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(v1.2) Es kann noch so viel an Unsäglichkeiten gesammelt und präsentiert werden, der Moment, mit Veränderungen zu beginnen, heißt stets „Jetzt*“ – ob dies nun die Unbewussten, die Ängstlichen, die Widersacher, die Resignierten, die (auf andere) Wartenden und die Unbelehrbaren betrifft.
Letztlich lautet die Regel: Die Mehrheit wird dann ins Neue gelangen, wenn sie mehr Angst vorm Alten hat, als vorm Neuen – also der Gang durch das breite Tor.

*Anmerkung: Wenn auch nicht gleich alles auf einmal und vor allem auch nicht „plötzlich“ anders wird.

Trotz der Vielfalt des Betrachteten wirkt im Hintergrund die Gleichschaltung durch gewohnte Erziehung zur Gehorsamsbereitschaft und Entsprechung bisheriger Vorstellungen, wie das junge Leben zu sein hat und welche Konventionen und Wertvorstellungen zu gelten haben. Das gesamte System ist darauf ausgerichtet.

„Wir wollen, dass ihr es mal besser habt, als wir… (gedacht und erwartet:)… wenn ihr so seid, wie uns das gefällt.“

Selbst wenn die junge Generation der Meinung ist, sie würde es ja bereits anders machen, so sind ihre wesentlichen Beweggründe weiter auf Arbeiten, Geld verdienen und wieder ausgeben ausgerichtet, was der Grundpfeiler globaler Selbstzerstörung darstellt, während man sich mitunter auf „Fridays for Future“ selbst etwas vormacht, vorausgesetzt diese Veranstaltung findet überhaupt noch statt.

Gleiches trifft auch auf alle Demonstrationen und (kopfschüttelnd) „Stillen Proteste“ zu, wenn Montag wieder artig an die Arbeit gegangen wird, während sich die „Arbeitgeberlobby“ gläserne Beschäftigte wünscht.

Man spürt die Angst aller, dass ihnen das ganze Brimborium irgendwann um die Ohren fliegt, während die Hoffnung auf Alternativen (die wie das Bisherige genauso sein müssen) mehr und mehr schwindet. Innerhalb des Systems der alten Ordnung gibt es, unter Beibehaltung der gewohnten Denk- und Verhaltensmuster, keine „Alternativen“.

Und es sollte langsam jedem klar sein, dass es auch nicht mit anderen gewählten Vorgesetzten zu machen ist oder gar mit anderen Staaten oder anderen Gesetzen, damit die guten alten Zeiten wieder zurückkehren.

Es liegt nun an den Teilnehmern der Gesellschaft selbst, etwas auf die Beine zu stellen, was nicht einfach von der Politik vorgegeben werden kann oder auf der Beibehaltung des Bisherigen seine Existenz zu begründen versucht.
Und es nicht damit getan, nur auf ein „Neues Warten“ zu setzen, um dann wieder gestärkt arbeiten und Geld verdienen zu gehen, um später alle vier oder fünf Jahre seine „gerechten Vorgesetzten“ zu wählen.

Bei allem sich das Lachen verbeißen: Die Nummer ist vorbei, was da jetzt noch wirkt, ist lediglich ein zunehmendes Durcheinander, während die „öffentlich-geistige“ Ordnung, aus sich den Konventionen und Wertvorstellung Unterwerfenden und ihren „erhabenen“ Akteuren, mehr und mehr in Bewegung gerät.

Erst gestern konnte ich wieder feststellen, wie sehr so mancher an seinen gewohnten Vorstellungen festzuhalten meint, was ihm natürlich überlassen bleibt – schließlich mag ja jeder seine eigene Meinung haben, was damit auch bedeutet, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist – die ganze Zeit bereits war und auch für das, was ihm widerfährt.

„Es ist keine Pandemie dafür nötig, dass sich die Menschen impfen lassen… nur die Angst vor einer Pandemie.“ „Wilson Wilson“, Utopia, 2013/14

Für jene, die an den Konventionen und Wertvorstellungen festzuhalten meinen, wird sich dies zunehmend als Belastung herausstellen und die Bestrebungen, um den Status Quo weiter aufrechtzuerhalten, mehr und mehr Energie und Aufmerksamkeit fordern und ein deutliches Zeichen, dass das System eine rein mentale Angelegenheit (des Glaubens) ist.

„Ich weiß, dass das Geld etwas wert ist.“ „Das glaubst du nur.“

Und dabei bleibt kein Auge trocken, noch eine Institution oder gar gespielte Rolle davon verschont.

Es geht auch nicht einfach darum, das „Beste“ zu behalten, vor allem wenn die Entscheidung „das Beste“ zu behalten, dafür verantwortlich ist, dass die Situation so ist, wie sie ist. Und was ist überhaupt „das Beste“?
Die Politik ist es nicht, noch ist es die Medizin oder gar die vom Menschen erfundenen Gesetze, noch der Moment, auf den man nur lange genug warten müsse, um dann wieder „erfolgreich zuschlagen“ zu können usw. usf.

Zwar gibt es von den Klageweibern immer was zu beweinen, doch hilft das alles nicht wirklich.
Vielleicht sollte man eine Demonstrations-, Protest- oder Klagesteuer einführen. Stille Proteste werden natürlich doppelt besteuert, allein weil das alles nicht wirklich etwas bringt und nur die übliche Zeit vergeudet wird, weil einem nicht wirklich etwas einfällt.

„Demos bringen nichts. Damit verschleiern wir nur unser Nichtstun… Wir demonstrieren gegen die Agrarpolitik, nachdem halb Afrika verhungert ist. Wir rationieren das Wasser, nachdem das Grundwasser knapp wird, wir reden über den Klimawandel, nachdem die Welt in Flammen steht.“ „Samantha“, Utopia, 2020

Mit der gewohnten Denke wird das also nichts.

Nachtrag: Es reicht nicht, nur Veränderung zu fordern, wenn man selbst nicht davon betroffen sein mag. Denn so macht man sich nur selbst etwas vor.

Gedanke: Der Fisch weiß nicht, dass er im Wasser schwimmt. Das könnte ihm nur der Angler sagen, wenn er ihn nur verstehen würde.