdünken wieder zusammenzusetzen.“

„Es wird keine andere Treue geben, außer der Treue zur „Partei“.“

„Es ist gut Winston. Du hast es geschafft. Der „große Bruder“ liebt dich.“

(Auszüge aus dem Hörspiel „1984“, George Orwell)

Wer an dieser Stelle noch immer darauf beharren mag, dass „andere“ sich zu ändern haben oder er sich wutentbrannt oder mit Zorn erfüllt in eine dunkle Ecke zurückgezogen hat, um seinen Frust irgendwann an einem anderen ausleben zu wollen, tut gut daran, sich vor Augen zu führen, dass er nur das „ernten“ wird, was er „gesät“ hat.

Denn es sind die Programmierungen seines Ichs, nach denen er „funktioniert“ und zum willigen Täter und letztlich doch nur zu seinem Opfer wird. Das nennt sich auch selbsterfüllende Prophezeiung. Wer sich verfolgt fühlt, tut gut daran, seine Einstellung zu Änderung, die ihn in derartige Situationen führen.

Nicht die anderen haben es zu unterlassen, sondern man hat es in sich selbst zu lösen.

„Man erntet stets, was man sät.“

„Wer sich wie ein Opfer benimmt, darf sich nicht wundern, wenn er wie eines behandelt wird.“

Vielleicht macht sich jemand die Mühe und prüft die mehrheitlich erfundenen Krankheitsbilder auf die Kernursache einer möglichen Bedingung hin und vielleicht fällt ihm dann auch auf, dass es sich stets auf einem wesentlichen Aspekt zurückzuführen, der das Thema „Psychologie“ zu einer selbstbestimmten Aufgabe werden lässt.

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