Eine Bitte

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(v1.71*) Wer sich gewohnt umschaut, wird mehr und mehr das Gefühl haben, dass so manches nicht mehr zu funktionieren scheint oder zumindest ziemlich eingeschränkt vor sich herumdümpelt.
Ich spreche hier all jene an, die sich jeden Tag darüber fleißig aufzuregen wissen, nicht von denen, die noch gar nichts mitbekommen haben und treu all das machen, was ihnen geheißen wird, also Gehorsamsbereitschaft und Faschismus nachgehen.

Es ist nicht einfach, jene zu greifen, jene sind sich in der Regel nicht einmal darüber bewusst, dass es nicht wirklich etwas bringt, immer wieder nur das eifrige Klageweib zu mimen oder auf der anderen Seite, die unterwürfige Haltung als „rechtens“ zu verteidigen.

Die Angst vor Bestrafung lässt die meisten brav und artig sein und ihre Betreuer machen sich das fleißig zu nutze. Das funktioniert natürlich nur, weil die Masse auf Glaubenskonzepte wie Eigentum und Besitz konditioniert wurde, die sich nur auf den ersten Blick als Vorteil erweisen, jedoch nur wohlwollend überlassene Privilegien einer Autorität sind, die man durch ihr Wohlwollen auch weiter als Autorität zu achten hat, wie auch ihre Vorschriften und Erfüllungsgehilfen.

„Ich bin nur der Erfüllungsgehilfe meines Dienstherren.“ Filialleiter einer Sparkasse in Bachrain/Künzell

„Mit so einer Einstellung sind sechs Millionen Juden umgekommen“, war die Antwort.

Sie sehen, die Masse hat nicht wirklich etwas dazugelernt. Das war – offen gesagt – bisher auch nicht notwendig, war ja alles in „trockenen Tüchern“. Arbeit, Geld und sonstige Annehmlichkeiten, für die so mancher sein ganzes Leben geschuftet hat.

Wer wird da schon zugeben, dass er einer Märchenstunde erlegen ist? Wohl kaum einer.
Und wenn, dann nur in einer Art geistig abisolierten „Sicherheitsmodus“, wo die Erkenntnis über die geglaubte Märchenstunde recht schnell „vom Tisch gewischt“ wird, bevor sich das Gewissen regen könnte.

Allein mit diesen wenigen Zeilen können Sie den Unterschied in der Betrachtung der Dinge erkennen, und das Haus bleibt dabei ein Haus, der Stuhl bleibt ein Stuhl und so weiter…
Es ist und bleibt eine rein geistige Angelegenheit, denn die Realität entsteht im Kopf und wird von den Denk- und Verhaltensweisen beeinflusst.

Gleichsam betrifft dies auch die Art und weise, wie Geschehnisse bewertet werden und nur weil viele es so sehen, muss es nicht heißen, dass es deswegen auch „richtig“ ist. Wie gesagt, alles ist von den Denk- und Verhaltensweisen beeinflusst. Und solange diese unbetrachtet bleiben, geschehen all jene Dinge, über die sich dann weiträumig beschwert und beklagt wird.
Die Medien und ihre belohnten Schreiberlinge sind ebenfalls davon betroffen und so bieten sie der Masse jeden Tag nur das, worüber sich die Masse meist in gewohnt beschwerender Weise äußert und jedoch keine Ambitionen zur Entwicklung wirksamer Lösungen aufbringt.

Das was da üblicherweise an „Lösungen“ die Öffentlichkeit betritt, beruht meist in dem Kaschieren von Symptomen des Systems, was mehr an Verschlimmbesserungen erinnert. Das man ja mal alles ausprobieren müsste und jeder ja auch eine Meinung hat, ist im Grunde keine Rechtfertigung für das übliche Rumgeeiere.

Doch was nutzt es, wenn es nur einer erkannt hat, während der Rest der Meinung ist, nur eine Mehrheit könne darüber befinden (bestimmen), was für sie „gut“ sei. Ein fataler Irrtum, der über die Zeit nur in eine Richtung führt. Denn es geht nicht darum, was für die Mehrheit gut ist, sondern darum, was für den Einzelnen und die Mehrheit, ihre nachfolgenden Generationen und das Leben auf diesem Planeten gut ist. Weitblick.

Vernunft und Gewissen sind dabei zwei menschliche Eigenschaften, die man nicht von anderen fordern kann, sondern nur bei sich selbst entwickeln.
Da meinen so manche, dass Vernunft ja bei jedem etwas anderes sei, was im Grunde genommen nur formulierter Unfug ist.

„Ich finde es vernünftig, wenn ich viel Geld auf dem Konto habe.“ Zitat eines Bekannten

Um es mal so auszudrücken, die Masse kann eines gewiss sehr gut und das ist all das zu verdrängen, was ihr nicht in den gewohnten Kram passt, während sie ihr Tun gleichzeitig als „harmlos“ deklariert und ihren profitierenden Betreuer dies nur allzu „lieb und recht“ ist, damit die gemeinsame Schose weitergehen kann, während sich mit lautstarkem Gebrüll, dass sich was ändern muss, dass Gewissen beruhigt wird.

Man kann sagen, dass der Vorgang der Wahl im Grunde genommen der Akt der Verdrängung schlecht hin ist. Gleichzeitig wird übersehen, dass – egal wie weit etwas verdrängt wird, am Ende erntet jeder das, was er gesät hat – ob er das will oder nicht – gleich wie laut er sich zu beschweren meint.

Das ist ja alles irgendwie vertretbar, wenn denn einfach mal hingehört werden würde. Doch noch immer haben die Ohren Wände.
Was die Bitte aus der Überschrift angeht, ist es wenig sinnvoll, sich mit mir über die wahrgenommenen Probleme austauschen zu wollen und dass man ja nichts machen könne.

Noch immer wird nicht verstanden, dass es sich hier lediglich(!) um Symptome handelt, mit denen sich in der Regel reichlich beschäftigt wird und mit denen es immer wieder gelingt, den Fokus der Massen – einschließlich der Aufklärer – lenkbar zu halten.

Auch so manch beachtliche Feststellungen, dass Wasser nass und der Himmel blau sei, verbunden mit fortwährendem Rumgemähre über die weltweiten oder nationalen „Probleme“ und die Feststellung der fehlenden Weitsicht der Massen, führen zu nichts. Sparen Sie sich und auch mir die Zeit derartiger Betrachtungen, wenn anschließend nur das gewohnte Problem-Lösungsverhalten den Kopf dominiert.

Kaum jemand versteht, dass er nicht versteht, dass er unter Einfluss seiner bisher oder nach wie vor unbetrachteten(!) Denk- und Verhaltensweisen nur ein wirksamer Teil eines Ganzen ist, während er sich dafür auch noch bezahlen lässt, was sich gegen ihn selbst und das Leben richtet.

„Nicht Corona bestimmt den Alltag, sondern der gesellschaftlich als „normal“ deklarierte – besser: unerkannte Faschismus, der auf der gewohnten Gehorsamsbereitschaft prächtig gedeiht.“

Die Angst vor Bestrafung hat die Unbewussten fest im Griff. Doch dieses Mal gibt es keinen Diktator, dem man am Ende die Schuld für alles geben kann. Es gibt auch keine Juden, auf die man einfach mit den Finger zeigt und dann sei das Problem mal wieder zu lösen.

Nein. Dieses Mal bekommt die Gesellschaft den Spiegel vorgehalten, in dessen sie nach wie vor nicht zu blicken meint.

So ist es auch nicht verwunderlich, wenn sich über das Geld gleich mit „drangehängt“ wird, während auf beiden Seiten die Vorstellung über Geld und damit verbundener Macht herrscht und die Notwendigkeit es unbedingt an sich bringen zu müssen. Herrlich. Jeder ist im Haben sich selbst der Nächste (Anmerkung: Jedoch nicht im Sein, was die Lösung für die mehrheitlich wahrgenommenen Symptome wäre. So ganz nebenbei.).

Jedoch überwiegt die allgemein herrschende Willensschwäche, die sich im Rahmen einer gewohnt erlebten Erziehung zum „normalen“, gehorsamsbereiten Untertanen, als auferlegbaren Fremdwillen entpuppt.

„Ja, aber was können wir denn tun?“ „Das müsst ihr selbst entscheiden.“

Das kommt davon, wenn man das ganze Leben nur „herumgejuxt“ hat und plötzlich „die Hütte“ zu brennen scheint, während das „Szenario“ nur im Kopf stattfindet, während die Mehrheit denkt, es sei wahr, siehe: Corona. Auf diese Weise wird die Masse zum willigen Instrument ihrer eigenen Fremdbestimmbarkeit. Also? Wurde was dazugelernt? Nö.

Und dennoch sieht alles ganz prima aus. Warum? Weil es die bisherigen Betrachtungen auf dem Blog zu 100% bestätigt.

Es zeigt sich, dass sich keiner die Hände schmutzig machen oder es sich bei den anderen versauen möchte, es könnte ja die Möglichkeit bestehen, dass es noch eine andere „Lösung“ gibt und man doch besser mal abwartet.

Und das sind nur ein paar Phänomene.

P.S. Es macht wenig Sinn, nur über wahrgenommene Probleme (Symptome, Phänomene) in gewohnt beklagender zu philosophieren, während der eigene Umdenkprozess weiter damit abgelenkt wird.

„Es bedarf lediglich die Ursache für das alles erkennen, dann wird sehr schnell klar und jeder kann selbstständig den Hebel herumlegen. Natürlich kann man auch weiter den Unterwürfigen mimen, ja nichts ändern zu können. Es wird zu wenig über das System nachgedacht, zu dem die Mehrheit selbst gehört, während sie ihr nicht Umdenken damit begründet, ja arbeiten und Geld verdienen zu müssen, weil sie in der Vorstellung lebt, sie hätte ein bisschen Macht, etwas von dem mit Zahlen bedrucktem Papier, Eigentum, Besitz (besetzen), Hab und Gut und dass ihr etwas oder jemand gehören würde.“

Nachtrag: Ach so. Die Bitte. Die Mehrheit der Themen und Geschehnisse sind lediglich Beschäftigungen mit Symptomen – mitunter inszenierte – und keine wirklichen „Probleme“. Sparen Sie sich und mir die Zeit, sich darüber lediglich in beklagender Weise darüber äußern zu wollen, was letztlich nur der Versuch ist, dem eigenen Leid ein Ventil geben zu wollen.

Die Hilflosigkeit und Machtlosigkeit, die mitunter dabei gefühlt zum Vorschein kommt und damit verbundener Frust über enttäuschte, eigene Erwartungen, kann ich gut nachempfinden. Doch hilft das nicht wirklich weiter. Wenn Sie sich also über die Dummheit der Menschen aufzuregen meinen, dann tun Sie sich einen Gefallen: Fragen Sie sich, warum es Ihnen dabei so sehr unter den Nägeln brennt oder es immer etwas zu kritisieren gibt.

Jemand schrieb neulich einen Haufen Kommentare, der interpretierte das Wesentliche auf diesem Blog als destruktiv, zerstörerisch. Die Frage würde wohl mehr die sein: Warum erkannte er dass so? Die Sichtweisen, mit denen man unterwegs ist, ist nicht von den schönen Worten getragen, die so mancher mitunter von sich gibt, sondern von den Denk- und Verhaltensweisen, die die Bewertung einer gegebenen Situation beeinflussen. Wer sich also mit den in der Gesellschaft als normal deklarierten Denk- und Verhaltensweisen noch nicht auseinandergesetzt hat, tut gut daran, dies nachzuholen. Denn dafür ist das ganze Szenario, was die Menschen selbst erzeugen, geschaffen.

Die beiden wesentlichen Haltung sind dabei „Verteidigung und Verbleib“ oder „selbstentschlossene Entwicklung“.

Ein Bekannter meint, mir wäre das weiträumig egal oder ich würde das alles ignorieren. Das stimmt so nicht. Vielmehr hat das Geschehende für mich eine andere Bedeutung und es dient lediglich dazu, das System zu hinterfragen, das Erkannte zu festigen und zu dokumentieren. Ist wie im Labor bei einem Experiment.

Das ist für mich die Art und Weise, wie ich damit umgehe. Die Teilnahme an üblichen Verhalten Jammern, Klagen, Weinen, Greinen, Beschweren und Demonstrieren liegen mir fern, weil diese zu nichts führen. Es sind lediglich Ventilfunktionen, um weiter wesentliche durch jedes Individuum selbst zu treffende Entscheidungen weiter vor sich herschieben zu wollen. Entscheidungen, die ich selbst bereits für mich getroffen habe.

Wenn man etwas „Neues“ fordert, muss man auch bereit sein, einen Preis dafür zu zahlen. An diesem Punkt dünnt sich die Mehrheit der Akteure schlagartig aus. Denn bei genauerem Hinschauen und auch direkter Befragung, wird zwar Veränderung gefordert, jedoch nicht bei den Fordernden selbst. Das ganze Demonstrieren wegen „Masken“ nützt überhaupt nichts. Das System, um das es im Kern geht, kann man nicht an seinen Symptomen in Bedrängnis bringen. Andere „Kuscheleien“ kann man sich also sparen, weil das alles nichts bringt und nur zeigt, dass die „Kuschelnden“ sich nur selbst etwas vormachen, etwas „getan“ zu haben.

Die Nummer mit dem „Corona“ wird dann zu Ende gehen, wenn sich mit dem System auseinandergesetzt wird und nicht einfach das gewohnte beklagt und bejammert wird, während dabei auf das angenehme Gestern gehofft wird. Eine Demonstration ist im Wesentlichen nicht mehr als nur ein kollektives Klagen.

Hinweis: Wenn Sie nun Fragen haben, schrauben Sie Ihre Erwartungen darüber runter, dass Sie in drei Sätzen die Antwort verstanden und was von wesentlicher Natur ist, diese verinnerlicht(!) haben. Es geht nicht einfach nur ums Verstehen, sondern bei allem ums Lernen.