Mal wieder: Gestaltung wirksamer Strukturen

Zunächst mag ich einen Einblick in eine Situation geben, die sicher dem einen oder anderen vielleicht sogar den meisten vom Prinzip her bekannt vorkommt.

Betrachtet man sich mehrere Sachen im Einzelnen und obwohl alle für sich alleine funktionell erscheinen und dies in der Regel auch sind. Frohen Mutes macht man sich an die Vorstellung, das muss doch auch alles zusammenpassen. Doch alsbald mag man sich die Haare ausreißen, wenn man den Versuch unternimmt, diese einzelnen, für sich funktionierenden Elemente zusammenbringen zu wollen.

„Aber das muss doch funktionieren! Ich will das so.“

An dieser Stelle entpuppt sich die Vorstellung, es genüge lediglich alles „Positive“ in einen Gedanken- oder Versammlungsraum stellen zu wollen, als gelernter Irrglaube. Der Grund, warum viele Projekte zum Scheitern verurteilt sind. Das gilt sowohl bei dinglichem Zusammenfügen wie auch bei gruppenorientiertem Zusammenwirken. Was letztlich das Gleiche ist, da auch die Wirksamkeit in der Gruppe eine sachliche Orientierung vom Einzelnen zu seinem Thema im Kontext des Themas der Gruppe an sich erfordert.

Das wiederum bedarf einer harmonischen Abstimmung zwischen den Themen des Einzelnen und denen der anderen Gruppenteilnehmer auf der sachlichen Ebene der Aufgaben und Wissensorientierung, sonst funktioniert das Ganze (auf Dauer) nicht. Erst auf diese Weise entstehen an den Schnittstellen die thematische Übergänge und wirksame Synergieeffekte – lose Teile fügen sich so ganz langsam zu einem wirksamen größeren Ganzen zusammen.

„Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile.“

Die dazu notwendigen Grundlagen bilden die kosmischen Prinzipien, wo wir in der einfachsten Form den bedingungslosen Fluss aufgaben- bzw. prozessorientierter Informationen finden – vereinfacht ausgedrückt.

Das mag nun etwas „abstrakt“. Das liegt in der Regel daran, dass man sich selten mit jenen Strukturen im Detail auseinander zu setzen versucht, gerade weil das Denken in zusammenhängen und Wechselwirkungen erfahrungsgemäß wenig verbreitet ist – jedoch, was verwunderlich ist, bei der Entwicklung von Lösungsmustern zwingend erforderlich ist.

Vereinfacht ausgedrückt ist Harmonie ein Zustand abwesender Bedingungen und Behinderungen und beginnt beim kleinsten Prozess zwischen Geben und Empfangen.

Das betrifft im Kern jede Art von Organisationsform, ob man eine Webseite entwickelt, einen Kuchen backt, eine Maschine konstruiert, den Garten „auf Vordermann bringt“, einen Brief verfasst, ein Unternehmen neuorientiert oder regionale Versorgungsprozesse und Geldsysteme gestaltet – selbst Informationen an sich. Denn Informationen heißen so, weil sie eine bestimmte Struktur und „Form“ besitzen. Wie das Puzzleteil im größeren Ganzen – im Verbund, im Kontext eines größeren Ganzen. Siehe nachfolgendes Beispiel:

Wo langsanfte Lippen Mundwinkel berühren,
leises Atem die Wange streift, sich wirbelnd im Ohr verfängt,
Raum und Zeit im Jetzt einander begegnen,
folgend eine Unendlichkeit flüsternder Worte,
in ruhenden Händen leuchtendes Antlitz.

Erlebtes.

Um was es eigentlich geht, steht mit keinem Wort beschrieben.

Warum so mancher nichts „Konkretes“ oder gar „Greifbares“ darin zu erkennen mag, liegt meist an der Tatsache, dass er gewohnt ist, seine Denkweise an Dingen und Teilen und scheinbar unabhängig voneinander existierenden, nicht selten pressierenden Problemen auszurichten weiß – meist auf der Suche nach einer „schnellen“ Lösung, die bei näherer Betrachtung nur eine Kaschierung des Problems zu Folge hätte.

Es macht auch keinen Sinn, sich einzelne Dinge und Gedanken aus dem „Ganzen“ auch hier in den Texten herauszunehmen (zu kopieren), isoliert zu betrachten und für sich anzuwenden. Es würde nicht funktionieren. Es erfordert vom Anwender ein Umdenken, damit auch ein wirksames Handeln daraus entstehen kann.

Zu einigen charakterlichen Eigenschaften gehören beispielsweise Achtsamkeit, Feingefühl und Demut.

Siehe auch: Was die Welt(anschauung) im Innersten zusammenhält… oder wie man sie auf den Kopf stellt