Eine kurze Zusammenfassung zu den SDGs

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(v1.1*) Dass es stets eines Fundamentes bedarf, worauf sich eine Argumentation stützt, bedeutet nicht, dass es später ausreicht, wesentliche Argumente ohne Fundament nur zu kopieren, um sie anschließend nach dem „Gießkannen-Prinzip“ zu verteilen. Das fühlte sich gewohnt nur hohl und leer an und führt zu nichts.

Das Reduzierte mag zwar gang und gäbe sein, was dazu führt, das die Welt schnelllebig und „kurzhörig“ wird, während organisatorisch für das Tiefergehende im Alltag keine Zeit – besser: keine Geduld aufgebracht wird und so das Hamsterrad mit reichlich künstlicher Belohnung für die Selbstversklavung weiter betrieben werden kann.

„Erzähl’ mir die Welt in drei Sätzen, aber so, dass ich es verstehe. Ich muss gleich zum Termin.“

„Ach, Herr Berg, wir sind ja so kleine Lichter. Wir können doch sowieso nichts machen.“

So ist die Welt eines Menschen, der sich im Kopfknast bewegt, wovon er in der Regel noch nicht einmal etwas weiß, weil ihm überall jene begegnen, denen es ja genauso ergeht. Schließlich muss man ja froh sein, wenn man Arbeit hat.

Die meisten Menschen wissen nicht, dass sie nach ihren(!) gesellschaftlich geschaffenen Regeln funktionieren, wo sie dem Geld hinterherlaufen, was andere erschaffen, für das sie arbeiten gehen, um wiederum ihre Existenz zu sichern, die sie mit „Leben“ titulieren.

Das Gefühl jeden Tag kämpfen zu müssen, hat sich in den Köpfen dermaßen etabliert, dass es ihnen nicht einmal auffällt. Zusammenarbeit „funktioniert“ gewöhnlich dann, wenn sich das Ziel vorder- oder hintergründig auf Macht, Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut „reimt“ – oder „zusammenreimen lässt“.

Wer weiß schon, dass er sich anerzogen nur selbst betrügt, weil er all die Konventionen und Wertvorstellungen kritiklos angenommen hat oder diese ihm in der Kindheit in der Familie oktroyiert wurden, umso ein Teil von etwas zu werden, was ihm vermutlich „sein“ ganzes Leben lang noch nicht einmal auffällt – eben weil alle es ihm ja auch gleichtun.
Man arbeitet also bereits fleißig zusammen, an der gegenseitigen Selbstunterwerfung und der Selbstausbeutung, in der Vorstellung, man müsse sich ja schließlich nur um sich kümmern.

Hinweis: „Existenz“ ist nicht das gleiche wie „Leben“.

Wer weiß schon, dass er sich selbst versklavt, während er auch noch der festen Meinung ist, dass er sich gegen andere ja durchzusetzen hat?

Dass jedoch der „Kampf ums Überleben“ sich gegen seinesgleichen – letztlich sich selbst – richtet, und er der Meinung ist, dass ihn die anderen nichts angehen, wo man sich gegenseitig nichts gönnt, einander neidet und missachtet, was großen Stil geschieht.

Denn wer weiß schon, wenn ihm die anderen egal sind, dass er sich selbst letztlich egal ist, weil er sein „Leben“ – besser: seine Existenz auf Äußerlich- und Oberflächlichkeiten aufbaut, im Kern auf Scheinwelten, die ihm irgendwann wieder „um die Ohren fliegen“, weil dies ja „normal“ zu sein scheint und nur wenige es mit dem Gesammelten bis zur Ziellinie schaffen – indem Moment, wenn der Deckel zugeht.

Wer weiß schon, dass dieses gewohnte Bestreben Sachen zu sammeln und mehren zu müssen, um sie dann sein „Eigen“ zu nennen, dass diese Haltung überhaupt notwendig ist, während der geistige Horizont eben durch Geldscheine und Besitztümer begrenzt bleibt?

Wenn an dieser Stelle der Gedanke aufkommt: „Das hilft mir jetzt nicht weiter“, so reagiert jener nur gewohnt, wie ihm seine anerzogenen Denk- und Verhaltensweisen das erlauben. Er ist durch diese selbst versklavt, wo ihm die Entwicklung im Haben mehr wert ist, als er sich selbst.
All dem geht ein Akt voraus, wo ihm beigebracht wurde, Neugier besser gegen Gier auszutauschen, um dann „dazuzugehören“.

An diesem Punkt erkennt man die Aufgabe, die sich dem Einzelnen stellt. Und nur er, der Mensch, ist in der Lage, diesen seinen Zustand zu ändern.

Sicher kann man an dieser Stelle sein Gewissen beruhigen und sich mit „seinem“ „Schicksal“ abfinden – Hauptsache, man hat seine Ruhe und kann so weitermachen, wie bisher.

