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Grobe Zusammenfassung: Wandel und Bedeutung

Lesezeit: ca. 12 Minuten

(v1.25) Dass Dinge und Sachverhalte nur so sind, wie sie sind, zeugt davon, dass nur der Mensch beidem die Bedeutungen verleiht – auf Basis seiner Konditionierungen.

„Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Bedeutungen, die wir den Dingen verleihen.“ Epiktet 2.0

Während eines Dialogs mit einem Bekannten, fing der über das was ist und Veränderungen zu reflektieren, bis er tatsächlich an einen Punkt kam, wo seine für ihn erschreckende Erkenntnis darin mündete, dass es nur „alles hat eine Bedeutung“ oder „nichts hat eine Bedeutung“ gäbe.

„Ich mache mir auch so meine Gedanken. Ich besitze zwei Paar Schuhe. Eins für den Sommer und eins für den Winter. Zuviel Besitz tut dem Menschen nicht gut. Iss‘ meine Meinung. Dieser Drang, alles haben zu wollen, darunter auch Dinge, die kein Mensch besitzen sollte…“ „So wie Menschen?“ „Das ist ein Beispiel. Aber ebenso Orte oder irgendetwas, was wir uns gefügig machen wollen. Das ist ein Problem, oder? Das kann nicht das Ziel sein.“ „Sie halten den Kapitalismus für das Problem?“ „Nein, die Gier. Das Schema: „Alles oder nichts“. „Lou Solverson“ Fargo, Staffel 2, 2014

Hier erkennt man die Grenze des gewohnten Denkers, wie auch sein Glaube, dass außerhalb des Systems der alten Ordnung – also außerhalb seiner Denk- und Verhaltensmuster nur das Nichts existieren würde – was jedoch nur ein Irrglaube ist, wenn man an der Leben selbst glaubt und es nicht einfach mit der Existenz zu verwechseln meint, was dem „Ich“ zu eigen ist.

„Menschen verteidigen notwendigerweise ihr eigenes „Ich“. Wir nennen das: „ohne Grenzen“. Sie werden lügen, betrügen, stehlen, morden. Sie werden alles tun, was notwendig ist, um das aufrechtzuerhalten, was wir „die Grenzen des Ichs“ nennen.“ Andrew Samuels, Ph.D., Revolver, 2005

Dass etwas durch den Menschen lediglich seine Bedeutungshoheit verlieren und eine andere Bedeutung erlangen könne, war dem Bekannten in keiner Weise bewusst.

Sich verändernde Bedeutungen ist das Wesen eines Wandels und darin auch die unerschöpfliche Kraft, die im Menschen ruht, grundsätzlich (für ihn) neue Wege zu gehen, statt lieber davor Angst zu haben – besser: sein „Ich“, was davon im Wesentlichen von einem Wandel betroffen ist.

Demnach handelt es sich vordringlich um eine mentale Angelegenheit, aus der sich dann veränderte Denk-, Verhaltens-, Sicht- und Handlungsweisen heraus ergeben und das ganze Tamtam letztlich ausmachen. Für das „Ich“ für dass sich der Mensch hält ist es jedoch ein Albtraum, da seine Existenz damit gefährdet ist und dem Menschen seine Gefühle als die des Menschen verkauft.

„Blitze und Donnergrollen schrieb man irgendwann einer bösen Gottheit zu und es wurde fleißig mit der Angst der Unwissenden gespielt. Später konnte man dieses Phänomen wissenschaftlich zu erklären und später kam der Mensch auf die Idee, es durch Technologie nachzumachen.“

An diesem Beispiel kann man sehr gut Entwicklung erkennen, die irgendwo als ein Erahnen beginnt, bis es sozusagen zu einer Art „Alltagsroutine“ wird.
Das wird eines Tages auch mit den beiden Phänomenen „Zeit“ und „Raum“ passieren – wobei Zeit sich als Abfallprodukt eines einfachen Ursache-Wirkungsprozesses bis hin zu einem komplexen darstellt.

Als Beispiel mag diese ganzheitliche Neuorientierung durch Karl Heinz Schubäus passen: Vor jener Neuorientierung verluden die Mitarbeiter in 16 Stunden 480m³ Möbel in 12 Lkw. Betriebswirtschaftlich reichte es gerade so für eine rot-schwarze Null. Nach der Neuorientierung waren es 1.420m³ in 8 Stunden in 18 Lkw. Um die rot-schwarze Null zu erreichen, waren am Ende nur noch knapp 3 Stunde notwendig.

Damals ging es noch darum, Kosten verschlingende ökonomische Strukturen wieder in hochwirksame und lautlos fließende zu transformieren, als notwendige Anpassung an globale Veränderungen und war ein Thema, an dem ich 13 Jahre bis 2018 aktiv mitgewirkt habe, und heute im Rahmen eines global-gesellschaftlichen Entwicklungsprozesses die Grundlage für ein anderes, längst vergessenes Denken und Handeln sein mag.

Lange noch vor meinem Mitwirken, zeigten die Chinesen bereits ein hohes Interesse, damit verbundene Erkenntnisse und Grundlagen an ihren den Hochschulen und Universitäten zu vermitteln. Gut, dass der Verkauf damals nicht funktioniert hat.

Ungeachtet der eigenen, vereinzelten Erlebnisse bis zum Jahr 2005, stellte sich mir eines Tages die Frage, was es mit den häufig erwähnten Denk- und Verhaltensmustern wohl auf sich hatte – nachzulesen in der Dokumentation über das Modell von Schubäus.

Und so veränderte sich die einstige Ausrichtung von ganzheitlicher Neuorientierung ökonomischer Systeme, hin zur Infragestellung des Systems der alten Ordnung in seinen Grundfesten.

Wer Geld und Arbeit als etwas „Wertvolles“ erachtet, dem er hinterherzuhetzen meint, weil es ihm ständig fehlt*, um seine Existenz und das Erreichte zu erhalten und zu verteidigen, tut dies für gewöhnlich, weil er sich unter anderem „zu viel eigene Struktur“ angeschafft hat, die ihn irgendwann langsam aufzuzehren versucht.

„Herr Berg…bevor wir anfangen…Herr Berg… muss ich erst mal was sagen… Wissen Sie… wir haben Familien, wir haben Häuser und wir haben Schulden, Herr Berg.“ Polizeibediensteter, 2013

* Es fehlt auch deswegen, weil ein Teil (Zinsen) vom Dar-Lehensgeber zurückgefordert wird, der jedoch nie mitgeschaffen wurde. Auf diese Weise hält sich die Gesellschaft selbst gefangen.

Das gewohnte „Ich“ neigt zur „Anreicherung von Besitztümern“, weil es versucht, die innere Leere mit vergänglichen Äußerlichkeiten zu füllen, als Los des Habens und damit eine wesentliche Grundlage für das Geschäftsmodell, dem Traum von „finanzieller Freiheit“ (vom Prinzip das Selbe wie „Arbeit macht frei“), Eigentum und Besitz und damit verbundenem Arbeiten gehen, Geld verdienen und wieder ausgeben.

Und nur weil der Glaube herrscht, dass mit Zahlen bedrucktes Papier, Zahlenreihen (Sichteinlagen) auf dem Konto und Arbeit etwas wert seien.

„Ja DU MUSST ja auch Geld haben“, meinte vor längerem ein Bekannter, um seinen täglichen „Existenzkampf“ durch „Gleichmachung“ damit rechtfertigen zu wollen.

„Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. “ Mose 3, 19

„Im Schweiße deines Angesichts sollst du mein Brot verdienen, bis dass du wieder zu Erde wirst, davon du genommen bist.“ Scherzhaft: Banker nach einer Darlehensvergabe

An diesem Punkt stellt sich auch die Frage nach dem Schicksal, als ertragendes Opfer oder als Gestalter des Schicksals.

„Bist du Thor, der Gott des Hammers?“ „Odin“ zu „Thor“, Thor: Ragnarök, 2017

Besagte „Existenz zu erhalten“, ist lediglich der Versuch des „Ichs“ des Menschen, sich selbst zu erhalten, während dieser denkt, er sei sein „Ich“ und könne – irrtümlicherweise – ja nicht anders.

„Ist es unser Schicksal, diesen Weg zu gehen? Ist es unser Schicksal, uns selbst zu zerstören, wie so viele Spezies vor uns? Oder können wir uns schnell genug weiterentwickeln, um uns zu ändern, um unser Schicksal zu verändern? Ist die Zukunft wirklich vorherbestimmt?“ „Dr. Xavier“ X-Men: Zukunft ist Vergangenheit, 2014

Was der Gewohnte am wenigsten hören oder gar erkennen mag, dass er sich die ganze Zeit selbst und kollektiv-gegenseitig „an der Nase herumgeführt“ hat. Das ist auch verständlich. Denn: Wer will schon sein „Jüngstes Gericht“?

„Wenn der *Gegner an der Wand steht, wird damit die Investition des Opfers* und dadurch auch seine Intelligenz in Frage gestellt. Niemand kann das akzeptieren… nicht mal sich selbst gegenüber.“ Revolver, 2005

Noch geht der Mensch weiter seinem Rollenspiel nach, wofür er gnädig belohnt wird (wenn er schön artig ist), an das er sich über zig Generationen hinweg selbst gewöhnt hat und es ihm auch nicht aufgefallen ist, weil ihm der Vergleich fehlt, weil es nichts anderes zum Vergleichen zu geben scheint, weil er nicht wirklich denkt und reflektiert, sondern nur Bekanntes wiederkäut.

„Eine Frage, die man nicht weiß, kann man für gewöhnlich auch nicht stellen.“

(Anmerkung: Was jedoch nicht stimmt, wenn man den Prozess der Infragestellung, durch schrittweise Invertierung des Vorhandenen, erst einmal verstanden, verinnerlicht hat und konsequent anwendet. Wie gesagt, es ist zunächst nur reine Kopfsache, wo ihm niemand, außer er sich selbst (Anmerkung: sein „Ich“ ihm), im Wege steht.)

Der im Rahmen gewohnter Fremdbestimmung zur Gehorsamsbereitschaft aufgezogene Mensch, lässt sich über den Glauben, dass ihm etwas oder jemand gehören würde, ganz prima fremdsteuern, denn mit dem wohlwollend zugestandenen Privileg etwas zu „haben“, geht auch die Verlustangst einher, weshalb wohl für die meisten, die sich einst auf den Weg der Aufklärung begaben, irgendwann wieder den Weg „nach Hause“ antraten, als sie merkten, welchen Preis es zu zahlen gilt.

Im Kern erscheint der Preis nur deswegen hoch, weil man sich an die gewohnten Denk- und Verhaltensmuster, damit verbundenen Konventionen und Wertvorstellungen gewöhnt hat, von denen es jedoch durch ihre Infragestellung und damit verbundener Veränderung ihrer Bedeutungshoheit langsam abzulassen gilt – als der wesentliche Preis und nicht anhand dieser Vorstellung:

„Würden Sie ein Opfer bringen?“ „Ja, meinen Nachbarn.“ „Nein. Ich meinte, würden Sie SELBST ein Opfer bringen?“ „Ich sagte doch: meinen Nachbarn. Sie müssen mir nur sagen, wohin ich ihn bringen soll.“

„Ich wollte Macht, um meine Feinde zu vernichten. Ihr habt mir Macht gegeben, um meine Dämonen zu vernichten. Und um zu leben mit den Gesetzen der Natur.“ „Wir entkommen niemals unseren Dämonen, Mordo. Wir lernen nur, um uns über sie zu erheben. Dialog aus Dr. Strange, 2016

Musikalische Nachlese: