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Grobe Zusammenfassung: Geld, Wert und Glauben

Lesezeit: ca. 23 Minuten

(v1.0) Geld scheint wohl doch was wert zu sein. Macht man sich ein Bild vom System (der alten Ordnung) und wie seine Gläubigen mitunter getrieben sind, um einen Mangel an diesem vermeiden und sich dabei – im Rahmen der eigenen Gier – auf den einen oder anderen Unfug einlassen, um irgendwie noch mehr davon sammeln zu können.

„Menschen verteidigen notwendigerweise ihr eigenes „Ich“. Wir nennen das: „ohne Grenzen“. Sie werden lügen, betrügen, stehlen, morden. Sie werden alles tun, was notwendig ist, um das aufrechtzuerhalten, was wir „die Grenzen des Ichs“ nennen.“ Andrew Samuels, Ph.D., Revolver, 2005

Betrug ist im System der alten Ordnung immanent, da es ins sich ein Betrug, eine Täuschung ist.

„Es ist leicht, Leute zu belügen, die sich schon selbst belügen.“ „Mysterio“, Spider-Man – Far From Home, 2019

Der gewohnte Denker, der das Geldsystem (im Modus des anerzogenen Habens, nach reichlich Einfluss seiner direkten und indirekten Vorfahren) als „normal“ angenommen hat, für ihn besteht kein Grund es zu hinterfragen. Jene, die scheiterten, versuchen in der Regel den Weg (mitunter mit allen Tricks) wieder zurückzufinden – nicht selten auch durch oder über andere.

Der Geldschein als Symbol der eigenen Schuld, früher war das mit Zahlen bedruckte Papier ja noch durch Gold gedeckt.
Und so jagt der gewohnte Denker etwas hinterher, was er nie zurückzahlen kann, selbst wenn er kein „Dar-Lehen“ genommen hat.
Er ist durch eine Mitschuld beteiligt, die ihm mit in die Wiege gelegt wurde, während seine „Vorgänger“ ihn in die Wiege blickend begeistert anschauen, um ihn irgendwann für den „Ernst des Lebens“ vorzubereiten. Während er das Leben in Selbstbestimmung gegen belohnte Fremdbestimmung anerzogen „getauscht“ hat.

Da es ja alle so machen, muss es irgendwie „richtig“ sein und da es keine Alternativen zu geben scheint, „Zeit“ und Vergleich, um selbst darüber nachzudenken fehlen, wird erziehungstechnisch in die gewohnte „Kiste von Gestern“ gegriffen.
Denn er soll ja am besten so werden, wie sie sich das vorstellen, weil es ja auch nicht anders gekannt wird, schließlich soll er/sie ja mal dazugehören und so warten auch reichlich Privilegien, die zum rechten Zeitpunkt wohlwollend zugestanden werden.

Wer danach meint zu haben (Eigentum, Besitz), dass ihm etwas oder jemand gehören würde, ist in der Regel auch der Meinung, er könne es auch wieder verlieren.
Mit dieser Einstellung kann er bequem fremdbestimmt werden.

Wer somit auch der Meinung ist, dass ihm das Leben gehören würde, wird natürlich in jedem einen Feind erkennen wollen, der es möglicherweise nehmen, oder es zumindest mehr oder weniger stark beeinträchtigen könnte, weswegen der Gedanke nahe liegt, ob es mit den Viren wirklich so auf sich hat, wie es gelernt, bzw. unhinterfragt angenommen wurde.

Für jene, die an ihren Denk- und Verhaltensmustern festhalten, bzw. von diesen gelenkt werden, ist die Erklärung einer Übertragung und damit verbundener Feindbildprojektion und einhergehender Schuldzuweisung natürlich einfacher. Denn so spart man sich insgesamt das Denken, da Kopieren einfacher ist, als Kapieren.

Auf diese Weise braucht man sich selbst auch nicht damit auseinanderzusetzen und kann bei jeder Gelegenheit trotzdem bequem mitkrakeelen.
Es ist auch viel einfacher sich mit der Masse treiben zu lassen, statt „unnötig“ aufzufallen. Schließlich will man ja dazugehören, das Erreichte nicht verlieren, sich notfalls lieber (u.U.) anpassen, also: „so tun, als ob“ ows. (oder was sonst).

„Gruppenzwang. Entsprechung. Gehorsam. Anerkennung. Belohnung. Zugehörigkeit.“

Die irrige Vorstellung, dass das Leben einem „gehören“ würde findet sich hier aufgelöst: „Die Würde des Menschen (das Leben selbst) ist unantastbar“, weshalb sie auch nicht geschützt werden braucht.
Was da „geschützt“ werden mag, ist die vom „Ich“ geschaffene Existenz und es folgen seine künstlichen Institutionen wie „Staaten“, die jedoch schon lange keine mehr sind, sondern Unternehmen. Und was wird im Unternehmen gemacht? Gearbeitet.

„Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.“ Artikel 23, Punkt 3, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Wer das mit den Unternehmen nicht so recht akzeptieren mag, findet hier ein kurzes Video von Helmut Schmidts Rede aus dem Jahr 2012.

„Der Mechanismus der Fremdbestimmung selbst beruht in der anerzogenen Gehorsamsbereitschaft und damit verbundener Fremdsteuerung des Belohnungssystems eines anderen.“

„Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“

Zur Erziehung gehört auch der anerzogene Glaube an den Wert von Arbeit, Geld und was oder wen man meint, sich damit kaufen zu können und ihm dann „gehört“. Werte. Wertvorstellungen.

Ab diesem Moment kann man nicht mehr von Ost oder West sprechen und die politischen Ideologien entpuppen sich als hausgemachte Märchenstunden. So nebenbei.

Wenn das geliebte „Geld“ an Wert verliert oder sein Wert insgesamt gefährdet erscheint, so versucht man sich in andere „Werte“ hinüberzuretten, in der Regel indem man es gegen etwas anderes eintauscht, wie Gold, Silber, Immobilien, was auch immer.
So ist in der Regel der Alltag bestimmt, bestimmt unter anderem vom Glauben an (gesicherte) materielle Werte.

Vererben fungiert bei näherer Betrachtung nur als Weitergabe des Titels „Sklave“. Heute sagt man ja dazu „Arbeiter“, „Personal“ oder „Angestellter“ o.ä.

„…und die Sklaven haben sich bewaffnet.“ „Ich kann das nicht leiden, dieses Wort…das ‚S-Wort‘, das ‚S-Wort‘.“ „Verzeihung. Die gefangenen Arbeiter haben sich bewaffnet.“ „Okay, das ist besser. Das ist viel besser.“ Thor: Ragnarök, 2017

Dreist wird es beim Dar-Lehen, wo der unwissende Dar-Lehensnehmer durch „Besicherung“ dem „Wertlosen“ selbst den Wert vergibt. Im anerzogenen Glauben, dass Arbeit etwas wert sei und man jeden „kaufen“ könne.
Und mit den zusätzlichen, nicht mitgeschaffenen Zinsen, schnappt die Falle hinter ihm zu und der Dar-Lehensnehmer er arbeitet fortan für das Gehalt des Dar-Lehensgebers, bis er das Dar-Lehen plus Zinsen getilgt hat, während der Glaube besteht, dass Erworbene würde ihm dann „gehören“, nur weil es einen Vertrag gibt.

„Eigentum verpflichtet… zu Gehorsam.“

Für den Dar-Lehensgeber geht es um die Macht, die er durch den Glauben des Dar-Lehensnehmers an den Wert von Arbeit und mit Zahlen bedrucktem Papier, Zahlenreihe auf dem Konto und dem Glauben an den Wert von Sachen erlangt – unter Zuhilfenahme der eigenen, unwissenden Mitarbeiter, die ja auch arbeiten und Geld verdienen und wieder ausgeben „müssen“.

Mit der üblichen Posse, genannt „finanzielle Freiheit“ (prinzipiell das Selbe wie „Arbeit macht frei“), wird das natürlich nichts – da nur ein Mehr des Selben.

Die Dar-Lehensgeber sind also nicht einfach „schuld“, da sich die Gesellschaft durch den Glauben an den Wert von Arbeit, mit Zahlen bedrucktem Papier und Zahlenreihen auf dem Konto, gegenseitig den Glauben vermittelt und dadurch auch selbst und gegenseitig versklavt.

„Die Amerikaner haben Krieg geführt für die Freiheit. Auch einen für das Ende der Sklaverei. Und was machen viele von denen mit der Freiheit? Sie werden Sklaven.“ „Captain Ives“, Interstate 60, 2002

Wer nun steif und fest behauptet, Geld und alles andere sei „wirklich“ etwas wert, weil seinesgleichen auch daran glaubt, bewegt sich zusammen mit der Mehrheit auf diesem Planeten, gedanklich in einer kollektiven Illusion.
Und wenn Geld nichts wert ist, ist das, was man damit zu kaufen meint auch nichts wert, es wird noch nicht einmal „gekauft. Und wer wissen mag, wie man so etwas einführt, liest dazu den Beitrag „Franz über die Entstehung der heutigen Ökonomie“.

„Wen haben wir?“ „Den Weihnachtsmann?“ „Der bringt doch nur Geschenke und er erfüllt keine Wünsche.“ „Der Teufel, der erfüllt Wünsche.“ „Den Satan gab es schon vor der amerikanischen Kultur. Und er erfüllt keine Wünsche. Er macht Geschäfte.“ Dialog „Quincy“ mit „Zack“, Interstate 60, 2002

Das Gegenstück zu diesem mentalen Konstrukt kann man, durch seine Invertierung (ein Werkzeug zur Infragestellung) in etwa so beschreiben: Materie und damit verbundener Gestaltungsprozess, sind nicht einfach dazu gedacht ver- und gekauft, getauscht, als Dienst angeboten, geborgt, verliehen, geleast, gestohlen, geraubt, beschlagnahmt, verteidigt, besetzt oder zu Eigen gemacht zu werden osw. (oder sonst was) – nicht zu vergessen auch der Mensch, der mitunter als Sache betrachtet wird.
Es geht darum, dass sich der Mensch wieder selbstverantwortlich zum Leben hin entwickelt und so die anerzogenen Ketten mehr und mehr ablegt, was ebenfalls den Glauben an das „liebe Geld“ mit einschließt.

Klingt Ihnen das zu utopisch? Das „glaube“ ich Ihnen gern, wenn man nur den üblichen Sermon kennt und diesen darüber hinaus auch noch für „alternativlos“ und „ernst“ hält.

Mit dem Haben und dem Glauben an den Wert von Geld, kommen auch die Schulden und der Versuch, sich da irgendwie herauswinden zu wollen.

„Soll und Haben.“

„Ich finde es vernünftig, viel Geld auf dem Konto zu haben.“ Bekannter, dessen Konto in der Regel „dünn besiedelt“ ist

Mit Auflösung der Staaten, Länder und Grenzen, verschwinden sehr viele der heutigen „Probleme“ von ganz allein.
Und dort wo Hand angelegt werden „muss“, lässt sich dies dann sehr vereinfacht vor Ort regeln, statt irgendwo Geld hinzuschicken, was dann so mir nichts, dir nichts in „dunkeln Kanälen“ verschwinden könnte, da es kein Geld mehr gibt.
Auf diese Weise lösen sich auch die meisten heutigen „Probleme“, einst durch Neuverschuldung teuer bekämpft, wie von Geisterhand auf.
Zudem besteht wirtschaftlich nicht mehr die Notwendigkeit, möglichst viel zu produzieren, damit es „rentabel“ wird, um es dann mit entsprechendem „Marketing“ an den „Käufer“ zu bringen.

Dieser recht radikale Ansatz, erscheint deswegen notwendig, da man die heutigen Probleme wie Hunger, Armut usw. nicht dadurch löst, indem man allen Wohlstand verspricht, der nur „auf Pump“ plus nicht mitgeschaffenen Zinsen beruht, was die Menschen auf diesem Planeten zur Gänze versklaven würde, weshalb die UN-Resolution A/RES/70/1 in sich nur als wohlformulierter Plan zur restlichen Versklavung der Menschheit erscheint. So am Rande.

Dass die Meinung herrscht, dass einem nicht nur etwas, sondern auch „jemand“ gehören würde, kann auf die Inbesitznahme des jungen Lebens zurückgeführt werden, dass das, was sich da zwischen den Beinen zur Welt bringt, jemandem gehören würde und wer mal besessen wurde, will in der Regel auch besitzen und je einfach der Geist, desto einfacher die Inbesitznahme.

Das junge Leben ist jedoch nur ein Geschenk des Lebens an sich selbst und keine Sache, mit der man machen kann, was man will, weshalb sich die Inbesitznahme nur als eine mentale Angelegenheit durch entsprechende Konditionierung herausstellt – eine durch gewohnte Erziehung zur Gehorsamsbereitschaft und Entsprechung gepaart mit Unwissenheit und daraus entstandene Denk- und Verhaltensmuster.

Entwicklung ist eine Begleitung und keine Beherrschung, die von beiden Seiten Entwicklung erfordert. So am Rande und damit Philosophie nicht nur eine Angelegenheit eines Studium ist, wie man hier nachlesen kann:

„Du, Papa? Du hast doch gerade die Avocado gekauft.“ „Ja.“
„Und nun hast du den Kern gepflanzt.“ „Ja.“
„Und sicher willst Du, daß auch etwas wächst.“ „Ja.“
„Und wenn es dann gewachsen ist, dann willst du sicher auch ernten.“ „Klar, deshalb habe ich das auch gemacht.“
Mein Sohn umfasste meinen Oberarm, schaute mir in die Augen und sagte leise: „Papa, das hast du gut gemacht.“
Ich fühlte mich geschmeichelt und da umfasste er plötzlich nochmals meinen Oberarm, schaute und sagte: „Das ist aber auch wiederum schlecht.“
Ich war sichtlich verwirrt und fragte warum. „Weil der Mann, der dir die Avocado verkauft hat, kein Geschäft mehr mit dir machen kann.“ Dialog mit „meinem“ Sohn Maximilian (12/13 Jahre)

Gleich wie „unbeholfen“ das junge Leben einem vorkommen mag und dem man argumentativ die Pistole auf die Brust setzen würde, wenn es nicht so „springt“, wie es soll, läuft die Nummer so nicht:

„Wenn es dir nicht passt, dann kannst du ja ausziehen.“ Vater zu seinem 10-jährigen Sohn

Also? Um- und Weiterdenken ist angesagt, was wiederum bedeutet, dass man sich nicht einfach nur auf gewohnte Erziehung berufen kann, nur um den eigenen Kopf nicht anstrengen zu müssen, mit der gebetsmühlenartigen Ausrede: „Es war ja schon immer so.“

Für den Gewohnten, der im Haben (Eigentum, Besitz) aufgewachsen ist, erscheint es deshalb unglaublich, dass gar nichts den Wert hat, wie er dies für gewöhnlich glaubt.

Der „Gläubige“ macht sich dadurch nicht nur selbst etwas vor, sondern versklavt sich darüber hinaus und bietet so die Möglichkeit, sich über ihn zu erheben – jene, die dann selbst die „wohlwollenden (gerne verwechselt mit „gerechten“) Herrscher“ mimen, und die Macht besitzen, Privilegien zu vergeben oder wieder zu entziehen: „Belohnung fürs artig sein, Bestrafung für eigenständiges Denken, Hinterfragen und Infragestellen, was möglicherweise das Ansehen der „wohlwollenden Herrscher“ beeinträchtigen, ja sogar gefährden könnte.“

Dabei hat es keinen Wert gegen diese zu kämpfen, sondern konsequent ihren Status auszuhebeln, durch Infragestellung des Systems und ihrer Werkzeuge, in dem der ganze Schmunzes stattfindet.
Denn es hat nichts mit „Freiheit“ und „Gerechtigkeit“ zu tun, in dem man die „ungerechten Herrscher“ durch „gerechte“ ersetzt.

Doch wer will schon gerne bestraft, bspw. angeprangert, stigmatisiert werden und Nachteile, Hohn, Spott und Ausgrenzung erfahren? Normalerweise niemand.
Also wird sich den „Herren“ und ihren künstlichen Regelwerken unterworfen.
Schließlich könne man ja nicht anders, ist in der Regel die Ausrede, was jene zu Teilnehmern jener Ordnung werden lässt, die sie im Kern zu überwinden haben.

„Wo versteckt sich ein Gegner am besten? Dort, wo man ihn am wenigsten erwarten wird. Er versteckt sich hinter ihrem Schmerz, Jake. Sie beschützen ihn mit ihrem Schmerz. Umarmen sie den Schmerz, dann gewinnen sie auch das Spiel.“ „Avi“, Revolver, 2005

Wie des Öfteren bereits geschrieben, herrscht der Glaube an die Alternativlosigkeit des vorhandenen Systems nur deswegen, weil man auf der einen Seite der Waage das sieht, was man kennt (Gewohnheiten, liebgewonnene Bedeutungen und Werte) und auf der anderen Seite, mangels eigenständigem Denken nur das Nichts (utopisches, keine Bedeutung, keine Werte) zu erkennen meint, was einen dann zu verschlingen droht – („entweder…oder…“).
Das auch nur, weil der Mensch das Invertieren nicht gelernt hat und meint, es genüge nur gegen etwas zu sein, was jedoch nur ein Negieren ist, basierend auf gewohntem „dafür oder dagegen“ sein.

Der wesentliche Unterschied zwischen gewohnter und alternativer Systemstruktur beruht auf Kontrolle versus Selbstregulierung.
Da kaum jemand in der Lage ist, selbstregulierende Strukturen zu gestalten, liegt dies an den gewohnten Denk- und Verhaltensmustern, die für hierarchische Systeme bekannt sind.
Ich halte das übliche Wolfsrudel-Argument nur für eine Ausrede, jener, die weiter von ihren Denk- und Verhaltensmustern beherrscht sind, um diese gleichzeitig damit rechtfertigen zu wollen.

Einen weiteren Unterschied findet man zwischen den „Freiheiten und Freizügigkeiten“ und der Freiheit selbst, die keiner Angelegenheit eines Wohlwollens (Erlaubnis) bedarf, sondern eines Menschen, der sich entschlossen selbst in Vernunft und Gewissen entwickelt.

Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der eigentliche Hort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit. Gewissen ist zu spüren, was rechtens ist.“

An diesem Punkt, kann man sich alle Forderungen nach der üblichen Vorstellung von „Frieden“, „Freiheit“ und „Gerechtigkeit“ getrost „in die Haare schmieren“. Noch näher kann man das alles nicht finden, als es in sich selbst zu entwickeln und vorzuleben.

Dass es sich dabei um einen individuell-kollektiven Entwicklungsprozess handelt, und sich Bedeutungen auch ändern können, wird „erziehungstechnisch“ geflissentlich übersehen. Weshalb es sich in diesen Zeiten wohl um den Einstieg in die „Neue Zeit“ handelt. Möglicherweise mit einem Übergang, wie eine Bekannte die Tage meinte.

Jedoch: Der Mensch in seinem eigenen Kopfknast, zusammen mit anderen, denen es bestenfalls und hoffentlich genauso ergeht: Neid und Missgunst. Und da jeder zu entsprechen hat, während man beim anderen darauf achtet, dass er sich weiter „artgerecht“ verhält, gestaltet sich der Weg für jene, entsprechend belastend.

Das geschieht natürlich nicht bei „irgendjemandem“ oder „woanders“, sondern in der Gesellschaft als Ganzes und wirkt damit auf dem einzelnen Teilnehmer, der nur ungern realisieren mag, dass er sich und sein Umfeld unter dem Fokus seiner gewohnten Denk- und Verhaltensmuster, Konventionen und Wertvorstellungen nicht nur gegenseitig selbst entmenschlicht hat, sondern auch den Planeten „über den Jordan jagt(e)“, eben weil er sich, durch gewohnte Fremdbestimmung, nie wirklich in Vernunft und Gewissen entwickelt hat, während er durch Äußerlichkeiten versucht, die innere Leere zu bewältigen.

Wenn das Äußere nichts wert ist, so passt das mit der inneren Haltung, während sich lieber etwas vorgemacht wird, es sei etwas wert: „so tun, als ob“, Spiel, Rollenspiel.

Die Grenze dieser Haltung ist dann erreicht, wenn trotz vielfachem Aufruf zum Umdenken, die „gleiche Nummer weiter geschoben wird“, während sich jeder als unschuldiges Opfer der Umstände zu erkennen meint, oder sicherheitshalber diese Rolle annimmt, um seiner möglichen Bestrafung wegen Nichtentsprechens zu entgehen.

Denn wer mag sich schon ändern wollen? Es reicht nicht, nur einfach zu fordern, dass sich etwas ändern soll, während die Fordernden selbst nicht davon betroffen sein wollen, um weiter an ihren Wertvorstellungen festzuhalten, in der Hoffnung, nachher ist es in der Weise „anders“, wie es vorher war.

„Also. Leben und Taten des Don Quichott. Worum geht es?“ „Dass jemandes Glaube an Werte sehr viel wichtiger ist, als die Werte selbst?“
„Ja, das steckt da auch drin. Aber worum geht es eigentlich? Könnte es vielleicht darum gehen, wie rationale Gedanken unsere Seele zerstören? Könnte es um den Triumph von Irrationalität gehen, um die Kraft, die darin steckt?
Wir verbringen sehr viel Zeit damit, die Welt zu organisieren. Wir bauen Uhren, stellen Kalender her, versuchen das Wetter vorherzusagen. Aber welchen Teil unseres Lebens haben wir wirklich unter Kontrolle?“ „John Brennan“, The Next three Days, 2011

Dazu passend auch dieses Zitat:

„Wir haben gewonnen. Die Menschen interessieren sich nicht mehr für ihre Bürgerrechte, nur noch für ihren Lebensstandard. Die moderne Welt hat Ideen, wie die Freiheit, hinter sich gelassen. Es genügt ihnen zu gehorchen.“
„Die Gefahr bleibt bestehen, solange der freie Wille existiert. Jahrhunderte lang haben wir versucht durch Religion, Politik und heute durch Konsumdenken Widerspruch auszulöschen. Hat nicht auch die Wissenschaft eine Chance verdient?“ Dialog aus dem Film „Assassin’s Creed“, 2016

Also. Was ist Ihnen Ihre Freiheit wert?