Zeit, sich zu verabschieden

(v1.1) Nachdem ich offiziell seit mindestens 2012 kein „Deutsch“ mehr inne habe, ich leite – aus heutiger Sicht – diesen Umstand aus der „Beschäftigung mit dem Thema „ganzheitliche Neuorientierung ökonomischer Systeme“ ab – genannt „Das Schubäus Modell“.

Ich bin zwar hier, jedoch nicht mehr „da“.

Daraus hat sich irgendwann die Frage ergeben, mit welcher Eigenschaft jener Mensch ausgestattet ist, der a) sein Bestes für sich und sein Umfeld geben mag, b) keine ihn bestimmenden Vorgesetzten mehr vor sich hat und c) Arbeit so nicht mehr als solche wahrgenommen wird.

Davon leitete sich sowohl die Infragestellung des Systems wie auch die sie erzeugenden gesellschaftlich anerzogenen Denk- und Verhaltensweisen ab.
Ab da verblasste das Thema „Recht und seine Systemgläubigen“ zunehmend. Heute mag ich sagen, dass es keine Bedeutung mehr hat und zeigt auch, wie sehr sich die alte Ordnung, in der sich die Mehrheit einseitig(!) (weil sie nur das eine System kennt) bewegt, mit reichlich Tamtam und Klamauk darzustellen versucht.

„So tun, als ob“, als das Spiel, was durch den Glauben ans Geld und die gewohnte Art und Weise, wie es zu einem gelangt (durch Verdingung des Menschen) ernsthaft sein soll, weil davon Existenzen abgeleitet werden, die sich jedoch abseits vom Leben konstituieren.

Und so wird aus Leben, ein Kampf ums Überleben, die gelebte Verdrängung als Rechtfertigung für den Kampf, wo sich jeder unterzuordnen hat, wenn er dazugehören will. Arbeit macht im Kern nur frei vom Denken, wenn sie weisungsgebunden ausgeführt und alsdann auch belohnt wird.

Jedoch hat das belohnt fehlende Denken, was zuhause durch gewohntes „in Ruhe gelassen werden“ ergänzt wird, einen wesentlichen Nachteil.
Man wird so unweigerlich zum willigen Werkzeug für allerlei Machenschaften – meist ohne dies zu wissen. Sie werden zu Mittätern aus niederem Beweggründen gegenüber dem Leben selbst.
Nicht nur die Lagertoten der vergangenen Jahrhunderte erinnern den Menschen immer wieder daran, dass belohnte Hörigkeit und Ideologieversessenheit ein Garant für aus dem Runder laufende Systemstrukturen ist.
Als „Vernunft“ deklarierte Unvernunft und „gewissenhafte“ Gewissenlosigkeit machen es möglich. Es geht um den Menschen selbst und nicht um eine von ihm hervorzuhebende Kategorie. Denn Kategorien sind nur künstliche Trennungen und Schaffung gewohnter Polarisierung.

Irgendwann gelangte ich zur Erkenntnis, dass es wenig nutzt, sich fortwährend nur mit den aktuellen Unsäglichkeiten allein zu beschäftigten, wenn die Frage ihrer Erzeugung und ihres ursächlichen Vorhandenseins dabei ungeklärt bleibt – außerhalb gewohnter Schuldzuweisungen.

Dass dabei mehrheitliche Konzepte „unter die Räder gekommen“ sind sind, war zunächst nicht erkennbar. Doch als das Prinzip erkennbar wurde, worauf so manches Konzept seine Existenz gründete und ebenso all jene, die sich ihnen entgegen zu stellen versuchten.

Wer nun glaubt, all jenes würde ja erst in tausend Jahren kommen, sei darauf hingewiesen, dass Konzepte weder eine zeitliche noch räumliche Ausdehnung benötigen. Die Frage ist lediglich, wer da noch tausend Jahre benötigt und ob dies nicht einfach nur eine Problemverschiebung darstellt.

Das wiederum hinterlässt den Eindruck, dass Raum und Zeit auch nur zwei Verdrängungskonzepte zu sein scheinen.

Diskussionen unter dem Aspekt gewohnter Problemwälzerei liegen mir fern. Und solange die System erzeugenden Denk- und Verhaltensweisen (auch von den Aufklärern) im offenen Raum unbetrachtet bleiben (wollen), kann man sich jeden Erkenntnisdialog ersparen.

Es zeigt ebenfalls, dass man auch niemanden überzeugen kann und braucht. Jeder kann sich nur selbst überzeugen – vorausgesetzt er hat vor, sich entwickeln zu wollen.

Eines bringt der Wandel mit sich: Er spiegelt einem selbst, wer man ist.

P.S. Man kann sich letztlich nur auf der „grünen Wiese“ zusammenfinden. Wie hat Max Inzinger stets gesagt? „Ich habe da mal was vorbereitet.“

Nachgedanke:

Wenn Stille ist…

Was wohl kommen mag? Alsdann ein Lauschen folgt.
Das Herz sich bereits an Übermorgen erinnert,
mit einem sanften Lächeln selbst erfüllt.

Und da draußen? In Schweigen gehüllte Antworten,
stumme Gesichter vorgestanzter Gedanken –
zähflüssige Schwere im Meer der Beschäftigkeiten,
nicht selten zum Scheine ein Lächeln präsentierend.
Des Vorteils willen, der Angst nicht zugehören?

Mag dies so alles sein, als jener Moment,
sich selbst zu schauen, warum es sich so zeigt.
Beobachtend, darüber sinnierend.

In Frage stellend – bis sich lang Verstecktes zeigen mag.