Die Natur der Fragestellung

(v1.1) Probleme und Unsäglichkeiten bedeutet unter gewohnten Umständen an Symptomen zu laborieren und ist das Grundprinzip nahezu aller heute existierenden Geschäftsmodelle. Dadurch ist eine Dauerbeschäftigung mit eingebauter Linderung auftretender Beschwerden mehr oder weniger garantiert.

Bevor man sich jedoch auf den Weg macht „Probleme“ (gleich welcher Natur) – lösen zu wollen, hierzu einige Vorgedanken, warum die Mehrheit aller Versuche in der Regel keine wirklichen Lösungen sind, jedoch dieses Verhalten belohnt wird.

Gedankenfragmente „querbeet“
Wirtschaftlichkeit bspw., ist im Grunde genommen so etwas wie die Suffizienz in der Medizin. Das bedeutet ein dynamisches nahezu Gleichgewicht in der Verteilung einschließender Energie zur Erhaltung der Struktur wie auch zur Erfüllung der Funktion, weswegen die Struktur (zum Beispiel: Unternehmen, Körper, Organ, Familie &c.) geschaffen wurde.

Es geht im Kern um wirksame Strukturen durch praktische Anwendung der Prinzipien der Natur. Strukturen, deren Form in der Regel alles andere als an diesen Prinzipien ausgerichtet sind.

Beim Menschen heißen diese natürlichen Mechanismen Vernunft und Gewissen, in geschaffenen Strukturen bringt sich dies durch lautlos fließende Prozesse (materiell oder immateriell) zum Ausdruck – kompakt ausgedrückt.

Die Ursachen sicht- und spürbar wahrgenommener Probleme finden sich in der Regel auf der Ebene der Organisation. Doch gern werden die „Probleme“ gewohnt dort gelöst, wo sie eben sicht- und spürbar in Erscheinung treten.

Zählt man „Eins und Eins“ zusammen, führt die gewohnte(!) Behandlung von Problemen nicht wirklich zu einer Lösung, sondern zu einer schrittweisen Überfrachtung der jeweiligen Struktur selbst, was wiederum vielfältige Auswirkungen auf die Funktion und die daran wirkenden Teilnehmer hat – in Abhängigkeit einfließender und abfließender Energie (Geld, Leistung, Produkt, Information).

Insuffizienz entsteht, wenn die einfließende Energie vordringlich nur noch zur Aufrechterhaltung der Struktur verwendet wird und die Funktion immer mehr in den Hintergrund tritt (z. B. Liefertermine, Produktqualität, Gewährleistung der Lebensgrundlagen, Organversagen &c.).

Die Herausforderung „Vom Problem zur Lösung“ ist bestimmt von zwei wesentlichen Sichtweisen.

Die eine – die gewohnte Sichtweise – führt dazu, Probleme eben überall dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten, was im Grunde nichts anderes ist als Symptombekämpfung ist – nicht selten damit verknüpft, dass jemand Schuld sein soll – also nach dem Prinzip „Problemverdrängung“ gehandelt wird.

„Mit dem Wissen und Denken aus dem die Probleme (Symptome) entstanden sind, lassen sich keine Lösungen entwickeln.“

Die andere Sichtweise sieht wahrgenommene Probleme als Auswirkungen(!) vorgelagerter Ursachen, die in der Regel selten dort zu finden sind, wo ihre Auswirkungen(!) in Erscheinung treten.

Problem ist im Kern auch der verkehrte Begriff. Es muss lauten: Herausforderung. Doch wer hat schon Zeit, sich dieser Herausforderung stellen zu wollen? Das Problem muss weg, und dazu muss ein Experte her.
Organisation ist dabei kein Betätigungsfeld, wo eine spezialisierte Ausbildung ausreicht, da es eine interdisziplinäre, eine generalistische Sicht- und Handlungsweise erfordert.

Gewöhnlich orientiert sich eine vom Menschen geschaffene Struktur nicht an den natürlichen Regelwerken, da ihre Regelwerke im durchgesetzt werden müssen. Wo hingegen Strukturen, basierend auf natürlichen Regelwerke selbstregulierend sind, deren Regelwerke nur erkannt, verstanden und zu übertragen werden brauchen – vereinfacht ausgedrückt.

Wenn dies erkannt wird, kann man sich auch die „Reichs- und Gemeindebemühungen“ ersparen, da es im Grunde nichts anderes ist, als andere Staaten oder gewohnte Organisationen, die selbst keine Wertschöpfung betreiben, und deren rechtliche Errungenschaften – aus dem Blickwinkel des Lebens selbst – mehr als nur fragwürdig sind. Da hilft auch kein austauschen von „nicht geltenden“ mit „geltenden“ Gesetzen, siehe: „Im Banne der Fiktion“ (die Praxis der Infragestellung)

Und für alle Zweifler und Weltmeister von Ausreden: „Man bewirkt niemals eine Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, schafft man neue Dinge oder geht andere Wege, die das Alte überflüssig machen.“ Richard Buckminster Fuller

Die Ausbeutung der Natur und ihrer Ressourcen, beruht auf zwei wesentlichen Vertragsteilnehmer: Die einen, die Unvernünftig, die sich für vernünftig halten, jedoch zu beschäftigt sind, weil sie arbeiten und Geld verdienen müssen und die anderen, die die Unvernünftigen mit allem Mitteln betreuen wollen. Beide zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass sie davon nichts wissen (wollen).

Hat man das erst einmal erkannt und sich so weit wie es geht aus diesem Systemverband heraus gelöst, blickt man förmlich zurück in das berühmte Aquarium, wo die Fische sich über das schmutzige Wasser beschweren, während sie ihr eigenes Arschloch recht selten erblicken.

Man sieht deutlich, dass es sich bei Entwicklung um einen mentalen Prozess handelt und nicht um gewohnte Verdrängungskonzepte zur Sicherung erreichter Besitzstände. Der Punkt, wo sich „die Spreu vom Weizen trennt“ und es auch nicht mit noch so viel „künstlicher Liebe“ und Esoterik getan ist.

„Wir müssen mit Liebe in den Reichstag gehen und sie da rausholen.“ „Ich dachte, es gäbe nur anonyme Alkoholiker und nicht auch anonyme Esoteriker.“

Man löst kein Problem dort, wo es sicht- und spürbar in Erscheinung tritt. Denn das ist nur die übliche Verdrängung.

Man stellt die Grundlage des Vorhandenseins in Frage und das Schritt für Schritt soweit, dass sich von der daraus entstehenden Klarheit ein einfaches Handeln logisch herleitbar ableiten lässt. Zunehmend offenbart sich das System selbst und nicht nur seine Darsteller und Mitspieler. Und genau darum geht es.

Es reicht nicht, nur fortlaufend irgendwelche Unsäglichkeiten aufzureihen, selbst wenn dies noch so viele tun, weil es dann „richtiger“ erscheint.

Wirkungen
Sind die Ursachen erkannt, geregelt oder entsprechende Engpässe beseitigt, so lösen sich die wahrgenommenen „Probleme“ wie von Geisterhand auf.

Sowohl die üblichen Reichsambitionen, wie auch die üblichen „Gegenmaßnahmen“, sind in der Regel auch nicht weit genug gedacht sind.

Etwas was bekämpft werden kann, zeigt, das die Motivationen und Ideologien der Teilnehmer sich gleichermaßen in Frage stellen. Dies deutet in der Regel auf eine innersystemischer Grundkonzept hin, also auf die üblichen Regelwerke der alten Ordnung. Das reicht jedoch nicht aus.

Was sich bekämpft ist wert, dass es zugrunde geht.

Die sich daraus ableitende, den Menschen selbst betreffend Frage lässt sich aus diesem Dialog ableiten:

„Bist du auf unserer Seite?“ „Ich glaube, so einfach ist das nicht.“ „Dann sollte es aber schnell so einfach werden.“ „Ich bin auf der Seite des Lebens.“ Dialog aus „Age of Ultron“, Avengers 2

Solange man sich also innerhalb des konventionell-ideologischen Entscheidungsraumes bewegt, verbleibt man im Alten. Das Alte geht von seiner Bedeutung her jedoch zu Ende.

Bis auf die konsequent einzuhaltende Entscheidung zwischen für oder gegen das Leben, ist das auch schon die bedeutungsvollste Entscheidung.

Das übliche „Staatsgehuddel“ kann man sich mit dieser Entscheidung ersparen, da der Mensch keiner hierarchischen oder fremdbestimmenden Ordnung unterliegt, noch irgendwelchen Gesetzgebern, ihren künstlich geschaffenen Regelwerken mit ihren Handlangern – ebenso wenig gehört er zur Gruppe ihrer Anbeter.

Wenn also ein „Ei gelegt werden soll“, dann richtig, nicht nur durch übliche Verdrängungskonzepte, wo man sich alsdann wieder darüber streitet, welches Gestern das „richtige“ sein soll.

Um es so auszudrücken: Alles was sich durch Beibehaltung von Gestern zum Ausdruck bringt, kann sich getrost davon verabschieden. Es sei denn, es wird noch zu seiner Infragestellung benötigt. Da unterscheiden sich BRD nicht von DR oder sonstigen Betreuungsstrukturen.

So am Rande: Der bürgerliche Tod ist ein Mechanismus, um aus dem System herauszukommen.

„Der so Bestrafte lebte zwar physisch weiter, rechtlich wurde jedoch sein Tod fingiert und er somit als natürliche Person eliminiert. Dies umfasste beispielsweise neben dem Verlust jeglichen Eigentums und der Annullierung einer bestehenden Ehe auch den Verlust der Geschäftsfähigkeit. Bei Rückkehr aus der Gefangenschaft stellte das Postliminium oder Ius postliminii die alte Rechtsstellung des Rückkehrers wieder her.“ Wikipedia

Dazu sind einige Begriffserläuterungen notwendig. Bestrafung und Belohnung sind zwei Methoden aus der alten Ordnung, um so die Fremdbestimmung und ihre Aufrechterhaltung gegenüber einem Untergeordneten zum Ausdruck zu bringen.

Der Verlust des Eigentums ist kein wirklicher, hat man erst einmal erkannt, dass „Eigentum“  und „Besitz“ nur erfunden wurden, um aus der so entstandenen „freudigen“ Abhängigkeit, dadurch die Unterwerfung des Eigentümers zu ermöglichen.

Die „natürliche Person“ ist der Mensch in der Rolle als Rechtssubjekt. In der Regel als Rechtssubjekt der Fremdbestimmung durch die Autorität und ihre Regelwerke – letztlich ihrer Machtstellung.

Macht begegnet man dabei nicht mit Macht – also nach ihren Regel – sondern indem man ihre Grundlagen logisch(!) in Frage stellt und im offenen Raum manifestiert. Die Frage ist dabei eindeutig: Weiter Fremdbestimmung oder hin zur Selbstbestimmung? Nach dieser Entscheidung, die man konsequent einhalten sollte, begibt man sich auf den eigenen Weg.

Was es dazu braucht? Mut.

„Wir wissen nie, wie groß wir sind.
Erhebt Euch, Mann und sagt.
Drauf unser Körper wie geplant,
hoch in den Himmel ragt.

Von Heroismus reden wir,
als wäre er normal.
Doch krümmte uns die Angst,
wenn stünd das Königsamt zur Wahl.“
Emily Dickinson

P.S. Die Fragen lauten nicht, wer an der Situation „schuldig“ oder „verantwortlich“ ist oder wer der Lügner und was die Wahrheit ist, da diese Fragen nur das Karussell der Beschäftigung antreiben und nicht weiterführen, da sie von der Bedeutung her nebensächlich und nur vom üblichen Denken angetrieben sind. Denn sind das alles Fragen, die den eigenen Entwicklungsprozess außen vor lassen, worum es jedoch hauptsächlich geht.

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