Der Umgang mit Informationen

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(v1.0*) Erst vor kurzem sprach ich mit jemandem, wie er mit den vielen Informationen umgeht, die ihm täglich begegnen. Er handhabt es überraschender Weise genauso wie ich.

Informationen kommen zwar rein, doch nicht jede betrifft die eigene Aufgabe und den eigenen Einflussbereich und so wird sie dann auch behandelt, nämlich mit weniger Priorität.
Das Stöbern und Zusammenkratzen im Internet fällt dabei noch kürzer aus, da die wesentlichen Informationen – sozusagen – „von innen“ oder von selbst kommen oder parallel, was bedeutet: Ich schreibe einen Beitrag und eine Bekannte oder ein Bekannter rufen an und erzählen mir das, was ich gerade im Beitrag bereits verfasst hatte.

Geschehnisse, Dinge und Sachverhalte, die man selbst nicht überprüfen kann, a) weil räumlich oder b) zeitlich von einem getrennt sind, bleiben außen vor.

Sie haben dann lediglich Signalwirkung a) im Sinne des Bedeutungsverlustes des Systems der alten Ordnung oder b) als Impulse des sich entwickelnden „Neuen“/“lange Vergessenen“ oder landen unter „das Übliche“.
Es bedarf dann nur noch eines kurzen Momentes der Betrachtung, statt permanenter und intensiver Beschäftigung.

Die sogenannte Truther-Szene verwechselt noch immer „wahre Aussagen“ mit Wahrheit.

Die Hoffnung, dass Trump oder ein anderer als Erlöser daherkommt, kann ich aus meiner Erfahrung heraus entspannt verneinen, weil ich mich trotz gesellschaftlich gegebener Situation an dieser sehr gut weiterentwickeln kann und mag.
Das ganze Geschehnis ist für mich eine Art Forschungs- und Entwicklungseinrichtung in Form eines spannenden Systemkriminalfalls, wo sich bestätigt, dass das Opfer letztlich auch der Täter ist.

Das funktioniert deshalb, weil ich unter anderem a) die Rolle des unschuldigen Opfers der Umstände bereits lange abgelegt habe und b)erkannt habe, dass noch so viel vom Üblichen keine Veränderung bewirkt – außer dass das Gejammer lauter wird.

Und das in der Regel nur, weil man sich bisher des Denkens nicht bemächtigt hat, weil dies ja bisher nicht bezahlt wurde. Der anerzogene Mechanismus der Fremdbelohnung macht es möglich, darüber zu bestimmen, was für die Masse „gut und richtig“ sein soll. Einmal mehr, die eigenen Verhaltensweisen ins Auge zu fassen, statt zu versuchen, die Manipulatoren mit allem möglichen Tamtam verdrängen zu wollen.

„Ich will die Schweine hängen sehen.“

„Die Welt erscheint nur deswegen oberflächlich, weil sich gewohnt oberflächlich mit ihr auseinandergesetzt wird. Deshalb haben die meisten Lösungsmuster auch so einen faden Nachgeschmack.“

Das gewohnte „Ich“ hat die Eigenschaft, sich Sorgen zu machen und malt sich vorsorglich schon mal selbst „den Teufel an die Wand“, um alsdann sein Klageliedchen im Vorfeld schon mal anzustimmen. Und selbst wenn sich Zehntausende davon zusammenfinden, bleibt der Tenor der gleiche. Weshalb sich die Polizei ja auch nur ein paar herausfischen braucht.

„Bestrafe wenige, erziehe viele.“

„Gemeinsam sind wird stark = Gemeinsames Leid, ist halbes Leid.“

Das Leid, was das „Ich“ in sich selbst erzeugt, versucht es durch äußere Maßnahmen loswerden zu wollen, mitunter werden andere für den selbstgeschaffenen Zustand beschuldigt.

Demonstrieren ist vom Prinzip her das gleiche: eine Scheinbeschäftigung ist, wie das Arbeiten unter dem Aspekt des Geldverdienens.
Beides lenkt von einem wesentlichen Sachverhalt ab: dem der eigenen Entwicklung und damit verbundener Selbstbelohnung im Sein. Denn mit keiner Materie kann man eine innere Leere füllen, gleich wie gierig man sich zu geben meint.
Wer im Haben gesättigt ist, oder auf üblichem Weg nichts Zustande bringt, versucht sich mit der Macht, die nur deshalb funktioniert, weil der gewohnt Erzogene sein eigenes Machtvakuum durch fremde Akteure zu besetzen versucht.

Die Rolle des Opfers beinhaltet alle Verhalten eines Opfers, was sich im Kern nicht aus seiner Rolle zu entwickeln beabsichtigt, während sich sein „Beschützer“ an die Rolle des „Beschützers“ gewöhnt hat, die mit Macht belohnt wird, und daran gerne festhalten mag.

Die Mächtigen zu entmachten, wie dies gerne gefordert wird, funktioniert dann, wenn man die eigenen Denk- und Verhaltensweisen in der Weise weiterentwickelt, dass die Macht nicht mehr wirksam ausgeübt werden kann, weil die Druckmittel keine Wirksamkeit mehr haben.
Die gewohnte Reaktion, es könnte ja doch noch irgendetwas passieren, ist nur ein weiteres Zeichen, um an sich selbst nicht arbeiten zu wollen.
Weshalb man in dem Zustand kaum mit jemandem zusammenarbeiten kann, weil jener, wenn es brenzlig wird, das Weite oder Ausreden sucht.

„Der Starke ist am mächtigsten allein.“ „Arthur Curry“, „Zack Snyder’s Justice League“, 2021

Der gewohnt erzogene Akteur sucht sich im Kern nur einen anderen Vorgesetzten, der ihn in Zukunft belohnen soll, der ihm die Kraft gibt, die der Akteur sich anerzogen selbst nicht zugesteht – obwohl dies ein weiterer Schlüssel aus seiner gewohnten Abhängigkeit und Untergebenschaft ist.

Allein aus diesem Grunde, ist der Traum von „finanzieller Freiheit“ nur eine Farce und nur ein anderer Ausdruck für „Arbeit macht frei“.

Ein wesentlicher Betrug ist, dass Arbeit etwas wert sein soll, während über das mit Zahlen bedruckte Papier möglichst ein „gerechter“ Ausgleich stattfinden soll.
Die einen arbeiten täglich acht Stunden, während die anderen lediglich Zahlen in den Rechner tippen. Klappe zu, Affe tot!

Kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit Arbeiterparteien und Gewerkschaften! Diese dienen lediglich zur Symptombekämpfung, um die alte Nummer aus Herrn und Untergebenen nur weiterführen zu wollen.

Mit Hilfe von Finanzmitteln im Rahmen üblicher Dar-Lehensvergabe, Hunger und Armut „in der Welt“ bekämpfen zu wollen, ist in etwa so, als wolle man Feuer mit Benzin löschen.
Gleiches trifft auf den Gedanken zu, jedem Wohlstand, der ebenfalls weiteren Wachstums bedarf auf dem Planeten zu ermöglichen, während gleichzeitig das Klima geschützt werden soll.
Das funktioniert nur dann, wenn aus einer gewinnorientierten eine bedarfsorientierte und sich selbst regelnde Ökonomie wird, die nicht mehr auf Geld basiert.
Denn Tauschen ist ebenfalls reine Augenwischerei und Handeln nur der billige Abklatsch für fehlende Selbstregulierung, mangels Vernunft und Gewissen

Eine bedarfsgerechte, sich selbst regulierende Wirtschaft besitzt letzten Endes auch keine hierarchischen Organisationsstrukturen – eine Nebenerscheinung ganzheitlicher Neuordnung mit Hilfe des Schubäus Modells.

Sehr viele Symptome, mit denen wir es heute zu tun haben, lösen sich zum Teil wie von Geisterhand auf, andere lassen sich plötzlich lösen, eben weil es kein Geld und auch keine Grenzen mehr gibt, weil eben diese Bedingungen, die dies verhindern, nicht mehr existieren, einschließlich all jener, die gerne die Hand aufhalten oder mit wohlwollender Hand das Wertgeglaubte zu verteilen meinen.
Zu gut, dass es nur ein Rollenspiel ist. Aus diesem Grund ist Existenzverlust lediglich ein Rollenverlust. Schlecht für all jene, die es als einzige Realität zu verteidigen meinen und verbissen daran festhalten.

Die Tage habe ich einen Beitrag über den „Deep State“ veröffentlicht, der mittlerweile mehr Beachtung bekommt, als ein Beitrag, der sich mit Hinweisen zur individuellen Lösung auseinandersetzt. Das liegt einfach daran, dass schlechte Nachrichten für die Opferrolle gerade zu prädestiniert sind.

Es ist sinnvoll, die Rolle des Opfers zusammen mit der anerzogenen Verlustangst dauerhaft abzulegen.

Der einfache Denker begegnet einem solchen Gedanken mit der Frage, ob er sich jetzt alles nur schönreden müsse, was natürlich Blödsinn ist.

Im Kern versteht er nicht wirklich, was da bei ihm geschieht, weil er alles gewohnt oberflächlich betrachtet und einfach hält. So wird das natürlich nichts.
Denn ist die Welt nicht so einfach, wie er sie zu betrachten meint – es sei denn, er hat die Prinzipien hinter der Welt verstanden, dann ist es wiederum einfach. Doch da gelangt er nicht einfach so hin, da die oberflächliche Betrachtung ihm gewohnt im Wege steht.

Erst neulich sagte jemand, wenn er den einen Beruf nicht mehr ausüben kann, so wird er Heiler, während a) Geld verdienen bei ihm weiter eine Rolle spielt und b) er selbst nie heilen wird, weil dies kein einziger „Heiler“ macht, weil das Leben durch ihn wirkt und er nur als Werkzeug des Lebens dient.
Für etwas, was das Leben schenkt, Geld nehmen zu wollen, ist das a) eine haarige Angelegenheit, die unter den gewohnten Vorstellungen irgendwann nach hinten los geht. Das trifft auf alle Formen der Geschäftemacherei zu. Es wurde den Menschen geschenkt.

„Wer nimmt, dem sei genommen. Doch wer gibt, dem sei gegeben.“

Was das übliche „Geld verdienen“ angeht, ist für die meisten hier die Grenze, was ihre Bereitschaft zur Veränderung und Aufklärung angeht.
Deshalb verschwinden auch so manche von der Bildfläche. Denn das, um was es wirklich geht, da spielen Zahlenreihen auf dem Konto oder mit Zahlen bedrucktes Papier keine Rolle mehr.

Jene, die gewohnt an das Rollenspiel in der alternativlosen Existenz glauben (festhalten), sehen auf der anderen Seite – anerzogen – lediglich das Nichts und die Bedeutungslosigkeit, weil sie nur in Bedeutung oder keine Bedeutung denken, statt alte Bedeutung und neue Bedeutung, was „lediglich“ ein Um- und Weiterdenken notwendig macht.

Denn erst, wenn man wieder zu sich selbst zurückfindet und sich wieder selbst belohnt, wird man zunehmend die Belohnung von anderen oder das Kaufen, um sich selbst zu belohnen immer weniger benötigen.
So entwickelt sich auch mehr und mehr die Einstellung, bereits genug zu haben, statt noch immer mehr haben zu wollen. Und mit welchem Menschen muss man im Leben am längsten und am besten auskommen, wenn nicht mit sich selbst?

Vor vielen Jahren habe ich mich mit dem Thema „Lernen“ auseinandergesetzt und in einem eigenen Experiment festgestellt, dass informative Überfrachtung zu Aggression führt, neben der Erscheinung, für andere Informationen mehr und mehr unempfänglich zu werden.
Ein weiterer Hinweis, dass Denken immer noch wenig genutzt wird, um die wenigen Prinzipien zu verstehen, aus denen sich die vielen Informationen heraus erst ergeben.
Nicht zu vergessen, dass im gewohnten Rahmen immer nur meist vorgefertigte Informationen gesammelt und wieder werden, während Verarbeitung im Grunde gar nicht stattfindet.

Sich fortwährend mit all jenen Inhalten auseinanderzusetzen, um sich weiter nur eine Welt gesammelter Unsäglichkeiten zu schaffen, die anschließend als gegeben hingenommen und dann angemessen beklagt wird, isse bissi dünn.

Im Weiteren konnte ich beobachten, dass Informationsüberfrachtung mehr nur die gewohnten Denk- und Verhaltensweisen der Informierten triggert und so der Kopf immer „gut“ beschäftigt ist, während das Wesentliche dabei übersehen wird: die eigene Entwicklung.

Das gewohnte „Ich“ sammelt! lediglich, was seinem Wesen zu Eigen ist, weswegen der Problemsammler auch Teil der von ihm beklagten „Probleme“ ist, über deren er sich entweder nicht bewusst ist, dies heftig zu bestreiten weiß oder mitunter auch ignoriert usw.
Sammeln allein genügt jedoch nicht, auch nicht mehr Details von Details des Selben, weswegen auch ein mehr des Selben keine Veränderung bewirkt.

„Treffen sich zwei Wissenschaftler in der Kantine an der Theke: Wir haben jetzt das kleinste Teilchen gefunden“, sagt der eine, während der Koch aus der Küche kommt und gleich fragt: Und aus was besteht es?“

Ungeachtet, dass man Symptomen/Phänomenen – gern bezeichnet mit „Probleme“ – nicht in der Weise begegnet, indem man sie nur genug bekämpfen muss, in der (irrigen) Vorstellung, diese irgendwann erfolgreich „beseitigt“ zu haben – um dann als „glorreicher Gewinner“ und „Verteidiger für die gerechte Sache“ hervorzugehen. Bla, bla, bla. Laber, Rhabarber.

Dazu bedarf es zu wissen, dass man die Symptome nicht dort regelt, wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten, wie dies unter üblichen Aspekten gern gehandhabt wird, sondern lediglich sicht- und spürbare Erscheinungen aus der nicht sichtbaren Systemebene (Prozessebene, Prinzipebene) heraus sind, auf der es keine Menschen gibt – auch keine, die daran „schuld“ sind, was somit einer gänzlich anderen Vorgehensweise bedarf.

Es gibt keine klassischen Vorgehensweisen, die zu einem irgendwie gearteten Erfolg führen, denn basieren diese auf jenen Denk- und Verhaltensweisen, die sich ebenfalls auch auf der Systemebene bewegen – das System erzeugen.
Jedes vom Menschen geschaffene Systems findet seine Ursache im Menschen selbst. Jedoch führt gewohntes Traktieren der gewohnten Denker nur zu den üblichen Ergebnissen: Verwürfnisse, Grabenkriege und Experimente.

Die gewohnten Denk- und Verhaltensweisen, verkörpern jenes System, mit dessen sicht- und spürbaren Erscheinungen sich dann später ausgiebig beschäftigt wird. Kreisverkehr.

In der Gruppe gleichgeschalteter Denk- und Verhaltensweisen, erzeugen diese auch den bekannten Gruppenzwang und Konformitätsdruck und jene, die nicht entsprechen, werden automatisch ausgegrenzt – mitunter durch Mobbing.

Musikalische Nachbetrachtung: