Buffdalong – oder: Kleinigkeiten, die keine sind

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(v1.5, nochmals ergänzt) Gern wird hier und da vollmundig von „Freiheit“ gesprochen, die man dann zurückerlangen würde, wenn die „Corona-Nummer“ mit ihren Masken zu Ende ist. Wahrscheinlich werden viele sehr froh sein.

Wenn jemand über die „Freiheit“ eines anderen bestimmt, so handelt es sich lediglich um Freiheiten oder Freizügigkeiten und nicht um Freiheit selbst. Eine Bevölkerung, die es gewohnt ist, fremdbestimmt zu sein, kennt den Unterschied nicht. Sie ist nicht frei.

Der Mensch, der gewohnt in einem Staat aufwächst, kennt den Unterschied zwischen Freiheiten und Freizügigkeiten und der Freiheit selbst nicht. Denn er kennt auch den Unterschied zwischen Mensch und Person nicht.

Freiheiten und Freizügigkeiten sind von einer Autorität wohlwollend zugestandene, meist schriftlich vereinbarte Privilegien – auch Grundrechte genannt – die jederzeit, wenn es opportun erscheint, per Gesetz oder „per Order di Mufti“ eingeschränkt oder sogar aufgehoben werden können und umgekehrt.

Da es sich hierbei um positives Recht handelt, was vom Menschen künstlich erschaffen wurde und die Mehrheit unter dem Aspekt der Gehorsamsbereitschaft aufgewachsen ist, ist sie zu keinem Zeitpunkt frei.
Das übliche Tamtam um „souveräne Staaten“ entpuppt sich bei genauerem Hinschauen als eine Lachnummer, da man versucht einem fiktiven Gebilde eine Eigenschaft verleihen zu wollen, die der Einzelne nur selbst zu entwickeln hat.

Das seit dem 25.07.2012 unheilbar nicht mehr geltende Bundeswahlgesetz trägt in sich noch einen weiteren Hinweis, der vielen nicht bewusst ist. Denn ohne das Bundeswahlgesetz darf die Person (für die sich der Mensch hält) auch nicht mehr seinen „Bundestag“ wählen und damit kann auch keine rechtmäßig legitimierte „Regierung“ daraus entstehen. Schlussfolgernd daraus ergibt sich eine vollkommen andere Betrachtungs- und Sichtweise.

Denn wenn sie es wüssten, würden jene auch erkennen, dass zwischen der Vorstellung dass ein Mensch IN einem Staat leben würde und der Tatsache, dass sich ein „Staat“ lediglich aus Personen* (Rollen, Hüllen) konstituiert und im Kern genauso eine Fiktion, ein geistiges Gebilde ist, als Überlagerung von namenlosen Boden (genannt „Staatsgebiet“), ebenso wie seine Gesetze, die darin gelten**. An diesem Punkt würde der Mensch die Täuschung erkennen, der er unwissentlich (bisher) erlegen ist.

Aus diesem Grunde benötigen die vom Menschen künstlich geschaffenen Gesetze einen zeitlichen (Ab wann oder von wann bis wann gilt es?), einen persönlichen (Welche Personen betrifft es?), einen sachlichen (Welcher Sachverhalt ist geregelt?) und einen räumlichen Geltungsbereich (Auf welchem Staatsgebiet gilt es?). Fehlt nur einer dieser vier, so ist das Gesetz nicht anwendbar. Merken Sie, wie luftig das ganze Thema plötzlich wird?

Demnach ist das „Staatsvolk“ ebenfalls nur ein erdachtes Gebilde, auf den die sogenannte „Staatsgewalt“ ausgeübt wird.

Gleichzeitig mag ich hier auf einen Ausdruck eingehen, der in den Gesetzestexten immer wieder zu finden ist: „… im Geltungsbereich dieses Gesetzes…“
Diese Angabe bezieht sich – bei fehlendem räumlichen Geltungsbereich – auf einen philosophischen Punkt ohne Ausdehnung. Jetzt versuchen Sie mal nachzulesen, auf welchem Staatsgebiet so manches künstlich geschaffene Gesetz gelten soll. Vielleicht werden Sie sogar sagen: „Im §5 OWiG gibt es doch einen räumlichen Geltungsbereich:

„Wenn das Gesetz nichts anderes bestimmt, können nur Ordnungswidrigkeiten geahndet werden, die im räumlichen Geltungsbereich dieses Gesetzes oder außerhalb dieses Geltungsbereichs auf einem Schiff oder in einem Luftfahrzeug begangen werden, das berechtigt ist, die Bundesflagge oder das Staatszugehörigkeitszeichen der Bundesrepublik Deutschland zu führen.“

Wenn Sie es genauer lesen, werden Sie erkennen, dass ein gänzlich anderer Sachverhalt besteht. Nebenbei erwähnt wird das Einführungsgesetz zum OWiG auch „Dreher-Gesetz“ genannt.
Ihnen überlasse ich es, sich darüber kundig zu machen. Wenn Sie auf „Kino“ stehen, dann schauen Sie sich am besten dazu den Film „Der Fall Collini“ an.

Das war mal eine sehr vereinfachte Übersicht, was alles zum gewohnten Bild gehört, um da von „Staat“ sprechen zu wollen, wenn die Situation nicht eine gänzlich andere wäre.

Warum das immer noch weiter läuft liegt daran, weil die Mehrheit sich selbst unterwirft, unterwirft wegen wohlwollend zugestandenen Privilegien, wie Teilhabe an der Macht (u.a. Fürstentum „Familie“, Karriere), Teilhabe am Geldsystem, Eigentum, Besitz, Hab und Gut und der Vorstellung, dass einem etwas oder jemand gehören würde. Dies alles klingt erst mal prima, und so ziemlich jeder meint danach streben zu müssen.

„Eigentum verpflichtet… zu Gehorsam.“

Was der gewohnte Denker übersieht, dass er auf diese Weise leicht lenkbar wird, das ihm das wohlwollend zugestandene auch jederzeit wieder weggenommen werden kann, es herrscht Verlustangst. Darüber lassen sich die Massen bequem in jede nur erdenkliche Richtung steuern.
Und da man lieber Belohnung mag und aus der anerzogenen Gewohnheit „gern“ Schmerzen vermeidet, ist man lieber artig und hofft auf das Wohlwollen der Vorgesetzten, damit man später mal etwas wird oder bleiben darf.

„Am Anfang schweigt man, weil man gehorcht. Später schweigt man, damit man was erreicht. Und am Ende schweigt man, damit man das Erreichte behält.“

Doch kommt dieser Situation noch etwas hinzu.

Wer denkt, dass er nun IN einem Staat, IN einem Land lebt (und nicht „auf“ dem Land) und alles ja rechtens sein muss, mag sich die Rede zur Verleihung des Westfälischen Friedens aus 2012 von Helmut Schmidt anhören – besser: hier mal nachlesen:

„…Tatsächlich aber sind die europäischen Völker ihre Staaten, ihre nationalen Volkswirtschaften, sind alle Unternehmen****, von der Entwicklung der Welt, von der ich sprach, auf das Stärkste berührt. Sie wissen es nur noch nicht. Sie haben es nur noch nicht verstanden…“

Wer mag, kann mal bei Google diese beiden Ausdrücke eingeben (oder hier einfach draufklicken): „US Municipal Governments Companies in Germany“ und „US Municipal Governments Companies in Austria“ und dann bei Dun & Bradstreet weiter unten nachlesen.

Jetzt ahnen Sie vielleicht, was hier „am Laufen“ ist und dass man sich freut, wenn Sie weiter nur arbeiten gehen und Geld verdienen wollen und keine Fragen stellen.

Warum das alles funktioniert? Weil die mehrheitliche Vorstellung besteht, es handele sich um eine alternativlose Existenz, die genau deswegen „ernst“ erscheint, während man Sie und Sie sich auch selbst soweit abzulenken bereit sind, um die Nummer weiterlaufen zu lassen, während das, woran Sie glauben, auf einem Bluff basiert.

Die Mehrheit bewegt sich im Rahmen der Existenzangst, der gesellschaftlichen Entsprechung und somit auch im Gruppenzwang, während die Erkenntnis, sich vierzig oder fünfzig Jahre selbst „über den Tisch gezogen“ zu haben, für sie unerträglich sein würde.

Und auch das ist noch nicht alles.

Die Vorstellung dass mit Zahlen bedrucktes Papier etwas wert sein soll, ebenso wie die „Sichteinlagen“ (Zahlenreihen) auf dem Konto, liegt nur daran, dass man dem Irrglauben erliegt, dass Arbeit etwas wert sei, die belohnt werden müsse.

Finanzielle Freiheit ist prinzipiell das gleiche, wie „Arbeit macht frei.“

Denn das „Geld“ kommt in der Regel durch ein Dar-Lehen ins System und erlangt erst durch seine Besicherung durch den Dar-Lehensnehmer (selbst arbeiten oder arbeiten lassend) an seinen vermeintlichen Wert.

Das ist der Punkt, warum der Mensch sich selbst versklavt, weil er zum einen an Werte glaubt, die ihn sich selbst versklaven lassen und er sich nicht eingesteht, dass er sich die ganze Zeit selbst an der Nase herumgeführt hat.

Was die eingangs erwähnte Freiheit angeht, so ist sie eine Erscheinung des Menschen, der sich in Vernunft und Gewissen entfaltet.

Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der eigentliche Hort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit. Gewissen ist zu spüren, was rechtens ist.“

Nun wissen Sie auch, warum wir keinen Friedensvertrag haben und auch keinen brauchen und auch kein Land, um sich von anderen abzugrenzen. Denn es ist ein Irrtum, dass einem etwas oder jemand gehört.

Und weitergedacht, gehört einem noch nicht einmal das Leben. Nun kennen Sie den Unterschied zwischen Freiheit und Freiheiten.

* Die „natürliche Person“, ist der Mensch in der Rolle als… Rechtssubjekt. Ob er nun das Rechtssubjekt des positiven Rechts ist, und damit „gewohnt“ der Fremdbestimmung durch andere unterliegt oder dem überpositiven*** Recht und damit seiner Selbstbestimmung, diese Wahl hat er in der Regel nicht, weil er in ein System hineingeboren wird, wo er wie alle Generationen vorher, am besten zu entsprechen hat. Zudem ist alles so ausgelegt, dass ihm nicht wirklich eine Wahl zu bleiben scheint, wie dies die meisten erkennen, wenn sie merken, dass sie unterworfen sind – jedoch freiwillig unterworfen sind.

** „Als Fiktion bezeichnet die Rechtswissenschaft die Anordnung des Gesetzes, tatsächliche oder rechtliche Umstände als gegeben zu behandeln, obwohl sie in Wirklichkeit nicht vorliegen. Hierbei kann die Fiktion das genaue Gegenteil der tatsächlichen Umstände als rechtlich verbindlich festlegen. Eine Fiktion kann deshalb im Prozess auch nicht widerlegt oder entkräftet werden, da sie definitionsgemäß vom tatsächlichen Sachverhalt abweicht. Das Wort „gilt“ ist in Gesetzestexten ein Indiz für das Vorliegen einer Fiktion, sie kann sich aber auch in Legaldefinitionen verbergen.“ Fiktion(Recht), Wikipedia

*** „Von Positivem und Überpositivem“

**** „Das Bundeszentralamt für Steuern erteilt Unternehmern im Sinne des § 2 auf Antrag eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.“ §1, Satz 1, § 27a UmStG (Hinweisend auf das Impressum des Bundestages.) Hierzu mag ich noch ergänzend fragen: Wie es sein kann, dass Unternehmensstrukturen hoheitliche Aufgabe übernehmen können?

Das liegt wohl daran, dass man sich in einer Staatssimulation bewegt, die wiederum ein Unternehmen ist, die wiederum um einen Wesenskern gewickelt ist, der im Grunde genommen die anerzogene Selbstversklavung der Bevölkerung und gewohnheitliche Erziehung zur Gehorsamsbereitschaft nutzt, die wiederum an den anerzogenen Glauben an den Wert von mit Zahlen bedrucktem Papier und an den Wert von Arbeit gekoppelt ist.

Der gewohnte „Arbeiter“ treibt durch sein Handeln einen Motor an, aus „Arbeit beim Kaufmann“ (Unternehmen), „Geld vom Kaufmann“ (Bank) und dem Kaufmannsladen beim Kaufmann – während das System so aufgebaut erscheint, dass es daraus kein Entrinnen gibt.

Mit diesen Gedanken gehört auch die Vorstellung, ein „Deutsches Reich“ wieder auferstehen lassen zu wollen, letztendlich der Vergangenheit an.

Nachtrag: Worum es bei allem geht?

„Ihr Daseinszweck ist es nicht zu herrschen, sondern das Verursachen von Leid und Schmerz und Tod. So ist es gewesen, so ist es jetzt noch, und so wird es immer sein. Und alles nur, damit andere ihretwegen über sich hinauswachsen können.“ „Mobius M. Mobius“ zu „Loki“, Loki, 2021

Nachtrag: Das Phänomen der Ausgrenzung ist der Versuch, der Illusion noch einen kleinen Moment länger hinterherlaufen zu wollen, während die Hinweise, dass es eine ist, mitunter ignoriert werden. Doch wie heißt es so schön in der Serie „Westworld“?

„Die richtige Information, im richtigen Moment, ist tödlicher, als jede Waffe.“ „Martin Connels“, Westworld 3. Staffel, Episode 4

Musikalische Gleichschaltung: