Quo vadis, innerhalb des Systems?

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(v1.0*) Nach dem Stelldichein in Berlin stellt sich nun die Frage: Wie geht es weiter? Ob es wohl ausreichend erscheint, sich nur gegen etwas zu stellen? Wohl kaum.
Selbst die Abgrenzung gegen Links und Rechts, lässt ein baldiges Drehen der Anhänger in der Waschmaschine erahnen.
Mal sehen, wann erkannt wird, dass Widerstand und Abgrenzung zu keinem Ergebnis führen.

„Corona“ dient dazu, die Gesellschaft auf ihre anerzogene Gehorsamsbereitschaft hinzuweisen, die im Kern die Grundlage jedes faschistischen Systems bildet, wo Menschen wegen ihren unbequemen Rollen und damit verbundenen Meinungen ausgegrenzt werden.

Die Masse weiß nicht, dass sie sich innerhalb eines Systems bewegt, welches ihr eine Scheinwelt als real verkauft, eine Scheinwelt, die sich im Kopf der Masse in Form von anerzogenen Konventionen, Glaubenssätzen und dem Glauben an künstliche Regelwerke (Gesetze) abspielt.

Dem Menschen hält man die Information vor, dass er bisher nur in einer Betreuung unterwegs war, wo man ihn vor der „gesellschaftlichen“ Unvernunft und Gewissenlosigkeit im Kern vor sich selbst zu „schützen“ meinte und ließ ihm im Glauben, er und sein Handeln seien vernünftig und gewissenhaft, da er ja nur arbeiten und Geld verdienen bräuchte.

Allein bis dies erkannt wird, werden die Bemühungen der Politikdarsteller wohl noch weitergehen. Denn was die Masse nicht weiß: Es gibt nichts zu verlieren, weil die Konventionen, an die sie bisher festzuhalten meint, insgesamt nur Märchenstunden sind, die man ihr durch das eigene Umfeld in die Wiege hat legen lassen.

Man hat ihr mitgegeben, dass sie etwas bekäme und ließ sie im Glauben, ihr würde etwas oder jemand gehören, um sie dadurch in einem manipulierfähigen Schwebezustand der Ungewissheit zu halten, da man das Überlassene auch jederzeit wieder wegnehmen, bzw. verlieren könne.

Die von der Masse geforderte Freiheit ist keine, denn pocht sie nur auf Freizügigkeiten, eine fremdbestimmende Form der Freiheit, nicht die Freiheit an sich.
Freiheit hat etwas mit Selbstbestimmung und authentischer Entfaltung in Vernunft und Gewissen zu tun.
Beide kann man auch nicht per Gesetz einfordern oder wohlwollend überlassen, weil sie Eigenschaften des Einzelnen sind, die er selbst zu entwickeln hat.
An diesem Punkt wird auch klar, dass ein „Staat“, der nur eine Fiktion ist, niemals eine menschliche Eigenschaft verliehen bekommen kann. So am Rande.

Das man nichts verlieren kann, weil niemandem etwas gehört, zeigt deutlich die beiden nebeneinander existierenden Systeme.

Der Blick in die Welt lässt überall den gleichen (Schwebe)Zustand erkennen, da in den künstlich geschaffenen Institutionen, den sogenannten „Staaten“, überall die prinzipiell gleiche Organisationsform herrscht, die sich stets aus den gleichen Denk- und Verhaltensweisen heraus entwickelt: die Hierarchie.

Zwar werden Veränderungen gefordert, jedoch schließen sich die angesprochenen Forderer in der Regel selbst von der Veränderung aus. Im Kern will sich kaum jemand wirklich entwickeln, denn ist er so programmiert, nur das Bisherige weiter vor sich „herleben“ zu wollen.
Und wenn Veränderungen gefordert werden, betrifft dies in der Regel nur den Austausch von Vorgesetzten und ihren gläubigen Anhängern oder die Umbenennung des „besetzten“ Bodens.
Der Boden hat von Natur aus keinen Namen und der Mensch meint nur, aufgrund seiner unhinterfragten Denk- und Verhaltensweisen, ihn zu besitzen – besser: ihn zu besetzen.

„Corona“ ist letztlich nur ein Vorwand, die Gewohnheitsträgheit der Masse in der Weise zu beeinträchtigen, dass sich diese selbst Gedanken um Lösungsmuster für eine globale Gesellschaft des Miteinanders macht, ohne dass sie sich wieder auf kleingeistige Feindbildprojektionen einlassen muss, um dann erst ins Handeln zu gelangen.

Dabei kann man sich das Überzeugen von „Gegnern“ getrost ersparen, ebenso wie das Demonstrieren. Letzteres ist im Kern nur ein kollektives Klagen.
Es geht darum, parallel eine Alternative zu entwickeln, die sich im Wesentlichen von den bisherigen Denk- und Verhaltensweisen und damit verbundenen Konventionen und Glaubenssätzen unterscheidet.

Noch hält der anerzogene, verdreht gelernte Umgang mit dem Signal „Angst“ die Mehrheit der Akteure im Zaum.
Zu sehr liegen die Bemühungen noch darin, dass Bisherige irgendwie auch wieder „morgen“ erleben zu wollen, während sich derartige Denkmuster durch ihre Träger weiterhin gegen Veränderung abzukapseln versuchen.

Doch gerade durch das Abkapseln sind „darin“ enthaltene Gedanken letztlich zum Scheitern verurteilt, da sie sich nur im gewohnten Rahmen der Auferlegung im Form von Machtkämpfen und -strukturen verbreiten würden, also nur die übliche Denke von gestern und vorgestern.

An diesem Punkt kann man deutlich erkennen, wie sehr sich der Mensch vom Leben abgewandt hat und sein belohntes Rollenspiel für die einzige Realität erachtet. Ja, diese sogar zu verteidigen meint, gerade weil sie ihm alternativlos erscheint.

Der Masse kann man nicht einfach die Wahrheit von „oben runter“ sagen, dass sie nicht nur die letzten 75 Jahre „an der Nase herumgeführt“ wurde. Auf diese Weise würde für sie eine Welt zusammenbrechen und ihr bliebe dann nur eines: durchdrehen.
So ist es von Bedeutung, dass sich mehr und mehr Akteure auf den Weg machen, selbst „auf den Trichter zu kommen“, wie es anders sein kann, da es so nicht weiter gehen kann.

Wenn schon „alle Gewalt vom Volke ausgeht“, so sollte es als erstes unterlassen, andere zu erkieren, die darüber befinden, was für das Volk „gut und richtig“ sein soll.
Durch die Abgabe der Verantwortung im Akt der Wahl offenbart sich einmal mehr das Bestreben, an den bisherigen Denk- und Verhaltensweisen, vordringlich an der belohnten Gehorsamsbereitschaft festhalten zu wollen.

Und um es so zu sagen: Lediglich für die Unbewussten auf beiden Seiten geht es um Macht oder Ohnmacht. Der einfache Denker wurde im Kern in seiner Kindheit von den eigenen Eltern in der Familie zu einem gehorsamsbereiten Untertanen herangezogen, um später dem „Ernst des Lebens“ gerecht zu werden.

Es geht nicht einfach darum für oder gegen „Corona“ und damit verbundene Maßnahmen zu sein, sondern die Grundlage für die Entstehung faschistischer Systeme zu hinterfragen, deren Ursache zu erkennen und den Hebel umzulegen.

Letztlich liegt es bei der Masse über den gewohnten Tellerrand ihrer gewohnten Denk- und Verhaltensweisen hinauszudenken, statt sich wie gewohnt nur in den Widerstand zu begeben, damit der ersonnene Gegner vielleicht irgendwann aufgibt.

Es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren, wenn das Gedachte nicht weit genug gedacht ist, da sowohl der „Gewinner“ wie auch der „Verlierer“ nur Rollen innerhalb eines Spiels sind, was man nur deswegen für ernst hält, weil die Existenz (im Kern die eigenen Denk- und Verhaltensweisen) auf dem Spiel steht.

Umdenken wird auf diese Weise für die meisten zum Problem, allem voran die Erkenntnis, dass man sich bis zum heutigen Tage nicht aus dem Spiel „Cowboy und Indianer“ verabschiedet hat.

Dem gewohnten Denker bereitet der Gedanke Unbehagen, dass „Sichteinlagen“, mit Zahlen bedrucktes Papier und mit Zahlen beprägtes Metall im Kern gar keinen Wert haben, nicht einmal das, was er damit zu kaufen meint.

Um die geistige Sackgasse zu überwinden, reichen die gewohnten Gedanken nicht aus, um aus dieser zu gelangen.

„Krise ist jener geistige Zustand, wo bewährte Denk- und Verhaltensweisen zu keinem wirksamen Ergebnis mehr führen.“

Im Grunde wird die Mehrheit in Richtung „Umdenken“ geschoben. Der wahrgenommene Widerstand wird durch den inneren, anerzogenen Widerstand gegen Veränderung erzeugt. Für das dabei entstehende Leid gibt man jedoch den anderen die Schuld (Feindbildprojektion).

Letztlich ist erkennbar, dass der Masse nur die Werkzeuge mitgegeben wurden, die sich am Ende als unwirksam entpuppen und nur das Infragestellen des Systems und damit verbundenes Um- und Weiterdenken einen Ausweg für alle darstellt.

Hierbei geht es nicht darum, die Meinung des Gegners einfach anzunehmen oder sich in der üblichen „Kompromiss-Sauce“ zu bewegen.
Auch geht es nicht darum, auf all die zu warten, die noch gar nichts kapiert haben.
Es gibt auch keine kollektiv gleichgeschaltete, gesellschaftliche Entwicklung. Jeder ist selbst gefragt, sich aus dem System heraus zu entwickeln.

Dazu ist es notwendig die üblichen, gesellschaftlich anerzogenen und als „normal“ deklarierten Denk- und Verhaltensweisen, die das System verkörpern, in Frage zu stellen.

Es geht nicht ums Verlieren oder Gewinnen gegen einen „Feind“, der einen nur unterdrücken will. Denn der „Feind“ entsteht stets in einem selbst, den man anschließend im gegenüber zu erkennen meint.
Den Bösewicht kann man aber auch spielen, da der gewohnte Denker den Unterschied nicht kennt.

„Die meisten Menschen gehen den Weg, den wir für sie vorsehen – zu ängstlich, einen anderen zu erkunden. Aber von Zeit zu Zeit gibt es Menschen wie sie, die alle Hürden überwinden, die wir ihnen in den Weg stellen. Menschen die erkennen, dass freier Wille eine Gabe ist, die man erst nutzen kann, wenn man auch dafür kämpft. Ich glaube, dass ist der wahre Plan des „Vorsitzenden“, dass eines Tages nicht mehr wir den Plan schreiben, sondern ihr.“ Der Plan, 2011

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Albert Einstein

Aus diesem Grunde ist es notwendig, über den gewohnten Horizont hinauszudenken. Denn mit dem Wissen, was man „hat“, bekommt man immer nur das, was man kennt.

P.S. Für alle Zweifler: Der Zweifel ist nur ein Phänomen des Menschen der alten Ordnung.