Zuversichtlich

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(v1.2*) Das Thema „Corona“ wirkt auf der einen Seite wie ein groß angelegter, grober Unfug, hinter dem sich weitere, unausgesprochene Themen verbergen. Das geht von der Verschwörungstheorie über die Reduktion der Bevölkerung (die meines Erachtens in natürlicher Art und Weise abläuft).
Ein beliebtes Thema all jener, die sich nicht über die eigene damit verbundene Opferhaltung gewiss sind, die sie als „normal“ erachten und auch noch nach weiteren „Mitstreitern“ suchen.
Wer reagiert dabei schon auf den Hinweis, dass sich durch den „Corona-Vorfall“, der Faschismus und seine gehorsambereiten Anhänger und ihre „Vorgesetzten“ ein Stelldichein geben?

Auf der anderen Seite: Was will man machen? Die meisten gehen weiter dem gewohnten Tagtraum nach, wo sie durch ihr Handeln selbst ein System aufrechterhalten, was ihnen gleichzeitig schadet, während sie mit vielen Glaubenssätzen im Paket (dem Wert von Geld, die Teilhabe an der Macht, dass jenen etwas oder jemand gehört, was sie ihr Eigentum oder Besitz nennen dürfen) nachgehen.

Von allen Seiten wird genug traktiert, was einem das Aufstehen vom Komfortsofa erleichtern soll, um mal selbst den Kopf anzustrengen. Selbst die Politik zeigt sich von ihrer „besten“ Seite, um den „Realitäts- und Wandelscheuen“ ein inszeniertes „Spektakel der Unfähigkeit“ und gespielten Diktatur zu präsentieren.
Das bisherige geistige Gefängnis war von Vorteil, um das System der alten Ordnung aufrechtzuerhalten.

An diesem Punkt mag ich nochmals betonen, dass eine „Neue Weltordnung“, nur aus Sicht von Opfern, sich durch ihr eigenes Verhalten herbeisehnen, für sie nur zu ihrem eigenen, schicksalshaften Weg wird. Denn: „Man bekommt immer das, was man sich nimmt und das, was man sich „nimmt“.“
Das was man sich „nimmt“, wird nicht vom Reden bestimmt, sondern von den Denk- und Verhaltensweisen, einschließlich dem Wunsch nach Schutz, Betreuung und Sicherheit… vor der Veränderung der eigenen Denk- und Verhaltensweisen. Es hat also nichts mit irgendwelchen Dingen zu tun, die man sich „nehmen“ könnte.

Die Mehrheit schuf sich, bedingt durch ihre anerzogenen und als Konventionen und Traditionen anerkannten Denk- und Verhaltensweisen, ihr eigenes, geistiges Gefängnis, während so manche nun darauf warten, dass entweder andere kommen und sie „beim Händchen nehmen“ und befreien oder sie warten auf andere, die wiederum auf andere warten – kollektives Lauern auf Zeichen der Veränderung in der Gesellschaft.

Die Beobachtung der Beobachter… Nicht wirklich. Mehr sind es die Zuschauer der Zuschauer. Beobachtung ist etwas vollkommen anderes, als Hinschauen. Denn das Hinschauen ermöglicht lediglich den Blick auf das Übliche. Beobachten findet auf der Prozessebene statt.
Deswegen reicht es auch nicht, einfach nur die täglichen Unsäglichkeiten zu verkünden, denn das machen alle traditionell-konventionellen Medien. Auch die Rolle des Aufklärers wurde über die Zeit zur Schutzfunktion gegen die eigene Veränderung umkonzipiert, während sich dazwischen die Meinungs- und Lösungssucher tummeln.

Ich bin bei allem sehr zuversichtlich, das deswegen, weil es – wenn man es erkannt, verstanden und verinnerlicht hat, nur ein gigantisches Schauspiel ist, was die Teilnehmer für „alternativlos“ real halten – während sie sich selbst in der Betrachtung ausblenden.

Die meisten Themen habe ich bereits hinter mir gelassen, nicht weil ich sie verdrängte, sondern weil ich sie von ihrem Wesen in Frage stellte, auf diese Weise nimmt man so manchem Thema seine Bedeutung, selbst wenn andere sich noch darin zu bewegen versuchen, nicht selten um dieses sogar zu verteidigen, als ob es das einzige wäre, was sie „haben“.

Ein Thema reicht nicht, um das System in Frage zu stellen. Sie merken: Ich spreche schon lange nicht mehr von „BRD“, die nur eine Institution innerhalb des Systems ist, an die geglaubt wird. Spätestens an dieser Stelle sollten so manche Fragezeichen erscheinen, hat er sich ja bisher nur mit den Pro- und Antagonisten dieser Einrichtung auseinandergesetzt. Die Leute von SSL haben das auch schon damals nicht verstanden, als ich sie in einen langen Dialog auf Facebook verwickelt habe. Das war Absicht, meine Damen und Herren.

Um es so auszudrücken: Es geht nur nach vorne und die Aufgabe besteht darin das Alte durch seine Infragestellung einer andere Bedeutung zuzuordnen. Das „Alte“ muss deswegen nicht einfach weg, wie das so mancher zu glauben meint, sondern es „geht“ von selbst, wenn ihm seine Bedeutungshoheit sozusagen „entfleucht“ ist.

Das Alte, was sich der Mehrheit nur durch ihre Denk- und Verhaltensweisen als alternativlos darstellt, war – gesamt gesehen nur ein „Ort“, wo gelernt wurde, wie es nicht funktionierte, was nicht einfach an den „richtigen“ und „falschen“ Darstellern lag, noch an den Methoden (Belohnung und Bestrafung) und Werkzeugen (u.a. Staatsgewalt), sondern an den kollektiven Denk- und Verhaltensweisen, die den Inhabern vorgaukelten und noch immer vorgaukeln, dass sie ja „vernünftig“, „gewissenhaft“, „gut“, „gerecht“ und was es sonst noch so alles gibt, seien.

„Vater. Sie wissen nicht, was sie tun,… und sie tun nur so, als ob.“

Dennoch bin ich zuversichtlich. Warum? Irgendwann wird jeder zu seinem eigenen Detektiv.

„Watson? Wo ist meine Pfeife?“