Ein Lösungsansatz für die globale Krise und danach, Teil 2

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(v1.1*) Die Tage war ersichtlich, dass Theoretiker, die immer nur mit Informationen theoretisch umgehen irgendwie gern versuchen, ihre Vorstellungen durch Praktiker so umsetzen zu lassen wollen, wie sich dies die Theoretiker gerne vorstellen. Das führt dazu, dass die Praktiker sich zunehmend besser aus den entstandenen Fehlern heraus entwickeln, als dies die Theoretiker vermögen. Erlebtes.

Wirksame Entwicklung findet jedoch nur dann statt, wenn man mit den eigenen Händen die Dinge macht, beginnend von einer Idee, bis hin zu dem Moment, wo man etwas in der Hand nehmen oder, wenn es abstrakt ist – z. B. die Gestaltung wirksamer Organisationsstrukturen – man spürbar miterleben kann.

„Theorie ist in der Regel das, was man notfalls bis ins Detail erklären, während man es nicht kann und Praxis, während man etwas macht und es funktioniert, es jedoch nicht erklären kann.“

Wer kommt schon auf die Idee, dass es an jedem Einzelnen liegt, der sich nicht selten hinter einer Anzahl Mitstreiter zu verstecken meint, in der Vorstellung, nur gemeinsam stark zu sein – ein Weg, den ich vor langer Zeit verlassen habe.

Wer an dieser Stelle Zweifel hegt, tut dies, weil er sich selbst für schwach hält, weil sein „Schwachsein“ ihm anerzogen wurde, jedoch Gewalt nur ein Werkzeug  aus Unwissenheit ist, damit man mit dem Finger auf ihn zeigen und sagen, kann: „Ja, dieser benötigt doch Betreuung und Kontrolle“, während man ihm jedoch – wie den meisten – verschwiegen hat, worum es im Kern geht.

„Ich glaube, wenn alle sehen, was aus nur wenigen Menschen wird, die sich ihren Fähigkeiten voll und ganz öffnen, dann werden andere erwachen. Der Glaube an sich selbst, ist ansteckend. Wir geben einander die Erlaubnis, Superhelden zu sein. Anderenfalls werden wir niemals erwachen.“ „Mr. Glass“, Glass, 2019

Man kann ein System, was man als ungerecht empfindet, nicht damit begegnen, indem man es mit all seinen Mitteln bekämpft, da man es auf diese Weise aufrechterhält. Es existiert jedoch, um in Frage gestellt zu werden, was jedoch ein Werkzeug benötigt, was den meisten scheinbar nicht mitgegeben wurde: der Prozess der Infragestellung.

Nun, es zeigt sich auch, dass die Puzzleteile individuell-gesellschaftlicher Entwicklung alle im Netz zu finden sind und wenn man sich erst einmal zur eigenen, individuellen und eigenverantwortlichen Entwicklung entschlossen hat, so beginnt das bisherige System an seiner alternativlosen Bedeutungsexistenz zu verlieren und eine Alternative tritt langsam in Vorschein.
Findet man hingegen immer merkwürdiges und erbost sich ständig darüber, so findet dies unter dem Prinzip statt, dass man immer nur das nimmt, was man bekommt, basierend auf den eigenen Denk- und Verhaltensweisen, die darüber bestimmen, was man sich „nimmt“.

An diesem Punkt erlangt der Mensch seine ihm vergessen gemachte Kraft, die Dinge neu zu gestalten, zurück. Ob er die Verantwortung dafür zu tragen bereit ist, bestimmt, in welcher Welt er letztlich aufwächst und wie ihm geschieht. Er selbst hält es in der Hand, ob er ein „Opfer der Umstände“ sein mag oder ein sich entwickelnder Gestalter.

Das geschieht natürlich nicht, indem man darauf wartet, sondern erst, wenn man an sich selbst arbeitet. Es zeigt auch, dass jeder selbst darüber entscheidet, wie und ob er sich zu entwickeln bereit ist und diesen Weg auch geht. Denn jede Theorie über den Geschmack von Mars®, scheitert an erlebter Praxis.

Nur wenn man die Dinge selbst macht, wächst man an ihnen. Und selbst was nicht funktioniert, zeigt ob man den richtigen Weg eingeschlagen hat und dass es sich lohnt, darüber nachzudenken, warum Dinge funktionieren und warum nicht. Und wenn man den Blick, was das Funktionieren betrifft, weit genug über den Horizont richtet, so kann man in dem Moment auch rückblickend und darüber lächelnd erkennen, dass man bisher lernte, wie es nicht funktioniert.

Wenn man will, dass sich etwas sicht- und spürbar ändert, so geht dem ein Umdenken voraus. Denn unbetrachtet der eigenen Denk- und Verhaltensweisen wird man sonst nur das bekommen, was man bereits kennt. Und wenn dies nicht mehr funktionieren mag, ist dies bereits ein Hinweis, dass bisher Gedachtes zu keinem wirksamen Ergebnis mehr führt. Das nennt sich dann üblicherweise Krise.

„Viel zu wissen nützt nichts, wenn man kein „Z“ in den Schnee pissen kann.“

Wer kommt schon auf die Idee, dass das eigene Handeln nicht von schönen Worten, sondern von den eigenen Denk- und Verhaltensweisen gesteuert wird? An diesem Punkt auch mein Hinweis: Wenn ich diesen Weg nicht bereits beschreiten würde, käme ich sicher nicht auf den Gedanken, darüber zu schreiben. Ich bin fest davon überzeugt.

Wenn Sie dies nun das erste Mal lesen und nicht so recht wissen, was ich damit meine, liegt das einfach daran, dass der Blog ein Ganzes und eine öffentlich dokumentierte Entwicklung darstellt und ich nicht jedes Mal bei Adam und Eva beginnen kann und mag. Obwohl… Adam und Eva sind ja keine Menschen, sondern personifizierte Kernelemente einer Geschichte und stehen für „Geben“ und „Empfangen“.

Sollten Sie damit nicht so recht etwas anfangen können, dann liegt es daran, dass es sinnvoll ist, die Rolle eines Detektivs einzunehmen, um Ihren „größten“ Fall zu lösen. Suchen Sie jedoch gewohnt nach schnellen Lösungen, dann kaufen sie sich am besten einen Hund.

„Leben ist erleben, ist erlieben.“

Scheuen sie sich nicht davor, dass Philosophie zu Ihrer Lebensweise dazugehört, weil sie auch nur beschreibt, wie Sie sich im Leben selbst erkennen wollen, ob Sie sich etwas vormachen oder ob Sie authentisch (zu sich) und somit für andere sicht- und erlebbar sind.

Der sich in Vernunft und Gewissen entwickelnde Mensch, wird zunehmend für das System der kollektiven Selbstunterwerfung und seiner wohlwollend überlassenen Scheinwerte uninteressant und wir bewegen uns als globale Gesellschaft bereits in diesem Feld grundsätzlicher Veränderungen.

Ich habe die Tage meine Leistungen im der Konstruktion öffentlich zur Verfügung gestellt und arbeitete an einem Projekt mit, welches jedoch auf einer überzogenen Panikmache basiert, wo eine mögliche Zukunft vorab schon als reale Bedrohung gehandhabt wird. Das funktioniert, das musste ich selbst auch erkennen, natürlich nicht. Denn es fühlte sich so an, als hänge wieder nur irgendein „Geschäftsmodell“ dran, was Vorteile aus den Betroffenen ziehen soll.

Meines Erachtens zieht es sich auch viel zu lange im Rahmen aller Beteiligten hin, meines Erachtens zu lang, weil zu viele Köchen bereits den Brei verdorben haben. Zusammenarbeit, wie man sie für gewöhnlich kennt, funktioniert nicht auf diese Weise, dass alle bei allem in einem Projekt mitreden, sondern aus Machern die durch ihr Können, Fähigkeiten und Talent, einen praktischen Teil zur erfolgreichen Umsetzung des Projektes beitragen. Denn Reden ist nur Reden – gleich wie klug es klingen mag. Es bedarf keines „Managements“, was weiß, was „gut und richtig“ sein soll, wenn klar ersichtlich ist, was zu tun ist.

Die meisten Projekte benötigen weder „Overhead“ noch eine Horde Theoriedarsteller noch Konfirmationsgruppen. Das geschieht in der Regel nur, weil man sich eine Karriere fördernde Aussicht erhofft, und dann im Fotoblitzgewitter sein Profil zum Ausdruck bringen möchte und weil es dann nicht auffällt, dass man nicht wirklich was Praktisches zum Projekt beitragen konnte. Allein deswegen ist es sinnvoll, das mit Zahlen bedruckte Papier hinter sich zu lassen, um das unnötige „Karrieregekrabbel“ und schlaue Bevormunden ad acta zu legen.

Der Praktiker braucht keine Daseinsberechtigung, denn er macht ja. Er gestaltet die Materie oder die Organisation. Und bei solchen Dingen gibt es auch keine Kompromisse, weswegen ja so viele auch immer mitreden wollen, wenn sie schon selbst nichts tun.
Die alte Ordnung lebt vom Tun der einen, die gehorsamsbereit das machen, was ihnen geheißen wird. Auf diese Weise hat jeder den Eindruck, selbst keine Verantwortung für das Getane zu tragen. Die einem machen das, was ihnen gesagt wird, und die anderen sagen, was getan wird. Wenn es am Ende nicht funktioniert hat, kann jeder vom anderen sagen, dass er Schuld daran hat, dass es nicht geklappt hat.

„Der Bäcker weiß, wie er seine Brötchen zu backen hat.“

„Der Mensch macht sich durch Verschiebung der Verantwortung selbst zum Sklaven und schafft sich so seine Herren, die ihm sagen, was er zu tun hat.“

„Hat’s geschmeckt? Nee. Ich hab’s nur gegessen.“

Nicht jedes groß erscheinende „Problem“ – mit dem man sich konfrontiert sieht,  muss deswegen mit noch größeren Lösungen und reichlich Personaleinsatz behandelt werden. In der Regel ist es nur ein großes Tamtam bei kleiner Ursache.
Man braucht diese Haltung nicht und dann sind so manche Angelegenheiten auch kaum einen „Aufstand“ wert. Kompliziertheit ist jedoch die Grundlage so mancher Inszenierung, hinter der sich das kleine „Ich“ zu verstecken versucht. Es gebart sich kampfbereit und bläst sich gerne auf.

Man macht die Sachen nicht, weil man damit Geld verdienen will, Es geht um die Begeisterung von Dingen und der wesentlichen Absicht, am Getanen selbst zu wachsen. Nicht wenige können die Talente anderer erkennen, weil sie ihre schon nicht erkennen können.
Dies führt dazu, dass man zur falschen Zeit, am falschen Ort das Falsche tut. Dass etwas nicht stimmig ist, erkennt man daran, dass sich eine Sache in die Länge zieht, was auch darauf zurückzuführen ist, dass im gemeinsamen Projekt, der Glaube an den Erfolg fehlt, dies jedoch verschwiegen wird. Auf diese Weise ist man weder der „Schwarzseher“ und nachher kann man „den Hals aufreißen“, dass man es ja bereits gewusst habe.

Ein laufendes Projekt, wo bereits die Abhängigkeiten „gestrickt“ und die „Stricker“ bereits eingenistet haben, lässt man laufen, weil es sich dann sozusagen: „von selbst regelt“. Ist das Pferd bereits tot, ist es besser abzusteigen, statt einen Untersuchungsausschuss zu beauftragen, der darüber befindet, wie tot denn das Pferd nun wirklich ist.

Ob Dinge funktionieren oder nicht, kann man bereits an den ersten Schritten erkennen. Schritte, die meist noch von Euphorie getragen sind, die, wenn diese erst einmal verflogen ist, treten die ersten „Probleme“ zu tage.
Man muss schon ein gutes Gespür für ein Projekt entwickeln, was auch für alle Teilnehmer zu einem Gewinn wird. Fehlt dieses Gespür, die Feinheit sowohl für das Wesentliche wie auch die Details. So bleibt meistens ein eher gemischtes Gefühl zurück.

Wichtig ist, dass man sich persönlich kennen lernt und nicht über Telefon und sonstige netten Kommunikationskanäle eine wesentliche Ebene dabei ausblendet, die über die gewohnte Kommunikation hinausgeht und doch von wesentlicher Natur für den Erfolg eines Projektes entscheidend ist.

Das gewohnte „Ich“, was seine Existenz an „Besitz“ von Materie sowie durch eigenvorteilige Organisationsstrukturen (in der Regel: Hierarchien) definiert, wird alles tun, um beides zu erhalten, selbst wenn es noch so laut, nach Veränderung rufen mag. Was macht man aus diesem Grund? Man lässt sie alle das tun, was sie für „gut und richtig“ erachten, bis jener Moment kommt, wo Stille herrscht.

Wenn jemand sagt, was zu tun sei, dann möge er es auch selbst tun. Denn so erfüllt sich auch die Beziehung zwischen „Geist“ und Materie, mit dem Menschen, der zwischen und durch diese beiden die Welt gestaltet.

„Am Anfang schuf  Gott (ein Name für das Leben) Himmel (Geist) und Erde (Materie).“ 1. Mose 1,1

Vielleicht erkennen Sie nun die künstliche Trennung die zwischen Geist und Materie geschaffen wurde: Der eine sagt, was der andere zu tun hat.

Der Zweifler an diesen Worten findet hingegen stets ein Argument, um seinen Zweifel begründen zu wollen – schließlich ist es ja auch seine Entscheidung. Die Aufgabe besteht letztlich darin, sich selbst zu erkennen und nicht, wie der andere sein müsste. Das ist auch der Grund, warum es keinen Sinn macht, andere überzeugen zu wollen, da die meines Erachtens nach einzige Lösung darin liegt authentisch zu sein, dies auch öffentlich in eigener Meinung kund zu tun, wie und über was man sich Gedanken macht.

Sich einer vorgefertigten Meinung zu bedienen, ohne selbst eine eigene zu haben, also eine fremde vorzuschieben, ist a) keine eigene Meinung und b) nur ein Gebilde, hinter dem man sich zu verstecken versucht – nicht selten um irgendwo dazugehören zu wollen oder sich die Aufmerksamkeit des Meinungsinhabers zu sichern.

Die Trennung zwischen Geist und Materie zu überwinden, bedeutet auch das Rollenspiel aus Vorgesetzten und Untergebenen zu verlassen.

Eigenverantwortliches Handeln sorgt dabei, dass sich Vernunft und Gewissen entwickeln, was man wiederum in der Haltung und im Tun der Akteure erkennen kann. Auf diese Weise wächst der Mensch aus sich selbst heraus.

Eventuell erkennen Sie nun, warum „Eigentum“ und „Besitz“ nur dazu geschaffen wurden, um den Gestaltungs- und Entwicklungsprozess des Menschen fremdsteuern und kontrollieren zu wollen. Zwei Begrifflichkeiten, die man ebenfalls der Vergangenheit überlassen mag.

P.S. Vergessen Sie bitte nie: Etwas einfach kopieren zu wollen, bedeutet nicht, dass es deswegen funktionieren muss, nur weil es bei einem anderen funktioniert. Aus diesem Grunde sind die Gedanken auf dem Blog auch abstrakt gehalten und nicht nur eine Handlungsanleitung, wie man erfolgreich den „Gelben Schein“ beantragt.

Musikalische Untermalung: