Fass…

Bei den vielen, nicht selten emotional dargelegten Informationen und Situationsdarstellungen, neigt man nach einer gewissen Zeit dazu, diese „hinter sich lassen“ zu wollen, da sie im Kern nur eines bewirken. Sie konfrontieren den Leser mit erheblichem Energieentzug, setzen einem nur „Flöhe in den Kopf“, so dass er selbst weiterhin in der Polarität, Problemwälzung, Schuldzuweisung und Bemitleidung verbleibt. Gerade dies führt nicht selten zu den üblichen, unsäglichen Diskussionen, die nichts anderes bedeuten als:

„Ich will Aufmerksamkeit für mich und mein Problem. Und wer nich tfür mich ist, ist gegen mich.“

Einhergehende Lösungsansätze beschäftigen sich dann in der Regel mit möglichen, meist oberflächlichen Beschuldigungen und Angriffen der „Verursacher“, Aufruf zum „Gemeinsam sind wir stark“ oder mit fortwährendem Veröffentlichen von Lösungswunschgedachtem nach gewohnter Manier und Antriggern der konditionierten Massenunsicherheit mit Wehklage- und Kampfparolen (andere müssten, sollten, würden oder könnten…).

Das kann man sich getrost sparen, auch was die Zeit bedeutet und sich seinen naheliegenden und greifbaren Themen widmen. Denn was nutzt das Wehklagen, wenn man nichts machen kann. Ein gewohntes Verhalten, dass entfernteste wahrgenommene Problem zuerst lösen zu wollen.

„Wunschdenken ist jener Prozess, wo der eigene Einfluss auf das Erdachte an den wesentlichen Faktoren nicht in den eigenen Händen liegt, wenn es um die Erreichung eines Ergebnisses geht.“

Nun mag es Themen geben, die sich aus Beziehungsbelastungen heraus ergeben, wie Herausnahmen von Kindern aus Familien oder Vernichtung von Existenzen. Das ist auf den ersten Blick eine Katastrophe, verbunden mit einem inneren Ausnahmezustand. Dieser Umstand liegt an einer alten, gesellschaftlich vereinbarten Konditionierung (Konvention), dass man das Göttliche in sich ablehnt und sich so kein Vertrauen in einem selbst entwickelt, was einen zur Ruhe und Beschaulichkeit kommen lässt.
Denn gerade das wirkt sich auf das weitere Handeln aus – auf dem Weg zu einer neutralen Sicht- und Handlungsweise.

Neutrale Kommunikation ist der parteiergreifenden Kommunikation übergeordnet und erweitert die Sichtweise im Sinne vernunftvollem Denken und Handelns, statt sich gewohnt in massenkonditionierter Polarisation und Aufstachelung zu präsentieren.

„Wie ist denn die Lage?“ „Die Lage ist ernst.“ „Ernst, noch eine Lage.“