Die Perspektive ändern

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(v1.3*) Gestern Abend begann ich mit einem neuen Beitrag, und einmal mehr bestätigt sich am heutigen Morgen, dass der Abend kein guter Berater ist.

So kam heute morgen der Gedanke rein, die Gesamtsituation nochmals aus einer anderen Perspektive zu betrachten, wie sie für denjenigen, der sich ebenfalls damit auseinandersetzt offensichtlicher nicht sein kann.

Denn merkwürdigerweise – ich verwende mal dieses Wort – scheint der Blick getrübt und zu sehr hat man sich wieder durch eine Inszenierung fast vollständig vereinnahmen lassen.

So adressiere ich diesen Beitrag an alle Aufklärer, die sich seit Jahr und Tag mit der Welt des positiven Rechts und seinen künstlichen Gesetzen auseinandersetzen – besser: auseinandergesetzt haben.

Wer sich längere Zeit intensiv mit dem Rechtssystem auseinandergesetzt hat, wird feststellen – wenn er 1 und 1 zusammenzählt – dass es hier keine Rechtsgrundlagen mehr gibt, und es sich niemals wirklich um einen Rechtsstaat gehandelt hat. Das hat – selbst wenn das so mancher nicht hören mag – auch seine Bewandtnis.

Der Anwalt wird einmal mehr an seinem Gelernten festhalten, obwohl es sich bereits als Täuschung offenbart hat. Die geglaubte Märchenstunde und der Krieg auf dem Papier.

Unverständlich ist jedoch, warum die Aufklärer von den nicht geltenden Gesetzen wieder abgekommen sind und man immer noch von „Bundeskanzlerin“, „Beamten“ und von „Bundestagswahlen“ oder sonstigem zu berichten meint.

Was die gänzlich abhanden gekommene rechtliche Situation angeht, hier nur einige Hinweise zum anschließenden Recherchieren (und es gibt noch weitere):

  1. Am 20. September 1950 sind der BRD die staatlichen Gerichte abhanden gekommen. (§15 GVG).
  2. Am 17. Dezember 1953 wurde vom BVerfG der Beamtenstatus rückwirkend ab dem 8. Mai 1945 ausgelöscht (BvR 147/52).
  3. Am 19. April 2006 sind die räumlichen Geltungsbereiche von StPO, ZPO und GVG weggefallen (Gesetze brauchen jedoch einen räumlichen, zeitlichen, sachlichen und persönlichen Geltungsbereich, da sie in ihrer Wesensart künstlich sind).
  4. Am 25. Juli 2012 wurde das Bundeswahlgesetz rückwirkend für verfassungswidrig erklärt und nach verstrichener Frist zur Besserung von einem Jahr, war es dann unheilbar verfassungswidrig.

In den letzten Wochen habe ich in sehr vielen Kommentaren diese Punkte aufgeführt:

