Von einem wahrhaft souveränen Staat

Vorab ein Gedanke. Der Begriff „Staat“ definiert die Art und Weise, wie sich Menschen/Personen zueinander organisieren. Konventionell-traditionell wird dieses Miteinander, die Ordnung, genauer gesagt die Organisation durch Verfassung, Gesetze und Verordnungen geregelt.

Im klassischen Sinne wird in einem Atemzug dann auch von Legislative, Exekutive, Judikative und Verwaltung gesprochen – wie gesagt – im klassischen Sinne. Und wenn darüber hinaus dann noch von „souveränem Staat“ gesprochen wird, steht so manches Patriotenauge sehnsuchtsvoll unter Tränen.

Was ist ein souveräner Staat und was macht ihn im Kern aus?
Schaut man sich das mehrheitlich weltweite Verhalten an, so kann man – aus Sicht der Verantwortung, als Kernelement der Souveränität noch nicht einmal von den wenigen verbliebenen souveränen Staaten von solchen sprechen.

Denn solange jemand gewählt wird, der etwas regeln soll, gibt der Wähler seine in ihm ruhende Verantwortung, Vernunft und Fähigkeit zur Gestaltung an der Urne oder wie auch immer man den Behälter nennen mag, ab. Und damit auch seine eigene Souveränität. Sie ist das, was den Menschen zum Menschen macht.

Jener schafft und unterstützt mit seiner Entscheidung bei der Wahl alle Strukturen die sich letztlich als Hierarchien wieder manifestieren und jene Auswüchse wieder in sich tragen, mit denen wir es die ganze Zeit bereits zu tun haben.

Meist wird das Ganze getragen von Enttäuschung und Wahl von anderen, die es nun regeln sollen und der Verdruss nimmt weiter zu. Es sind nicht die „Anderen“, denn das Problem beginnt bereits mit der Wahl. Gleiches gilt für jene, die derartige Strukturen nutzen wollen, im Wunschdenken damit eine Veränderung herbeirufen zu wollen. Denn das geschaffene Problem ist die Hierarchie, als eine die Trennung immanent erzeugende Organisationsform.

Jetzt werfe man einen Blick auf jene Staaten, die sich Freiheit und Souveränität auf den Staatsleib schreiben.

Wir auf diesem Boden haben eine ernsthafte Aufgabe, wieder einen Art „souveränen Staat“ ins Leben zu rufen. Das geht allerdings nicht, wenn wir uns wieder den traditionellen Gepflogenheiten und Verhaltensmuster hingeben und letztlich nur das Alte wieder neu erstehen lassen in alter Form.

Wenn wir in auf diesem Boden bereit sind in der Welt etwas Wahres bewegen zu wollen, überschreiten wir diese weltweite Vorstellung von „souveränem Staat“ indem wir den Weg über die Souveränität des Einzelnen gehen, wie es bereits viele Menschen vorleben.

Denn aus souveränen Menschen, erstehen souveräne Gemeinschaften und vielleicht auch souveräne Staaten – echte und nicht nur Scheingebilde, in denen sich die unverantwortlichen hinter einer künstlich geschaffenen Mauer der Hierarchie und des Alten verstecken. Jene, die nur wieder Kindsein ausleben wollen, fernab von Vernunft und Erwachsensein.

Dann haben wir etwas in der Welt erschaffen, was alle ebenfalls erlangen wollen und dass mögen wir allen mitteilen. Und was das darüber hinaus bedeutet, mag jeder einmal darauf herumdenken.

Das Alte zwingt man nicht in die Knie, denn man macht einfach das Neue. Und wer sich in der Rolle des Beschützers seiner Schäfchen sieht, nährt nur das Alte und verhindert, dass jene in die Verantwortung kommen.

Ihr wisst nun, was unsere eigentliche Aufgabe in der Welt ist – und sie ist erstrebenswert.

Ich mag diese Zeit und es gibt viel miteinander zu tun.

P.S. Sich wieder nur auf klassiches Recht und Verfassungen berufen zu wollen, ist ebenso überflüssig. Denn man muss nur wissen, welche Prinzipien wirklich gelten und das sind nicht die, die man uns in der Vergangenheit gelehrt hat. Denn da ging es noch darum, das Alte weiter aufrechterhalten zu wollen.

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