Vom Trivialisieren nicht-trivialer Systeme – Teil1: Über das Denken

Ein kollektiv toleriertes und akzeptiertes Weltbild, wie wir es aktuell vorfinden, speist seine Existenz aus der Vorstellung, man habe es mit einer Welt der Dinge und Teile zu tun. Damit „groß“ gewordene Akteure empfinden es auch als vollkommen normal, Probleme dort lösen zu wollen, wo sie auftreten.Dieser Sachverhalt und damit verbundenes Denken und Handeln, formte die letzten 2.500 bis 3.000 Jahre unsere „Beziehung zur Umwelt“ und in der Vorstellung zunehmender Mechanisierung und dem Grundprinzip: Das „Ich“ sei getrennt von der Welt – der Mensch im Zentrum allen Denkens und Handelns, im Irrglauben, er könne die Verantwortung verschieben.

So formulierten Menschen wie René Descartes und Isaac Newton Grundsätze, die uns als globale Gesellschaft auf eine kollektive Irrfahrt mitnahmen, die dringender Korrektur bedürfen: Dass das was wir zu erkennen glauben, sei bereits alles, was es „gibt“ – was ist.

Wittgenstein formulierte in seinem „Tractatus“ diese Gedanken:

  • 1 :   Die Welt ist alles, was der Fall ist.
  • 1.1: Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge.
  • 2:    Was der Fall ist, die Tatsache, ist das Bestehen von Sachverhalten.
  • 2.1: Die Tatsachen begreifen wir in Bildern.

Diese Gedanken aufgreifend, lassen Sie uns nachfolgende Fragen zum Nachdenken formulieren:

  • Was ist eigentlich Denken?
  • Wie kann man Denken „überdenken“? Also das geistige Werkzeug so begreifen, um eine andere Art der Denkweise und damit verbundener Wahrnehmung und Handlungsmuster zu entwickeln?
  • Welchen Sinn macht es darüber nachzudenken? Was hat man davon?
  • Was macht den anderen Denker anders?
  • Warum von „Sicherheit“ sprechen zu wollen, wenn sie nur ein Konstrukt unseres „Ichs“ ist und welche Rolle spielt damit Angst?
  • Wie kann man den damit verbundenen Anpassungs- und Erkenntnisprozess von einem zum anderen „Denken“ beschreiben? Geht das überhaupt?
  • Was bedeuten Wahrnehmung, Bewusstsein, Beobachtung?
  • Stehen unterschiedliche Denkweisen miteinander in Verbindung?
  • Wie lassen sich aus dem Erkannten wirksame Verhaltens- und Handlungsmuster ableiten und warum der ganze Zinnober hier?

Ihnen, liebe Leser, eine wunderschöne Woche. Als Tipp: In den Antworten finden Sie auch das erste Teilsystem des Lösungsmusters zu den mehrheitlich wahrgenommenen Problemen, mit denen wir uns als Gesellschaft gerade ausgiebig beschäftigen.

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