  1. Der von dem Bundeskanzler und seinen Ministern zu leistende Amtseid, Artikel 64 in Verbindung mit Artikel 56 des Grundgesetzes ist ein politisches Versprechen und kein Eid in einem gerichtlichen Verfahren. Er wird von der Strafvorschrift des § 154 des Strafgesetzbuches nicht erfasst.
    Das bedeutet: Nichts mit Strafanzeigen und Klagen.
  2.  Parteigesetz §37: § 54 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs wird bei Parteien nicht angewandt.
    Dazu BGB § 54, Satz 2: Aus einem Rechtsgeschäft, das im Namen eines solchen Vereins einem Dritten* gegenüber vorgenommen wird, haftet der Handelnde persönlich; handeln mehrere, so haften sie als Gesamtschuldner.“ * Hier: der Wähler
    Das bedeutet: Die Politiker tragen für ihr Handeln letztlich keine Verantwortung.
  3. „Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.“ Artikel 38, Abs. 1, Satz 2 Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
    Das bedeutet: Das der Begriff „Volksvertreter“ eine vollkommen andere Bedeutung hat und sich spätestens nach der Wahl in einer „unantastbaren“ Position befindet.
  4. Am 25.07.2012 wurde das Bundeswahlgesetz von 1956 vom BVerfG rückwirkend für unheilbar verfassungswidrig erklärt.
    Das bedeutet: Dass der Akt der Wahl keine legitimierte Regierung zustande bringen würde und einmal mehr nur irgendwelche Herrscher gewählt würden, die in ihrem Sinne über „das Volk“ entscheiden – genauer: die über die Staatsangehörigen(!) entscheiden würden, was für sie „gut und richtig“ sein soll.
    Die meisten wählen – spätestens seit 2012 – nur noch aus Gewohnheit, weil sie das eigene Machtvakuum in sich durch die Wahl gerechter Vorgesetzter auszufüllen versuchen.
    Dass es einer Rechtsgrundlage bedarf, an die sich jeder in der Regel zu halten hat, hat man geflissentlich übersehen, dass es kein mehr gibt. Doch wer sagt, dass zwischen dem Akt der Wahl und den präsentierten „Volksvertretern“ jemals ein Zusammenhang bestand?
  5. „Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt. Und wir müssen damit rechnen, daß das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann.“ A. Merkel, 2008
    Das bedeutet: An diesem Punkt wird der Bevölkerung ihre eigene Naivität und Blauäugigkeit  gespiegelt.
  6. „… Sie haben wirklich vielleicht nur leichte Schnupfensymptome. Manche werden eben gar keine Symptome haben. Das liegt daran, dass es eigentlich gar keinen Erreger gibt…“ Lothar H. Wieler, Leiter des RKI, 13.03.2020 (ab Minute 10:30)
    Woher der Boden weiß, dass er „Deutschland“ heißt, herrscht das gleiche Prinzip woher ein Virus (wenn es denn existiert) seinen Namen hat und ob man den nicht einfach austauschen kann. Denn gestorben, wird immer. Und mit Etiketten kennt sich der gewohnte Denker aus.
    Was das bedeutet, scheint im Kern so gut wie niemandem wirklich klar zu sein. Nicht wenige nutzen die Situation, um einfach ihrem selbst geschaffenen Leid eine Ventilfunktion geben zu wollen, um weiter den „lautstarken Schlauen“ zu mimen.
  7. „Tatsächlich aber sind die europäischen Völker ihre Staaten, ihre nationalen Volkswirtschaften, sind alle Unternehmen, von der Entwicklung der Welt, von der ich sprach, auf das Stärkste berührt. Sie wissen es nur noch nicht. Sie haben es nur noch nicht verstanden…“ Helmut Schmidt anlässlich der Verleihung des Preises zum Westfälischen Frieden, 2012
    Das bedeutet: Die Staaten sind Unternehmen und seit wann kann ein Unternehmen Gesetze und Verordnungen verabschieden?

Welche Auswirkungen haben diese Aussagen auf die aktuelle Situation wirklich, und wie bewusst ist sich der Einzelne darüber?

Wie sagte einst Horst Seehofer so schön? „Es gilt zur Zeit keine Ordnung, es gilt kein Vertrag, es gilt kein Gesetz.“

Warum wird darüber so gut wie nicht – vor allem dauerhaft – aufgeklärt?

Ganz einfach. Die Anhänger der alten Ordnung, aus in den Familien zur Gehorsamsbereitschaft erzogenen Untergebenen und ihren sie „betreuenden Vorgesetzten“, haben alle etwas zu verlieren und zwar ihre Existenz. Auf der anderen Seite hat es bei den meisten auch noch nicht „geklingelt“.

„Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht liegt in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen.“ Hannah Arendt

Die Existenz ist jedoch nur die anerzogene, isolierte Vorstellung von Leben und das Gegenteil vom Leben selbst. Schlussfolgernd: Die Mehrheit der Menschen in der Rolle der Aufklärer, sind schon lange wieder dort angekommen, wo sie einst – hoch motiviert, etwas zu verändern – gestartet sind. Denn es erfordert Mut, den einen Schritt zu gehen.

Vielmehr entsteht der Eindruck, dass man sich von der einstigen Aufgabe deswegen verabschiedet hat, da man bis an eine Grenze gelangte, wo es zu einem rigorosen Ausleseprozess kam.

Sicher kann jeder machen, was er will. Doch genau darum geht es eben nicht, denn sonst führt das zu nichts.

Ein Tipp am Rande: Die Mehrheit arbeitet bereits zusammen und zwar fest entschlossen gegeneinander.

Da mag der Eindruck entstehen, ich würde dies genauso tun. Ich habe über die Jahre so viele angeschrieben und als Rückmeldung kam so gut wie nichts. Mir ging es darum, wie viele wirklich den Dialog und Zusammenarbeit suchen, oder ob sie nur so tun, als ob.

Erst neulich schrieb jemand die beiden Begriffe „Würde“ und „Freiheit“ hin und ich fragte, welche Bedeutungen denn diese Begriffe hätten.
Es wurde „herumgeschwurbelt“ und Euphorisches von sich gegeben und am Ende stellte sich heraus, dass man mit der Veröffentlichung dieser Informationen eben ein Geschäftsmodell verband.

Es geht jedoch nicht um Geschäftsmodelle. Der Mensch, der sich im Haben und Erhalten der Existenz bewegt, verkörpert das Alte. Und was macht das gerade? Den Abflug.

„Die Titanic hatte Rettungsringe aus purem Gold.“ Otto Waalkes

Eines habe ich gelernt, wenn man den einen Schritt geht und den Weg weiter verfolgt: Die Vorstellung über Eigentum und Besitz, Macht und mit Zahlen bedrucktes Papier, was man unter gewohnten Bedingungen zu haben meint, es sind alles nur Gespinste.

Der Systemgläubige hingegen glaubt fest an das Gegenteil, was ihn so zum Systemteilnehmer der alten Ordnung werden lässt, denn er müsste ja dann zugeben, dass er sich sein bisheriges Leben, selbst „über den Tisch gezogen“ hat und er niemandem dafür die Schuld geben kann.

Dadurch würde er sich selbst enttarnen. Lieber beschäftigt er sich reichlich damit, die sicht- und spürbaren Symptome des Systems zu bekämpfen, dem er so unweigerlich angehört – im Irrglauben, sich dadurch vom System zu befreien, indem er seine „Feinde“ zu verdrängen versucht.

„Etwas wie einen äußeren Feind“ gibt es nicht. Egal, was die Stimme in ihrem Kopf Ihnen sagt. Alle Feindbilder, die wir haben, sind nur  Projektionen des „Ichs“, als der Feind selbst.“ Dr. Deepak Chopra, M. D., „Revolver“, 2005

Was in ihm herrscht ist ein Widerspruch. Und wo der Widerspruch herrscht, bedarf es lediglich der Anwendung des Kategorischen Imperativs, um den Widerspruch hinter sich zu lassen, wobei man sich hier ganz bewusst(!) entwickelt.

Das ist ein weiterer Schlüssel zu seiner eigenen Befreiung – vorausgesetzt, er unterlässt die gewohnten Verdrängungskonzepte und schaltet zunehmend wieder auf Selbstreflektion, was ebenfalls ein Schlüssel zu seiner Befreiung ist.

Der Wandel, damit verbundene Veränderung offenbaren dem Menschen seine inneren Grenzen, die er jedoch überwinden kann.

Der Existenz steht nur anerzogen das Nichts, die Bedeutungslosigkeit und das Chaos gegenüber, was den typischen Grenzgänger sich selbst „im Zaum halten“ lässt. Ein Irrglaube, der auf dem anerzogenen Opferverhalten beruht und ihn sich anerzogen selbst entmachten lässt.

„Unwissenheit bewirkt Chaos, nicht Wissen.“ (Übersetzt aus dem Originaltext: „Ignoranz bewirkt Chaos, nicht Wissen.“) Lucy, 2014

„Mehrheit steht im Alten nicht für Richtigkeit, sondern nur für Mehrheit.“

Und das Recht? Das wird mittlerweile nur noch vorgeschoben, um das eigene Handeln weiter rechtfertigen zu wollen, was sich in der Regel auf die Erhaltung der eigenen Existenz konzentriert. Hier findet die Mehrheit die Grenzen ihres Handels.

„Mensch/Person“, „Mensch/Ich“ waren in der Vergangenheit ja schon mal Thema. Doch reicht es nicht, es nur mit dem Verstand zu erfassen. Es geht darum, es zu verinnerliche. Dort findet sich ein weiterer Schlüssel zur Überwindung des ganzen Tamtams.

Was die aktuelle Situation angeht, beruht politisches Handeln grundsätzlich auf Rechtsgrundlagen, ebenso wie sich ein Staat aus Personen (Der Mensch in der Rolle als Staatsangehöriger) konstituiert und nicht aus Menschen, was wiederum voraussetzt, dass der Einzelne den Unterschied nicht nur auswendig kennt, sondern in sich selbst erkennt, dass er ein „Ich“ hat und nicht nur das „Ich“ ist.

Das ist der Grund, warum ich mitunter schreibe, dass es ein beachtlicher Unterschied ist, ob man eine Rolle nur spielt oder ob man die Rolle ist.

Ab da wird es für gewöhnlich ruhig, was Antworten und Reaktionen angeht. Es wird fleißig ignoriert oder sich die eine oder andere passende „stille“ Antwort zurechtgelegt, um weiter dieses Thema großräumig zu umschiffen, was lediglich ein Zeichen dafür ist, dass der gewohnte Mensch weiter von seinen Denk- und Verhaltensweisen beherrscht sein mag, während er weiter glaubt, er habe „die Zügel in der Hand“.

„Ja, wie willst DU das denn den ANDEREN beibringen?“

Die Antwort dazu lautet: Gar nicht. Wenn ich es für mich verinnerlicht habe, reicht es doch bereits aus. Denn ich musste auch feststellen, dass es Dinge und Sachverhalte gibt, die man gar nicht einfach weitergeben kann, selbst wenn man dies noch so sehr möchte.

Ein weiterer Schlüssel ist das Rollenspiel selbst, was die Mehrheit für alternativlos und deshalb auch für ernst zu halten meint.

Wie gesagt, der Wandel ist auch gleichzeitig ein Prozess, der den wahren Zustand im Menschen aufzeigt, ob er das will oder nicht. Und es ist allemal besser zu wissen, was man ist, um von da aus seinen Weg der Entwicklung zu gehen, als sich etwas vorzumachen, etwas zu sein, was man nicht ist und letztlich so stehen bleibt. Doch vielleicht ist auch das Schwindende nur eine Rolle.

Sollte Ihnen dies gerade bei mir auffallen, so erreichen Sie mich unter 0177 – 1724806.

Sehr viele bekannte Aufklärer haben über die Jahre „die Segel gestrichen“ oder sind, wie festzustellen ist, einfach zurückgefallen und spielen heute nur noch die Rolle eines systemischen Hofberichterstatters oder kopieren vorgefertigte Meinungen, während die eigene dezent im Hintergrund bleibt.

„Meine Meinung spielt auf meinem Blog keine Rolle.“ Ehemaliger Aufklärer und Blog-Betreiber

Sich eine eigene Meinung zu leisten, hat die Bewandtnis, auch eine Art Position im offenen Raum einzunehmen, statt den Unantastbaren zu mimen, was bedeutet, dass sein „Ich“ sich nur weiter vor Veränderungen schützt.

Die Würde des Menschen ist nicht deswegen unantastbar, weil man sich irgendwo oder hinter Spitznamen (Nicknames, „Old Nick“) oder lustigen Tiergesichtern oder Symbolen zu verkriechen weiß. Erkennen Sie den maßgeblichen Unterschied?

Das worum es geht, nennt sich Authentizität. Ebenfalls ein Schlüssel zur eigenen Befreiung.

„Als Fiktion bezeichnet die Rechtswissenschaft die Anordnung des Gesetzes, tatsächliche oder rechtliche Umstände als gegeben zu behandeln, obwohl sie in Wirklichkeit nicht vorliegen.
Hierbei kann die Fiktion das genaue Gegenteil der tatsächlichen Umstände als rechtlich verbindlich festlegen.
Eine Fiktion kann deshalb im Prozess auch nicht widerlegt oder entkräftet werden, da sie definitionsgemäß vom tatsächlichen Sachverhalt abweicht.
Das Wort „gilt“ ist in Gesetzestexten ein Indiz für das Vorliegen einer Fiktion, sie kann sich aber auch in Legaldefinitionen verbergen.“ Fiktion(Recht), Wikipedia

Vielleicht erkennt der eine oder andere den Etikettenschwindel.

„Es gilt erst einmal ein Bewusstsein des Missstandes zu schaffen. Jetzt nicht gleich zu fragen: „Gib doch die Antwort.“
Ein Dutschke will keine Antwort geben. Das wäre genau die manipulative Antwort, die, ich nicht zu geben bereit bin. Denn was soll es bedeuten, als Einzelner Antworten zu geben, wenn die gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit bestehen bleibt. Die muss durchbrochen werden, dann können Antworten gegeben werden…“ Rudi Dutschke

Musikalische Nachbehandlung:

Alternativ:

Nachtrag: „Es ist leicht, Leute zu belügen, die sich schon selbst belügen.“ „Mysterio“, Spider-Man – Far From Home, 2019

Hinweis: Es finden eine Menge Veranstaltungen statt, wo über die Grundrechte, Corona usw. aufgeklärt wird. Es lohnt sich die Veranstalter auch dahingehend über die rechtliche Situation zu informieren (siehe: oben), um darüber auch die Absichten zu prüfen.
Denn, wenn alles auf dem Spiel steht und sogar das Spiel selbst, bleibt den Verfechtern der alten Ordnung nur noch die Flucht nach vorne, um weiterhin die Massen „bei der Stange halten“ zu wollen.