Ein Lösungsansatz für die globale Krise und danach, Teil 1

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(v1.1*) Sicher mag alles stets komplexer sein oder erscheinen. Doch wenn man nicht damit beginnt, die Dinge zu beleuchten, wann dann?

Das Drucken von Geldscheinen – also mit Zahlen bedrucktem Papier, ist nicht einfach nur dazu gedacht, die Wirtschaftsströme aufrechterhalten zu wollen und weil „die Anderen“ ja immer für alles Geld haben wollen.
Im Wesentlichen geht es darum, den Glauben an das mit Zahlen bedruckte Papier und dass es einen Wert haben soll, weiter aufrecht zu halten, weil man ja immer auch was dafür „kriegt“.
Am Ende ist es nur mit Zahlen bedrucktes Papier, was es übrigens auch schon vorher war – ebenso wie die Zahlen auf dem Konto.

Der Glaube, dass mit Zahlen bedrucktes Papier oder Zahlen auf dem Konto etwas wert seien, zeigt auch die Kraft, die im Glauben steckt, selbst wenn man der irrigen Meinung ist, man „wisse“ schließlich, dass es etwas wert ist.

Erst vor kurzem meinte jemand, dass jede Arbeit etwas wert sei, was ihn – ohne dass er es  wusste – zu einem wertvollen Systemsklaven machte. Warum?

„Es ist leicht, Leute zu belügen, die sich schon selbst belügen.“ „Mysterio“, Spider-Man – Far From Home, 2019

Im „Geld“ stecken mir bis jetzt drei bekannte Sachverhalte drin, die es unnötig werden lassen. A) ist es nicht nur nach einem Zusammenbruch des Finanzsystems nichts wert und b) ist es nur ein Werkzeug zur Fremdsteuerung der Massen, die sich c) durch den Glauben an den Wert von „Geld“ so erst steuern lassen.

„Die IBBC ist eine Bank. Deren Ziel ist es nicht den Konflikt zu kontrollieren. Die wollen die Schulden kontrollieren, die der Konflikt verursacht. Wissen Sie, der eigentliche Wert eines Konflikts, der wahre Wert, liegt in den Schulden, die er verursacht. Wer die kontrolliert, kontrolliert schlichtweg alles. Sie finden das beunruhigend, ja? Aber darin liegt das wahre Wesen des Bankgewerbes. Man will uns – egal ob als Länder oder Individuen – zu Sklaven der Schulden machen.“ „Umberto Calvini“, The International, 2009

„Die Menschen, sie müssen an etwas glauben. Und heutzutage glauben sie an alles.“ „Mysterio“, Spider-Man – Far from home, 2019

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“, lässt letztlich nur den Glauben übrig und auch die Kraft, die darin steckt.

„Also. Leben und Taten des Don Quichott. Worum geht es?“ „Dass jemandes Glaube an Werte sehr viel wichtiger ist, als die Werte selbst?“
„Ja, das steckt da auch drin. Aber worum geht es eigentlich? Könnte es vielleicht darum gehen, wie rationale Gedanken unsere Seele zerstören? Könnte es um den Triumph von Irrationalität gehen, um die Kraft, die darin steckt?
Wir verbringen sehr viel Zeit damit, die Welt zu organisieren. Wir bauen Uhren, stellen Kalender her, versuchen das Wetter vorherzusagen. Aber welchen Teil unseres Lebens haben wir wirklich unter Kontrolle?“ „John Brennan“, The Next three Days, 2011

Statt sich gegenseitig regional bis weltweit in gewohnten Stil die „Butter vom Brot“ zu nehmen, um nicht selten einen Markt mit unsinnigen Produkten zu überfluten, Hauptsache sie werden in großer Stückzahl produziert, ver- und gekauft, ist es sinnvoller, die Thematik „Geld“ insgesamt der Vergangenheit zu überlassen – als Erinnerung, wie es nicht funktioniert hat. Gewohntes Marketing mit eingebauter Manipulation gehört dann ebenfalls der Vergangenheit an.

Die Frage ist hierbei: Wer mag sich letztlich gerne zur Beibehaltung der Macht bekennen, die mit dem „Geld“ einhergeht?

Ohne „Geld„, sind auch all die Strukturen (die selbst keine Wertschöpfung betreiben) „aus dem Schneider“, die sich sonst von Steuern und Abgaben, im Wesentlichen vom Glauben der Masse an mit Zahlen bedrucktes Papier ernähren.

„Fritzchen, ich geb’ dir jetzt mal zwei Mark. Dann drückst du die Oma mal ganz lieb. Sag’ aber nichts deinem Bruder.“ „Oma, das kostet aber extra.“ Jürgen von der Lippe

So wie das Geld nichts wert ist und der Glaube daran alles, so sind Schulden ebenfalls nichts wert. Auf diesen beharren zu wollen, ist nur noch das Bestreben nach Macht über andere offensichtlich und auf der anderen Seite die gewohnte „Rolle des betreuungswürdigen Selbstunterdrückters“. Es gibt demnach keine „ewige Schuld“.

Mit dem Wegfall des mit Zahlen bedruckten Papiers, würden mit einem Male auch die „Arbeitslosen“ und die „Armen“ verschwinden, was bedeutet, dass man auch auf das bedingungslose Grundeinkommen verzichten kann, was sowieso nur funktioniert hätte, wenn jeder bedingungslos gäbe, damit er bedingungslos erhielte/empfinge.

Vor längerer Zeit habe ich ein einfaches Experiment auf Facebook durchgeführt: „Stellen Sie sich vor, jeder hätte jeden Monat soviel Geld, dass er stets all seine monatlichen Kosten decken könnte.“

Gedanklich isoliert, sah es der eine oder andere als seinen Vorteil, während gänzlich übersehen wurde, dass man ab diesem Moment überhaupt kein Geld mehr benötigt, was wiederum auch das anerzogene, isolierte Denken aufzeigt, mit dem man in der Regel in der Gegend herumläuft.

Mir ging das zunächst auch so, als ich herausfand, dass die Gesetze keine Geltung haben, und später der Glaube an „gerechte Vorgesetzten“ eine Märchenstunde ist. Da ist was „im Kopf“, was erst überwunden sein mag.

Das mit Zahlen bedruckte Papier, lässt auch das Kaufen von Gold oder ähnlichen Metallen zur reinen Augenwischerei werden. Wertsicherung ist somit eine reine Glaubenssache. Denn was „gesichert“ werden soll, ist lediglich der Glaube, dass es etwas wert sein soll, auch wenn es nur Muscheln wären, die man tauscht.

„Tauschen, täuschen.“

„Taufen, Täufer, teuflisch.“

Durch den Wegfall gäbe es auch keine Inflation, keine Rezession und keine Deflation mehr. Auf-, Ab- und Bewerten wären ebenfalls überflüssig. Warum? Da auch nicht mehr getauscht werden muss.

Das Gesäusel an den Börsen würde ebenfalls der Vergangenheit angehören, um das Zusammengekratzte im Wettbüro „nachvergolden“ zu lassen.

Auch gehörte die Notwendigkeit irgendetwas zu „müssen“, nur um den Monat „herumzukriegen“, der Vergangenheit an.

Dann kann man sich auch um all jene wieder selbst kümmern, die man bisher in irgendwelchen Heimen „abgestellt“ hat. Sparen für mögliche „Notfälle“ gehörte ebenfalls der Vergangenheit an.

Versichern müsste man auch nichts, da es nichts zu versichern gibt, weil „Sicherheit“ eine Illusion ist, die mit einer Versicherungspolice verkauft werden soll.

Man kann individuell-gesellschaftliche Projekte einfach durchführen, ohne erst irgendeinen „Geldgeber“ finden zu müssen, wo sich eine gute Idee später wieder  nur langsam in eine Renditeerwartung verwandeln würde.

Landwirtschaft würde sich wieder lohnen, statt von Almosen eines Staates oder vom Milcheinkäufer leben zu müssen. Der Beruf des Kaufmanns gehörte ebenfalls der Vergangenheit an, was nicht nur das gewohnte Angebots-Tamtam und die Feilscherei überflüssig machte.

Das zu Tuende ist sowieso zu tun. Doch würde das „nicht müssen“ auch dazu führen, dass die Naturbelastungen merklich zurückgingen, und gleichzeitig der Freiraum entstünde, das Hinterlassene wieder in einen nachhaltigen Zustand zurückzuführen, da dies nicht mit Renditeerwartungen und Liquiditätsplanungen etikettiert wäre.

Dann wäre auch die „Freie Energie“ endlich frei.

Die Notwendigkeit der Amortisation und Auslastung, um das aus dem Nichts geschaffene Dar-Lehen jeden Monat pünktlich bedienen zu können, wären obsolet. Ständige Produktionsauslastungen wären nicht mehr erforderlich. Vorhandene Strukturen müssten um keine Aufträge buhlen oder sich wohlwollend „billigend“ verkaufen.

Ich mag es provozierend ausdrücken: So wie in der Regel gearbeitet und gedacht wird, sorgen gewohnte Denk- und Verhaltensweisen sowieso nur dafür, dass künstlich geschaffene Systeme weiter an ihrer selbstgeschaffenen Insuffizienz zugrunde gehen, da Probleme stets nur als Symptome betrachtet und Gewinnbringend für den „Erlöser“ behandelt werden, während die Struktur weiter nur komplexer wird.

Wirksame Strukturen verfügen über keine hierarchische Organisation, weswegen die Projekte des Beratergeneralisten Karl Heinz Schubäus zwischen den 60ern und den 90ern auch so glänzend funktioniert haben. Sie waren ihrer Zeit weit voraus – auch das Denken, war der Zeit voraus. Das wissen dazu ist nicht vergessen und findet sich hier im Blog.

Nur Machtstreben, Gier, Gewinnmaximierung und Fehlentscheidungen haben diese Strukturen wieder verschwinden lassen und das nur, weil das Wissen, wie derartige Strukturen gestaltet werden, in der Mehrheit einfach nicht gewusst wurde. Und warum? Weil man keine Zeit hatte, schließlich musste man ja arbeiten lassen, um noch mehr Geld zu verdienen.

„Treffen sich zwei Juden, fragt der eine: Was ist dir lieber? Fünf Millionen Euro oder fünf Töchter?“ „Fünf Millionen Euro.“ „Falsch. Wenn du fünf Millionen Euro hast, willst du noch mehr. Doch wenn du fünf Töchter hast, dann hast du genug.“

Sicher könnte man die Frage anführen, was mit jenen Strukturen passieren würde, wenn ein Markt in sich kollabiert. Das müssten sie jedoch gar nicht, weil es das Phänomen des Zusammenbruchs nicht mehr gibt. Auch deswegen nicht, weil man weder ein Dar-Lehen noch die nicht mit geschaffenen Zinsen durch gewohntes „Wegnehmen“ oder durch Selbstversklavung begleichen müsste.

„Das was gewohnt unter „Leben“ verstanden wird, erscheint nur deswegen als ein Kampf, weil jeder, der ein Dar-Lehen am Laufen hat, die überfälligen Zinsen irgendwie zu beschaffen hat – von den anderen.“

Dadurch gehen Unternehmen „vor die Hunde“ – einschließlich der verbundenen Tätigen, während „systemrelevante Strukturen“ später vom Staat (eine Bezeichnung für eine Gemeinschaft) aufgefangen werden und Neid und Missgunst nur zu weiteren Unsäglichkeiten führen.

Ohne Geld, existiert auch das nicht mehr.

Nachtrag: Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde bedingungsloses Geben von allen Seiten erfordern, und in dem Moment wird „Geld“ überflüssig.