Als der Umgang mit dem Signal „Angst“ umgelernt wurde

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(v1.0*) So mancher fragt sich in diesen Tagen, was denn da noch so alles auf ihn einprasseln wird, und welche Klamotten sich im Rahmen von „Corona“ noch ausgedacht werden, damit man den gewöhnlichen Denker weiter unterdrücken kann.

Kaum jemand erkennt, dass er es selbst in der Hand hat, wenn er sich nicht von seinen üblichen Denk- und Verhaltensweisen einfangen und beherrschen lässt.
Dazu ist es erforderlich und unabdingbar, den Blick auf sich selbst zu richten, statt gewohnt, andere für die Situation verantwortlich machen zu wollen.

Signale zum Um- und Weiterdenken, gibt es derweil reichlich. Doch das fällt kaum jemandem auf, ist die Mehrheit noch damit beschäftigt, sich über ihre Situation entsprechend auszulassen.
Dabei ist jeder Moment der beste, mit dem eigenen Umdenken zu beginnen, statt sich in der Hoffnung zu aalen, dass die anderen erst einmal „weg müssen“.

Es gibt keinen Moment, wo die anderen erst weg sind und man dann mit dem Umdenken beginnt. Es ist genau umgekehrt, erst wenn man umdenkt, verschwinden die anderen von selbst. Wobei das, was da verschwindet, das Rollenspiel ist, was jene spielen – was man bisher ebenfalls spielte.

Sich zu erheben, bedeutet nicht, sich gegen oder über andere zu erheben, sondern sich in sich selbst zu erheben, mehr und mehr seine Rollen abzulegen und sich in Authentizität zu entwickeln.

Sich gegen oder über andere zu erheben bedeutet nur, dem Verhalten der in irgendeiner Intensität der Feindbildprojektion nachzugehen. Gleiches gilt für das Verhalten, sich selbst zu unterwerfen und dem Gegenüber dann dafür die Schuld zuzuweisen.

„Du bist ja arrogant.“ „Das sieht nur von ganz unten so aus.“

Der verdreht gelernte Umgang mit der Angst sorgt dafür, dass sich der Einzelne selbst in Schach hält, während er in der irrigen Meinung unterwegs ist, mit vielen, die so gestrickt sind wie er, könnte man auf die Straße gehen und etwas bewegen.

Letztlich ist das Demonstrieren nur ein kollektives Klagen – ohne folgen. Man gibt dem selbstgeschaffenen Leid nur eine Ventilfunktion.

„Gemeinsam sind wir stark“, bedeutet im Umkehrschluss, dass der Einzelne Nichts ist. Was passiert jedoch, wenn viel Nichts zusammenkommt? Nichts.
Der Ausweg aus dem System der alten Ordnung findet sich dort, wo kaum jemand hinschaut: in ihm selbst. Hat er das erst einmal erkannt, steht ihm niemand, als er nur sich selbst im Weg.

Die „Luftnummer“, in der sich die Masse anerzogen bewegt, ist so groß, dass es wenig nutzt, innerhalb dieser und mit den gegebenen Werkzeugen oder aus bekannten Disziplinen heraus etwas erreichen zu wollen, während die eigene „Bude“ als „sauber“ deklariert wird.

Das System ist nochmal was ganz anderes, als dies üblicherweise gedacht/geglaubt wird und erzeugt sich aus den Denk- und Verhaltensweisen einer geistig gleichgeschalteten Gesellschaft, die zwar vorgibt, dass sich etwas ändern soll, während sie jedoch alles anstellt, damit alles beim Alten bleibt.

Das ist auch der Grund, warum mittlerweile auf ihr herumgetrampelt werden muss, da sich der angesprochene Einzelne, der vorher noch „getönt“ hat, dass sich endlich etwas ändern soll, sich spätestens dann auf die Flucht begibt, hat er erst einmal erkannt, dass es an ihm selbst liegt. Erfahrungen aus der Praxis.

Die beste Zusammenarbeit findet sich bei einem selbst, zusammen mit dem Leben, was sich gerne wieder zeigen mag. Das geschieht dann, wenn er zu begreifen beginnt, dass er bisher nur lernte, wie es nicht funktioniert hat.

An diesem Punkt mag ich sagen, dass es wenig nutzt, nur darauf zu warten, dass erst alles anders wird, damit man es anschließend endlich anders machen kann, wenn „die Anderen“ erst einmal weg sind.

Es geht darum, dass die Menschen wieder zurück ins Leben kommen, was sie nur aus eigener Entscheidung heraus tun können, während sie in der irrigen Meinung sind, die „Anderen“ würden dies zu verhindern versuchen.
Gerade hier findet Verdrängung statt, dass die anderen Schuld an der eigenen Lebenssituation haben sollen.
Diese Denke macht ihre Anwender zu jenen Systemteilnehmern, was sie sich selbst nie zugestehen würden, wenn die Realität nicht eine andere wäre. „Die Gewalt geht tatsächlich vom Volke aus.“
Wobei „Gewalt“ nur im übertragenen Sinne der „Wille zur Veränderung“ ist, oder ob man sich weiter auf dem Komfortsofa kuschelt, dabei möglichst laut zu klagen und derweil wenigstens auf die gerechten Vorgesetzten zu hoffen bereit ist.

Mit den üblichen Methoden, Werkzeugen, Denk- und Verhaltensweisen, kommt man keinen Schritt weiter, da diese für die Situation ja verantwortlich sind.

Da in den Kinofilmen seit längerer Zeit Hinweise auftauchen, wundert es schon, dass seit „The Matrix“ in 1999 noch so lange noch insystemisch „herumlaboriert“ wird, was im Kern mit den wirkenden Glaubenssätzen zu tun hat, die die Realität des Einzelnen, im Rahmen seiner gesellschaftlichen Gleichschaltung bestimmen.

Nur eine Weile fand man sich zusammen, um etwas „dagegen“ tun zu wollen, wo jedoch nur sehr wenige erkannten, dass die „Nummer“ um einiges größer ist, als man sich dies zunächst gedacht hatte. Und so zerfielen die üblichen Vorstellungen von „gerechtem Staat“, die vielen „Reichsbemühungen“ und Gruppen. Scheinwelten, die andere Scheinwelten ersetzen sollten.

„Es ist ein Irrglaube, man müsse anderen entsprechen, nur weil jene dies so gelernt haben.“

Es geht immer um die eigene innere Entwicklung, die solange einen hohen Stellenwert hat, bis eine Autorität kommt, und dies zu verhindern versucht, damit man „ihr“ entspricht/gehört.

Der Glaube, dass einem das sich zur Welt bringende junge Leben gehören würde, ist ein Irrglaube. Das Leben beschenkt sich nur selbst, weil es weiter nur versucht, sich selbst verstehen zu wollen.

Wer an dieser Stelle das Leben – was über den Tod hinausgeht – auf sein bisschen Existenz zu reduzieren weiß, darf sich nicht wundern, wenn er immer zu kurz kommt.
Das ist der eigentliche Mangel, den man mit allerlei Dinglichkeiten auszugleichen versucht, nur weil man sie mit „mein Eigentum“ oder „mein Besitz“ zu bezeichnen meint – während sich die innere Leere so nicht füllen lässt.

Leben (Ganzheit) und Existenz (Abgetrenntheit vom Ganzen und isolierte Vorstellung vom „eigenen“ Leben) sind zwei Paar Schuhe.

Nachtrag: Durch erfahrene Bestrafung für Nichtentsprechung, wurde das Signal „Angst“, als Hinweis fehlender Informationen, zu einem Warnhinweis möglicher Veränderungen und damit verbundener Nichtentsprechung und weiterer möglicher Bestrafungen.