Schon was anderes im Sinn? – oder: War noch nicht die richtige Farbe dabei?

- Lesezeit: ca. 8 Minuten

(v1.15*) Kanzlerwahlen, Ausgangssperren, Omas verprügeln, Aufstand der Schauspieler, Abstandshalter, Atomkriege, Infektionsschutzgesetz, Euthanasie, FFP2-Masken, PCR-Tests, Schnelltests, Spucktests, Gurgel-Tests, Intensiv-Betten, Krankenhäuser, Gaststätten, Bevölkerungsschutzgesetz, fehlendes Bundeswahlgesetz, Klimawandel, Staatsverschuldung, Mietbremse, Neuverschuldung, Hetzer, Meuchler, Impfpflicht, Kriegstreiber, Virologen, Rechte, Linke, Eugeniker, Unternehmenspleiten, Verschwörungstheoretiker, „Deep State“, Apokalypse, G5, erfolgreiche Erektionen von 93 Jährigen, Bitcoins, CBD, Übersäuerung, Hornhaut und Fußpilz auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Anerkennung. Sicher ist für jeden etwas dabei. Jeder soll seinem Frust freien Lauf lassen, sich gehörig auskotzen können und fleißig auf die Tränendrüse drücken.

„Ist schon schlimm, wenn ein Russe seinen Penis verliert und die Amerikaner ihre Truppen verlegen.“

Das liegt daran, dass seine Denk- und Verhaltensweisen darauf ausgelegt sind, sich von außen ablenken zu lassen, während er gleichzeitig den Schlüssel aus dem ganzen Tamtam in sich trägt. Mit der gewohnten Opferhaltung wird das natürlich nix.

„Merkel muss weg“, ist der alle Generationen übergreifende und sie vereinende Spruch – zumindest akustisch.

Nur bringt das alles nichts, wenn nicht erkannt wird, dass es alles nur Symptome sind, mit denen sich die Mehrheit – darauf erzogen – zu beschäftigen weiß. Zu sehr ist man damit beschäftigt, den eigenen Vorgarten sauber halten zu wollen, während das Unangenehme in Nachbars Garten gekippt wird. Und so ist jeder fleißig.

Ach? Was machen eigentlich die Reichsbürger? Und vor allem: Was macht Trump?

Gibt es schon ein Seminar oder einen Workshop zum Thema „Gaststaatgesetz“? Ich könnte da mal was anbieten, natürlich gegen Geld… sehr viel Geld. Es würde Ihnen zwar nichts bringen, aber mir. Ich mag Sie hier beunruhigen: Das Gewohnte wird nicht weiterhelfen.

Spätestens an diesem Punkt lassen sich die Anhänger der alten Ordnung ausmachen. Und spätestens ab diesem Punkt lautet der eigene Film: „Soweit die Füße tragen“.

Hauptsache, alle sind weiter fleißig beschäftigt, hoffen, harren, verweilen, sondieren &c.

Mittlerweile werden „ganze Herden von Säuen täglich durchs Dorf getrieben“.
Informative Überfrachtung nennt sich das, so dass jeder immer einen vollen Kopf hat und die Energie nicht mehr ausreicht, eine Kuh von einem Ochsen zu unterscheiden.

Informative Überfrachtung führt auch zu Aggressionsverhalten und Gewaltbereitschaft, neben der erfolgreichen Unterwanderung der eigenen Entwicklung.
Das ist dann der Punkt, wo man sich aus dem gewohnten Geschehen verabschiedet und seinen eigenen Weg geht. Dabei ist man nicht wirklich allein, sondern mit dem Leben.

Wer sich nicht damit auseinandersetzt, kennt das alles nicht wirklich. Eines ist dabei sicher: Mit Oberflächlichkeit hat das nichts zu tun. Kaum jemand mag, wenn es ihn selbst betrifft, tief in sich gehen, was nicht heißt, dass man den Finger nur tief genug in die Nase oder den Hintern stecken muss.

Die maximale Durchmischung von Meinungen ist dann erreicht, wenn jeder über das Erlebte reichlich zu klagen weiß, während er gleichzeitig den Dialog zu meiden versucht.

Kaum jemand erkennt, dass die gewohnte Masse seit Ewigkeiten zusammenarbeitet und zwar gemeinsam und fest entschlossen gegeneinander.
Einmal mehr zeigt sich, dass der Einzelne den Weg für sich zurückzufinden hat.
Denn es geht darum, die eigenen Denk- und Verhaltensweisen, die typisch für die aktive Teilnahme am System der alten Ordnung sind, infrage zu stellen. Ab da wird es ganz ruhig und die Theoretiker offenbaren sich von den Praktikern.
Aus diesem Grund nutzt es wenig, sich von der Lebensweise, wie ich sie bereits praktiziere, von weitem eine theoretische Meinung zu bilden, ohne mich „persönlich“ zu kennen oder getroffen zu haben. Denn am Tun kann man sie erkennen.

Neulich sah ich ein interessantes Video und schrieb für ein Gespräch die Telefonnummer drunter und den Verweis auf meinem Blog. Der Typ löschte es, weil er davon ausging, ich würde für mich „Werbung“ machen. Ich hätte ihn dazu fragen müssen. Einmal mehr, dass so etwas keinen Sinn hat.

Wer sich wundert, warum so manche gesperrt werden oder gelöscht oder selbst das Handtuch werfen: Es gibt ein Thema, was über den gewohnten, anerzogenen Betrachtungsrahmen hinausgeht und jedem näher ist, als er sich das im Rahmen mit seiner Auseinandersetzung mit vorgekauten Themen zu ahnen meint. Themen, die auf der anderen Seite nur die Steilvorlage bilden, dass er sich doch endlich mal selbst hinterfragen mag.
Denn dafür ist das ganze Tamtam geschaffen und nicht einfach dazu, es nur lange und laut genug beklagen, bejammern und verdrängen zu wollen. Erkennen Sie den wesentlichen Unterschied?

Wer nun der Meinung ist, man müsse erst alle wahrgenommenen Probleme und Verursacher vorher beseitigen (verdrängen), bevor man sich wieder seiner eigenen Entwicklung widmen kann, der macht sich nur etwas vor. Der Trick ist die „richtigen“ und nicht nur die üblichen Fragen zu stellen.

Der Gesellschaft wird aktuell rigoros gezeigt, dass sie doch nicht so schlau ist, wie sie sich zu halten meint, denn dann könnte man mit ihr das Spiel auch nicht veranstalten, gegen das sie sich mitunter heftig zu wehren versucht.

„Die meisten Menschen gehen den Weg, den wir für sie vorsehen – zu ängstlich, einen anderen zu erkunden. Aber von Zeit zu Zeit gibt es Menschen wie sie, die alle Hürden überwinden, die wir ihnen in den Weg stellen. Menschen die erkennen, dass freier Wille eine Gabe ist, die man erst nutzen kann, wenn man auch dafür kämpft. Ich glaube, dass ist der wahre Plan des „Vorsitzenden“, dass eines Tages nicht mehr wir den Plan schreiben, sondern ihr.“ Der Plan, 2011

Sicher lässt sich das Pferd bis zur Tränke begleiten, doch seinen Durst stillen, muss es letztlich selbst.

„Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.“ Paul Watzlawick

„Es war die beste aller Zeiten, es war die schlimmste aller Zeiten,
es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Dummheit,
es war die Epoche des Glaubens, es war die Epoche des Unglaubens,
es war die Saison des Lichts, es war die Saison der Dunkelheit,
es war der Frühling der Hoffnung, es war der Winter der Verzweiflung,
wir hatten alles vor uns, wir hatten nichts vor uns,
wir gingen alle direkt in den Himmel, wir alle machten uns in die andere Richtung auf …“
Charles Dickens, Eine Geschichte aus zwei Städten, 1859