Rollenspiele in einer alternativlosen Welt – oder: Ein Volk, das wählt…

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(v1.0*) …und an sie glaubt, erwartet eine gewisse Kontinuität im Handeln seiner gewählten Vorgesetzten (Führer/Erlöser). So ungefähr kann man die Erwartungshaltung der einen Seite der Beziehung zwischen den beiden Institutionen „Gesellschaft“ und der daraus hervorgehenden „Politik“ grob umschreiben.

Die durch die Wahl entstandene „Untergebenenrolle“, kann man sich die Wähler später recht einfach „bei der Stange halten“: unter anderem mit Geldversprechen und Zahlen an sich und das alles „gut“ ist, und wenn es nicht „gut“ ist, dann kostet es halt noch etwas… Geld. Vereinfacht ausgedrückt.

Da das „Erarbeitete“ irgendwie nicht zu reichen scheint, muss sich zwischendurch wieder einmal neu verschuldet werden. Die sogenannten „Staatsschulden“.
Schulden, die ein Volk, von Generation zu Generation weitergegeben, abzutragen hat.

Wie wäre es, den eigenen Anteil an der Staatsverschuldung das nächste Mal in der Einkommensteuererklärung mit anzugeben?

Wie heißt es immer so schön? Geld regiert die Welt. Doch wer regiert das Geld? Die Frage ist im Grunde genommen nur eine halbe. Warum? Weil der Glaube an den Wert von „Sichteinlagen“ und mit Zahlen bedrucktem Papier die Welt regiert und durch einen möglichen Verlust, wird dieser Glaube ständig angetriggert, wenn mal wieder das Bargeld abgeschafft wird. Wie ist es mit diesem Hinweis der Sparkasse Recklinghausen Vest:

„Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, ab dem 01.07.2020 von uns ausgegebene Sparkassen-Cards (Debitkarten) werden nicht mehr mit der GeldKarte-Funktion als „elektronische Geldbörse“ ausgestattet sein. Das betrifft auch Folge- und Ersatzkarten zu Ihrer Sparkassen-Card (Debitkarte). Der Einsatz als GeldKarte ist mit den ab dem 01.07.2020 ausgegebenen Karten somit nicht mehr möglich.“

Wenn ein (Finanz)System in sich kollabiert, erlangt das „Geld“ am Ende wieder seinen wahren Wert, nämlich keinen. Zum Zeitpunkt der Geldschöpfung, durch Zahlen aus dem Nichts, ist dieser Zustand nicht viel anders. Und dazwischen? Es ist nicht der Wert, der kollabiert, sondern der Glaube an den Wert daran.

Bei einem Dar-Lehen erlangen die Zahlen ihren „Wert“ durch den Vergleich mit den „Sicherheiten“ des Kreditnehmers, der eine gibt „etwas“, der andere gibt „etwas“. So erlangt der Kreditbetrag seinen geglaubten Wert. Was von der Bank kommt, hat keinen Wert – auch nicht dass, was man als Sicherheiten vorzuweisen meint.

Kaum jemandem ist bisher aufgefallen, welche Kraft im Glauben steckt, denn sind es nicht die Dinge, die beunruhigen, sondern die Bedeutungen, die den Dingen verliehen werden.

„Also. Leben und Taten des Don Quichotte. Worum geht es?“ „Dass jemandes Glaube an Werte sehr viel wichtiger ist, als die Werte selbst?“
„Ja, das steckt da auch drin. Aber worum geht es eigentlich? Könnte es vielleicht darum gehen, wie rationale Gedanken unsere Seele zerstören? Könnte es um den Triumph von Irrationalität gehen, um die Kraft, die darin steckt?
Wir verbringen sehr viel Zeit damit, die Welt zu organisieren. Wir bauen Uhren, stellen Kalender her, versuchen das Wetter vorherzusagen. Aber welchen Teil unseres Lebens haben wir wirklich unter Kontrolle?“ „John Brennan“, The Next three Days, 2011

Gern wird aufgeklärt und viele sind sehr engagiert, manche tragen auch nur ihren Frust zu Markte, was sicher eine Weile für sie entlastend wirkt, doch unreflektiert über das eigene Verhalten, dies recht schnell zu nichts führt, da sich jene im Rahmen der Veränderung selbst nicht wahrnehmen, bei sich etwas zu ändern – eben jenen eigenen Anteil am System der alten Ordnung, die eigenen Denk- und Verhaltensweisen.

„Was, wenn wir uns entscheiden, nur noch in einer Realität zu leben, die wir selbst geschaffen haben? Macht uns das zu Wahnsinnigen? Und wenn ja, ist es nicht immer noch besser, als ein Leben in Verzweiflung?“ „John Brennan“, The Next three Days, 2011

Zahlen sind eine Erfindung des Menschen, um das Unbegreifbare „begreifbar“ zu machen, zu bewerten und auf menschliche Größe zu reduzieren. Auch hier ist der menschliche Geist verantwortlich für die damit verbundenen Auswirkungen.
Denn auf dem Weg seiner Entwicklung unterließ er es sein eigenes Handeln zu hinterfragen – in dem Sinne seiner eigenen Entwicklung im Sein und nicht gewohnt nur im Haben.
Das Haben macht den Menschen angreifbar und das nur, weil er der Meinung ist, es ging lediglich um eine materiell-finanzielle Freiheit – fest entschlossene Antagonisten der Freiheit. Es ist der mangelnde Glaube an sich selbst, der sie davon abhält. Sie übersehen den Wert, der im Glauben steckt, was nicht einfach etwas mit Religion zu tun hat.

Und so gehen die meisten artig einfach nur arbeiten und Geld verdienen, während sie Teil eines Systems sind, wo sie sich selbst betrügen, während sie versuchen andere zu betrügen oder anderen die Schuld geben, betrogen worden zu sein.

„Es ist leicht, Leute zu belügen, die sich schon selbst belügen.“ „Mysterio“, Spider-Man – Far From Home, 2019

„Du musst das so schreiben, dass es auch ein kleines Kind versteht.“ „Du bist aber keins.“

Man drückt sich, wo es geht um die eigene Entwicklung, denn nur scheinbar hat sich der Mensch die letzten paar tausend Jahre selbst entwickelt, mehr hat er sein Dasein auf die von „ihm“ erfundenen Technologien gestützt.

„Wir brauchen mehr Wachstum.“ „Mehr Wachstum, mehr Arbeit, mehr Geld, mehr finanzielle Freiheit.“ „Sozial ist, was Arbeit schafft.“ „Mehr vom Netto.“

Und wenn es nicht ausreicht, dann nimmt man sich einen Kredit, ein Dar-Lehen. So eine Nummer kann man nur mit Menschen treiben, die letztlich doch nicht so schlau sind, als sie sich zu geben meinen und das nur, weil ihnen organisatorisch die Zeit fehlt, sich den Dingen eindringlich zu widmen und weil sie sich selbst nichts wert sind, da ihr Wert von anderen bestimmt wird. Mindestlohn 2020: 9,35 Euro.

Wissen Sie, was wirklich von „die anderen“ wichtig ist? Dass Sie weiter arbeiten gehen und dafür „Sichteinlagen“ und mit Zahlen bedrucktes Papier erhalten. Darüber hinaus, dass Sie an das System der alten Ordnung glauben, ohne einen Moment zu verstehen, was das System ist.

Wenn Sie den einen oder anderen Beitrag gelesen haben, fällt Ihnen auf, dass es mir sehr leicht fällt, keinem die Schuld für mein Leben zu geben. Ich mache fest entschlossen nicht mehr mit. Und mit der Überwindung des Verhaltens der Schuldzuweisung fallen nicht nur die üblichen Vorwürfe hinten runter, sondern auch die damit verbundenen Symptome, das gegen etwas sein, der Glaube an Eigentum und Besitz, dass mir etwas oder jemand gehört. Macht hat mich noch nie interessiert, auch dann nicht, als sie mir angeboten wurde.

Da passt es doch prima, dass ich auch kein „Deutsch“, kein Auto, kein Konto, keine Rente und keine Krankenversicherung mehr habe.
Deswegen ist das Alte nicht schlecht, schließlich hat man „dort“ gelernt, wie es nicht funktioniert. Ich bin sozusagen nicht mehr da und doch bin ich hier.