So mancher übt sich mitunter darin, der abhandengekommenen Vergangenheit nachzutrauern oder in einem irrwitzigen Akt wiedererstehen lassen zu wollen. Andere üben sich darin, sich nur noch besser auf arbeiten, Geld „verdienen“ und wieder ausgeben zu konzentrieren, während sie sich selbst dabei entmenschlichen – besser: entleben und was sie mit Geld wieder auszugleichen versuchen.

„Erlebend, erliebend.“

Mit der UN-Resolution A/RES/70/1 macht man sich einmal mehr auf den Weg, die Symptome des vom Menschen (über die Jahrtausende) künstlich geschaffenen Systems (aus auf Belohnung hoffenden und zur Gehorsamsbereitschaft erzogenen Untergebenen und ihren „Vorgesetzten“) mit den üblichen Mitteln bekämpfen zu wollen, während die Regulierung der wesentlichen Ursachen unausgesprochen bleiben (sollen?).

Das ist auch verständlich, liegt es bei den Menschen selbst und nicht bei den von ihnen geschaffenen Institutionen, daran etwas zu ändern oder auch nicht.

Am Ende der Alten Ordnung soll sich jedoch niemand darüber beschweren können, er habe ja nichts davon gewusst, nur weil er lange Zeit davor engagiert weggehört hat – in der Hoffnung (erwartungsvoller Haltung) – dass das Gestern noch einmal zurückkehrt.

Der Mensch, der sich für einen hält, jedoch stets nur Hüllen zu machen meint, ist anerzogen vom Leben entleert, und versucht diese Leere durch irgendwelche Sachen zu füllen, während andere damit beschäftigt sind, ihm diesen Bedarf möglichst geschickt befriedigen zu wollen. Das nennt sich übrigens Geschäftsmodell.

Sicher wird man einen vorwurfsvollen Blick aufsetzen und auf die Armut, die vielen Hungernden (in der Welt), die im Elend lebenden Kinder verweisen, um das eigene Handeln und die Notwendigkeit damit gewohnt verbundener Mittel rechtfertigen zu wollen. Ein Geschäftsmodell erkennt man daran, dass man sich engagiert mit Symptomen auseinandersetzt, jedoch nicht mit den Ursachen.

Durch die gegebenen Mittel ist keine wirkliche Veränderung beabsichtigt, sondern werden die sicht- und spürbaren Symptome, eben jene 17 Punkte zur Transformation der Welt dazu benutzt, um „die gewohnte Nummer weiter schieben“ zu wollen, während der Rest der Welt sich nicht für den anderen interessiert, weil er in der irrigen Vorstellung unterwegs ist, es ginge ja nur „um seine eigene Existenz“.

Die Existenz ist somit die anerzogene Vorstellung eines in sich mental abgegrenzten Systems, was einer der wesentlichen (selbst)geschaffenen Illusionen ist, die den Menschen sich vom anderen und sich selbst abgrenzen lässt und auf diese Weise Synergien und Symbiosen zur gesamtgesellschaftlichen Entwicklung selbsttätig unterbunden werden. Somit ist das Ganze nicht mehr, oder nur noch die Summe seiner Teile.

Die IM System* durch den Menschen entstandenen Institutionen haben – durch ihre „gewohnte“ hierarchische Ordnung zu ihrer eigenen Aufrechterhaltung ein Eigenleben entwickelt, während sie sich materiell und immateriell „am Leben“ zu halten versuchen, getragen von den *Denk- und Verhaltensweisen ihrer jeweiligen Teilnehmer – eine Art „größeres Ganzes“ – allerdings abgewandt von den Regelwerken des Lebens.

Es bedarf nur weniger Entscheidungen und die vom Menschen geschaffene Welt kommt wieder – nicht nur was die 17 Punkte angeht – in Bewegung:

Das ist zum einen die konsequente Aufklärung über eine vom Menschen selbstentschlossene Entwicklung in Vernunft und Gewissen, die Abschaffung der Staaten und Grenzen wie auch die Vorstellung das einem etwas oder jemand gehören würde, dass „Sichteinlagen“ und mit Zahlen bedrucktes Papier oder Arbeit etwas wert seien.

Der Rest regelt sich dann von selbst. Wie gesagt, die Welt wird „beherrscht“ von auf äußerer Belohnung hoffenden und auf Gehorsamsbereitschaft erzogenen Untergebenen, die an jenen Konventionen festhalten zu meinen wie auch jenen, die sie darin durch Befriedigung dieser Wertvorstellungen darin bestärkten.

Es reicht letztlich nicht aus, nur mit dem Finger wild in der Gegend herumzufuchteln, auf der Suche nach „den hauptverantwortlichen Schuldigen“.

„Wer nimmt, dem sei genommen. Doch wer gibt, dem sei gegeben.“

Ein wohl annehmbares Ende klassischer Existenz.

Hinweis: Man sollte nie jemanden darüber aufklären, dass sich „endlich“ etwas ändern soll, während man selbst nicht darin glänzt, sein Bisheriges konsequent in Frage zu stellen.

Letztlich ist alles eine Kopfsache – im eigenen Kopf.

Hinweis: Alle fünf Teile plus Zusammenfassung als PDF zum Herunterladen