Eine Zusammenfassung – Teil 3: Eine bildliche Übersicht

- Lesezeit: ca. 20 Minuten

(v1.0) Dass sich der Mensch Modellen bedient, um die Wirklichkeit auf seine Größe zu reduzieren, erkennt man am besten, wenn er „seine Welt“ unter anderem auf Punkten, Geraden, Flächen und Räumen – aufeinander folgend aufbauend realisiert, während bereits der Punkt ein Objekt ohne Ausdehnung ist, siehe bspw. der Ausdruck „im Geltungsbereich dieses Gesetzes“ – ohne wirkliche Nennung eines Staatsgebietes. So am Rande.

Setzt man sich mit dem System der alten Ordnung und seinen Wirkmechanismen auseinander und nicht gewohnt nur mit den sicht- und spürbaren Phänomenen und Menschen (in ihren Rollen (Personen)), merkt man schon, dass es mit der Zeit zunehmend „schräger“ wird.
Genauso handhabt sich das bei einer „Weltordnung“ und nach welchen Kernmechanismen diese funktioniert. Im Grunde sind es ja die gleichen Mechanismen.

Bei der Auseinandersetzung mit dem System geht es dabei nicht darum WER, sondern WAS für so manch beklagte Phänomen verantwortlich zeichnet.
Auf der Ebene der „Mechanismen“ gibt es keine Menschen. Damit sind sind es zwei Ebenen, die betrachtet werden: Der Mensch, der seine Rolle spielt (ohne dies zu wissen) wie auch die Ebene seiner Denk- und Verhaltensmuster.

Auf dieser Ebene findet die gewohnte Erziehung (meist eine Programmierung auf Entsprechung) sowie argloses Kopieren und sich daraus entwickelte Denk- und Verhaltensmuster statt, die sich unter anderem durch Verdrängungskonzepte, verbunden mit einer abgestuften Feindbildprojektion zum Ausdruck bringen – nicht zu vergessen die Konventionen und Wertvorstellungen.

Somit macht es wenig Sinn, anderen die Schuld zu geben, wenn die eigenen Sicht- und Handlungsweisen letztlich durch die gewohnten Denk- und Verhaltensmuster „beeinflusst“ sind.

Zu einer Herausforderung wird es, wenn man in ein System hineingeboren wird, während einem später ständig der Eindruck vermittelt wird, „dass es ja schon immer so gewesen sei“, jedoch das Gefühl besteht, dass irgendetwas nicht stimmt.

So mancher kennt dieses Gefühl und geht der Sache nach, um darüber Gewissheit zu erlangen, was die Ursache ist. Ein anderer merkt gar nichts und geht den „normalen“ Weg.

Wenn man sich aufmacht das System, in diesem Fall die alte Weltordnung verstehen zu wollen, gelangt man zwangsläufig auf eine Ebene, die über die gewohnte Betrachtung von sicht- und spürbaren Geschehnissen, deren übliche Dokumentation (Geschichte) und der Suche nach Schuldigen und nach noch mehr Details hinausgeht.

Wer das System „sucht“, wird es in den gesellschaftlichen Denk- und Verhaltensmustern finden und somit auch in seinen eigenen.
Dort spielt sich alles ab, wovon sich das sicht- und spürbare, die Art und Weise der Interpretation, das Fühlen, das Denken und das Handeln ableitet, bzw. sich in ständiger Wechselwirkung mit dem Beobachter befindet.

Während der gewohnte Denker immer mehr und mehr Informationen und Details (von Details) zu benötigen meint oder „das letzte Detail“, was die „Schuldigen allen Übels“ entlarvt, ist es einfacher sich gedanklich auf der Systemebene zu bewegen, unter Anwendung der Mustererkennung bei der Beobachtung des „Alltäglichen“. Intuition wird dabei mehr und mehr zu einem wichtigen Werkzeug.

Aus der Warte der Systemebene aus gelingt es, „Schuldige“ und „Unschuldige“ als Rollen in einem Rollenspiel zu erkennen, wie auch „Täter“, „Opfer“, „Gewinner“, Verlierer“, „Richter“, „Minister“, „Bürgermeister“, „Ärzte“ usw. und damit verbundene für das Rollenspiel künstlich entwickelte Regelwerke, Konventionen und Wertvorstellungen.

Der Mensch in der Rolle des Schauspielers übernimmt dabei die Aufgabe eines gesellschaftlichen Spiegels, während der Kinobesucher in der irrigen Vorstellung lebt, er selbst bewege sich in der einzigen Realität, während das dargebotene Schauspiel aus dem Projektor auf der Leinwand ja eine Fiktion sei.

Die gewohnte Ebene, auf der sich die Mehrheit gedanklich bewegt, ist ein Rollenspiel, was aufgrund gewohnter Erziehung und damit verbundenen Denk- und Verhaltensmustern, Konventionen und Wertvorstellungen, als “alternativlos“ und deswegen auch als „ernst“ erachtet wird – und das nur, weil der Vergleich fehlt – also mindestens zwischen zwei fundamental (da steckt „mental“ drin) unterschiedlichen Systemstrukturen sozusagen „nebeneinander“.

Da ja nur eines erkennbar ist, wie kommt man dann auf das „zweite“ System? Durch schrittweise Infragestellung/Invertierung des vorhandenen Systems und damit auch der eigenen Denk- und Verhaltensmuster, Konventionen und Wertvorstellungen.

Was einen anfänglich als merkwürdiges Gefühl immer wieder begegnet ist, ist/war lediglich das Fehlen von etwas, was in einem selbst noch entdeckt werden mag.
Somit ist klar erkennbar, dass der Entwicklungsprozess zum einen eine gesellschaftliche Aufgabe und gleichzeitig auch die Aufgabe des Einzelnen ist. Schaut man sich die Situation jedoch an, so ist das genaue Gegenteil der Fall.

Invertierung ist somit jener Prozess, vom Gegenteil das Gegenteil zu entwickeln.

Was sich im System als Ansammlung von Dingen, Teilen und Teilnehmern und scheinbar getrennt voneinander existierenden „Problemen“präsentiert, ist auf der anderen Ebene miteinander vernetzt und so auch die Ursachen der sicht- und spürbar wahrgenommenen „Probleme“ (Symptome, Phänomene) findbar.

„Welchen Frieden suchen wir? Ich spreche vom aufrichtigen Frieden. Vom Frieden, der dem Leben auf der Erde einen Wert gibt. Nicht nur Frieden in unserer Zeit, sondern Frieden für alle Zeit. Unsere Probleme sind von Menschen gemacht und können deshalb vom Menschen gelöst werden. Denn letzten Endes ist unsere tiefe Gemeinsamkeit, dass wir alle diesen kleine Planeten bewohnen.“ „John. F. Kennedy“, aus dem Film „Thirteen Days“, 2001

Es ist ein beachtlicher Unterschied, ob man (linear gedacht) a) gewohnt „hier“ das „Problem“ sieht und dort die „Schuldigen“, die dafür bestraft werden müssen oder b) gewohnt das „Problem“ dort zu behandelt versucht, wo es sicht- und spürbar in Erscheinung tritt, was sich „Symptombekämpfung“ nennt oder c) ob man (nicht linear gedacht) unter Einbeziehung der vorhandenen (möglicherweise auch komplexen) Vernetzung zwischen Ursache und Auswirkung (sicht- und spürbares „Problem“) und möglicherweise entstandenen Wechselwirkungen differenziert. Ein besserer Ausdruck für „Problem“ („was ja meist der andere hat“), ist der Begriff „Herausforderung“ (etwas, dem man sich annimmt).

Aus Sicht auf die Systemebene sieht das ganze Spektakel demnach anders aus, weil damit a) ein Vergleich besteht und b) die geglaubte Alternativlosigkeit letztlich keine mehr ist, da man sozusagen auch gestalten/neu orientieren kann.

Dort gelten „von Natur aus“ auch andere Regeln, die es „lediglich“ zu erkennen gilt, im Gegensatz zur gewohnten „Welt“, wo die Regeln vom Menschen künstlich geschaffen und auferlegt werden (siehe bspw.: positives Recht), die dann wiederum für einen anderen gelten*, der sich diesen unterwerfen soll, während sich die „Erfinder“ dieser Regeln selbst nicht daran halten. Also kann da grundsätzlich etwas nicht stimmen.

„Macht so, wie ich euch sage, doch nicht so, wie ich es mache.“

Das meint unter anderem auch, dass es so etwas wie „gerechte Vorgesetzte“ nicht gibt und nur Wunschdenken ist, was sich nur des anerzogenen Verhaltens der Gehorsamsbereitschaft zu nutze zu machen versucht.

So am Rande: Der Slogan „Mensch. Brand.“ vermittelt den Eindruck, dass Mensch und Politiker sozusagen eins seien, während der Politiker jedoch nur eine Rolle ist, die aufgrund des fehlend rechtswirksamen Bundeswahlgesetzes (künstliches Gesetz) nicht mehr gewählt werden darf – wie auch der Rest.

Der Mensch selbst, wählt sich keine Vorgesetzten, die darüber befinden, was für ihn „gut und richtig“ sein soll. Dies tut nur der gehorsamsbereit erzogene Akteur, der sein eigenes inneres Machtvakuum durch die Wahl anderer (ihm gewogener Vorgesetzter) zu füllen versucht.
Zu erkennen was für den Menschen „gut und richtig“ ist, gehört zum Prozess seiner Entwicklung in Vernunft und Gewissen, die keiner auferlegten und künstlichen regulierten (Steuern und Abgaben) Betreuung bedarf, sondern eine Begleitung, die wiederum beide sich entwickeln lässt.

Das wiederum zeigt, dass ein Unterschied zwischen dem Menschen auf Augenhöhe (Primus inter Pares) und dem gewohnten Konzept von der festen Rolle des „Lehrers“ und der des „Schülers“ besteht. Ersteres wurde vor vielen Jahren in der Medienagentur bereits erfolgreich praktiziert.

Aus Sicht auf die Systemebene erscheint klassisches Recht lediglich wie ein Pflaster gegen die Auswirkungen mangelnder individuell-gesellschaftlicher Vernunft und Gewissen und davon abgeleitet, auch der ganze Beschäftigungszweig, einschließlich der Verwaltung der „Unvernünftigen“ und „Gewissenlosen“ in gesellschaftlichen Betreuungsinstitutionen, die man mit „Staaten“ bezeichnet. Diese sind – nebenbei gesagt – auch nur noch Unternehmen, siehe unter anderem die „Rede zur Verleihung des westfälischen Friedens“ in 2012 von Helmut Schmidt.

Die „Betreuung/Verwaltung/Bevormundung“ bedient sich dabei der belohnten Beschäftigung (Ablenkung) und das keiner „komische Fragen“ stellt und/oder sich selbst so gut zu beschäftigen weiß, dass er selbst nicht auf „dumme Gedanken“ kommt.

Während der Fremdbestimmte auf seine Belohnung durch andere „im Außen“ hofft, wenn er das macht, was von ihm verlangt wird, ist das Gegenteil die Selbstbelohnung des eigenen Tuns, im Rahmen der eigenen Entwicklung im Inneren, bei wachsendem Vertrauen zu sich selbst und somit auch zum Leben, statt üblicher Willkür durch „künstlichen“ Vorgesetzten, die auch nur nach ihren „Vorgesetzten“ funktionieren.

Der gehorsamsbereit erzogene Akteur wird an dieser Stelle immer wieder seine gewohnten Argumente ins Feld tragen, weil er von seinen anerzogenen Denk- und Verhaltensmustern (unter anderem die Angst über den möglichen Verlust seiner dem System entsprechenden Existenz) beherrscht ist, und damit verbundenen Konventionen und Wertvorstellungen.

Vielleicht können Sie sich jetzt in etwa vorstellen, dass man es nicht einfach nur mit Menschen zu tun hat, sondern mit Verhalten, die unter dem Aspekt der Resonanz ein größeres Ganzes bilden, was sich wie ein Lederlappen auf das kollektive „Gemüt“ legt und zu einem mehr oder weniger starken Gruppenzwang führt, was man durchaus mit „Großer Bruder“ bezeichnen kann, wo ebenfalls die gewohnten Denk- und Verhaltensweisen, Konventionen und Wertvorstellungen das Fühlen, Denken und Handeln beherrschen.

„Nur gemeinsam stark zu sein“, ist ein Zeichen dafür, dass der Einzelne schwach oder sogar als Nichts erscheint. Es nutzt jedoch nichts, sich zu einer Demo oder zu einem „Spaziergang“ zusammen zu finden, da viel Nichts weiterhin Nichts bleibt und beides letztlich nur kollektives Klagen und Jammern ist, eine Ventilfunktion für das in einem selbst geschaffene Leid und die Machtlosigkeit – letztlich nur Linderung und Balsam.

Doch was ist, wenn der Gewohnte der Sache überdrüssig ist und einen Ausweg sucht?

Meist wechselt jener innerhalb der Raumzeit, innerhalb des System nur den Ort und fängt „woanders“ neu an oder fristet gefrustet sein Dasein.

Im Kern ist es jedoch eine rein mentale Angelegenheit, die keines Ortswechsels bedarf, da man mit dem, was einen umgibt, über die Denk- und Verhaltensmuster in Resonanz geht. Das übliche „Gesülze“, Gehabe und die Selbstbeweihräucherung, was man für ein „toller Hecht“ sei, kann man sich also getrost ersparen.

Unter seinesgleichen ist „Geld“ (gelt) ein Tauschmittel. Für jene, die es aus dem Nichts erschaffen, und es nur per Dar-Lehen ins System gelangt, ist es ein Werkzeug, um die gewohnt geprägte Masse in die gewünschte Richtung „bugsieren“ zu können.

Diese macht das ganze Spektakel deswegen mit, weil der anerzogene Glaube an den Wert von mit Zahlen bedrucktem Papier und Zahlenreihen („Sichteinlagen“) auf dem Konto herrscht, und Arbeit ja ebenfalls etwas wert und mit „Geld“ zu begleichen sei.

Notfalls wird das sogar bis aufs Blut verteidigt, weil die Masse zusätzlich im Irrglauben erzogen wurde, ihr würde etwas oder jemand gehören, einschließlich des Lebens, was sie demnach verlieren könnte.
Die Dinge sind nur die Dinge. Es sind jedoch die ihnen verliehenen Bedeutungen, die das Ganze ausmachen und wer sich „gerne“ versklavt, tut dies unter den gewohnten Aspekten, wo er sozusagen von seine eigenen Denk- und Verhaltensmuster weiter beherrscht wird. Es gibt letztlich keine anderen, die ihn an seiner Entwicklung hindern, als er selbst.

„Die Anderen“ sind lediglich sein Spiegel und diese verdrängen zu wollen, ist nur der Versuch, die eigene Entwicklung zu verhindern.
An diesem Punkt kann man gut das „Ich“ erkennen, was mit allen Tricks seinem Menschen das Gegenteil zu verkaufen versucht und er im Irrglauben lebt, er sei sein „Ich“, während „der Spiegel“ zum „Feind“ gemacht wird. Es geht um Denk- und Verhaltensmuster und nicht einfach nur um Menschen, die ja äußerlich unterschiedlich aussehen.

Wie kann man sich so einen Weg von einem zum anderen System grob vorstellen und ich mag an dieser Stelle über meinen Weg berichten.

Wer sich unter dem Einfluss seiner gewohnten Denk- und Verhaltensmuster im Jetzt (1) bewegt, wird sich kaum oder nicht vorstellen können oder wollen, dass ein System existiert, wo es a) keine Grenzen, somit auch keine Länder und b) auch kein Geld mehr gibt. Der direkte Weg ist ihm gedanklich versperrt.

Dies ist bedingt durch die anerzogene Gehorsamsbereitschaft und damit verbundene Fremdbestimmung seines inneren Belohnungssystems, was durch anerzogenes Verhalten vordringlich auf äußere Reize reagiert, worüber er „gesteuert“ wird.

Aus diesem Grund gibt es auch „Macht“, „Geld“ „Eigentum“ „Besitz“, „Hab und Gut“ und die Vorstellung, dass einem etwas oder jemand „gehören“ würde, und man demnach auch verlieren könnte.
Dies sind jedoch alles nur Privilegien, die einer Autorität bedürfen, die sie wohlwollend zugesteht wie auch „Freiheiten“ und „Freizügigkeiten“, die nichts mit Freiheit in ihrem Wesen zu tun hat.

Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der Hort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit. Gewissen ist zu spüren, was rechtens ist.“

Durch die Fremdbestimmung und im Rahmen der Hoffnung auf ein belohnungswürdiges Verhalten (Entsprechung) gegenüber „Anderen“, „Vorgesetzten“, „Autoritäten“ usw. und der voreilenden Abgabe der Selbstverantwortung, bleibt der gewohnte Denker in Vernunft und Gewissen im Mangel entwickelt.

Sein Verhalten dient dabei als Rechtfertigung seiner weiteren Betreuung, Verwaltung, Bevormundung, was zu einer gegenseitigen Selbsthaltung führt: als der sich belohnungswürdig verhaltende Untergebene, „betreut“ wegen „seiner“ Unvernunft und Gewissenlosigkeit, verbunden mit den gesellschaftlichen Konventionen, Wertvorstellungen und Glaubenssätzen.

Aus der „Nummer“ gelangt man ganz gemächlich, wenn man beginnt, a) anderen für gegebene Situationen keine Schuld mehr geben und b) mehr und mehr ein bedingungsloses Verhalten zu Geben entwickelt, was auch zu einer zunehmenden Entfaltung von Vernunft und Gewissen führt (2) und damit verbundener Entwicklung hin zur Selbstbestimmung (3).

Wer sich – besser: sein „Ich“ natürlich wie ein jammernder Ertrinkender an seine Existenz klammert und sich nichts anderes vorstellen kann oder will, eben weil ihn Angst und Panik überkommen, wird Zeit seines Lebens in dieser Rolle (des Opfers der Umstände) verweilen, während er mitunter alle Angebote eines notwendigen Umdenkens (was zum Glück kein „Von-jetzt-auf-gleich-Prozess“ ist), ablehnen. Schließlich ist es ja auch sein freier Wille. Er bestimmt selbst, ob er sich entwickelt oder nicht.

Zu warten, dass sich der gleiche Zustand wie gestern oder für manche gar vorgestern einstellt, ist reiner Selbstbetrug – oder gar auf eine Situation zu warten, wo seine Vorstellung von gewohnter „Gerechtigkeit“ zum Tragen kommt, wo andere enttarnt und bestraft werden. Nur er kann durch sich wieder „Herr“ über sich selbst werden.

Die eigene Zukunft ist nur dann ungewiss, wenn man sie nicht entschlossen selbst gestaltet – besser noch: wenn man sich und dem Leben kein Vertrauen schenkt, was sich durch das Klammern an alte Gewohnheiten und Wertvorstellungen zum Ausdruck bringt.

Das wahrgenommene Ganze (als Erscheinung des kollektiven Bewusstseins) dient lediglich als Hilfsmittel zur eigenen Entwicklung. Mehr ist es letztlich nicht – auch wenn es einem anerzogen anders erscheinen mag.

Der intuitiv handelnde Beobachter, „die dritte Position“ (3) ist ein sich in Vernunft und Gewissen entwickelnder, sachlicher, intuitiver Mensch.
Den Blick auf die alte Ordnung nutzt er zu ihrer schrittweisen Infragestellung, während sich die neue Ordnung ebenso schrittweise dabei offenbart – im Sinne der Entwicklung, Gestaltung, Um- und Weiterdenken, Neuorientierung usw.

Dabei verändern sich zunehmend die eigenen Sichtweisen, Bedeutungen, Konventionen und Wertvorstellungen unter Punkt 5, 6 und 7 und man erkennt und versteht das gedankliche Gegenstück an Punk 7 wie auch „vorher“ an Punkt 1, man erkennt beides gleichzeitig, wo sich das an Punkt 7 Erkannte sich auch logisch herleiten lässt.

Daraus ergibt sich zunehmend ein selbst stabilisierender Zustand (8), der jedoch für Veränderungen offen ist, statt Punkt 1, wo das mitunter Vergehende „mit Händen und Füßen verteidigt“ wird.

Punkt 9 ist sozusagen der Blick aus Position 3 auf das Wechselspiel zwischen den beiden miteinander vereinten Gegensätzen, wo sich die Invertierung bei der Beobachtung der Geschehnisse mehr und mehr zu einem „normalen“ Werkzeug entwickelt.

Unter dem Aspekt der Invertierung erkennt man a) klassisch: das Paradoxon, also den Widerspruch und b) gleichzeitig, neuzeitlich auch die Einheit der Gegensätze.