Woran ich mitarbeite (geänderter Titel)

Es ist schon eine Weil her, als ich das erste Mal die Frage nach der Rechtmäßigkeit von Gesetzen stellte, was für gewöhnlich die Frage anschloss, welche alsdann gelten würden.

Irgendwann in 2012 saß ich dann im Aufklärungsbüro und hielt wieder einmal einen „Beschluss“ von irgend jemandem in Händen, der – wie so viele andere – nicht unterschrieben war.
Als mein Kollege damals noch sagte: „Wir müssen sie zur Verantwortung zwingen“, schien mir sein Argument aus irgendeinem Grund nicht haltbar und so stellte ich die These auf, dass überhaupt niemand Verantwortung trägt.

Je mehr ich mich umschaute, entwickelte sich das Bild, dass es wenig nutzte, sich auf Recht und Gesetz als das übliche Mittel der Verteidigung zu konzentrieren und allem was damit im Zusammenhang steht.

So erlebte ich das Spektakel „Gelber Schein“ nur noch aus der Position des Beobachters, während um mich herum der „Gelbe Rausch“ mit all seinen Abenteuern herrschte.
Von alles „im Auftrag“ unterschrieben (sogar die Haager Apostille) bis hin zu engagierten Frauen, die gut ein paar Monate unterwegs waren, um sogar dafür noch alle Meldebescheinigungen vorzulegen, weil man ihnen das aufgetragen hatte, um den „Gelben“ zu bekommen. Es wirkte zunehmend absurd.

Bereits in 2012 stellte ich, in der weiteren Beschäftigung mit dem Schubäus Modell (Praxismodell für eine neue Wirtschaftsordnung) die Frage, welche Rolle und Eigenschaften der Mensch in einem der neuen Zeit angepassten ökonomischen System spielt. Ab da entwickelte sich langsam das Bild des Menschen der Neuen Zeit.
In sehr vielen Dialogen verifizierte ich die jeweils zusammengetragenen Erkenntnisse. Das Bild wuchs zunehmend an und schüttelte dabei mehr und mehr die vordringliche Aufzählung von Unsäglichkeiten als solche nicht nur ab, sondern sie wurden zu Hinweisen zum Umdenken und Infragestellung des Systems an sich.

Die Gespräche zeigten jedoch auch, dass sich kaum jemand darüber wirklich Gedanken zu machen schien und sich jene meist eine sehr oberflächliche Meinung zum Thema „Mensch und Ökonomie“ gebildet hatten.

Es stellte sich zudem als müßig heraus, mit jemandem darüber zu sprechen, der sich stets als Opfer sah und bei allen Gelegenheiten auch so verhielt.

Je mehr ich mich mit dem Menschen an sich auseinandersetzte, desto mehr wurde mir klar, dass er sich ein System geschaffen hatte, was ihm nun um die Ohren fliegt – ja, sogar fliegen muss.

Je weiter ich in meinen Recherchen voran schritt, umso mehr wurde mir auch klar, dass sogar die Aufklärerszene Teil dieses Systems war und vordringlich auch noch ist. Die Ausreden und Verhalten angesprochener Szenengrößen zeigte eine deutliche Richtung der Abgrenzung und nicht selten auch Weiterführung der Fremdbestimmung über ihre Hörerschaft: „Die anderen sind noch nicht soweit.“ oder: „Das müssen die anderen unbedingt erfahren“ und dann war der Kontakt weg. Man dreht sich lieber weiter im eigenen Saft. Gestern und damit seine Beschäftigung waren und sind einfach besser.

Als mir klar wurde, dass der Mensch das System durch seine Denk- und Verhaltensmuster erzeugt, abgelegt in seinem „Ich“, während er sich im Außen dagegen zur Wehr setzt, zeigte sich der Dreh- und Angelpunkt mehrheitlicher Bemühungen – und auch diesen außen vorlassen zu wollen.

Es wird keinen Frieden geben, sondern nur eine Entscheidung.

Die Entscheidung ist die kleinste Veränderung, ein Quantensprung – mit Auswirkungen.

Mit der Aufschlüsselung schien der Mensch unter den eigenen Denk- und Verhaltensmustern zu agieren, während er der Meinung ist, er sei diese: unveränderlich und unverrückbar. Die erste und einzige Illusion. Das „Ich“ herrscht über den Menschen, der glaubt, er sei sein „Ich“, was so erst unveränderbar wird und deshalb der gefühlte Druck auf ihn weiter ansteigt.

