Warum gerne viel geredet wird – oder: Das nahende Ende der Betreuung

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(v1.0) Wenn man Zeit hat, betrachtet man so manches Geschehnis einen Augenblick länger, als gewohnt. Neulich stand jemand vor dem Wasserhahn und meinte zu mir: „Du, er tropft.“ Ich ging hin, drehte den Wasserhahn etwas weiter zu, und das Tropfen hörte auf. Menschen brauchen halt Betreuung?

Als gewohnter Teilnehmer des Systems der alten Ordnung, macht sich der eine oder andere seit längerer Zeit sicher Gedanken um „seine Zukunft“, „seine Ansprüche“, über „sein Erreichtes“.

Für gewöhnlich fällt dann der Blick auf die Politiker, die sich in merkwürdig erscheinenden Aktionismen verfangen haben, über die sich weiträumig gesellschaftlich echauffiert wird, während man heftig auf der Suche nach jenen ist, die für alle wieder „die Kohlen aus dem Feuer holen“ und alles wieder so herrichten, wie es früher mal war.

Das lockt wiederum jene an, die an den „Töpfen der Macht“ zu naschen gedenken, vorhaltend etwas für all die „Betreuungswilligen“ zu tun, während sie später wohlwollend mit den Brosamen (Brösel) um sich zu werfen meinen, wo sich „die Süchtigen“ nur allzu gern vor ihnen in den Staub werfen.
Und wenn die Brösel ausgehen, dann erklingt ein leises Jammern aus den unteren Etagen oder den hinteren Bänken.

„Herr Berg! Du bist böse!“

Wenn gestern alles besser gewesen sein soll, dann muss es ja vorgestern noch viel besser gewesen sein. Das bedeutet, dass es in der weiten Vergangenheit mal so toll gewesen sein muss, dass, wenn man jetzt darüber nachdenkt, es gar nicht ertragen kann. Klingt doch logisch, oder?

Treffen sich zwei Neandertaler, sagt der eine missmutig: „Gestern war alles besser.“ Der andere schweigt einen kurzen Moment: „Was ist denn ‚gestern‘?“

„Nichts lindert Ängste besser, als ein Hauch Nostalgie.“ „Morpheus“, Matrix Resurrections, 2021

Und je länger traktiert wird, desto mehr entsteht der Eindruck, als wollten die Politik der Bevölkerung auf ihre Art und Weise klarmachen, dass es an der Zeit ist, das Denkruder wieder selbstentschlossen und auf Dauer in die Hand zu nehmen, statt nur zu mäkeln und auf „gerechte Autoritäten“ zu setzen/zu hoffen.

Wenn sich die Existenz eines Systems darauf stützt, dass weiträumig die Verantwortung von vielen an wenige abgegeben wird, in der Vorstellung ein konsequenzloses Leben zu führen, so handelt es sich um eine kollektive Illusion.
Wenn dann innerhalb des so entstandenen Systems auch noch von „Freiheit in ihren vielfältigen Erscheinungen“ gesprochen wird, so bleibt einem nur ein Schmunzeln übrig, was voraussetzt, dass man das System in seinem Wesen erkannt und verstanden hat.

Über seine Denk- und Verhaltensmuster, die herrschenden Konventionen, seinen Glaubenssätzen und den gesellschaftlichen Wertvorstellungen, ist der Mensch in seiner Rolle mit dem System verbunden, hält es damit aufrecht, während sich die täglichen Symptome wie „katholische Karnickel“ vermehren, denen er versucht „Herr“ zu werden, und einmal mehr der „laute“ Blick in Richtung „Politik“ geworfen wird.

Dem gewohnten Denker fällt es sichtlich schwer über den gewohnten Tellerrand zu blicken, so sieht er auf der einen Seite das zunehmende Ungemach und auf der anderen Seite, die sich für ihn präsentierenden „schuldigen Akteure“. Ursache und Wirkung? So einfach? Nicht wirklich. Höchstens für die sich in der Gesellschaft gegenseitig zugestanden-erlaubte Denkweise.

„Die herrschende Meinung, ist die Meinung der Herrschenden…Masse.“

So fällt über einen längeren Betrachtungszeitraum auf, dass übliches Klagen, Jammern, das Ausleben von Wut, Zorn, Gewalt, sich beschweren usw. im Grunde einem gesellschaftlich anerzogenen Opferverhalten entspringen, wo es nicht wirklich darum geht, dass sich etwas ändert, weil gleichzeitig „keiner“ von Veränderungen betroffen sein mag, während er sie gleichzeitig hinter einem Spitznamen versteckt zu fordern meint.

Veränderungen setzen jedoch veränderte Sicht- und Handlungsweisen voraus, denn immer das gleiche Tun an den Tag zu legen, in Erwartung anderer Ergebnisse, ist Unfug.

„Mit dem was man kennt, bekommt man immer nur das, was man schon hat.“

Zu wenige kommen auf die Idee, das Bisherige infrage zu stellen, um sich anschließend daraus einen „Sport“ zu machen, der über gewohntes Dagegensein hinausgeht, was auch nicht einfach bedeutet, dass man dann nur FÜR etwas sein soll, GEGEN das man vorher war. „Dafür oder dagegen“, „Freund oder Feind“, „gut oder böse“ lassen keinen Spielraum zum Denken, da man dafür ja auch nicht bezahlt wird. (Anmerkung: wenn der „Feind“ eine Erfindung des eigenen „Ichs“ ist, als der Feind selbst, so ist es der „Freund“ ebenfalls. Rollenspiel.)

Zum Thema „Rollenspiel“: Gestern sah ich den Film „Hitman“ von Netflix.

„Was, wenn ihr Selbst ein Konstrukt ist, eine Illusion, ein Akt, eine Rolle, etwas, was sie täglich spielen, seit dem sie überhaupt denken können?“ „Gary Johnson“ zur Klasse, Hitman, 2024

„Wenn das Selbst ein Konstrukt ist, und alles ist nur ein Rollenspiel, glaubst du, wir können uns ändern?“ „Alicia“, Hitman, 2024

All diese Vorstellungen sind, was Vorstellungen so an sich haben, rein mentaler Natur, beeinflusst von entwickelt-anerzogenen Denk- und Verhaltensweisen, die meist als „unverrückbar“ gelten, was jedoch irrig ist.

Warum gerne viel geredet wird?

Hat der im Haben erzogene Mensch, etwas erreicht, er etwas (in der Gesellschaft) darstellt, so wird er es in der Regel auch behalten wollen, sein „Eigen“ nennen und versucht es weiter gegen möglichen Verlust zu sichern – notfalls sogar zu verteidigen.

Da er es ja auch nicht anders kennt, weil es ihm sozusagen „in die Wiege gelegt“ wurde und es bei anderen genauso ausschaut, definiert sich der Mensch – in Person – über das Haben (Besitztümer, Titel, Pöstchen, Karriere, Ansehen), in der Vorstellung dadurch etwas zu sein.

Es handelt sich jedoch nur um ein Rollenspiel, was sich so entwickelt hat, wie es aktuell zu erleben ist.
Jene, die sich für ihre Rolle halten, schreien dabei „Zeter und Mordio“ oder üben sich in der Rolle des „unschuldigen Opfers der Umstände“ – plärrend, greinend, wütend.

Durch den Glauben, ihm würde etwas gehören, macht sich der Mensch jedoch fremdbestimmbar, wo er fortan seinen Autoritäten und der herrschenden Ordnung die Treue zu schwören hat, indem er entspricht, damit ihm das Erreichte (wohlwollend Zugestandene) auch weiter bleibt.

Schließlich hat er ja ein Recht auf Leben, Freiheit und Eigentum. Hat er das wirklich oder schwelt dahinter nur die Angst des Verlustes, weil es ihm vorher versprochen wurde?
Ein möglicher Verlust gegen den scheinbar nur seine „Herren“ etwas tun können – vorausgesetzt man macht sie zu seinen „Herren“.

„Eine beachtliche Erfahrung, in Furcht leben zu müssen. So ist es, wenn man ein Sklave ist.“ „Roy Batty“, The Blade Runner, 1982

Das ist mit ein Grund, warum so mancher seine angebeteten Autoritäten nur allzu gerne reden hört, beklatscht und bejubelt, während sich beide dabei fleißig im Kreisverkehr bewegen und so am Alten festzuhalten versuchen.

Doch was ist, wenn sich die „Herren“ gegen ihn, ihren „Untertanen“ wenden, und es trotz Wahl „gerechter Autoritäten“ und vorausgegangener Versprechen, einfach nicht funktionieren will?

Tja, wenn alle Macht vom Volke ausgeht, verliert es diese, wenn es seine Verantwortung mit dem nächsten Erkieren seiner „Herren“ wieder abgibt – gleich welche Herren es auch sein mögen.
Hat man erst einmal „die Stimme“ abgegeben, so hat man auch nichts mehr zu sagen. Punkt.

Gesellschaftlich geforderte Veränderungen dürfen in der Regel nur in soweit stattfinden, dass im Grunde alles beim Alten bleibt, sich das Bisherige also einmal mehr wiederholen soll, statt infrage gestellt zu werden. Letzteres ist auch viel zu anstrengend.

„Hol’ schon mal den Wagen, Harry.“

Die Infragestellung des Systems ist jedoch jener Akt, wie man aus der „Nummer“ rauskommt, was nicht einfach bedeutet, dass man dann nur keine Steuern zu zahlen braucht. Es geht weit über gewohnte Wertvorstellungen hinaus und ist auch etwas, was man nicht einfach kopieren kann.

Um sein gewohntes Tun weiter zu rechtfertigen, schreckt so mancher nicht davor zurück, dass „der Mensch“ ja nur ein Tier sei. Er darf sich dann auch nicht wundern, wenn er wie eines gehalten wird – besser: sich selbst so hält.

Einmal mehr, dass es in keiner Weise ausreichend ist, einen Staat aus der Vergangenheit exhumieren zu wollen, solange die Prinzipien DARIN die gleichen sind.
Solange jedoch dieser Wunsch besteht, bewegen sich seine Verfechter – gemeinsam mit ihren „Gegnern“ – weiter „auf verlorenem Posten“ – einander lediglich ihre Denk- und Verhaltensmuster spiegelnd: Der im „Gegner“ erkannte vermaledeite „Feind“.

Zu tun, damit etwas anders wird, bspw. die Bewältigung der aktuellen gesellschaftlichen Situation – allesamt Symptome des Systems – setzen eine veränderte Haltung und damit einhergehende Richtung voraus, die sich nicht einfach in einer anderen politischen Sichtweise (Anmerkung: in der Regel nur ein Kreuzchen an anderer Stelle) erschöpft, noch durch „lautere“ Argumente, noch mit dem üblichen, technologischen Firlefanz.

Reklame: Mit der Denkweise aus denen die wahrgenommenen „Probleme“ entstanden sind, lassen sich keine Lösungen entwickeln. Anmerkend: Ach so, das wird ja nicht bezahlt.

Da man gerne am Erreichten festzuhalten gedenkt, eben weil sich größtenteils im Haben bewegt wird, bleibt jenen also nur das Reden, als eine Möglichkeit, das Tun und damit einhergehend, eine veränderte Haltung möglichst lange vor sich herzuschieben, möglicherweise in der Hoffnung, dass das Gestern eines Tages in gleißender Rüstung wieder zurückkehrt. Mittlerweile gehen diesem Gedanken jedoch die Ritter aus.

So manche Sehnsucht nach dem „Führer“ ist nur die Hoffnung auf weitere Betreuung, während von einem „souveränen“ Staat gesprochen wird, wo sich eine Bevölkerung für „souverän“ hält, beim Begriff „Selbstbestimmung“ jedoch Reißaus nimmt.

Die Haltung, dass gestern alles besser gewesen sei, beruht auf der gewohnten Erziehung zur Gehorsamsbereitschaft und Entsprechung, wo die Autorität (Anmerkung: in der Familie, dem Hort der Konditionierung für den „Ernst des Lebens“) „immer“ recht hat, will man sich weiteres oder mögliches Ungemach ersparen.

„Konservativ (Hinweisend: Konserve) ist der Versuch, heute „auf Pump“ gekaufte Erdnüsse für gestern aufzuheben.“

Letztlich den Menschen befreiend:

„Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Bedeutungen, die wir den Dingen verleihen.“ Epiktet 2.0

Bedeutungen sind beeinflusst von Denk- und Verhaltensmustern, Konventionen, Glaubenssätzen und Wertvorstellungen. Dies ist „der wesentliche Ort“ für Veränderungen.
Da dies jedem selbst obliegt, kann man sich den Versuch, andere überzeugen zu wollen, getrost ersparen. Man kann jenen einen Hinweis geben, wenn es sich ergibt, ja. Den Weg, haben jene jedoch weiter vor sich.

„Neo, genau wie ich, wirst du irgendwann einsehen, dass es ein Unterschied ist, ob man den Weg nur kennt oder ob man ihn beschreitet.“ „Morpheus“, The Matrix, 1999

So ist deutlich erkennbar, dass jeder für sich selbst zuständig (verantwortlich und befugt) ist – auch dafür, was er erlebt. Dass andere Schuld seien, ist eine Illusion und rührt aus der anerzogenen Opferhaltung.

Die Vorstellung, dass das junge Leben, was sich da gebiert, einem gehören würde, ist ebenso irrig, wie die Vorstellung der Autorität, dass andere ihr zu entsprechen hätten.

Am besten ist die Nummer, wenn es mit der „Gleichschaltung“ wieder einmal nicht geklappt hat, man das „Erzogene“ dann sich selbst überlässt.

Dass es darum geht, das junge Leben zu begleiten, was eine vollkommen andere Herangehensweise erforderlich macht, steht den gewohnten „Anpassungsmaßnahmen“, die den jungen Menschen für gewöhnlich auf den „Ernst des Lebens“ vorbereiten sollen, diametral gegenüber.

„Gehorsamsbereitschaft und Entsprechung erzieht stets zu Gehorsamsbereitschaft und Entsprechung, weil denken nicht bezahlt wird.“

Auf diese Weise vergiftet sich die Gesellschaft – in der Regel in den Familien – selbst.

Die gewohnte Erziehung zum Menschen im Haben bringt einen weiteren, wesentlichen Nebeneffekt mit sich: Er versucht seine innere Leere durch äußere, gesellschaftlich etablierte Werte befüllen zu wollen, was auf Dauer nicht wirklich funktioniert.

Das Leben, was ihm geschenkt wurde, ignoriert er und hört lieber auf seine Autoritäten, die ihm alles versprechen, damit er ihnen weiter ein artiger und belohnter Untertan bleibt. Die Methoden der Autoritäten sind dabei Belohnung und Bestrafung.

Die innere Leere mit Äußerlichkeiten „befüllen“ zu wollen, ist eine Art unstillbare Sucht, die durch gesellschaftlich tolerierte Unvernunft zum „Dauerbrenner“ und Grundlage für das gewohnte Geschäftsmodell sind.

„Die Überraschungen nehmen einfach kein Ende. Es stimmt mich traurig, welche seltsame Rolle wir bei unseren eigenen Katastrophen spielen. Doch aus dem hartnäckigen Gefühl eines groß angelegten Niedergangs erfinden wir immer wieder Hoffnung. Und so warten wir an diesem Ort*… zusammen.“ „Prof. Jack Gladney“, Weißes Rauschen, 2022 *Supermarkt

Das Erlangte befriedet nicht von Dauer, was daran liegt, dass all die vom Menschen erfundenen Werte keine echten Werte sind und so muss er sich immer wieder auf den Weg machen, irgendetwas zu kaufen oder sich in einer anderen Weise zu „eigen“ machen, an sich zu bringen, um sich als „wertig“ zu erachten.

„Geh’ erst mal arbeiten, damit du was wirst“, ist ein Meilenstein zur Schaffung von Konsumenten.

Der Mensch im Haben erzogen, sucht die Liebe stets im anderen und später greifen sich zwei Bettler gegenseitig in die Tasche: „Du hast ja auch nichts.“ Oder es wird versucht das Gegenüber in Besitz zu nehmen, aus Angst vor Verlust oder es wird sich unterworfen, um so Beachtung und Liebe zu erfahren.

Was die gesellschaftlich tolerierte Unvernunft angeht, muss diese natürlich „im Zaum gehalten werden“, und so treten die „Betreuer“ in Erscheinung, diese bepackt mit Versprechungen zur Besserung.

Da „die Anderen“ ja stets unvernünftig sind und betreut werden müssen (Anmerkung: Hat tatsächlich mal jemand gesagt), geschieht dies durch Dritte, damit alles „gerecht“ verteilt ist.

„Links und Rechts sind lediglich die instrumentalisierten Handlanger der Mitte.“

Die herrschende Unvernunft wird dadurch aufrechterhalten, indem man den „Betreuten“ vorsorglich schon mal vorgibt, was „gut, richtig und vernünftig“ sein soll, was man bestenfalls „einfach nur zu glauben hat“, damit man der Gesellschaft auch wirklich zugehörig ist.

„Es fressen sich schon alle gegenseitig. Ich fürchte, ein paar Zombies würden nicht weiter stören.“ „Lorne Malvo“, Fargo, 1.Staffel, 2014

Denn so braucht man die Erfahrungen auch nicht selbst zu machen. Es reicht, wenn man davon mal gehört hat,… was einem sonst passiert.

Anmerkung: Erst durch eigene Erfahrungen kann sich der Mensch in Vernunft entwickeln.

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“ Artikel 1, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

„In Vernunft begabt“ bedeutet jedoch nicht „Vernunft vorhanden“.“

Wie wäre es mit dem nachfolgenden Gedanken?

Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der Hort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit. Gewissen ist zu spüren, was rechtens ist.“

Hat man jedoch erkannt, dass das Leben der wahre Wert (Würde) ist und der Mensch es auf Händen tragen sollte, statt es gewohnt mit den Füßen zu treten, in der Vorstellung, dass auch dieses ihm ja „gehören“ würde, so beginnt er die Dinge und Geschehnisse – auch die bisherigen – als solche in einem anderen Licht wahrzunehmen.

Die bisherigen Bedeutungen, die er Dingen und Geschehnissen verliehen hat, beginnen sich zu verändern, werden zu einer Erinnerung. Ein „Das geht mich nichts an“, weicht zunehmend der Frage: „Was kann ich aus den Geschehnissen lernen?“

Der Gewohnte, der an seinen (Wert)Vorstellungen hingegen festzuhalten meint, wird nur schwerlich jemanden verstehen, der sich entschlossen den Veränderungen stellt – die über das Gewohnte hinausgehen.
Dabei ist es nochmals ein Unterschied, ob man Veränderungen als „muss“ erfährt oder selbst entschlossen handelt. Wie gesagt – es ist vordringlich eine rein mentale Angelegenheit.

Veränderung betrifft stets die eigenen Denk- und Verhaltensweisen und obliegen dem Individuum, wo es sich auch nur selbst „im Wege stehen“ kann, während es jedoch gewohnt versucht, anderen die Schuld an der eigenen Lebenssituation geben zu wollen und somit die Entwicklung unterbleibt.