Signale aus dem System

Wer seine Meinung heute selbst(!) nach außen vertritt, kann sich über die Möglichkeit des Internets mehr als nur freuen, da auf diese Weise eine wunderbare Meinungsvielfalt entsteht, mit der man den Stand einer Gesellschaft und ihrem Wandel erfahrbar abbilden kann.
Auf der anderen Seite gibt es so manche, die gar keine Entwicklung erkennen. Das ist natürlich heftig.

So ist es wiederum (nicht) verwunderlich, wenn so manche Meinung wieder „verschwindet“. Manchmal macht sich bei mir so der Gedanke breit, dass auch die „Zensoren“ das eine oder andere Gehetzte und Geheule langsam satt haben.
Auf der anderen Seite wird sich im Kreise gedreht, wenn außenorientiert nur die Meinung akzeptiert wird, die der eigenen Entspricht, an der sich in der Regel selbstisoliert festgehalten wird.

So manchem scheint noch nicht aufgefallen zu sein, dass das Alte mittlerweile „schiebt“ und auf der anderen „gezogen“ wird, während dazwischen sich der Großteil Masse träge von „Alt-A“ nach „Neu-B“ bewegt.

„Die Mehrheit wird sich dann ändern, wenn die Angst vorm Alten größer ist, als die Angst vorm Neuen.“

Wenn das nun alles „Affenscheiße“ sei, darf das auch so gedacht sein.

An dieser Stelle kann ich für mich sagen, dass es nichts mit Wahrheit zu tun hat, nur die anderen als Lügner bezichtigen zu wollen. Mir genügt diese Herangehensweise nicht. Denn es hat einen Sinn, warum es die Lüge (als etwas, was nicht funktioniert) gibt, damit man selbst darüber nachdenkt (jener Prozess, der über das gewohnte Verdrängen (Problem hier, Schuldige dort, Lösung: … muss weg!) hinausgeht.

Zudem ist erkennbar, dass jeder seine eigene Aufgabe hat, also es eine für jeden gültige „Standardlösung“, die man eben mal schnell kopieren kann, wenn man nur lange genug wartet, unwahrscheinlich ist.

Man kann das, was nicht funktioniert, bekämpfen oder jeden Tag wiederholend darlegen (was dadurch nur die beibehaltenen Denk- und Verhaltensmuster repräsentiert) oder den Gehirnskasten in Aktion bringen.
Und nicht alles, was sich noch so toll anhören mag, ist im Sinne des Wandels auch brauchbar, weil es sich nicht selten innerhalb der Konventionen, Konditionierungen sowie Denk- und Verhaltensmuster und damit verbundener gewohnter(!) Sichtweisen bewegt. Doch wer will das schon gerne hören?

Ich bin vordringlich für mich und auf diese Weise lann ich mir sehr viele Gedanken den ganzen Tag machen und abwägen. Das liegt auch daran, da ich an zwei konkreten Dingen bewusst arbeite, die sich das „Problematische“ zum Anlass nimmt, um dann sachlich und lösungsorientiert auf einer Zielebene zu landen, bzw. zwischen einer gegebenen Meinung und dem eigenen Ziel eine Brücke zu bauen. Das wiederum bedeutet Veränderung.
Es geht nicht darum den offenen Raum mit Einzelmeinungen zu füllen, sondern aus der Gesamtheit ein zusammenhängendes Bild und damit verbundenes Gesamtverständnis zu entwickeln. Dazu ist es notwendig konstruktiv vorzugehen und nicht wie gewohnt: nur einer hat recht.
Das setzt wiederum voraus, dass man auch bereit ist, größere Überschriften zuzulassen.

Zwei gegensätzliche Meinungen finden unter dem Aspekt des „Kategorischen Imperativs“ zusammen, was wiederum eine nach vorwärts gerichtete und lösungsorientierte Vorgehensweise darstellt, die über die gewohnte Sicht und Vorgehensweise hinausgeht, dass gesten alles besser gewesen sein soll.“

Und im Alten wurde nur gelernt, wie es nicht funktioniert.

Auf Facebook: „Merkel muss weg!“ 50 mal „Gefällt mir“, 20 Freundschaftsanfragen und 8 mal geteilt“. „Der Mensch ist in der Aufgabe, sich in dieser Zeit für die Neue Zeit selbst zu entwickeln.“ 3 „Gefällt mir“.

In der Tat ist das Zweite das Wichtigere, was dann dafür sorgt, dass Ersteres sich dadurch von selsbt regelt. Die Mehrheit bewegt sich gedanklich jedoch noch in der alten Ordnung und das bedeutet für sie automatisch Betreuung.

„Das Leben kann nur in der Rückschau verstanden werden, muss aber in der Vorschau gelebt werden.“ Experimenter

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