So richtig „gerumpelt“ hat es jedoch für die Sache, an der ich arbeite, in der Novembersendung der „Anstalt“.
Jener Moment, als es um die von Friedrich August von Hayek 1947 gegründete „Mont Pèlerin Gesellschaft“ ging und dass sie das damalige Konzept für Otto Graf Lambsdorff geschrieben hatte, was sich mit einer neuen Wirtschaftsordnung auseinandergesetzt hatte. Ein Argument, worauf sich unter anderem das Schubäus Modell (auf Praxis basierende Grundlagen zur Gestaltung der Neuen Wirtschaftsordnung) stützt, welches den Ausgangspunkt meiner Reise zum Menschen der Neuen Zeit darstellt.

Als ich mich das erste Mal an diesem Abend mit den Grundfesten des Neoliberalismus beschäftigte, wurde mir klar, dass sogar die Aufklärerszene in ihrem Tun daran involviert ist, denn ist ein Aspekt die Reduktion staatlicher Einrichtungen, die letztlich vom Wertschöpfungsgeschehen Anteil haben, ohne selbst Werte zu schöpfen. Da kam dann auch wieder Helmut Schmitt aufs Tablett, der in 2012 sagte, dass die Nationen alles nur noch Unternehmen sind.

Und Unternehmen, die selbst keine Wertschöpfung betreiben und nur von der der anderen Leben, sind…

Unternehmen vereinbaren miteinander für gewöhnlich Handelsverträge, die in dem Fall nicht existieren. Denn bisher konnte man sich Gesetze und Verordnungen basteln, um so über Steuern und Abgaben die eigenen Strukturen weiter aufrecht zu erhalten.

An dieser Stelle sollte es jetzt laut klingeln, was im Kern wirklich „abgeht“.

Sichtlich entpuppten sich auch die bisherigen Handlungen der Politik als reiner Vorschub hin in die Neue Zeit (siehe Agenda 2010, Gerhard Schröder), die sich für die meisten nur deswegen als gruselig darstellt, weil sie sich nicht mit den Hintergründen und Zusammenhängen auseinandersetzen und am Alten festzuhalten gedenken, während sie gleichzeitig Veränderungen fordern. Erkannt, warum der Druck auf dem Kessel zunimmt?

Der Neoliberalismus wurde wohl das erste Mal in Chile angewandt, wo er unter dem Diktator Pinochet „voll gegen die Wand“ gefahren wurde. Als ich mir das Szenario anschaute, hatte man an alles gedacht, nur nicht dass die Gesellschaft selbst einen wesentlichen Teil damit es für alle funktioniert, beizutragen hat, was unter einer hierarchischen Organisation bisher nicht der Fall war, bzw. gar nicht funktionierte, nicht sein durfte.

In Strukturen aus Vorgesetzten und Untergebenen wird ein wesentlicher Faktor nicht gewollt: die eigene Entwicklung des Menschen hin zu Vernunft und Gewissen – vereinfacht ausgedrückt. Denn auf diese Weise wird das Vorgesetztentum, aus Betreuung und Fremdbestimmung ad absurdum geführt – und dies mit weitreichenden Auswirkungen.

Und dann warf ich einen Blick auf meinen Blog…

P.S. …und weiß jetzt, dass ich nicht alleine daran arbeite.

Hinweis: Nur der Unvernünftige bedarf der Betreuung – nur Gierige brauchen eine Re-Gierung. Und wer hätte Interesse daran, dass sich so etwas ändert? Für gewöhnlich kaum jemand, wie ich erst die Tage wieder einmal bei einer bekannten Szenengröße ein letztes Mal geprüft habe.

Ich bin gelassen, denn es kommt sowieso.

4 Comments on Woran ich mitarbeite (geänderter Titel)

  1. Wir Menschen sind „Viele“ von „Einem“ und sind durch eine Doppeltäuschung dazu verleitet worden aus „Vielen“, „Eines“ (Staat) zu machen (Erbsünde) und dieses „Eine“ dazu zu ermmächtigen die „Vielen“ zu führen, damit das „Eine“ die „Vielen“ erniedrigt, entrechtet, bestielt.
    Gerhard

    • Das „Ich“, was sich vom Lebensprozess abgewandt hat und solange über den Menschen herrscht, solange dieser denkt, er sei sein „Ich“. Der „große Bruder“ ist somit nur die größere Ausgabe dieser ersten, hierarchischen Beziehung zwischen dem „Ich“ und seinem Menschen.

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