Sie denken, das war es dann bereits?

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(v1.0) Über die Jahre haben die Reichs- und Rechtsaufklärer eine Menge traktiert – oft genug mehrmals, weil sie sich eine Zusammenarbeit mit anderen Gruppen „ersparen“ wollten und so wurde „das Rad“ über die Zeit zum zig tausendsten Male „neu“ erfunden.
In der Beitragsgrafik finden sich die zumindest mir bekannten Aktionen der letzten Jahre.
Im Kern haben sie nicht wirklich funktioniert, da sie sich stets in einem kleinen Gedankenkonstrukt aus „Gewinnen“, „Bestrafen“, „Sichern“, „Verteidigen“ und „Zurückblicken“ bewegt haben – nach dem Prinzip: Zurück in die Vergangenheit.

Kaum jemand macht sich Gedanken, warum er der Auffassung ist, mit der Wiederholung von „Abgegriffenem“ ein Morgen gestalten zu wollen und kaum jemand versteht, dass es um die konsequente Infragestellung des Gestern geht – im Kern dem System der alten Ordnung selbst, was sich aus den gewohnten Denk- und Verhaltensmustern einer verhaltenstechnisch gleichgeschalteten Mehrheit konstituiert.

Während sich die Akteure engagiert mit den vielen Themen auseinandersetzten, entwickelte sich aus den vielen Dialogen, Ergebnissen das Gefühl, dass es noch etwas anderes geben musste.

„Chef, diesen Monat habe ich so viel Geld verdient, dass ich mir den Sprit für den Weg an die Arbeit und zurück leisten kann.“

Auch ein Mehr des Selben führte beim Üblichen zu nichts, half jedoch ein Bild von etwas zu entwickeln, was damals und auch heute noch kaum Beachtung findet: das System. Denn wer macht sich im Eifer des Gefechts schon Gedanken um ein für seinen Verstand geschaffenes (besser: anerzogenes) mentales Gebilde?

Der gewohnte Denker sieht überall Probleme, was ihn so zu einem Teil der Probleme werden lässt, während er der irrigen Meinung sei, man müsse diese nur stark genug kritisieren oder die verursachenden Schuldigen verurteilen oder sie ihrer Märchenstunden überführen wollen.

Die häufig gestellten, jedoch irrigen Fragen sind: „Was kann man denn DAGEGEN tun?“ Oder: „Was willst DU denn DAGEGEN tun?“
Es sind jedoch die falschen Fragen, weshalb die Mehrheit besorgt um ihre Existenz den breiten Weg beschreitet, unvermögend über die Dinge hinauszudenken, in der irrigen Vorstellung, es genüge, nur genug übliche Denke und Verdrängungskonzepte an den Tag zu legen. Von wegen.

Propheten gibt es derweil genug, denen man erwartungsvoll zu lauschen meint, die das erzählen, was die gewohnheitsgepuderte Masse nur allzu gerne hören mag, Geschichten von bösen Wichten und ihren Untaten.
Wer kommt schon auf die Idee, dass das Opfer gerne all das hört, was seinen Untergang beflügelt, nur damit es „nachher“ (vorausgesetzt es überlebt) behaupten kann: „Siehste, ich habe die ganze Zeit recht gehabt.“ Das ist letztlich auch ganz einfach:

„Jeder bekommt immer das, was er sich „nimmt“. Und das was er sich „nimmt“, wird von seinen Denk- und Verhaltensmustern bestimmt.“

Mit der Zeit wurde besagte „Liste der Möglichkeiten“ aus den vielen gemachten Erfahrungen immer kürzer, bis nichts mehr übrigblieb und ich in dem Moment im Büro saß und mich fragte: „Wenn alles wie Nichts erscheint, was bleibt dann?“

All das hatte natürlich auch sein Gutes: Ich erfuhr, was nicht funktionierte, bis der Moment kam, wo doch etwas funktionierte, nur nicht so, wie ich das bisher geahnt hatte.

Es musste also etwas geben, was bisher nicht bedacht worden war. Ein völlig anderer Weg, unkonventionell: Der Weg schrittweiser und konsequenter Infragestellung des Systems der alten Ordnung.

So entschloss ich mich nach langem Hin und Her, wieder mein Ding zu machen, denn was sollte es sonst für einen Sinn haben?
Andere zu überzeugen, während jene an den gewohnten Vorgehensweisen festhielten? Das schien es wohl nicht zu sein.

Wer also der Meinung ist, dass sich etwas ändern muss, während er fest davon überzeugt ist, dass er weiter am bisher Erreichten festzuhalten meint, macht sich nur selbst etwas vor.

An diesem Punkt stellt sich auch die Frage, was sich unter „Veränderung“ überhaupt vorgestellt wird, verbunden mit der Frage, was jene selbst dazu beitragen gedenken, damit diese auch realisiert würde… wenn es dieses Schrittes überhaupt noch bedarf…

Was also bleibt übrig, als das, was gerade stattfindet?

Zumindest habe ich für mich einen wunderbaren Lösungsweg gefunden…