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Grobe Zusammenfassung: Machtstrukturen

Lesezeit: ca. 11 Minuten

(v1.5) Setzt man sich intensiv mit der „alten Weltordnung“ auseinander, so trifft man irgendwann unweigerlich auf ihre Ursachen und Mechanismen, die sie erstehen und aufrechterhalten lässt und auch, wie der Mensch unmittelbar daran beteiligt ist.
Die übliche Haltung als unschuldiges und von Leid geplagtes Opfer der Umstände ist dabei nur ein Versuch, sich aus der kollektiven Teilhabe und damit verbundener Verantwortung herausnehmen zu wollen, einschließlich der irrigen Vorstellung, der Mensch existiere unabhängig von der Welt (Objektivität) und ihren sicht- und spürbaren Phänomenen. So mal als einführende Gedanken.

Eine Machtstruktur entsteht anfänglich durch die Unterwerfung eines – nenne ich es mal – Volkes, während seine Nachkommenschaft in einer solchen Struktur heranwächst, als ob es das „Normalste“ sei.
Die „Mental-Insassen“ werden in der Regel zur Gehorsamsbereitschaft erzogen, was im Rahmen gewohnter Fremdbestimmung in den Familien erledigt wird, damit das junge Leben entspricht. Es war ja schon „immer“ so. Die erwähnte Fremdbestimmung zielt auch darauf ab, zu bestimmen, was für das junge Leben „gut und richtig“ sein soll, was sich in der Regel durch alle weitere Institutionen zieht.

„Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“ Art. 6, Abs. 1, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Eigenständiges Denken wird dabei bestraft, da die Position einer Autorität und der „Status Quo“ des Systems in keiner Weise infrage gestellt werden darf. Reflektieren und infrage stellen bleibt in der Regel aus und verkümmert zu klagen, jammern und sich beschweren, was alles ungefährlich ist und lediglich dem selbst geschaffenen Leid als Ventilfunktion dient.

Belohnt wird alles, was dem Systemerhalt zuträglich ist und gleichzeitig abgewandt vom Leben selbst, während die sich daraus ergebende Existenz nahezu abgetrennt vom Leben abspielt – das entwickelte Helfersyndrom, als Mittel um Aufmerksamkeit und Anerkennung zu bekommen.

Nachfolgende Institutionen in der „normalen“ Gesellschaft sind: Kindergärten, Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Kirche, „Staat“ usw., wo der Mensch zunehmend auf den „Ernst des Lebens“ vorbereitet wird, bis er in einem Unternehmen seiner Arbeit nachgeht, wo er für getane Arbeit „Geld“ erhält, was er später wieder ausgeben kann.

„Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.“ Art. 12, Abs. 1, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Damit eine solche Struktur erhalten bleibt, gesteht man dem jungen Leben wohlwollend Privilegien zu, wie Eigentum, Besitz, Teilhabe an der Macht (zunächst Karriere, später „Fürstentum „Familie“), Teilhabe am Geldsystem (von dem er irrtümlich ausgeht, dass ihm das Geld gehören würde), allgemein: das innehaben von Hab und Gut, im Wesentliche in der Vorstellung etwas oder jemand würde ihm gehören.

Wenn einem etwas gehört, beinhaltet dieser Zustand auch, dass man es wieder verlieren oder sogar weggenommen bekommen würde. Über diesen Glaubenssatz wird der Mensch in einer beherrsch- und fremdbestimmbaren Position gehalten.

Anmerkung: An diesem Punkt scheitert auch das „Common Law“, von dem ich neulich etwas darüber gelesen habe, da es auch von Eigentum spricht. Es bedarf also die Grundzüge einer globalen Gemeinschaft neu zu denken.

Der Mensch, dem stets die Fremdbestimmung begegnet wird sich in zwei wesentlichen Aspekten nicht wirklich entwickeln: in Vernunft und Gewissen. Dass dies wiederum nicht der Fall ist, scheint für seine – ich nenne sie allgemein so – Vorgesetzten der Grund ihn genug, um die Fremdbestimmung zu rechtfertigen, während alles andere tabuisiert wird, was diesen „Vertrag“ beeinträchtigen könnte.

Gehorsamsbereitschaft bringt ein weiteres Verhalten mit sich, dass sogar freiwillig Vorgesetzte gewählt werden, um das eigene, innere Machtvakuum durch ein Neubesetzung aufzufüllen – in der Hoffnung, von ihrer „Gerechtigkeit“ und ihrem „Wohlwollen“ zu profitieren, was bis zum Arschkriechen und zum Kadavergehorsam geht.

Anmerkung: Als die Frauen anfingen sich für das Wahlrecht stark zu machen, haben sie letztlich nur dafür gekämpft, gleichberechtigt mit den Männer Sklave sein zu wollen. Schließlich haben alle die gleichen „Rechte“. Alle sind vor dem Gesetz gleich…was durch die Gesetzgeber über sie herrscht.

„Wir, Kanada, gegründet auf den Prinzipien der Oberherrschaft Gottes(*) und der Herrschaft des Rechts(**), bekennen uns hierzu:…“ Vorwort der kanadischen Verfassung von 1982 (*überpositives Recht (Vernunftrecht, Naturrecht), **positives, vom Menschen gemachtes Recht)

Nachfolgend unter Punkt 1: „Die Kanadische Charta der Rechte und Freiheiten garantiert die darin festgelegten Rechte und Freiheiten nur soweit,  wie sie in einer freien und demokratischen Gesellschaft nachweislich gerechtfertigt werden können und in den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzen.

Darüber hinaus überlässt er einer vorgesetzten Autorität, auch die Entscheidungen über sein Handeln und wie Stanley Milgram mit seinen Experimenten herausfand, sind es ca. 63%, die ohne einen Zweifel zu hegen, alles tun, was man ihnen als Aufgabe gibt. So am Rande.

Gesellschaftliche Gehorsamsbereitschaft ist die Grundlage für einen „gut gehenden“ Faschismus. (Anmerkung: Wozu das Corona-Szenario bestens geeignet ist, diesen Sachstand zu verdeutlichen.)

Die viel beklagte Unmenschlichkeit fußt in der Erziehung zur Gehorsamsbereitschaft und je ungebildeter die Teilnehmer sind, bleibt ihnen in der Regel nur die Gewalt.

Nebenwirkungen der Gehorsamsbereitschaft und damit verbundener Fremdbestimmung, sind mitunter mangelndes: Selbstvertrauen, Selbstachtung, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, Selbstliebe usw.

Was das ganze Spektakel ebenfalls zusammenhält, ist der anerzogene Glaube, dass mit Zahlen bedrucktes Papier und Zahlenreihen auf dem Konto sowie getane Arbeit etwas wert seien, um später damit etwas zu kaufen, was einem gehören würde.

„Arbeiten IM Unternehmen beim Kaufmann, Geld holen beim (Bank)Kaufmann, und Geld ausgeben beim Kaufmann(sladen). Und das Ganze nochmals von vorne.“

Das ganze Brimborium packt man dann in die Institution „Staat“ unter dessen Regelwerken dann „herum gemacht“ wird.

„Wer macht sich schon Gedanken darüber, warum es heißt, er lebe IN einem Land, IN einem Staat oder sei Mitglied IN einem Verein?“ (Anmerkung: Hüllen für Personen.)

Und damit möglichst keiner auf die Idee kommt, nicht mitmachen zu wollen, während er weiter vom Wohlwollen und den „Früchten“ zu profitieren versucht, lässt man ihn im glauben, dass außerhalb nur das Nichts ist und somit das Vorhandene „alternativlos“ und deswegen auch „ernst“ erscheint.

(Anmerkung: Was nicht der Fall ist. Dort ist das leben selbst, was nach anderen Regeln funktioniert. Vereinfacht ausgedrückt.)

Einen Hinweis gibt es noch: In dem System der alten Ordnung gibt es noch einen weiteren, wesentlichen Punkt: Der Mensch, der eine gewohnte Entwicklung erfahren und dazu die gewohnten Denk- und Verhaltensmuster entwickelt hat, kennt den Unterschied zwischen „Mensch“ und „Person“ (Rolle, Hülle) nicht. Denn Gesetze gelten nur für Personen… wenn sie überhaupt noch gelten.

„Die ’natürliche Person‘, ist der Mensch IN der Rolle als Rechtssubjekt.“

„Als Fiktion bezeichnet die Rechtswissenschaft die Anordnung des Gesetzes, tatsächliche oder rechtliche Umstände als gegeben zu behandeln, obwohl sie in Wirklichkeit nicht vorliegen.
Hierbei kann die Fiktion das genaue Gegenteil der tatsächlichen Umstände als rechtlich verbindlich festlegen.
Eine Fiktion kann deshalb im Prozess auch nicht widerlegt oder entkräftet werden, da sie definitionsgemäß vom tatsächlichen Sachverhalt abweicht.
Das Wort „gilt“ ist in Gesetzestexten ein Indiz für das Vorliegen einer Fiktion, sie kann sich aber auch in Legaldefinitionen verbergen.“ Fiktion(Recht), Wikipedia (Anmerkung: Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.)

Ein Staat konstituiert sich aus Personen und ist genauso eine Fiktion, wie die Regelwerke die DARIN gelten sollen, ebenso wie das Land, was sich selbst nicht den Namen gegeben hat, sondern nur der Mensch/Person, der meinte es sein Eigentum nennen zu wollen, während er sich über die Person in einem Rollenspiel bewegt – jedoch ohne es zu wissen.

Nachtrag: An diesem Punkt wird auch klar, warum sich kaum jemand damit beschäftigen mag, weil er sich eingestehen muss, dass er die ganze Zeit an eine Märchenstunde geglaubt hat. Das ist nicht weiter „schlimm“, da das Rollenspiel, die Konventionen, das positive Recht, die Wertvorstellungen dazu dienen, das ganze Tamtam infrage zu stellen, um das wieder sichtbar zu machen, was durch sein buntes Treiben überlagert wird/wurde.

Nachtrag 2: Mit diesem Grundlagen kann jeder selbst erkennen, wo er steht, und welche Rolle er darin zu spielen meint, hinweisend auch hierauf:

„Ich weiß nicht. Ich hab‘ genug eigene Probleme hier unten…“ „Und dass der Mond auf die Erde stürzt…gehört nicht dazu?“ Dialog „Brian Harper“ mit „Jocinda Fowler“, Moonfall, 2022

Hinweis: Es gibt keine gerechten Vorgesetzten, da auch die gewohnte Vorstellung von „Gerechtigkeit“ nur eine Illusion ist. Weshalb?

Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der eigentliche Hort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit. Gewissen ist zu spüren, was rechtens ist.“

Musikalische Verfeinerung: