Morgenmotivation

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(v1.6) Heute morgen erhalte ich ein kurzes und doch recht nettes Video aus dem Reichs-/Bundestag. Kurz, prägnant, amüsant, leidenschaftlich.

Tipp 1: Um- und Weiterdenken lohnen sich wirklich, was nicht einfach was mit nur dagegen sein und Hinterhof- und Stammtischgemotze zu tun hat.

Tipp 2: Und nun betrachte man das Geschehen im Rahmen einer Feindbildprojektion.

Nachtrag: „Nehmen Sie einmal den Fall eines Völkermordes*. Da beschließt ein eiskalter Diktator fünf sechs Millionen Männer, Frauen und Kinder umbringen zu lassen. Dafür braucht er doch mindestens eine Millionen Komplizen. Mörder und Henker. Wie macht er das, dass man ihm gehorcht?“
„Indem er die Verantwortung auf viele Leute verteilt. Ein Diktator braucht einen funktionierenden Staatsapparat. Das heißt, er braucht Millionen von kleinen Funktionären, von denen jeder eine anscheinend eine unbedeutende Aufgabe wahrzunehmen hat. Und jeder von ihnen wird diese Aufgabe ausführen – mit Kompetenz – und ohne Bedenken. Und niemand wird sich klarmachen, dass er der millionste Teil eines grausamen Verbrechen ist.“ Dialog „Staatsanwalt Henri Volney mit Prof. David Naggara“, I wie Ikarus, 1979

* Im aktuellen Fall liegt zwar kein Völkermord vor, dass ist nur die gewohnte Sicht der gesellschaftlich anerzogenen Opferhaltung (also „von unten“ als „Opfer der Umstände“). Es geht hier um das Thema geselllschaftlich als „normal“ erachteter und in den Familien über die Jahrunderte anerzogene Gehorsamsbereitschaft, die die Grundlage, sowohl für hierarchische Systeme wie auch den stattfindenden Faschismus liefert, während sich hinter Rollenspielen versteckt wird, die ein damit verbundenes Handeln zur Durchsetzung von künstlich geschaffenen Regelwerken legitimieren sollen.

(Im Video zu sehen: Markus Söder)