Kurzes zum Schreiben

Mir geht’s zwar nicht mehr so mit der Behördenschreiberei und es ist geschickterweise auch nichts mehr zu erwarten.

Dennoch klimpert man hin und wieder so das eine oder andere Brett für einen Kollegen, wenn es ums „Recht (haben)“ geht. Als ich die Tage ein Schreiben an die Polizei „zusammenfippste“, da die sich über eine Ordnungswidrigkeit beim meinem Kollegen Werner zu mokieren schien, hatte es dahingehenden Erfolg, dass die Polizeibediensteten das abgelehnte Angebot einfach an die Stadt weiterreichten.

Die schrieb sogar, dass das Angebot der Polizei ja bereits abgelehnt worden war und man ein neues Angebot in Form des gewohnt anonymen Maschinenschreibens vorlegte.

Beide Schreiben enthielten einen interessanten Passus:

„Die Verwarnung wird nur wirksam, wenn Sie die Zahlung innerhalb einer Woche ab Zahlung dieses Schreibens leisten.“

Wir entscheiden uns dahingehend und beließen es in beiden Fällen mal bei einer kostenlosen Verwarnung und Anhörung. Natürlich mit entsprechender, jedoch kurzer und knackiger Rechtsaufklärung. 😀

Dabei kam noch ein weiterer Gedanke auf: Man schickt das Schreiben an mehrere Personen, die in die Sachen involviert sind oder in diesem Fall werden und fügt einen entsprechenden Verteiler unten dran.
Auf diese Weise kann keiner sagen, er hätte von dem Vorfall nichts gewusst und so holt man auch so manchen Oberbürgermeister, Bürgermeister, die Behördenakteure und die Polizei (Hallo, Jungs und Mädels!) nochmals wissentlich mit ins Boot.

Das kostet zwar ein bisschen mehr Porto, aber man hat die Akteure alle gleichzeitig angeschrieben. Und der Vorfall ist somit allen bekannt. Sollte das eine oder andere Thema also weitergehen, weiß man offiziell, dass alle in einem Boot sitzen und man selbst hat nun auch die offizielle Bestätigung.

Man positioniert sich so weitaus besser, stets mit einem Lächeln, als wenn man eine verwichste und verhasste Privatshow gegenüber einer Person veranstaltet, die in der Regel auch das Schreiben verschwinden lassen könnte.