Eine einfache Welt aus Pro- und Antagonisten?

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(v1.2) Die Welt ist so schön einfach, wenn man sie in „Freund“ und „Feind“ unterteilen kann, was einer recht einfachen Haltung entspringt. Und wer artig ist, darf weiter mitmachen.

Danach lässt sich auch eine prinzipiell recht einfache Informationsflut gestalten, die den Geist der Massen immer hübsch in der gleichen Denke zu halten vermag.
Es muss so etwas wie ein Feind her, damit man jemandem die Schuld für das eigene Unvermögen oder die eigenen Lebensumstände geben kann.
Letztlich trägt jener den Feind selbst herum, den er auf andere projiziert, während der Fremdbestimmte dann damit beginnt, sich zu verteidigen, was wiederum als Aggression vom ersteren erkannt wird.

„Freund“ und „Feind“, beides nur Erfindungen des Menschen, hervorgegangen aus der gewohnten Erziehung, ebenso wie ein „alternativloses“ „dafür“ oder „dagegen“ sein, während die Option, sich für das Leben zu entscheiden von jenen gar nicht erst erkannt wird – ebenso wenig wie der Unterschied zwischen dem stattfindenden Rollenspiel (also der Simulation des Lebens, durch künstlich geschaffene Strukturen, organisiert aus Untergebenen und ihren Erhabenen und deren künstlicher Regelwerke) und dem Leben selbst.

„Ich sage immer: Man soll Freund und Feind in Reichtum erheben. Wer dann wer ist, wird sich dann ergeben.“ „Ultron“, Avengers: Age of Ultron, 2015

Jedoch geht es nicht einfach darum, sich von einem ins andere zu flüchten, sondern eben die „dritte Position“ für sich wieder zu erreichen, was die Überwindung der gewohnten Bedeutungen über Dinge und Sachverhalte, Wertvorstellungen, Konventionen und Traditionen und damit verbundene Denk- und Verhaltensmuster angeht, die einen wesentlichen Anteil am System der alten Ordnung haben.

„Das System der alten Ordnung: Erstehend aus der Erziehung zur Gehorsamsbereitschaft, aufrechterhalten durch wohlwollend zugestandene Privilegien, diese angepasst an anerzogene Wertvorstellungen.“

An diesem Punkt wird die „Programmierbarkeit“ des Menschen sichtbar – wie auch seine ihm meist unerkannte Fähigkeit, diese „Programmierungen“ auch selbst ändern zu können, statt sie gewohnt nur an die nächste Generation weiterzugeben, „weil man ja nicht anders könne“. Das berühmte „Komfortsofa“.

Da man das Leben nur verleugnen, ignorieren oder anerzogen „wegblenden“ kann, wirkt das künstlich Geschaffene wie eine Überlagerung, die sich unter anderem auch durch das „alternativlos“ erscheinende Rollenspiel zum Ausdruck bringt.

Gedeckelt wird der ganze Sermon durch eine anerzogene Verlustangst, hervorgerufen durch die Vorstellung, dass etwas oder jemand einem „gehören“ würde – einschließlich des Lebens selbst.
An diesem Punkt erst einmal angekommen, bleibt den Verfechtern der alten Ordnung nur die (mögliche) Bedrohung mit dem Verlust des „eigenen“ Lebens, was man recht nett an der gegebenen „Corona-Situation“ erkennen kann – neben dem auftauchen „kleiner Herrscher“, die ihr Handeln damit zu rechtfertigen meinen, dass sie ja nicht anders können würden. Ein Zeichen, dass nich tnur die – in diesem Fall deutsche Bevölkerung – in den letzten 75 Jahren nichts dazugelernt hat. Woher sollte sie es auch wissen?

Reklame: „Nehmen Sie einmal den Fall eines Völkermordes. Da beschließt ein eiskalter Diktator fünf sechs Millionen Männer, Frauen und Kinder umbringen zu lassen. Dafür braucht er doch mindestens eine Million Komplizen. Mörder und Henker. Wie macht er das, dass man ihm gehorcht?“
„Indem er die Verantwortung auf viele Leute verteilt. Ein Diktator braucht einen funktionierenden Staatsapparat. Das heißt, er braucht Millionen von kleinen Funktionären, von denen jeder eine anscheinend eine unbedeutende Aufgabe wahrzunehmen hat.
Und jeder von ihnen wird diese Aufgabe ausführen – mit Kompetenz – und ohne Bedenken. Und niemand wird sich klarmachen, dass er der millionste Teil eines grausamen Verbrechens ist.“ Dialog „Staatsanwalt Henri Volney mit Prof. David Naggara“, I wie Ikarus, 1979

Bild aus dem Film „Experimenter“, 2015

Mit den gewohnten Glaubenssätzen lässt sich die Masse bequem in jede gewünschte Richtung schieben, verbunden mit der Vorstellung, dass außerhalb des Systems, nur das „Nichts“, die Verzweiflung und das Elend auf sie warten würde.

Deswegen meinen so manche, man könne den einen oder anderen verbannen, was verständlicherweise Blödsinn ist, weil jene sich dies nur selbst antun.

„Raider“ heißt jetzt „Twix“ und „Grippe“ wird zu „Corona.“

Jeder hat seinen Hintern selbst zu bewegen und all das, an was er bisher festzuhalten meinte, steht nun mehr oder weniger „auf dem Spiel“.

Deshalb genügt es den meisten, wenn es um „Veränderungen“ geht, dass sie ab und zu mal herummäkeln, um dem selbstgeschaffenen Leid für eine kurze Zeit „Luft zu verschaffen“, weil sie der „festen“ (besser: der anerzogenen) Meinung sind, sie hätten ja „etwas“ zu verlieren.

Erkennt man jedoch, dass es nichts zu verlieren gibt, eben weil es eine Märchenstunde ist, dass einem etwas oder jemand gehören würde, dann sieht die „Nummer“ schon ganz anders aus.

Die Bedeutung des freien Willens scheint dabei kaum jemandem wirklich bewusst zu sein.

Recht einfach lässt sich die Masse durch ihren Glauben an künstlich geschaffene Religionen, politische Ideologien, Traditionen, Konventionen und Wertvorstellungen spalten, da das Gewohnte sich sowieso nur in Form der Trennung abspielt und die wesentlichen Fragen nicht gestellt werden, weil die Masse lieber Vorgekautes „verdaut“ – weil es ja schon immer so gewesen sei – und man da auch nicht selbst zu denken braucht, weil dies ja auch mehr oder weniger subtil „bestraft“ wird.

„Unsere Welt folgt einer naturgegebenen Ordnung, und wer versucht sie umzukrempeln, dem wird es schlecht ergehen.“ „Haskell Moore“, Cloud Atlas, 2012

Die anerzogene Vorstellung was „Freiheit“ sein soll, wird gern mit „Freiheiten“ und „Freizügigkeiten“ gleichgestellt oder dass „Gerechtigkeit“, in der üblichen Vorstellung so gar nicht funktionieren kann, weil sie eine Eigenschaft des Menschen ist, der sich selbst entschlossen in Vernunft und Gewissen entwickelt.

Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit können letztlich nicht gefordert, sondern nur im Rahmen der eigenen Entwicklung von den selbsternannten „Forderern“ vorgelebt werden. Sicher kennen Sie die Story mit dem Splitter im Auge.

Reklame: Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der eigentliche Hort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit. Gewissen ist zu spüren, was rechtens ist.“

Freiheiten und Freizügigkeiten erfordern hingegen das Vorhandensein einer Autorität, die sie den Untertanen wohlwollend gewährt, also im Rahmen gewohnter Fremdbestimmung und solange es opportun erscheint.
Und da passt „Corona“ wieder ganz prima ins Bild, um eben zu zeigen, dass es wenig nutzt von „Selbstbestimmung“ (Souveränität) zu sprechen, die sich nicht selten nur in den vorgegebenen Kaufoptionen von Produkten am „Black Friday“ und der Wahl der nächsten „gerechten Vorgesetzten“ zum Ausdruck bringt.

„In der Computerprogrammierung gibt es einen Begriff: das Kontrollproblem. Und nein, das hat nichts mit Inkontinenz zu tun. Es hat etwas mit der Programmierung einer gütigen Superintelligenz zu tun.
Denn wenn sie einer KI sagen, sie soll die Menschen glücklich machen, dann könnte sie beschließen, jeden zum Schlafen zu bringen. Für immer. Was, wenn man diese Welt betrachtet, gar nicht so schlecht wäre. Es ist quasi unmöglich etwas „gut“ zu programmieren, denn wir haben dafür keine richtigen Wörter. Ähm, was sagt das wohl über uns aus? Dass wir vielleicht dazu bestimmt sind, uns aus der Gleichung zu streichen. Eh, wir waren witzig, solange wir da waren… Aber vielleicht finden wir irgendwann heraus, was diese Güte ist und wie wir sie programmieren können.
Ich habe das Gefühl, dass es direkt vor unseren Augen liegt…wenn wir wüssten, wo wir hinsehen sollten.“ „Paul LeBlanc“, NeXT, 2020

Die Tage bin ich über ein Foto von Bill Gates gestolpert, der seit einiger Zeit die Rolle des „Impfverfechters“ spielt – wie einige andere. Es ist nur Show, um die Masse in Angst und Schrecken zu versetzen, die durch ihre gewohnte Erziehung nicht anders zu können meint. Es reicht der Gedanke an mögliche Verluste, um sie ganz unten zu halten, wo die Masse bereits die ganze Zeit unterwegs war.

„Beim Eingang haben wir einen Kupfertopf aufgestellt, wo man einen schnellen Spucktest machen kann.“

Dass es hier jedoch nur darum geht, dass sich die Bevölkerung endlich aus ihrem Tiefschlaf verabschiedet, um sich über ihren gewohnten Gehorsam und damit verbundenem Unterwerfungsverhalten zu erheben, dazu braucht es schon einer Menge Anstrengungen, damit das mal kapiert wird.

Das durch seine Denk- und Verhaltensmuster vom Menschen selbst geschaffene Sklavensystem ist nicht erst jetzt am Entstehen (bezeichnet mit „Neue Weltordnung“), sondern das seit Jahrtausenden vorhandene System offenbart sich nur mehr und mehr zum Ende hin – bis zu einem finalen Kipppunkt.

Und jene, die sich als unschuldiges Opfer der Umstände zu erkennen meinen, erkennen in der „Neuen Ordnung“ einmal mehr ihre eigene Unterwerfung, während sie die ganze Zeit bereits unterworfen waren, halt in einem „angenehmen“ Rahmen und unter den Augen wohlwollender Autoritäten.
Da hilft es auch nicht, sich die „gerechte Vergangenheit“ einer anderen Rechtsfiktion herbei zu wünschen. Der „Reichszug“ ist bereits lange abgefahren und mittlerweile nur noch als system-politische Auffanglager erkennbar, während die Zeit der Aufklärung, im Rahmen gewohnter „Überzeugungsarbeit“ ebenso schon lange vorbei ist.

Noch wird sich in der anerzogenen Rolle des unschuldigen und ungerecht behandelten Opfers der Umstände gesuhlt.
Für all jene, die mit dem Finger heftig auf auserkorene Schuldige zeigen mögen: Es gibt weder Schuldige, noch gibt es Unschuldige. Das sind vom Menschen erfundene Rollenkonzepte, die aus anerzogenen/entwickelten Verdrängungsverhalten heraus entstanden sind.

Manche üben sich in leisem und lautstarkem Klagen (per E-Mail), beflügelt vom Gedanken eines stattfindenden Völkermordes, während es beim Klagen jedoch nur in Form des Jammerns stattfindet. Ist die Rolle des Bundeskanzlers eigentlich schon besetzt oder dauert es wieder 187 Tage?

Dabei fällt mir gerade ein: Wissen Sie was „1 Elstner“ ist? Das sind 23 überzogene Minuten, bei der Sendung „Wetten dass…“.

Es kommt nicht mehr darauf an, eine wirksame Regierung zu bilden, die dann die Geschicke der gewohnt belohnten Untergebenen im üblichen Sinne weiter lenkt.

Einige werden das nicht verstehen, worum es wirklich geht, und wer sich unterdrückt fühlt, der darf sich nicht wundern, wenn ihm entsprechend begegnet wird.
Man bekommt halt das, was man sich nimmt und das wird von den Denk- und Verhaltensmustern bestimmt und nicht von dem, was man akustisch zu formulieren meint. Welche Bedeutung plötzlich eine vorgelebte Authentizität erlangt.

Reklame: Opfer- und Untergebenenhaltung und damit verbundener Faschismus finden ihre Ursache in der gewohnten Erziehung zur Gehorsamsbereitschaft in den Familien.
Jedoch kann man den geschaffenen Teufelskreis jederzeit durchbrechen. Allerdings sollte man nicht dem Glauben verfallen, dass es mit ein bisschen Entscheidung und der Vorstellung, dass dann alles gleich anders ist, getan sei.

Nahezu alles, was sich der Mensch auf gewohnter Erziehung geschaffen hat, steht nun „auf dem Spiel“. Doch nicht jeder ist bereit den Preis dafür zu zahlen – ein Preis, der letztlich keiner ist.

Im Kern ist es ja auch nur ein Spiel, was nur deswegen „ernst“ erscheint, weil man es anerzogen als die „eine“ alternativlose Realität (um zu entsprechen und gerade dafür belohnt zu werden) angenommen hat – ein typisches Phänomen gewohnt konservativer Haltung. Jedoch kann man es gleichzeitig auch anders sehen:

„Ihr Daseinszweck ist es nicht zu herrschen, sondern das Verursachen von Leid und Schmerz und Tod. So ist es gewesen, so ist es jetzt noch, und so wird es immer sein. Und alles nur, damit andere ihretwegen über sich hinauswachsen können.“ „Mobius M. Mobius“ zu „Loki“, Loki, 2021

An diesem Punkt ein ehrlich gemeintes: „Danke schön.“ und damit ist auch der Punkt erreicht, mit dem System der alten Ordnung im Reinen zu sein.

Reklame: Es geht darum, dass die Bevölkerung endlich mal ihren Hintern bewegt und diesen nicht nur bis zum nächsten Discounter und dass sie ihr eigenständiges Denken reanimiert, was über das gewohnte Gejammer hinausgeht, statt sich nur auf Arbeiten gehen, Geld verdienen und wieder ausgeben zu reduzieren, denn das sind die wesentlichen Handlungsmechanismen, die die alte Ordnung aufrechterhalten, basierend auf anerzogenen, jedoch künstlichen Wertvorstellungen, Konventionen wie auch damit verbundenen Denk- und Verhaltensmustern.

Nachtrag: Es gilt möglichst viel vom Gegebenen dazu zu benutzen, um sich selbst zu entwickeln –  jedoch nicht im üblichen Haben.

Musikalische Untermalung: