Achten Sie auf die Kinder, Teil 1

- Lesezeit: ca. 16 Minuten

(v1.0*) Bei dem ganzen Corona-Tamtam, geht es auch darum, dass Kinder nicht wieder nur zu gehorsamsbereiten Untertanen heranwachsen werden, nur weil es gewohnt opportun erscheint, um später „gutes“ Geld zu verdienen.
Ich spreche von belohnter (Selbst)Versklavung – also mit Zahlen bedrucktes Papier dafür zu bekommen, wenn man das macht, was andere von einem wollen (auf Anordnung, im Auftrag oder vertraglich vereinbart, siehe auch: Arbeits- und Dienstvertrag und Weisungsgebundenheit). Sie erkennen also den wesentlichen Sachverhalt?

„Der Mitarbeiter des Monats in einer One-Man-Show.“

Auch wenn es so manchem „unter den Nägeln brennt“ und er meint, dass es ja schon immer so gewesen sei, bedeutet das nicht, dass es deswegen bis jetzt auch „richtig“ war, während man weiter den jungen Menschen zum „Haben-Junkie“ zu machen meint.

Es geht auch nicht einfach darum, den nachfolgenden Generationen wieder mal eine Sintflut zu hinterlassen, nur weil die irrige Meinung herrscht, dass diese es mal „besser“ haben sollten, während der gesellschaftlich-geistige Horizont stets nur bis zum Arbeiten und Geld verdienen, Sammeln, Kaufen und Vererben reicht.

Was die Mehrheit antreibt, ist das „gewünschte Unwissen“ über die Auswirkungen ihres eigenen Handelns und dahinter wirkender – gesellschaftlich tolerierter – Unvernunft und Gewissenlosigkeit und damit auch der Unwissenheit über das System, nach dessen Regelwerken sie „funktionieren“.
Wie man es drehen und wenden mag: Am Ende bleibt nur das Eingeständnis, in nahezu allem einem Irrtum erlegen zu sein. Die dabei entstehende Problematik lässt sich in der Weise beschreiben:

„Wenn der Gegner an der Wand steht, wird damit die Investition des Opfers (also: der Gegner an der Wand) und dadurch auch seine Intelligenz in Frage gestellt. Niemand kann das akzeptieren… nicht mal sich selbst gegenüber.“ Revolver, 2005

Wenn alsdann die Frage im Raum steht, wie soll es denn anders sein, und eine ebenso schnelle Antwort erwartet wird, lautet diese zunächst auch vereinfacht: Dass es jedermanns eigene Aufgabe ist, darüber nach- und vorzudenken.

Das fällt zunächst schwer und so manche werden von weiteren Gedanken ablassen, das Bedürfnis nach gewohnter, künstlicher Sicherheit suchend: Ich habe nichts damit zu tun, die anderen sind daran schuld.
Damit erscheint der eigene Bezug zu irgendwelchen „Problemen“ erst einmal „gelöst“.
In dieser Äußerung steckt jedoch nur der anerzogene, willentliche Unterlass zur eigenen Entwicklung und damit auch die Entscheidung, sich in jedem Moment anders entscheiden zu können, verbunden mit den entsprechenden Konsequenzen und Neuorientierungen.

Was gesamtgesellschaftlich übersehen wird, dass man bereits einer gewissen Form der Zusammenarbeit nachgeht, nämlich gegen sich und das Leben selbst, während sich gleichzeitig über die „Auswirkungen in der Welt“ beschwert wird.

Die häufig kritisierten Phänomene, die in der Welt zu beobachten sind, rühren aus dem Handeln von Menschen selbst und nicht einfach „von anderen“.

So hat man es auf der einen mit sicht- und spürbaren Symptomen zu tun und auf der anderen mit den Ursachen.

Jedoch sind die Ursachen nur selten dort zu finden, wo die Symptome in Erscheinung treten.
Mangelndes Denken in Zusammenhängen führt zu ständiger Kaschierung der auftretenden Symptome, während die Strukturen dabei immer komplizierter werden und die Ursachen unbehandelt bleiben.

Das wenig über sich selbst bewusst sein und damit verbundenes Handeln, ist getragen von einem gesellschaftlich anerzogenen Glauben an das Leben, als ein Kampf ums Überleben, also der Kampf um die eigene Existenz, auf der Suche nach dem nächsten Geschäftsmodell und damit verbundener Behandlung von Symptomen.

Dies führt zu einem immer komplexer werdenden Umfeld, was letztlich nur noch mit viel Aufwand aufrechterhalten werden kann, bis es in sich kollabiert. Das nennt sich Insuffizienz: Die Aufrechterhaltung der Struktur verdrängt dabei die Erfüllung der Aufgabe, weswegen die Struktur einst geschaffen wurde.

An diesem Punkt erkennt man, wie weit sich der Mensch vom Leben abgewandt hat, und er sich lieber der belohnten Unterwerfung widmet, während er Strukturen schuf, die zunehmend komplizierter wurden, während die heilbringenden „Lösungen“ letztlich nur demjenigen helfen, der sie angeboten hat.

