Nur ängstlich oder schon beschränkt?

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(v1.2*) Na, heute schon die neuen Vorgaben aus dem Ministerium für gesundheitlichen Verfassungsschutz erhalten? In einer Sondersitzung des dauerhaft eingerichteten Ausschusses für gesundheitliche Volksbetreuung, wurde heute Nacht das Konzentrationsgesetz im zweiten Entwurf verabschiedet.

Der Bürger soll sich demnächst nur noch auf eines konzentrieren: Auf Arbeiten und Geld verdienen. Dazu wurde das Arbeitszeitgesetz von 1994 vorübergehend außer Kraft gesetzt, so dass es nun möglich ist, offiziell 12 Stunden pro Tag – ohne Lohnausgleich – arbeiten zu können. Der Ausschuss habe sich einstimmig darauf geeinigt.

Grundlage dafür ist die aktuelle Situation, dass der Bürger keine unnötigen Belastungen durch aufwendige Freizeitgestaltung mehr ausgesetzt sei und nun noch mehr zum Arbeitsdienst hergezogen werden könne.
Dazu würde die Bundeswehr in den nächsten Tagen mit neuen Befugnissen ausgestattet werden, um die öffentliche Ordnung auch weiterhin aufrechterhalten zu können.

Dazu sei es notwendig, größere Städte in begrenzte Stadtsektoren zu unterteilen, die jeweils nur mit einer Sondergenehmigung betreten und verlassen werden dürften. auf diese Weise sei auch gewährleistet, dass eine wirksame Kontrolle zum Schutz der Bevölkerung vor Corona-Erkrankten aus anderen Sektoren greifen könne. Schließlich müsse man die Bevölkerung vor weiteren Erkrankungen schützen.

Zur Wahrung der Ordnung solle das Propagandaministerium, wie das Ministerium für nationale Mediengestaltung, gerne in internen Kennerkreisen genannt wird, besorgten Bürgern „Schutz und Sicherheit aus starker Hand“ über alle Rundfunkanstalten vermitteln. So in einem internen Briefwechsel der Minister.

Die wesentliche Aufgabe des schutzbedürftigen Bürgers sei nun, lediglich für seinen Staat da zu sein. Umgekehrt sorge der Staat für den Schutz seiner Bürger vor möglichen Gefahren. Und das kostet nun mal Geld, welches der Bürger in Form von Steuern durch seine harte Arbeit zu erwirtschaften habe.

In einem längeren Brief des Ministeriums für nationale Mediengestaltung an das Ministerium für Wahrheitsfindung, mache man sich jedoch zunehmend Gedanken, da es in den unteren Verwaltungssektoren immer wieder zu vereinzelten Widerständen käme, wo Gegner des Staates immer wieder zu Aufständen aufriefen, die der friedlichen Koexistenz zwischen Staat und Bevölkerung kontraproduktiv entgegen stünden.
Es herrsche im Ministerium zunehmendes Unverständnis, da doch die Versorgung der Bürger mit artgerechter Nahrung aus den bewachten Wirtschaftssektoren gewährleistet sei.

Das Ministerium für nationale Mediengestaltung habe aus diesem Grunde eine entsprechende Marketingkampagne entworfen und vor einiger Zeit die Haus eigene Filmproduktion bereits mit der Umsetzung beauftragt.

Bisher wurden die produzierten Aufklärungsfilme von der Bevölkerung positiv aufgenommen – so eine repräsentative Umfrage des Ministeriums für Verbraucherschutz bei den staatlichen Unternehmen.
Der Verbraucher bedürfe in seiner Rolle als solcher ständiger Betreuung, schließlich hänge ja auch seine Existenz davon ab.

In der letzten Woche seien wieder fünf tote Arbeiter von der Staatspolizei gefunden worden. Zwar werde noch ermittelt, erste Indizien deuteten jedoch auf einen terroristischen Akt der Widerständler aus den unteren Sektoren hin.

Aus diesem Grunde sei man guter Hoffnung, so der Innenminister in einem Live-Interview des staatlichen Fernsehsenders beim heutigen Frühstücksfernsehen, dass man die Täter alsbald finden und ihrer gerechten Bestrafung zuführen werde.

In den betroffenen Sektoren sei deshalb die Überwachung zum Schutz der arbeitenden Bürger verdreifacht und die Personenkontrollen verdoppelt worden.

Darüber hinaus habe man den Verkauf von Nahrungsmitteln durch fliegende Händler aus dem Umland für die nächsten drei Monate ausgesetzt, so dass die staatliche Fürsorge nun vordringlich durch kontrollierte Hand geschehe.

Nur ein starkes Land schützt die Zukunft seiner Bürger!

Deutschland obsiegt!

Musikalische Untermalung: