Oh, Tango! Darf ich bitten?

„In der Taverne, dunkle Gestalten…“

Ich hatte die letzten Tage so das Gefühl, dieses eine Thema doch noch etwas mehr herausarbeiten zu wollen.

Bisher wurde, was mit „Gut und Richtig“ deklariert wurde, durch Recht und Gesetz und seine Befürworter vertreten. Aus der eigenen Praxis hat sich dann folgendes Bild von „Recht und Gesetz“ dahin erklärt, dass es nur einseitig, in der Regel wirkt, das Geschäft dabei im Vordergrund.

Wir haben es im Kern mit drei Parteien zu tun (die Hintergrundakteure mal vernachlässigend), die in einen Rechtsachverhalt involviert sind: das Gericht und die beiden Parteien – überlagernd verbunden durch das Geldsystem. Ebenfalls bekannt, die durch Dienstverträge und dadurch entstehende Weisungsgebundenheit, sorgt für eine einseitige Orientierung.

Und so treffen drei zusammen, die sich im Erheischen ein Stelldichein geben. Nicht selten wird über „Kantinenwirtschaft“ geklärt, wer verliert, wer gewinnt und wie sich die Beute geteilt wird – vorab. Die verursachenden Befindlichkeiten kann sich der eine oder andere gerne selbst ausmalen.

Wie würde sich die Situation verändern, wenn plötzlich ein Gesetz nach dem anderen ungültig werden würde, weil erkennbar ist, dass es den entsprechenden „Vereinbarungsgrundlagen“ ermangelt – wie bspw. eine „räumliche Geltung“?

So wäre der Versuch gegeben, sich auf vorangegangene Grundlagen zurückbeziehen zu wollen – also Gewohntes oder diesen Sachverhalt gewohnt zu ignorieren – sozusagen als Glaubenprinzip verbleibend.

„Wie sagte der Polizist? Herr Berg, wir glauben daran…“

Dass dann eine dringlich erscheinende Rückbeziehung auf Vergangenes ihre Mitursache im gewohnt gehandhabten und beigebehaltenen Misstrauen findet, braucht sicher keiner näheren Erläuterung mehr. Und so versucht sich der Rechts- und Gesetztreue weiterhin über andere erheben zu wollen – ob mit alten oder neuen Werkzeugen. Ohne selbst zu prüfen, dass seine eigenen Verhalten sich nicht geändert haben oder er der Meinung ist diese ändern zu müssen. Gerade darum geht es und um nichts anderes.

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“

Mit der Aussage: „Wir brauchen Gesetze!“, schneidet sich jener selbst von dem ab, worum es bei dem ganzen Thema an sich geht. Und findet er sich sich dann in Gruppen wieder, die sich zur Aufgabe gemacht haben, über „Recht und Ordnung“ genauso befinden zu wollen, wie es jene tun oder bisher taten, denen sie versuchen, gleiches absprechen zu wollen. Beide tappen im Dunkeln.

„Und sie tanzen einen Tango…Jacky Brown und Baby Miller…“

Das gleiche „Spiel“ findet sich gewöhnlich im „Dialog der Religion“ und damit verbundenen, langweiligen Debatten, Kriegen und Absurditäten wieder – eine Welt der Kategorisierungen – in der Annahme, es sei das Wesentliche bereits erkannt. Und an dieser Stelle findet sich etwas, was man nur mit einem Gefühl beschreiben mag, wo sich Wahrgenommenes zueinander zu unterscheiden versucht – zwischen Sein und Schein. Hinweisend.

„Doch jedem seine Wahrnehmung.“

Worauf ich hinaus will: Wenn der Zustand der Projektion von Misstrauen nicht hinterfragt wird, bewegt sich der Akteur weiterhin in einem Verhalten, was ihn zu Gesetzen und damit verbundenen Aktionismen und Vorstellungen greifen lässt, um „Recht“ zu bekommen, zu erlangen und damit verbundene Hinwegsetzungen (Eroberungen), wie zum Beispiel „Geld“ oder „Besitz“ – und nachfolgendem Sichern und Bewahren und gewohntem Misstrauen.

An dieser Stelle nun die Theorie, dass Gesetze nie für etwas anderes gemacht wurden, als diesem Verhalten „entgegenwirken“ zu wollen (in der Vorstellung einer dauerhaften Aufgabe). Und so entsteht das berühmte „dagegen sein“ – alle sind dabei beschäftigt: „Es gibt nichts gutes, außer man tut es.“ Eine Welt selbst gemachter, sich abwechselnder Gewinner und Verlierer und am Ende ein Nullsummenspiel in einer selbst geschaffenen, geschlossenen Anstalt.

Nehmen wir nun alle Argumentationsmittel und gewohnte Handlungsmuster vom Tisch (Recht und Gesetz), wenn es um das Bekommen von energetischen Ausgleichen aller Art geht, so bleibt im Kern die Entscheidung mit der Frage: Geht die eigene Handlungsabsicht von einem natürlichem Fluss (bedingungslos) aus oder ist es wieder „bedingtes“ Wollen?

„Liebe ist bedingungslos. Alles andere sind geschickte Formen aus Machtkampf und Verteidigung – und im Kern uninteressant, wenn der Mechanismus erkannt wurde.“

„Ein Kämpfer will kämpfen.“ „Dann lass‘ ihn. Kriegslust kann man nicht mit Krieg bekämpfen. Und Kriegen bleibt Kriegen – egal ob es um Besitz, Ideologien, Geld oder die Oberhand über andere oder die Ressourcen ist.“

„Das was Du nicht in Dir selbst trägst, ist auch nichts was zu dir kommt. So bleibt in der Regel das Holen und Bekommen. Ist es in dir angelegt, so findet es von ganz allein den Weg zu dir. Erkennbar, wo Veränderung beginnt.“

An dieser Stelle mag sich jeder selbst entscheiden, ob er weiterhin ausschließlich im System „äußerer“ Bedingungen ( und „entweder… oder“) unterwegs sein mag, um etwas zu bekommen oder sich langsam selbst an ein bedingungsloses Handeln (über das „sowohl…, als auch“) selbst umgewöhnen mag.

Von Strukturen und Handlungsmustern, die sich durch oberflächliches und werbetechnisches Propagieren einer „Befreiung der Menschen“ hervortun und in die Welt schreiend umherlaufen, um dies jedoch nur über Gewohntes durchsetzen zu wollen (Hab, Gut und Aufmerksamkeit), mag man sich getrost fernhalten, da das universale Prinzip des bedingungslosen Empfangens und Gebens ausgehebelt wird.

„Aber die anderen tun es doch auch.“ „Dann handelst du nicht anders, als jene anderen.“

Wer davon ausgeht, dass Geld allein die Probleme „löst“ oder eine pauschale „Gleichschaltung der Massen“ für eine Lösung hält, mag noch etwas weiter darauf herumdenken (:-D). Denn die Lösung ( an sich selbst zu arbeiten) liegt bei jedem selbst.

Hierbei unterscheiden sich die Täuschung vom „Eigentlichen“ zunächst nicht voneinander, wenn man die Maßstäbe gewohnt im Außen ansetzt.

„Wisse, was du gelernt hast, kannst du mit Freude mit eigenen Händen tun.“