Der gewohnte Denker wird das nicht verstehen, dass liegt daran, dass er den Unterschied zwischen Person (Rolle, Hülle) und Mensch nicht kennt, was ihn in seiner (Betreuungs)Rolle gefangen hält.

„Es ist ein beachtlicher Unterschied, ob man die Rolle nur spielt oder ob man die Rolle ist.“

Der aufgeklärte Kaufmann muss beim „Geld“ keinen Moment an seine Wert glauben, sondern dass der Dar-Lehensnehmer später für die Zurückzahlung arbeitet – natürlich plus Zinsen obenauf. Die Macht, die der Dar-Lehensgeber in Händen hält, ist der Glaube des Dar-Lehnsnehmer an den Wert von mit Zahlen bedrucktem Papier und dass der Kaufmann es selbst erschaffen kann.

An diesem Punkt finden sich die meisten als Teilnehmer der alten Ordnung wieder. Eine Liste mag ich mir hier ersparen. Sie werden selbst erkennen, ob sie dazugehören oder nicht.

„Aber du brauchst doch auch das Geld.“ „Das stimmt. Jedoch versklave ich mich dafür nicht.“

Es geht bei dem Experiment „Geld“ auf der einen Seite um Macht und Machterhalt, was sich nur dadurch überwinden lässt, dass man den Glauben an die Bedeutung von Geld verändert. Im Weiteren geht es darum zu erkennen, wie sich der Mensch selbst vom Leben abgewandt hat und sich durch seine selbst geschaffene Simulation von Leben immer ein bisschen besser zu täuschen wusste oder zu täuschen weiß.

„Mit keiner Materie des Universums, kann man ein Schwarzes Loch füllen.“

Das Leben selbst verläuft nicht so schnell, wie man das üblicherweise meint, es wird durch das Streben nach mit Zahlen bedrucktem Papier beschleunigt, und dabei wird das Hamsterrad übersehen, in dem sich die meisten bewegen, was andere wiederum für sich zu nutzen wissen.

„Mitarbeiter des Monats in der eigenen One-Man-Show.“

Nach den Regeln des Geldsystem agierend, laufen seine Nutzer in der Gegend herum, um dies und das zu kaufen und zu verkaufen. Erkennen Sie den Zaun, der um die Gesellschaft geschaffen wurde und durch ihren Glauben erhalten wird?

Das ist die äußere Hülle des Systems der alten Ordnung: Der Glaube, dass etwas wert ist, findet seine Ursache in der anerzogenen und gesellschaftlich als „normal“ angesehenen materiellen Orientierung und damit verbundene zahlenmäßige Bewertung, die als Ersatz für mangelnde menschliche Entwicklung im Sein – hier in der Intuition – steht. So wird das Haben (wollen) zum selbst geschaffenen Mittel der Fremdbestimmung.

Und noch immer wird das Streben im „Sein“ leichtfertig beiseite geschoben, was u. a. a) nur ein Zeichen mangelnden Willens zur eigenen Entwicklung und b) mangelndes Selbstwertgefühl ist. Und so verbleibt der Gläubige in seinem anerzogenen Gefängnis.

An diesem Punkt wird deutlich, dass der Mensch nur durch eine eigenverantwortliche Entwicklung das System der alten Ordnung hinter sich lassen kann. Es ist deshalb nicht „weg“, sondern erlangt nur eine andere Bedeutung, eine weniger dramatische, als sie nur mit „alternativlos“ zu bezeichnen.

„Der gewohnte Denker steht in seinem eigenen Gefängnis, den Schlüssel in der einen und den Daumen der anderen Hand auf dem Schlüsselloch und schreit: „Lasst mich raus, ihr Schweine.“

Das weiß er jedoch nicht. Glück für all jene, die sich diesen Zustand zu Nutze machen. Der Mensch wird deshalb betrogen, weil er sich bereits selbst betrügt. So einfach ist das. Nur das erkennt er auch nicht, weil er sich selbst nicht hinterfragt.

Im Kern ist der Preis für das Verlassen nicht wirklich hoch, durch das Ablassen von Privilegien und Konventionen, da sie künstlich geschaffen wurden, an die gesellschaftlich anerzogen geglaubt und dies gerne mit „es ja zu wissen“ verwechselt wird.

In der Zwischenzeit
Es herrscht Irrtum darüber, dass eine Masse einige wenige Akteure erwählt, die dann Dinge so realisieren sollen, wie es das „Volk“ will, zumal auch die Rechtsgrundlage innerhalb der Fiktion bereits aufgehoben wurde, um Wahlen rechtfertigen zu können. Doch lieber lässt sich die Masse weiter mit einem Lächeln vom nächsten Plakat herab begeistern – noch.

„Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.“ GG 38, Abs. 1, Satz 2

Man kann weder den einen, noch den anderen einen Vorwurf machen, wird „nur“ nach den in der Gesellschaft als „normal“ deklarierten, anerzogenen und unhinterfragten Denk- und Verhaltensweisen agiert. Dabei hält sich die Masse selbst im Zaum, denn wer sich nicht wie ein Schaf verhält, der scheint auch keines zu sein.

Der Wahlakt steht symbolisch als Eingeständnis für die selbst geschaffene Ohnmacht des Wählers, auf der Suche nach „gerechten“ Vorgesetzten und damit der Abgabe der Verantwortung, mögliche Konsequenzen und damit verbundenem Ausbleiben des natürlichen Lern- und Entwicklungsprozesses – nur, um die anerzogene und belohnte (Lohn, Lehn, Lehnsherr) Gehorsamsbereitschaft und Obrigkeitsgläubigkeit weiter ausleben zu können.

Politik hat an sich die Aufgabe, Strukturen so zu gestalten, dass sie im Hinblick auf die damit verbundene Strukturaufgabe auch funktionieren. Leider erschöpft sich das, indem nur künstliche Gesetze geschaffen werden, die dann wiederum anderen als Entscheidungs- und am Ende der Gehorsams-/ Befehlskette, als Handlungsanweisung dienen sollen.

Wissen Sie, wie dynamische Systeme funktionieren und dass weniger am Ende doch mehr ist? Dass das bisher Gelernte unhinterfragt nicht dazu geeignet ist? Dass das Prinzip „vom mehr des Selben“ das Gegenteil bewirkt? Dass es nicht darum geht, dem anderen eine tolle Lösung zu verkaufen, um letztlich nur eine Abhängigkeit und ein „passives Einkommen“ letztlich nur darin besteht, dass andere die Arbeit machen, während man selbst davon zu profitieren versucht?
Dass Geld nicht „arbeitet“, sondern nur der Mensch, indem er versucht in einem begrenzten System eben jene fehlenden Zinsen zu erlangen, selbst dann, wenn er meint Maschinen zu bauen, die ihm die Arbeit abnehmen sollen.

„Finanzielle Freiheit und „Arbeit macht frei“, sind ein und das Selbe.“

Panik! Corona! Fußpilz!
Ständig steht alles (das Erreichte) auf dem Spiel. Solange man jedoch mit dem Zeigefinger wild fuchtelnd noch ein paar Feinde ausmachen kann, ist ja alles nicht so schlimm. Und wenn ein Vorgesetzter etwas verkündet, dann sollte man sich daran halten.

„Ein Diktator braucht einen funktionierenden Staatsapparat. Das heißt, er braucht Millionen von kleinen Funktionären, von denen jeder eine anscheinend eine unbedeutende Aufgabe wahrzunehmen hat. Und jeder von ihnen wird diese Aufgabe ausführen – mit Kompetenz – und ohne Bedenken. Und niemand wird sich klarmachen, dass er der millionste Teil eines grausamen Verbrechens ist.“ Prof. David Naggara“, I wie Ikarus, 1979

Das klingt erst mal ziemlich überzogen und wird anschließend auch gerne verharmlost/relativiert. Denn an dieser Stelle betritt meist das Bild Hitlers die Köpfe und der ist ja schon lange tot.
Faschismus funktioniert durch die gesellschaftlich anerzogene Gehorsamsbereitschaft, und das tut dem Vorhandensein dieser Sache keinen Abbruch.

Die angebliche Vorzeigediktatur, die man gerne in der Türkei nachzuweisen meint, ist auch nur dazu gedacht, damit die anderen „Herrscher“ etwas haben, um sich so von ihren Anhängern selbst „besser“ darstellen zu lassen – repräsentative Demokratie.
Mitunter wird gerne der Nationalsozialismus vorgeschoben, was nur die sanfte Umschreibung eines von den anderen abgegrenzten Staates ist, wo man den Bürger vollends zu „betreuen“ versucht – zumindest dort, wo es opportun und im Sinne der Erhaltung und Ausbau des System ist.

Ach das ist überall schon so? Da, schau her!

„Eine Organisationsstruktur, die sich aus Vorgesetzten und Untergebenen zusammensetzt, nennt man Hierarchie, eine Organisationsstruktur, die sich auf artigen und mit Zahlen bedrucktem Papier belohnten Untergebenen und ihren sie freiwillig wählenden, „wohlwollenden“ Vorgesetzten zusammensetzt, auch.“

Man sieht, es werden viele Begriffe geschaffen, um später eine anstrebenswerte kleinere Ausgabe davon im Alltag der Untergebenen und ihren „Vorgesetzten“ platzieren zu wollen – Alltagsfaschismus.

Kurz etwas zum Ablenkungsthema „Rassismus“:

„Rassismus existiert nur, weil der Mensch in Kategorien denkt, um sich so von anderen Menschen abgrenzen zu wollen. Die so erzeugte künstliche Trennung ist mitverantwortlich für das mitunter angestachelte und gewollte Gegeneinander – einem Phänomen des Systems in(!) dem über 90% der Weltbevölkerung zu Hause ist.
Übliche Denke, Methoden und Werkzeuge helfen da also nicht weiter – auch keine schärferen Gesetze, da hier die Absicht weiter verfolgt wird, die Vorgesetztenrollen weiter besetzen zu wollen, während man sich gegenseitig die wesentlichen Aspekte vorenthält: Die gesellschaftliche Entwicklung in Vernunft und Gewissen.“

„Wissen sie, warum sie in der Funktion als Polizeibediensteter existieren?“ „Nein.“ „Weil sie vorgeschickt werden, um die Auswirkungen gesellschaftlich tolerierter Unvernunft oberflächlich zu kaschieren.“ „Stimmt. Und ich gehe davon aus, dass dies noch eine Weile der Fall sein wird.“ Gespräch mit Selbigem in 2017

Die Teilnehmer des Systems kann man auch daran erkennen, dass sie bestenfalls ohne Feindbilder nicht auskommen und nur allzu schnell von „Andersdenkenden“ (früher nannte man sie noch Dissidenten) gesprochen wird, die bei näherer Betrachtung jedoch keine sind. Denn nur gegen etwas zu sein, macht aus dem „Gegner“ noch lange keinen „Andersdenkenden“.

Auch hier reduziert sich die Liste der Stigmatisierungen wieder um einen weiteren Begriff, der meist im Rahmen einfacher Denke geführt wird. Stigmatisierung ist ein beliebtes Werkzeug des Systems der alten Ordnung, um so dem Feind einen Namen zu geben, während sich der „Feind“ in einem selbst ein Stelldichein gibt und sich für den „Guten“ hält.

„There’s a man goin‘ ‚round takin‘ names
And he decides who to free and who to blame
Everybody won’t be treated all the same
There’ll be a golden ladder reachin‘ down
When the man comes around“
„The Man Comes Around“, Johnny Cash

„Dem Esel, der sich für ein Rennpferd hält, kann man nicht erzählen, dass er nur ein Esel ist. Man lässt ihn einfach auf die Rennstrecke.“

P.S. Auf die Frage, warum er selber seine eigene Meinung auf seinem Blog nicht veröffentlicht, antwortete ein ehemaliger Aufklärer, weil seine Meinung auf seinem Block nicht wichtig sei.

Nachtrag: Kennen Sie das Gegenteil von „Reformhaus“? „Reh hinterm Haus“ Soviel zur Bedeutung von Reformen und Reformbereitschaft.