Was ist Deutschland?

(V1.0) Nicht selten wird in der Aufklärerszene dazu aufgerufen, sich gegen die aktuell zuspitzende Lage zur Wehr zu setzen, denn „Deutschland“ würde verfallen, man müsse zusammenstehen und endlich handeln. „Handeln“ wäre demnach genau was? Und wer ist mit „man“ genau gemeint?

So zwischendurch: Es ist mir sehr recht, wenn die Texte mit den Überschriften so bleiben, wenn sie auf anderen Blogs genutzt werden. Ich habe mir dabei etwas gedacht.

Im Grunde genommen kann „man“ mit den Aussagen recht wenig anfangen, geschweige denn, wenn für gewöhnlich wieder nur an den Symptomen herumlaboriert wird, sieht sich der gewohnte Denker früher oder später wieder nur mit „Abstufungen von Verdrängungskonzepten“ konfrontiert, die in der Regel zu nichts führen – außer Beschäftigung.

Gewohntes Handeln definiert sich durch gewohnte Verdrängungskonzepte, ein gesellschaftlich anerkanntes Verhalten, dem man in der Regel nur sehr schwer auf die Schliche kommt – denn es ist ja „normal“.

So fällt das Gewohnte dem Denkprozess zum Opfer und dem Aufgerufenen bleibt…

Dabei macht es Sinn, das Bedürfnis des fortwährenden Sammelns von Unsäglichkeiten nach seiner Ursache zu hinterfragen. Ein Glück, ist „man“ auch in dieser Situation nicht alleine. Es gibt noch andere, denen es ja nicht viel anders geht. Jedoch führt auch diese Haltung zu keiner brauchbaren (nachhaltigen) Veränderung. Wahrscheinlicher ist, dass sich die „Waschmaschine“ erst noch schneller drehen muss – ein Filterprozess.

„Heulen und Zähneknirschen.“

„Asgard ist nie ein Ort gewesen, es ist das Volk.“ Thor, Ragnarök

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ A. Einstein

Um es so auszudrücken: Auch wenn es noch so gewohnt erscheint, handelt es sich bei „Deutschland“, wie bei jedem anderen Land, nur um eine Fiktion – ein Gedanken- und Glaubenskonstrukt, an dem wie bei jedem anderen Land, daran festgehalten wird – weil es ja schon „immer“ so war und andere das ja auch tun.

„BRD trifft Deutsches Reich – oder: Fiktion trifft Fiktion“

Ein Neandertaler zum anderen: „Gestern war alles besser.“ „Was ist denn „gestern“?“

Im Grunde genommen macht sich kaum jemand wirklich die Mühe, weit nach vorne zu denken. Privat und unter vier Augen schon – jedoch nciht im offenen Raum. Gegenseitige zur Schau stellen und Abkopieren von Unsäglichkeiten sorgt so für eine zähflüssige Entwicklung.
Die Meinung der Masse ist der sichere Hafen gegen den Sturm der Ausgrenzung unter den Gleichgesinnten.

Wir haben es jedoch mit einem Paradigmenwechsel zu tun. Der Akt besteht nicht darin, „Schlagsahne“ gegen „Schlagobers“ auszutauschen und dann hat sich der Fall.

Der Kopf ist jener Ort, wo es nicht regnet, dort kann man immer was tun – gerade weil so viele davon ausgehen, „es“ müsse sich endlich „etwas“ ändern, siehe: „Esau-Segen“.

Kaum jemandem ist gewahr, dass er sich noch unhinterfragt in den Fängen seines eigenen „Ichs“ (im Modus der alten Ordnung („das System“)) befindet, was sein Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Handeln maßgeblich beeinflusst. Und er wird auch kaum jemanden traffen, der ihm etwas anderes erzählen wird – weil sich „alles“ ändern soll, während insgeheim alles so bleiben soll.

Der Akt der Befreiung geschieht durch die Infragestellung jern den Menschen beeinflussenden Denk- und Verhaltensmuster, wofür das im Außen wahrgenommene Szenario im Grunde genommen gedacht ist.

So entpuppt sich die Riege der Aufklärer selbst als eine weitere Institution des Systems, während sie kollektiv übersieht, auch ihre eigenen Sichtweisen (beeinflusst durch ihr „Ich“) im Sinne der Neuen Zeit zu hinterfragen… wenn sie denn nur wüsste, was diese „Neue Zeit“ ist.

Die Aufklärer stehen vor einem offenen Scheunentor, während sie es selbst in der Hand halten, sich dem Neuen zuzuwenden, blicken sie vorwärts nach hinten und zählen gewohnt nur die Unsäglichkeiten des Tages auf – während sie sich gegenseitig(!) selbst in Schach halten.

Wie gesagt, die „Nummer“ fängt im Kopf an – besser: bei den Denk- und Verhaltensmustern.

Doch wer will das schon? Alleine kann man ja sowieso nichts machen, glaubt der Einzelne in der Mehrheit. Das liegt einfach daran, dass er in der Vorstellung lebt, „alle“ (anderen) müssten ja erst… Verdrängung. Das Beste ist dabei das Warten.

Im Grunde genommen, damit sich im Fall der Fälle weiter hinter der Anonymität der Masse versteckt werden kann, der gewohnt eine Bedingung („alle müssten erst“) vorgeschoben wird. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich ein Sauerstoffmolekül in Gold verwandelt.

Andere wiederum üben sich weiter in der Vermittlung meist innersystemischer Lösungsansätze, während dabei „geflissentlich“ übersehen wird, dass „das System“ etwas ganz anderes ist „in“ dem sie sich auch weiterhin „siegessicher“ zu bewegen versuchen. So mancher übt sich erkennbar in der „Volksbelustigung“.

Andere bedienen sich des Klagens, was bekanntlichermaßen noch einfacher ist, als über den gewohnten Tellerrand hinauszudenken. Das ist ja auch anstrengend.
Klagen ist, wie auch das Beschweren, Greinen, Jammern und Demonstrieren nur ein wirkungsloses Handeln, um im Kern den angestauten Leidensdruck ein Ventil verschaffen zu wollen.
Dieser Leidensdruck entsteht zwischen der Äußerung dass „sich“ endlich „etwas“ ändern muss und der privat-inneren Vorstellung, dass der Kelche der Veränderung an einem selbst vorbeigeht. Jedoch:

„Die Theorie besagt, dass die Sprache, die man spricht, das Denken prägt.“ Arrival, 2016

Ja, was ist denn „Deutschland“?
Es ist etwas, was sich zunächst(!) durch künstliche Abgrenzungen zum Ausdruck bringt und in dem z. B. deutschsprechende Menschen leben.
Das Land (politisch) dient als räumlicher Geltungsbereich für seine in ihm geltenden Gesetze – basierend auf dem positiven Recht. Nicht zu vergessen: Der Begriff „gilt“ ist wiederum auch nur ein Hinweis auf eine Fiktion.

Sicher mag „Deutschland“ noch mehr sein und drückt sich auch durch Kultur und ERZIEHUNG (gesellschaftlich tolerierte Auferlegung „bewährter“ Gleichschaltungsregeln unter der Zielvorgabe einer funktionierenden Obrigkeitshörigkeit) seiner Teilnehmer aus sowie seine geschichtliche Entwicklung und seine Errungenschaften – das, was also mal war.

Also. Wie sieht’s mit der Gestaltung von morgen aus? Immer noch darauf erpicht, mit dem Gestern das Morgen gestalten zu wollen? Wie gesagt, es fängt erst mal im Kopf an. Und am Tun kann man das dann auch sichtbar „prüfen“.

Neues ist „etwas“, was sich durch den Infragestellungsprozess des Bisherigen zunehmend offenbart. Es wird entdeckt! Es geht also nicht ums gewohnte Beibehalten und Wiederkäuen.

„Adliges Essen.“ „Was ist denn das?“ „Von Gestern.“

„Asgard ist nie ein Ort gewesen, es ist das Volk.“ Thor, Ragnarök

Um- und weiterdenken, das ist dass, was „Deutschland“ ausmacht – und nicht das Aufwärmen von alter Soße – egal, ob sie nun konservativ oder konservativer ist.

P.S. Es macht wirklich Sinn, sich nicht von Nebenschauplätzen ablenken zu lassen. Deutschland ist nicht seine Landschaften, sondern seine Denk- und Verhaltesnmuster, die es die Landschaften so betrachten lassen.

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