Das ganze Tamtam erscheint wie ein großes Krabbeln, wo versucht wird, durch den anderen aufzusteigen, während die geistige Entwicklung nicht selten an Geld und Macht ausgerichtet ist, verbunden mit dem Traum von „finanzieller Freiheit“, wenn man sich an die Regeln des Systems hält.

Ein Glaube, der sich von Generation zu Generation wie ein Virus überträgt und wo die eigene Unfähigkeit, etwas ändern zu wollen, gleich mit vererbt wird, indem die nachfolgende Generation der vorhergehenden zu entsprechen hat, während sich das eigene Gewissen damit beruhigt wird, dass es die Jugend mal besser haben soll.

Auch wenn es sich irrig anhört: All das muss so sein. Schließlich geht es darum, dass der Mensch wieder das für sich beansprucht, von dem er sehr lange keinen Gebrauch gemacht hat: das Denken.

Diesem geht die Verantwortung für das eigene Handeln voraus, die man nicht einfach in fremde Hände wählen kann, und damit habe sich der Fall erledigt.

An diesem Punkt kann man die Notwendigkeit des Um- und Weiterdenkens erkennen und auch, dass es nicht einfach damit getan ist, alles nur laufen zu lassen. Es geht sowohl um die eigene innere Entwicklung wie auch die des jungen Lebens.
Und mit Hinblick auf die Entwicklung an sich, gibt es auch kein „entweder…oder“, wie dies gerne vereinfacht gedacht wird, wenn es darum geht, dass es entweder „wie bisher läuft“ oder man das junge Leben sich selbst überlässt, was allein schon gedanklicher Unfug ist. Beide haben zu lernen, wenn sie einander begegnen.

An diesem Punkt ist erkennbar, dass das übliche Denken und Handeln zu nichts führt und bisher nicht weit genug gedacht war.

Es geht letztlich nur um Machtstrukturen, wo mit allen Mittel versucht wird, die natürliche Entwicklung aushebeln zu wollen, ob „selbst entschlossen“ oder „erzwungen“. Dieser Punkt ist zu überwinden, wenn man aus dem globalen Schlamassel herausfinden will.

„Die Untertanen wählen ihren Beschützer, während der Diktator am Ende auf seine Untertanen blickt.“

Damit möglichst niemand auf die Idee kommt, den Sermon zu hinterfragen, besteht die Aufgabe darin, sich mehr oder weniger viel zu beschäftigen, abzulenken und zu unter-halten.
Belohnte Beschäftigung klappt dabei am besten, wenn sie stets mit mehr oder weniger starker Existenz- und Verlustangst verbunden ist.
Das funktioniert in dem Moment, wenn von der Autorität ein Anteil an der Macht, Teilhabe am Geldsystem, der Glaube an Eigentum, Besitz, Hab und Gut zugestanden wurde und vordringlich nur durch Arbeiten und Geld verdienen weiter aufrechterhalten werden kann.
Wer weiß schon, dass das mit den Privilegien nur Luftnummern sind, an die geglaubt wird, um damit den Menschen über die Verlustangst fremdsteuern zu können?

Niemandem gehört irgendetwas und auch keinem anderen. So einfach ist das. Das alles funktioniert nur deswegen, weil der Mensch von seiner natürlichen Entwicklung im Sein in eine künstliche im Haben umgelenkt wurde.

Um es mal so auszudrücken: Wer sich schon selbst „unten-hält“, bei dem ist es auch ein Leichtes, ihn auch weiter unten zu halten. So, wie man jemanden betrügen kann, der sich bereits selbst betrügt. Wechselwirkung oder auch Resonanz.

Das System, was sich der Mensch schuf, basiert auf seiner anerzogenen Selbstversklavung, während nicht wenige sich dies zu nutze machen, was vom Prinzip her das gleiche ist, wie im Absatz vorher.
Die Gesellschaft bekommt ihre eigenen Denk- und Verhaltensweisen gespiegelt – immer und immer wieder. Es ist lediglich der verdrehte Hinweis eigenständig umzudenken.
Dabei reicht es nicht, das eine Hamsterrad nur gegen ein anderes austauschen zu wollen, nur weil dies vergoldet ist.

Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn über diese Themen darüber gesprochen wird, während die Gesprächsteilnehmer mitunter auf das Argument kommen, dass ja „die anderen“ dies nicht kapieren würden, um sich damit selbst aus der „Schusslinie“ zu bringen.

„Die Angst vor dem Tod, ist nicht die des Menschen, sondern seines „Ichs“, von dem er glaubt, er sei es. Das „Ich“ was sich vom Leben abwandte und um jeden Verlust bangt, während es sich damit klein hält. Es wird sich erst dann befreien, wenn es erkennt, dass ihm nichts gehört – auch nicht das Leben.“

Die meisten hoffen, dass es nochmal so wie gestern wird. Und wenn nicht, wird der Widerstand gegen die stattfindende Veränderung nochmals erhöht, einschließlich des Drucks auf die Gesellschaft und die zeigt wiederum mit dem Finger auf Politik, Bildung und Wirtschaft. Ein Reigen der Vorwürfe, wo sich alle es so einfach wie möglich machen wollen. Denn wer mag sich schon wirklich entwickeln wollen?
Vor allem dann, wenn das noch nicht einmal bezahlt wird und möglicherweise noch Zeit kostet, die man mit Arbeiten und Geld verdienen in silberne Münze umwandeln könnte.

Apropos „Wirtschaft“, diese wird gern mit dem „Finanzsystem“ verwechselt, weil im ersten Schritt die irrige Annahme herrscht, dass das mit Zahlen bedruckte Papier oder die Sichteinlagen etwas wert sein sollen, wobei auf dem zweiten Blick weder das Geschaffene, noch das Bedruckte etwas wert sind.

Was für die einen „alles“ ist, mutiert für die anderen zu einer Sache, wie jede andere auch. Der wesentliche Unterschied liegt nicht in der Sache selbst, sondern in der Bedeutung, die man ihr beimisst. Die Sache an sich ist nur die Sache.

An diesem Punkt entpuppt sich das vom Menschen geistig Geschaffene als eine reine Überlagerung. Überlagerungen, die die Sachen selbst nie berühren, so wie ein auf Papier gedruckter Gedanke nie das Papier berühren kann.

Und da soll ihm letztlich etwas gehören? Ich muss gerade schmunzeln.

Den Dingen Werte zuzuweisen findet seine Ursache in der künstlich umgelenkten Entwicklung des Menschen vom Sein ins Haben, um auch weiter zu entsprechen, während die Mehrheit innerlich „hohl“ bleibt.
Das liegt wohl daran, dass er doch nicht erst etwas werden muss, um zu sein, sondern „normalerweise“ nur seinem natürlichen Entwicklungsprozess nachgehen bräuchte, wenn ihm nicht das Gegenteil geheißen würde.
An diesem Punkt beginnt auch das gewohnte Gesellschaftsbild über Familie und darin stattfindende Rollenspiele an zu schwanken und damit auch die verbundenen Vorstellungen über gewohnte „Erziehung“.

Diese innere Leere, kann man mit keiner Materie füllen, auch nicht durch fremdbestimmende Maßnahmen oder gar noch mehr Macht über andere.
Der Gewohnte bleibt leer, gleich wie dick der Geldbeutel sein mag. Er neigt dazu, andere zu brauchen, um sich erfüllt zu meinen.

Aus diesem Grund sucht man auch nicht die Liebe. Denn wer die Liebe sucht, wird nur jene finden, die auch nur suchen und am Ende werden sie sich gegenseitig nur in ihre leeren Taschen greifen und nichts finden.

So wie man als Kind neugierig war und wissen wollte, wie die Welt funktioniert, darum geht es. Dies, bevor man in den Prozess gesellschaftlicher Gleichschaltung und Entsprechung geworfen wurde, damit man –

• erst mal etwas wird,
• dafür belohnt wird und Erfolg hat,
• das macht, was andere wollen oder zu brauchen meinen,
• etwas nach Hause tragen kann, was meist mit Hab und Gut zu tun hat,
• Ansehen und Beachtung bekommt
• usw.

Soviel Unfug auf einem Haufen. Und dahinter? Da wirken eben die Denk- und Verhaltensweisen einer globalen Gesellschaft, die nur anerzogen geistig voneinander getrennt unterwegs ist und sich der angesprochene Einzelne mitunter als „Opfer der Umstände“ erkennen mag.

Und wenn keiner verantwortlich ist, sind es letztlich alle.

Und das alles, weil der gewohnte Mensch mehr ans Haben, als an sich selbst und die eigene Entwicklung zu glauben meint, nur damit er einem Umfeld oder einer Gesellschaft entspricht, damit er unauffällig durch das gelangt, was er als „Leben“ zu bezeichnen meint, während er sich an sein belohntes Rollenspiel klammert.

Ich erinnere hier an die Aussage in Artikel 23, Abs. 3, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:

„Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.“

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Artikel 1, Abs. 1, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

„Menschenwürde“ und „Existenz“ sind demnach zwei paar Schuhe.

Verständlich, warum es der Kontrolle und Überwachung einer Gesellschaft bedarf, solange diese nicht die Kontrolle über sich selbst übernimmt, der Einzelne wieder „Herr über sich selbst“ wird?

Im Grunde gibt man ja nie die Verantwortung ab, gleich durch welchen Akt es geschehen soll. Man wählt lediglich nur, wie lange man weiter betreut werden mag, siehe: Entscheidung und freier Wille.

Nur das Opfer, was sich zu beklagen weiß, sucht meist nur einen anderen Betreuer.

Letztlich geht es immer darum, sich (im Sein) zu entwickeln, was dem gewohnten, Mensch und Natur zerstörenden Haben diametral gegenüber steht. Auf diese Weise kommt der Materie und damit verbundenem Umgang auch eine andere Bedeutung zu.
Mit der Entwicklung des Seins, unter anderem in Vernunft und Gewissen, zeigt sich auch, was notwendigerweise vom ganzen üblichen Handeln übrig bleibt, was man als Grundlage für eine bedarfsorientierte Ökonomie ansehen mag.