Eine Runde „Pontifexen“?

Der Geist ist schon recht erfinderisch, wenn es darum geht, in so manchen Situationen eine Lösung zu entwickeln. Und wenn man sich den Wandel anschaut, scheint es so, als ob man gewohnte Inhalte nur gegen andere austauschen bräuchte, und damit wäre die Sache auch schon geregelt.

Dass es in diesem Wandel jedoch um Grundlegenderes als Inhalte geht, darüber scheint sich kaum jemand darüber Gedanken zu machen.

So erschöpft sich „Grundlegendes“ meist in Form von „Verfassungen“, „Rechtsinhalten“, rechtlichen Nachweisen und Diskussionen über die eigene Existenz, „Staatsgebilden“ und der Anerkennung „anderer Vorgesetzter“ mit ihren Posten und Titeln.

Denn auf diese Weise ist eine zumindest glaubens-vertragliche Gleichschaltung gewährleistet. Dabei ist es nicht viel anders, als man sich der Zugehörigkeit willen ein Mal verpasst.

„Ich darf“ zählt innerhalb eines staatlichen Kunstobjektes mehr, als ein „ich bin“.“

„Das darfst du so denken.“

Mittel der Selbstablenkung und Verdrängung. Das alte System beruht auf dem Konzept der Verdrängung.

Verdrängung der eigenen Bewusstwerdung, Vernunft, Verantwortung und innerer(!) Selbstwertgebung, hin zu Fremdwertschätzung, Fremdliebe, Fremdvertrauen, Fremdwertgefühl und letztlich der belohnten(!) Fremdbestimmung.

„Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.“ Gebrüder Rothschild, 1863

Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.“ Mayer Amschel Rothschild

An dieser Stelle sei gesagt, dass es nicht damit getan ist, hier nur gewohnt klagen und jammern zu wollen. Ebenfalls ist gewohnter Widerstand bei der Entwicklung von Lösungen nicht gerade dienlich, weil er nur Ausdruck des eigenen „Ichs“ darstellt, sich nicht ändern zu wollen.

Zum gemeinsamen Widerstand aufzurufen, ist lediglich ein Mittel, die bestehenden Verdrängungskonditionierungen einer interessierten Masse triggern zu wollen, während der Hörer gerne seine eigene Meinung, von seinen Auserkoren hört.

„The holy Klageliedchen.“

„Wenn man früher gejammert hat, wurde man noch dafür getröstet und es gab ein Bonbon.“

Was im Allgemeinen als Matrix bezeichnet wird, liegt in Form von Konditionierungen vor.

Das da draußen, ist lediglich die im Außen vorgefundene Spiegelung dieser inneren Denk- und Verhaltensmuster des Einzelnen – ob er sich darüber erzürnen mag oder bereits lange ernüchtert resigniert oder belohnt „resigniert“ hat.

Das man mit neuen „Staatsbezeichnungen“ nur den gewohnten Verhaltensmustern „auf den Leim geht“ und versucht, eine Hülle bauen zu wollen, unter der jeder „gleichgesinnt“ werden soll, fragt sich kaum jemand, warum es im Kern wenig Sinn macht, wieder nur eine neue parasitäre Struktur der Fremdbestimmung aufbauen zu wollen.

„Zeit das Wasser in Wein zu verwandeln.“

Wie man es auch drehen und wenden mag, „funktioniert“ der Mensch solange nach seinen Konditionierungen, wie er sie nicht hinterfragt. Dazu dient das Außen, um dies im Inneren zu erkennen.

„Man bewirkt niemals eine Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, schafft man neue Dinge oder geht andere Wege, die das Alte überflüssig machen.“ Buckminster Fuller

Das ist auch der Grund, sein eigenes Ding zu machen. Dies im Sinne eines natürlichen Lernprozesses und nicht nur gewohnt, um ein neues Fürstentum ins Leben zu rufen, wo es inhaltlich doch wieder nur um Besitzstandswahrung, -sicherung und -verteidigung geht. An dieser Stelle findet sich viel Umdenkpotential.

Die Aufgabe besteht darin zu erkennen, worum es eigentlich – besser: worum vordringlich geht: Sich selbst eine neue Verfassung geben zu wollen. Selbst meint in diesem Sinne: der Einzelne sich selbst. Denn die einzige „Verfassung“ die gültig kein hat, beruht auf den Konditionierungen der Masse und ihren Konventionen.

Man kann eine „neue Welt“ nur gestalten, wenn man die eigenen(!) Programmierungen in Frage stellt.

Denn bei allem, was in den letzten paar Jahrtausenden so traktiert wurde, war der erfinderische Geist des Menschen nur damit beschäftigt auf Basis seiner gewohnten Konditionierungen, nur neue Inhalte, sowohl verstandesgemäß wie auch materiell zu schaffen.

Und in diesem Wandel geht es nicht einfach darum, eben mal eine Regierung gegen eine andere auszuwechseln oder einen neuen Monarchen seine Ehrerbietung darzubringen oder wieder „irgendetwas mit Bart“ anzubeten. All das geht zu Ende!

Alles Alte und Überholte filtert sich bereits von selbst aus und das regelt sich ganz von selbst. Seine Bedeutung verändert sich zu: wie es bisher nicht funktionierte (Es war nur eine Schule.).

Und der gewohnte Denker, ist dabei nicht selten der Meinung, eine Meinungsunterdrückung wäre persönlich gegen ihn gerichtet.

Es gilt grundsätzlich über die gewohnte Feindbildprojektion hinauszudenken!

Noch zu viel wird in „gegen“ gedacht und gemeint. Das lässt die Akteure in ihrer eigenen Bratensoße schmoren. Selbst wenn man sich trifft und über Themen austauschen mag, die dann wieder gemeinsam benickt werden und doch sich nur gewohnt um Inhalte drehen.

Erstaunlich dabei ist, dass mir hier und da das eigentliche Thema der prinzipiellen Infragestellung zugetragen wird, dass also sinngemäß eine Infragestellung der Denk- und Verhaltensmuster notwendig ist, jedoch von jenen nach außen in den offenen Raum nur das gewohnte gepredigt wird (Das führt dazu, dass sich die Akteure schleichend selbst unglaubwürdig machen und an Bedeutung verlieren.).

Solange bei „Lösungen“ hierarchische Organisationsstrukturen entstehen die sich aus entsprechenden Verhaltensmuster heraus entwicklen, dreht man sich fleißig im Alten, wo ignoriert und nur auf Gewohntes geschaut und daran festgehalten wird, in der Hoffnung, es würde sich nochmals realisieren, verweilt man im Kreisverkehr.

All das mag sein, denn der Wandel beinhaltet ist auch eine Art Filterfunktion, die über die gewohnte Vorstellung hinausgeht, dass ein mehrheitlich orientiertes Festhalten an einem Thema aus dem Gestrigen irgendwann noch mal Gültigkeit erlangt.

Okay. Zumindest Gültigkeit dahingehend, wie es nicht funktioniert.

Im Dezember hatte ich Kontakt zu einer Gemeinschaft, von der ich hörte, sie würde sich bereits mit dem „Neuen“ beschäftigen.
In Fulda angekommen, tauschte ich mich mit einem Bekannten aus, der mir das in der Gemeinschaft „Weitgedachte“ darüber hinaus noch bestätigte.
So ging ich ins Netz und schaute mir die entsprechende Webseite an und was fand ich? Das Gewohnte – was weitere Recherchen bestätigten.

Mich wundert bei allem, dass man „intern“ anders spricht, als im offenen Raum.

Was hält die Menschen davon ab, mal das auszusprechen, was ihre Anhängerschaft nicht gewohnt ist zu hören?

Es hat es etwas mit Meinung zu tun und so mancher vertritt lieber eine sichere Mehrheitsmeinung, als sein eigene, da ein ausgegrenzt zu werden stets mitschwingt. Das wiederum ist ein Signal für eine gut funktionierende Konditionierung und wirksame Fremdbestimmung.

In einem anderen Fall, der mir heute beim Überfliegen des Netzes aufgefallen ist, ist eine Aufforderung, sich die Welt mal so vorzustellen, wie sie sein soll.
Schaut man aus dem Fenster, müssen vor vielen Jahren andere schon darüber nachgedacht haben.

Es macht wenig Sinn, sich eine Welt da draußen vorstellen, wenn im Inneren das zu finden ist, beibehalten wird, was sich aktuell im Außen widerspiegelt.

Gestern bleibt gestern. Seine Bedeutung im Fokus der Bewusstwerdung (natürlicher Lernprozess) zu setzen, lässt die Bedeutung des Vergangenen verändern.

„Das Leben kann nur in der Rückschau verstanden werden, muss aber in der Vorschau gelebt werden.“ Experimenter

„Man könnte sagen, wir sind Marionetten. Aber ich glaube, wir sind Marionetten mit Wahrnehmungsvermögen – mit einem Bewusstsein. Manchmal können wir die Fäden sehen – und vielleicht ist dieses Bewusstsein der erste Schritt zu unserer Befreiung.“ Stanley Milgram, Experimenter

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